Zahnradbahn ┼átrbaÔÇô┼átrbsk├ę Pleso Information

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┼átrba O┼ŻÔÇô┼átrbsk├ę Pleso O┼Ż
Strecke der Zahnradbahn ┼átrbaÔÇô┼átrbsk├ę Pleso
Kursbuchstrecke (ZSSK):182
Streckenl├Ąnge:4,61 km
Spurweite:1000 mm ( Meterspur)
Stromsystem:seit 1970: 1,5 kV  =
Maximale Neigung: bis 1936: 127 ÔÇ░
ab 1970: 150  ÔÇ░
Zahnstangensystem:bis 1936: Riggenbach
1970ÔÇô2020: Von Roll
ab 2021:
Strub TN70
H├Âchstgeschwindigkeit:30 km/h
0,000 ┼átrba O┼Ż fr├╝her Csorba 894 m
0,400 I/18
1,353 Tatransk├Ż Lieskovec 951 m
1,650 II/538
3,270 II/538
3,800 II/537
Maximale Neigung 150 ÔÇ░
4,300 Neutrassierung 1969 1275 m
4,600 M├│ryho osada fr├╝her M├│ritelep 1300 m
4,609 ┼átrbsk├ę Pleso O┼Ż 1330 m
Elektrische Tatrabahn nach Poprad
4,780 ┼átrbsk├ę Pleso fr├╝her Csorbat├│ 1350 m

Quellen: [1] [2] [3] [4] [5]

Die Zahnradbahn ┼átrbaÔÇô┼átrbsk├ę Pleso ( slowakisch Ozubnicov├í ┼żeleznica ┼átrbaÔÇô┼átrbsk├ę Pleso, kurz O┼Ż) ist eine meterspurige Zahnradbahn in der slowakischen Hohen Tatra, die urspr├╝nglich als Csorbatoi Fogaskerek├╝ Vasut (Csorbasee-Zahnradbahn) von der cs. ├ęs kir. szab. Kassa-Oderbergi Vas├║t (Kaschau-Oderberger Bahn; Ks.Od.) erbaut und betrieben wurde. Sie beginnt im Bahnhof ┼átrba (fr├╝her: Csorba) der Bahnstrecke Ko┼íiceÔÇô┼Żilina und f├╝hrt in den Kurort ┼átrbsk├ę Pleso (fr├╝her: Csorbat├│), wo sie in die Strecke PopradÔÇô┼átrbsk├ę Pleso der Elektrischen Tatrabahn einm├╝ndet.

Die Fahrpreise liegen wie bei der Elektrischen Tatrabahn ├╝ber dem sonstigen slowakischen Niveau, sie ist jedoch in den allgemeinen Tarif einbezogen.

Geschichte Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Erste Zahnradbahn Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Trasse der neuen Bahn bei Csorbat├│ (undatiert)

Mit der Inbetriebnahme der Kaschau-Oderberger Bahn von Kaschau in Oberungarn nach Oderberg in ├ľsterreichisch Schlesien im Jahre 1871 erhielt auch die Hohe Tatra eine Eisenbahnverbindung. Mit dem dann beginnenden Tourismus entstanden am ┼átrbsk├ę pleso (deutsch: Tschirmer See) erste Hotels und der Ort wurde zum Heilbad ernannt. Sp├Ąter entstanden auch Wanderwege und Bergh├╝tten.

Die Kaschau-Oderberger Bahn entwickelte unter der Leitung von Emil V├írnai das Projekt einer meterspurigen Zahnradbahn, die ┼átrbsk├ę pleso an den Bahnhof Csorba (heute: ┼átrba) anbinden sollte. Am 30. Juli 1895 wurde die Bahn vom ungarischen Handelsministerium konzessioniert. Der Bau erfolgte recht schnell, so dass die Strecke schon am 30. Juli 1896 er├Âffnet werden konnte. 4,05 km der Gesamtstrecke von 4,75 km waren mit einer Zahnstange der Bauart Riggenbach versehen, um die maximale Steigung von 127 ÔÇ░ zu ├╝berwinden. Von der alten Talstation in ┼átrba in etwa 896 m H├Âhe bis zur Endstation am See in 1350 m H├Âhe war ein H├Âhenunterschied von 454 m zu ├╝berwinden.

