Universal Music Group Information

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Universal Music Group, Inc.

Logo
Rechtsform Incorporated
Gründung 1995
Sitz Santa Monica, Kalifornien,
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
Leitung Lucian Grainge ( CEO) [1]
Mitarbeiterzahl 8,319 [2]
Umsatz 7,1 Mrd. US$ (2018) [3]
Branche Unterhaltung
Website universal-music.de

Die Universal Music Group (UMG) ist das größte der drei Major-Label neben Sony Music und der Warner Music Group. Sie hat den weltweit größten Anteil am Musikmarkt mit knapp 32 % im Jahre 2019. [4] Das Geschäft teilt sich in vier Bereiche auf: Recorded Music, Music Publishing und Artist Services sowie Merchandising. [5]

Geschichte

Kern der UMG war die Music Corporation of America (MCA), die 1995 durch Seagram erworben wurde (und nach dem Kauf in Universal umfirmierte, in Anlehnung an das von Carl Lämmle gegründeten Filmstudios Universal Pictures, auf dessen Gelände MCA lange tätig war); 1998 erfolgte der Zukauf von PolyGram. Seagram verkaufte im Jahr 2000 seine Medienaktivitâten bei dem französischen Vivendi-Konzern. Universal Music ist somit seit 2000 eine Tochtergesellschaft von Vivendi. Im November 2011 kaufte Universal Music das Label EMI Music für 1,9 Milliarden Euro. [6]

Im Jahr 2020 stieg ein Konsortium um den chinesischen Internetkonzern Tencent mit 10 % bei der UMG ein; weitere 10 % wurden im Januar 2021 erworben. Ende März 2021 beschloss eine außerordentliche Hauptversammlung von Vivendi die Abspaltung der Universal Music Group, in deren Folge bis Ende 2021 somit 60 % der Aktien der UMG an die Aktionäre abgegeben und an der Börse in Amsterdam notiert werden sollen. Vivendi will weiterhin einen Anteil von 20 % halten, die restlichen 20 % verbleiben bei dem chinesischen Partner Tencent. [7]

Angeschlossene Plattenlabels

Im November 2011 kaufte Universal Music das Label EMI Music für 1,9 Milliarden Euro. [8] Zu Universal Music gehören neben der EMI Group, zu der auch das Plattenlabel Virgin Records gehört, die Tonträgerunternehmen Capitol Records, Motown Record Company, Verve Music Group, Mercury Nashville, Interscope Records, Island Def Jam Records, Republic Records, Polydor, Urban, Koch International und Deutsche Grammophon.

In der Universal Music Group sind zudem zahlreiche wichtige Musikverlage des klassischen Bereichs aufgegangen. Dazu gehören Casa Ricordi, Editio Musica Budapest, Durand-Salabert-Eschig ( Paris) sowie die Programme der Verlage Otto Junne ( Leipzig), Robert Forberg (Leipzig/ Bonn) und anderer.

Musiker (Auswahl)

Die Universal Music Group verfügt über die Verwertungsrechte der Werke vieler Musiker, darunter:

Universal Music Deutschland

Universal Music in Berlin an der Spree rechts im Bild (links die Oberbaumbrücke)

Universal Music GmbH, die deutsche Tochter der Universal Music Group, verlegte 2002 ihren Deutschland-Sitz von Hamburg nach Berlin- Friedrichshain ins Eierkühlhaus. Der Geschäftsführer der Universal Music GmbH ist seit 1. Juli 2004 Frank Briegmann. Sein Vorgänger, Tim Renner, hatte das Unternehmen Anfang 2004 verlassen. Frank Briegmann ist seit dem 15. Juni 2010 nicht nur Geschäftsführer von Universal Music Deutschland, sondern auch Präsident von Universal Music Österreich, Universal Music Schweiz, den nordischen Ländern und Osteuropa sowie der Deutschen Grammophon. [9] Universal Music Deutschland übernahm im November 2007 die Mehrheit der Berliner Merchandise-Firma Bravado Merchandise GmbH. [10]

Gründungsbeteiligung am Bachelor-Studiengang Musikbusiness

Die deutsche Niederlassung in Berlin war 2003 Gründungsgesellschafter der Popakademie Baden-Württemberg. Ziel des Engagements ist die fundierte Ausbildung des zukünftigen Managementnachwuchses im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Musikbusiness.

Kunst auf dem Universal-Gelände

Das Kunstwerk "13. 4. 1981"/ Polizeigitter von Olaf Metzel, das 1987/88 im Rahmen der 750-Jahrfeier und der Kulturhauptstadt Europas 1988 als Teil des Skulpturenboulevards in der Westberliner City an der Ecke Joachimstaler Platz/ Kurfürstendamm aufgestellt worden war, wurde am alten Standort entfernt und kam für einige Jahre ins Depot. [11] Im November 2001 wurde es neben dem Eierkühlhaus in der Stralauer Allee, in das kurze Zeit später Universal Music zog, wieder aufgebaut. [12] [13] [14]

Weblinks

Commons: Universal Music Group – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Universal Music Group. Abgerufen am 28. August 2019 (amerikanisches Englisch).
  2. vivendi.com: Annual Report 2018
  3. Universal Music Group 2018 Earnings: Revenue Tops $7.1B as Streaming Spikes 31 Percent. Abgerufen am 28. August 2019.
  4. de.statista.com: Plattenfirmen
  5. UMG-Jahresbericht 2008, S. 27
  6. Musiklabel EMI wird zerschlagen. Sony kauft Musikrechte. Thomson Reuters, 12. November 2011, abgerufen am 19. Juli 2012.
  7. Les Echos: Comment Universal Music est devenu le joyau de Vivendi, 8. April 2021, abgerufen am 10. April 2021 (franz.)
  8. Musiklabel EMI wird zerschlagen. Sony kauft Musikrechte. Thomson Reuters, 12. November 2011, abgerufen am 19. Juli 2012.
  9. http://www.universal-music.de/company/management/frank-briegmann
  10. http://www.bravado.de/p26/impressum/index.html
  11. 750-Jahr-Feier Berlins Systemkampf vor dem Kranzler Werner van Bebber Der Tagesspiegel 30. Juni 2007
  12. Olaf Metzel: 13. 4. 1981
  13. berlinsidewalk.com 13.4.1981 by Olaf Metzel
  14. Skulpturenboulevard auf berlin.de