Tschytschkan Information

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Tschytschkan
Daten
Lage Dschalalabat ( Kirgisistan)
Flusssystem Syrdarja
Abfluss über Naryn → Syrdarja → Aralsee
Quellgebiet im Osten des Talas-Alatau
42° 16′ 26″  N, 72° 57′ 26″  O
Quellhöhe ca. 3300  m
Mündung Toktogul-StauseeKoordinaten: 41° 52′ 12″  N, 72° 54′ 13″  O
41° 52′ 12″  N, 72° 54′ 13″  O
Mündungshöhe 988  m
Höhenunterschied ca. 2312 m
Sohlgefälle ca. 30 ‰
Länge 78 km
Einzugsgebiet 1150 km² [1]
Abfluss [1] MQ
23 m³/s
Linke Nebenflüsse Balatschytschkan, Terissai
Rechte Nebenflüsse Itagar, Arym
Gemeinden Balatschytschkan

Der Tschytschkan ( russisch und kirgisisch Чычкан) ist ein rechter Nebenfluss des Naryn in Kirgisistan ( Zentralasien).

Der Tschytschkan entspringt im äußersten Osten des Talas-Alatau. Er fließt anfangs in einem Bogen nach Osten, wo er auf die Fernstraße M41 von Bischkek nach Osch trifft. Diese führt von Osten kommend über den Alabel-Pass ins Tal des Tschytschkan und verläuft anschließend entlang dem Flusslauf nach Süden. Der Tschytschkan durchbricht den westlichen Teil der Suusamyrtoo-Bergkette in südlicher Richtung, passiert den Ort Balatschytschkan und mündet westlich der Stadt Toktogul am Nordufer des Toktogul-Stausees in diesen. Die wichtigsten Zuflüsse des Tschytschkan sind der It-Agar (im Mittellauf, von rechts) und der Bala-Tschytschkan (im Unterlauf, von links). [2]

Der Tschytschkan hat eine Länge von 78 km. Er entwässert ein Areal von 1150 km². Der mittlere Abfluss beträgt 23 m³/s. [1] Die höchsten monatlichen Abfluss-Werte ergeben sich im Juni mit mehr als 40 m³/s, während der niedrigste Durchfluss im Februar verzeichnet wird (weniger als 40 m³/s). [2]

Im Tal des mittleren Tschytschkan liegt ein Teilareal von Semenovs Tanne, einer in Kirgisistan endemischen Unterart der Sibirischen Tanne (Abies sibirica subsp. semenovii), die nach dem Zentralasienforscher Pjotr Petrowitsch Semjonow-Tjan-Schanski benannt wurde. [3]

Einzelnachweise Bearbeiten Quelltext bearbeiten

  1. a b c welcome.kg – Informationsportal: Flüsse im Einzugsgebiet des Naryn (russ.) ( Memento vom 30. November 2022 im Internet Archive)
  2. a b С. К. Аламанов, Chen Xi (Hrsg.): Физическая география Кыргыастана. Turar, Bischkek 2013, ISBN 978-9967-15-278-6, Zum Tschytschkan siehe Seite 217 (russisch).
  3. István Rácz & Elemér Barabits: Abies semenovii – Közép-Ázsia reliktum jegenyefenyője. In: Annales Musei Historico-Naturalis Hungarici. Band 107, 2015, S. 221–238 (ungarisch).