Bahnhof Csorbat├│ (undatiert)

Als Betriebsgesellschaft gr├╝ndete die Kaschau-Oderberger Bahn die Csorbatoi Fogaskerek├╝ Vasut (slowakisch: Ozubnicov├í ┼żeleznica ┼átrbsk├ęho plesa, deutsch Csorbasee-Zahnradbahn). Betrieben wurde die Strecke nur w├Ąhrend der Kursaison zwischen Mai und September und zur Skisaison im Winter. F├╝r mehr als sechs Monate im Jahr ruhte der Verkehr. Der ab 1. Mai 1912 g├╝ltige Fahrplan verzeichnete insgesamt sechs Zugpaare. Sie ben├Âtigten f├╝r die Gesamtstrecke in beiden Richtungen 29 Minuten. [6]

Ab den 1920er Jahren entstand mit dem Kraftfahrzeugverkehr eine starke Konkurrenz und die Bahn wurde unrentabel. 1924 gelangte die Strecke zusammen mit der Kaschau-Oderberger Bahn dann ins Eigentum der Tschechoslowakischen Staatsbahnen (─îSD). Die 1927 gegr├╝ndete Tatransk├í elektrick├í vicin├ílna dr├íha (TEVD) ├╝bernahm den Betrieb der Elektrischen Tatrabahn, lehnte aber die ├ťbernahme der unwirtschaftlichen und veralteten Zahnradbahn ab.

W├Ąhrend der Weltwirtschaftskrise wurde der Verkehr auf der Zahnradbahn am 14. September 1932 endg├╝ltig eingestellt. Am 11. Dezember 1936 erlosch die Konzession zum Betrieb. In den 1940er Jahren wurde die Strecke dann abgebaut.

Wiederaufbau von 1968 bis 1970 Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Im Jahr 1968 begannen im Zusammenhang mit den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1970 in ┼átrbsk├ę Pleso die Planungen f├╝r einen Neuaufbau der kurz Zuba─Źka genannten Bahn (nach Ozubnicov├í ┼żeleznica, ÔÇ×ZahnradbahnÔÇť). Ein Teil der alten Strecke konnte f├╝r den Neubau wieder genutzt werden, der Rest wurde neu trassiert. Die maximale Neigung erh├Âhte sich dabei auf 150 ÔÇ░, bedingt durch neue Stra├čen├╝ber- und -unterf├╝hrungen anstelle der vorherigen Kreuzungen sowie der Trassen├Ąnderung zum neuen Endbahnhof. Elektrifiziert wurde die Strecke mit 1500 Volt Gleichspannung und damit mit demselben System wie die Elektrische Tatrabahn.

Reisezug bei Tatransk├Ż Lieskovec (2020)
Lamellenzahnstange der Bauart Von Roll in Štrba (2014)

Am Bahnhof ┼átrba wurde eine neue Abfahrtshalle f├╝r die Zahnradbahnz├╝ge errichtet, die auch heute noch eine gediegene Eleganz ausstrahlt. In ┼átrbsk├ę Pleso entstand ein neuer gemeinsamer Bahnhof mit der Elektrischen Tatrabahn. Eine Gleisverbindung diente dort f├╝r ├ťberf├╝hrungen der Fahrzeuge der Zahnradbahn in das Depot im Bahnhof Poprad. Am 12. Februar 1970 wurde der Betrieb auf der neuen Zahnradbahnstrecke er├Âffnet.

