Mission des Nations Unies pour l’organisation d’un référendum au Sahara occidental Information

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MINURSO
Einsatzgebiet Westsahara
Deutsche Bezeichnung Mission der Vereinten Nationen fĂĽr das Referendum in Westsahara
Englische Bezeichnung United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara
Französische Bezeichnung Mission des Nations Unies pour l’organisation d’un référendum au Sahara occidental
Basierend auf UN-Resolution 690 (29. April 1991)
Weitere UN-Resolutionen 2218 (28. April 2015)
2285 (29. April 2016)
2351 (28. April 2017)
2414 (27. April 2018)
2440 (31. Oktober 2018)
2468 (30. April 2019)
2494 (30. Oktober 2019)
2548 (30. Oktober 2020)
Art der Mission Friedensmission
Beginn April 1991
Ende andauernd
Leitung Colin Stewart Kanada Kanada  Kanada
Militär aus Agypten Ägypten Argentinien Argentinien Bangladesch Bangladesch Brasilien Brasilien China Volksrepublik Volksrepublik China Deutschland Deutschland Dschibuti Dschibuti El Salvador El Salvador Frankreich Frankreich Ghana Ghana Guinea-a Guinea Honduras Honduras Ungarn Ungarn Indien Indien Indonesien Indonesien Irland Irland Italien Italien Kasachstan Kasachstan Kroatien Kroatien Malawi Malawi Malaysia Malaysia Mongolei Mongolei Nepal Nepal Nigeria Nigeria Osterreich Österreich Pakistan Pakistan Paraguay Paraguay Polen Polen Korea Sud Südkorea Russland Russland Schweiz Schweiz Sri Lanka Sri Lanka Togo Togo Jemen Jemen
Polizei aus Agypten Ă„gypten Argentinien Argentinien Jordanien Jordanien Jemen Jemen
Todesfälle 18 (Stand 20. Oktober 2021) [1]
Kosten 60.908.900  $ (Juli 2021 – Juni 2022)
Lage des Einsatzgebietes LocationWesternSahara.svg
Rechts ein Posten der Frente Polisario, links dahinter ein Fahrzeug der UN-Mission; im SĂĽden der Westsahara (2017)

Die Mission des Nations Unies pour l’organisation d’un référendum au Sahara occidental, kurz MINURSO ( englisch: United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara) ist eine Mission der Vereinten Nationen und wurde im April 1991 auf Empfehlung des UN-Generalsekretärs vom UN-Sicherheitsrat eingesetzt; das Mandat umfasst die Überwachung des Waffenstillstands in der Westsahara, sowie die Durchführung eines Referendums, in dessen Rahmen zwischen einer Integration in den marokkanischen Staat und der Unabhängigkeit gewählt werden soll.

Organisation

Ansicht des Hauptquartiers der UN-Mission in El Aaiun in Westsahara aufgenommen im Juli 2012

Die maximale Stärke der Beobachtermission beträgt 245 autorisierte Militärangehörige (Stand: August 2021), sowie 454 zivile Mitarbeiter und 15 UN-Freiwillige. [2]

Das – aufgrund des bislang ausgebliebenen Referendums und des nach wie vor ungeklärten Status des Territoriums – regelmäßig erneuerte Mandat der Mission wurde zuletzt am 30. Oktober 2020 mit der Resolution 2548 des UN-Sicherheitsrates bis zum 30. April 2019 verlängert. Bis 2018 waren die Mandate jeweils um 1 Jahr verlängert worden – diese nunmehr kürzere Befristung kann als Zeichen des Drucks auf die Konfliktparteien gewertet werden, nach den jüngsten Eskalationen in der Pufferzone sowie einem stagnierenden Status quo wieder zu direkten Gesprächen zurückzufinden. [3]

Der Deutsche Wolfgang Weisbrod-Weber war am 15. Juni 2012 vom UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum neuen Sonderbeauftragten für Westsahara und Leiter der MINURSO ernannt worden. [4] Am 31. Juli 2014 trat die Kanadierin Kim Bolduc, zuletzt Koordinatorin der Vereinten Nationen für Entwicklungsprogramme ( UNDP) in Panama sowie stellvertretende Sonderbeauftragte bei den Vereinten Nationen in Haiti ( MINUSTAH), seine Nachfolge an. [5] Ihr folgte am 1. Dezember 2017 der Kanadier Colin Stewart nach. [6]

Das fĂĽr die Mission genehmigte 12-monatige Budget ab Juli 2019 beträgt 60.453.700  US-Dollar. [7]

Force Commander

Nr. Name Nationalität Beginn der Berufung Ende der Berufung
1. Generalmajor Armand Roy Kanada Kanada  Kanada 1991 1992
2. interim:

Brigadegeneral Luis Block Urban

Peru Peru  Peru Apr. 1992 Okt. 1992
3. Brigadegeneral Andre Van Baelen Belgien Belgien  Belgien Okt. 1992 Apr. 1996
4. Generalmajor Jose Garcia Leandro Portugal Portugal  Portugal Apr. 1996 Nov. 1996
5. Generalmajor Jorge Barroso de Moura Portugal Portugal  Portugal 1996 1997
6. Brigadegeneral Bernd S. Lubenik Osterreich Ă–sterreich  Ă–sterreich 1997 1999
7. Brigadegeneral Claude Buze Belgien Belgien  Belgien 1999 2002
8. Generalmajor Gyorgy Szaraz Ungarn Ungarn  Ungarn 2002 2005
9. Generalmajor Kurt Mosgaard Danemark Dänemark  Dänemark Sep. 2005 2007
10. Generalmajor Zhao Jingmin China Volksrepublik Volksrepublik China  Volksrepublik China 2007 Juli 2011
11. Generalmajor Abdul Hafiz Bangladesch Bangladesch  Bangladesch Juli 2011 Juli 2013
12. Generalmajor Imam Edy Mulyono Indonesien Indonesien  Indonesien Aug. 2013 Sep. 2015
13. Generalmajor Tayyab Azam Pakistan Pakistan  Pakistan Sep. 2015 Nov. 2016
14. Generalmajor Wang Xiaojun China Volksrepublik Volksrepublik China  Volksrepublik China März 2017 Apr. 2019
15. Generalmajor Zia Ur Rehman Pakistan Pakistan  Pakistan Apr. 2019

Deutsche Beteiligung

Die Bundesregierung hat am 16. Oktober 2013 die Teilnahme von bis zu vier Offizieren der Bundeswehr beschlossen und damit einer Anfrage der Vereinten Nationen vom 16. September 2013 entsprochen. Der Kabinettsbeschluss gilt unbefristet bis zur Beendigung der Mission. [8] [9]

Schweizer Beteiligung

Die Schweizer Armee beteiligte sich von November 1991 bis August 1994 mit einer Swiss Medical Unit (SMU) mit maximal 85 Angehörigen an der MINURSO. Am 10. November 1993 beschloss der Bundesrat das Mandat der SMU ein letztes Mal bis zum 30. Juni 1994 zu verlängern. Während das Gros der SMU Ende Juni 1994 in die Schweiz zurückkehrten, blieben einzelne SMU-Mitglieder noch bis August 1994 vor Ort, um die Übergabe an Südkorea zu gewährleisten, welches die medizinische Nachfolge der SMU antrat. Seit Juli 2011 wurde die Mission von der Schweiz mit zwei Minenräumspezialisten unterstützt. Im Juli 2014 wurde die Schweiz von der UNO für die Entsendung von unbewaffneten Militärbeobachtern angefragt. Die Abklärungen des VBS haben ergeben, dass die Schweizer Armee über die gesuchten Militärbeobachter verfügt. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, die MINURSO mit bis maximal sechs unbewaffneten Armeeangehörigen zu unterstützen. [10] [11]

Siehe auch

Weblinks

Commons: MINURSO â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ MINURSO Fact sheet. United Nations Peacekeeping Force, abgerufen am 4. November 2020 (englisch).
  2. ↑ MINURSO Fact Sheet. Abgerufen am 10. Oktober 2021 (englisch).
  3. ↑ Artikel. In: Maghreb-Post, 28. April 2018
  4. ↑ Ban appoints UN official as head of mission on referendum in Western Sahara. UN, 15. Juni 2012, abgerufen am 23. Juni 2016 (englisch).
  5. ↑ Secretary-General Appoints Kim Bolduc of Canada Special Representative, Head of United Nations Mission for Referendum in Western Sahara. UN, 12. Mai 2014, abgerufen am 23. Juni 2016 (englisch, Pressemitteilung SG/A/1469-BIO/4591-PKO/400).
  6. ↑ UN Secretary-General statement vom 1. Dezember 2017
  7. ↑ UN-Peacekeeping Fact Sheet, abgerufen am 21. Juni 2020
  8. ↑ Aktuelle Lage in den Einsatzgebieten der Bundeswehr 42/2013. (PDF; 256 kB) Bundeswehr, abgerufen am 23. Juni 2016.
  9. ↑ Als Militärbeobachter in die Westsahara. Bundeswehr, 6. November 2013, abgerufen am 23. Juni 2016.
  10. ↑ admin.ch: MINURSO (West-Sahara) ( Memento vom 13. August 2016 im Internet Archive)
  11. ↑ Schweizer Militärbeobachter fĂĽr die UNO-Mission in der Westsahara. 20. August 2014, abgerufen am 23. Juni 2016.