S├Ąmtliche Gleise waren mit Lamellen-Zahnstangen des Systems Von Roll ausger├╝stet, da die alten Triebwagen ├╝ber keinen Adh├Ąsionsantrieb verf├╝gten. Die Zahnstangen endeten im Bahnhof ┼átrbsk├ę Pleso vor der Einm├╝ndung in das Streckengleis Richtung Star├Ż Smokovec stumpf, besondere Zahnstangeneinfahrten waren nicht vorhanden. In beiden Bahnh├Âfe gibt es Relaisstellwerke mit Lichtsignalen, die Weichen sind fernbedient. Die beweglichen Zwischenschienen werden vom Antrieb ├╝ber ├ťbertragungsgest├Ąnge mit den Zungen mitbewegt. Die Weichen und Bahnhofsgleise werden durch Gleisstromkreise selbstt├Ątig freigemeldet, das Streckengleis ist mit Stahlschwellen versehen und zwischen den Einfahrsignalen nicht isoliert.

Modernisierung von 2020 bis 2022 Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Gleis und Oberleitung wurden vollst├Ąndig erneuert. Der Zug f├Ąhrt nach der Zahnstangenweiche ins Gef├Ąlle Richtung ┼átrba. (┼átrbsk├ę Pleso; 2022)

Im Juli 2020 begann eine komplette Sanierung des Oberbaus, der Fahrleitungsanlage und auch am Unterbau wurden umfangreiche Arbeiten ausgef├╝hrt. Dazu wurde das alte Gleis und die Fahrleitung komplett abgetragen, der Gleisschotter gereinigt und teilweise neue Entw├Ąsserungsgr├Ąben angelegt. Auch wurde eine gro├če Anzahl neuer Verankerungspunkte f├╝r das Zahnstangengleis erstellt (alle 40 bis 70 m). [7] Die Kosten waren auf 18 Millionen Euro veranschlagt und die Bauarbeiten sollten bis Februar 2021 beendet sein. Allerdings musste dieser Termin mehrfach verschoben werden und erst am 16. Februar 2022 nahm die Bahn den Betrieb wieder auf. [8] Der Betrieb wurde w├Ąhrend der Bauarbeiten im Schienenersatzverkehr durch Busse aufrechterhalten. [9]

Im Zeitraum vom 12. September bis 28. Oktober 2022 wurde neuerlich der Betrieb im Schienenersatzverkehr gef├╝hrt, um ungeplante Nacharbeiten durchzuf├╝hren. [10] Dabei wurde mit Hilfe von Schreitbaggern weiterer Gleisschotter ausgebracht, weiters die vorhandene Gleisstopfmaschine bei der Talfahrt damit von beiden Seiten gesichert und anschlie├čend ohne Stopfarbeit wieder bergw├Ąrts bef├Ârdert. Als Abschluss dieser Arbeiten wurde abschnittsweise noch das Schotterbett durch Verklebung gegen Abrutschen gesichert.

Die schweizerische Firma Tensol Rail lieferte 4800 m neue Zahnstangen vom Typ Strub TN70 und 8325 Stahlschwellen vom Typ TN25. Die Zahnstange wurde wie die Fahrschienen durchgehend verschwei├čt, die Befestigung auf den Schwellen erfolgt f├╝r alle drei Schienen mit demselben Befestigungsmaterial. Au├čerdem wurden im Bahnhof ┼átrba vier neue Zahnstangenweichen eingebaut und in ┼átrbsk├ę Pleso eine weitere. Im Gegensatz zu fr├╝her weisen dort nun beide Zahnstangengleise eine vollst├Ąndige, gefederte Zahnstangeneinfahrt auf, um durchgehende Z├╝ge in Richtung Star├Ż Smokovec f├╝hren zu k├Ânnen.

Fahrzeugeinsatz Bearbeiten Quelltext bearbeiten

─îSD-Baureihe EMU 29.0 (2020)
ZSSK-Baureihe 495.95 (2022)

Die Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf lieferte im Jahre 1896 zwei Zahnraddampflokomotiven mit den Fabriknummern 1012 und 1013, welche die Nummern 1 und 2 erhielten. Die ─îSD ordnete die Lokomotiven sp├Ąter als U 29.001 und U 29.002 ein. Weitgehend baugleiche Lokomotiven wurden auch f├╝r die Achenseebahn in ├ľsterreich gefertigt, wo sie bis heute im Einsatz sind. Des Weiteren existierten vier Personen- und zwei G├╝terwagen, die von Ganz in Budapest gebaut wurden.

Von 1970 bis zum Juli 2020 kamen drei elektrische Zahnradbahntriebwagen der ─îSD-Baureihe EMU 29.0 (seit 1988: Baureihe 405.95) zum Einsatz. Die Fahrzeug hatten ausschlie├člich einen Zahnradantrieb, was einen Einsatz auf der Elektrischen Tatrabahn ausschloss. ├ťblicherweise verkehrten sie mit bergw├Ąrts vorgestelltem Steuerwagen.

Bis August 2021 lieferte Stadler Rail/Schweiz f├╝nf neue elektrische Zahnradtriebz├╝ge der ZSSK-Baureihe 495.95, die auch die benachbarten Adh├Ąsionsstrecken der Elektrischen Tatrabahn befahren k├Ânnen. Sie l├Âsten die 50 Jahre alten Fahrzeuge der ersten Generation vollst├Ąndig ab. [11] Der erste neue Triebwagen wurde Anfang 2021 in die Slowakei geliefert. [12] Teil der Bestellung war auch eine Zweikraftlokomotive mit der Nummer 485 951 und der Bauart HGem 2/2 mit elektrischem und Dieselantrieb, die insbesondere f├╝r Schneer├Ąumeins├Ątze ben├Âtigt wird. [13]

Literatur Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Weblinks Bearbeiten Quelltext bearbeiten

Commons: Zahnradbahn ┼átrbaÔÇô┼átrbsk├ę Pleso ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten Quelltext bearbeiten

  1. ÔćĹ ┼Żeleznice Slovenskej republiky: InfoMapa - SK. Abgerufen am 13. November 2021.
  2. ÔćĹ 1003 ┼átrba - ┼átrbsk├ę Pleso. In: Atlas Drah. Abgerufen am 13. Juli 2020 (tschechisch).
  3. ÔćĹ 1003a Historick├ę miesto 1003/1 - ┼átrbsk├ę Pleso /p├┤vodn├í lokalita/. In: Atlas Drah. Abgerufen am 13. Juli 2020 (tschechisch).
  4. ÔćĹ 682 Csorba-Csorbat├│. In: Magyarorsz├íg vas├║t├íllom├ísai ├ęs vas├║ti meg├íll├│helyei. Abgerufen am 13. Juli 2020 (ungarisch).
  5. ÔćĹ Ozubnicov├í ┼żelezni─Źn├í tra┼ą ┼átrbsk├ę Pleso - ┼átrba. In: Rail.sk. Abgerufen am 15. November 2021 (slowakisch).
  6. ÔćĹ Fahrplan 1912
  7. ÔćĹ Tatra-Zahnradbahn ÔÇô Zeit f├╝r Upgrades. (PDF) STRABAG, Juli 2021, abgerufen am 30. Dezember 2023.
  8. ÔćĹ Rack trainsets enter revenue service. In: Railway Gazette International. 18. Februar 2022, abgerufen am 30. Dezember 2023 (englisch).
  9. ÔćĹ sram: Tatra-Zahnradbahn wird modernisiert. In: Eisenbahn-Revue International 2020, S. 372.
  10. ÔćĹ Vlaky na tatranskej ozubnicovej trati nahrad├ş pribli┼żne na mesiac NAD-ka. SITA Slovensk├í tla─Źov├í agent├║ra a.s, 12. September 2022, abgerufen am 30. Dezember 2023 (slowakisch).
  11. ÔćĹ vos/schr: Schmalspurbahn in der Hohen Tatra wiederer├Âffnet. In: Eisenbahn-Revue International 2022/4, S. 204.
  12. ÔćĹ Na Slovensko dorazila Bradavica. V┼íech p─Ťt nov├Żch jednotek pro tatransk├ę ┼żeleznice vyjede letos. In: Zdopravy.cz. 15. Januar 2021, abgerufen am 25. Januar 2021 (tschechisch).
  13. ÔćĹ Stadler dod├í jednotky a lokomotivu pro zuba─Źku na ┼átrbsk├ę pleso. In: Zdopravy.cz. 17. Oktober 2018, abgerufen am 15. November 2021 (tschechisch).