Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig Information

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Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig
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GrĂŒndung 2. April 1843 als
Conservatorium der Musik
TrÀgerschaft staatlich
Ort Coat of arms of Leipzig.svg Leipzig
Bundesland Sachsen Sachsen  Sachsen
Land Deutschland Deutschland  Deutschland
Rektor Gerald Fauth
Studenten 1163 (WS 2019/20) [1]
Mitarbeiter 600 (davon 513 Wissenschaftliche/KĂŒnstlerische Mitarbeiter) [2]
davon Professoren 77
Jahresetat 11,3 Mio. € [3]
Website www.hmt-leipzig.de
Haupteingang an der Grassistraße

Die Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig (kurz HMT Leipzig) ist eine staatliche Hochschule in Leipzig und die Ă€lteste Musikhochschule in Deutschland. Sie wurde 1843 als Conservatorium der Musik von dem Gewandhauskapellmeister, Komponisten und Pianisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) gegrĂŒndet und entwickelte sich schnell zu einer der renommiertesten Institutionen ihrer Art in Europa. [4] Die HMT beherbergt auch das traditionsreiche Kirchenmusikalische Institut (K.I.), das 1919 der Thomaskantor und Organist Karl Straube (1873–1950) gegrĂŒndet hatte.

Zu Ehren ihres GrĂŒnders trug sie mit der Wiedereröffnung im Jahr 1946 den Namen Staatliche Hochschule fĂŒr Musik – Mendelssohn-Akademie (ab 1972 Hochschule fĂŒr Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“). Nach Integration der Theaterhochschule „Hans Otto“ Leipzig, der ersten Theaterhochschule Deutschlands, besitzt sie seit 1992 ihren heutigen Namen

Eine enge Verbindung zwischen Ausbildung und Praxis besteht zum Gewandhausorchester und der Oper, zum MDR-Sinfonieorchester, auch zum Leipziger Symphonieorchester sowie zu den mitteldeutschen BĂŒhnen: Dem StĂ€dtischen Theater Chemnitz, dem Staatsschauspiel Dresden, dem Neuen Theater Halle, dem Schauspiel Leipzig sowie dem Deutschen Nationaltheater (DNT) in Weimar.

Die Hochschule fĂŒr Musik und Theater ist einer von 365 ausgewĂ€hlten Orten 2006 der Initiative Deutschland – Land der Ideen. [5]

Geschichte

Conservatorium der Musik

Das alte Conservatorium der Musik auf einer Zeichnung von Adolf Eltzner, um 1860
Das alte Conservatorium der Musik im Hofe des Gewandhauses, nach einem Aquarell von Anton Lewy 1886

Die traditionsreiche Musikstadt Leipzig, in der schon Johann Sebastian Bach wirkte, bot Anfang des 19. Jahrhunderts optimale Bedingungen fĂŒr die GrĂŒndung einer musikalisch-akademischen Talenteschmiede. Vier engagierte BĂŒrger der Stadt, nĂ€mlich der Rechtsanwalt Heinrich Conrad Schleinitz (zweiter Direktor), der Kreisdirektor von Leipzig Johann Paul von Falkenstein und der Königlich SĂ€chsische Hofrat Johann Georg Keil sowie der Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy setzten die bisherigen GedankengĂ€nge in die Tat um.

Finanziell gefördert wurde das Projekt durch das Testament des Königlich SĂ€chsischen Oberhofgerichtsrates Heinrich BlĂŒmner († 1839), der dem SĂ€chsischen König Friedrich August II. 20.000 Taler zur VerfĂŒgung stellte. Im Januar 1843 wurde das Programm des zukĂŒnftigen Konservatoriums veröffentlicht. Am 2. April 1843 grĂŒndete schließlich der Komponist Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) ein Conservatorium der Musik. Insgesamt wurden bis Anfang des zweiten Semesters im Jahr 1843 60 SchĂŒler (auch Amerikaner, EnglĂ€nder und HollĂ€nder), davon 46 SchĂŒler und 14 SchĂŒlerinnen, [6] aufgenommen, als allererster Theodor Kirchner. Der Unterricht erfolgte getrennt nach Geschlechtern, auch Unterrichtsinhalte und -umfang unterschieden sich. So gab es z. B. einen drei Jahre umfassenden Theoriekurs fĂŒr MĂ€nner und einen auf zwei Jahre reduzierten fĂŒr Frauen. Eine Kompositionsklasse fĂŒr Frauen wurde erst 1859 eingerichtet. [7]

Dem ersten Direktorium gehörten, neben den GrĂŒndungsvĂ€tern, der Stadtrat Moritz Seeburg und der Musikverleger Friedrich Kistner an. SpĂ€ter wurden die Kaufleute Gustav Preußer und Johann Heinrich Gruner, der Stadtrat Ludwig Lippert-DĂ€hne, der Rechtsanwalt und Domherr Emil Wendler und der Legationsrat Adolf Keil fĂŒr die Leitung gewonnen. Im Jahr 1883 gab es eine erneute Umstrukturierung unter Otto GĂŒnther, der den Kaufmann Emil Trefftz, den Theaterdirektor Heinrich Behr, den Konsul Bernhard Limburger und den Bankdirektor Rudolf Wachsmuth berief.

Die BildungsstĂ€tte hatte ihren Sitz zunĂ€chst im (ersten) Gewandhaus (GewandgĂ€ĂŸchen/UniversitĂ€tsstraße in der Innenstadt, heute steht dort das StĂ€dtische Kaufhaus). Als LehrkrĂ€fte fĂŒr die Orchesterinstrumente wurden Musiker des Gewandhausorchesters verpflichtet, die so ihren Orchesternachwuchs ausbildeten. Diese einmalige und erfolgreiche Tradition wurde erst nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 aus formalen GrĂŒnden aufgegeben. Neben Mendelssohn lehrten anfangs Moritz Hauptmann, Robert Schumann, Ferdinand David, Carl Ferdinand Becker und Christian August Pohlenz. In Folge traten Ferdinand Böhme, Moritz Klengel, Louis Plaidy, Ernst Ferdinand Wenzel und Henriette BĂŒnau-Grabau (erste und zu ihrer Zeit einzige Lehrerin des Konservatoriums) als LehrkrĂ€fte in Erscheinung.

Bereits 1843/44 wechselte Mendelssohn Bartholdy auf Wunsch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. nach Berlin. Seine Professur ĂŒbernahm fĂŒr kurze Zeit Ferdinand Hiller. Auch Schumann wechselte als Chorleiter nach Dresden. Rudolph Sachse, Giovanni Battista Ghezzi, Ernst Friedrich Richter (Lehrer von Oscar Paul) und Niels Wilhelm Gade kamen dafĂŒr nach Leipzig. DarĂŒber hinaus wirkten Franz Brendel, Ignaz Moscheles, Joseph Joachim (sein Nachfolger Raimund Dreyschock) und Julius Rietz. FĂŒr wenige Monate lehrte Clara Schumann 1843 am Konservatorium.

Die große Gesangstradition am Konservatorium lĂ€sst sich durch renommierte LehrkrĂ€fte erklĂ€ren. BĂŒnau-Grabau wurde 1852 von Fanny SchĂ€fer-Hofer, sie 1853 von Franz Götze und er wiederum 1868 von Carl Gloggner-Castelli abgelöst. 1871 kam Albert Konewka und 1874 Adolf Schimon.

Königliches Konservatorium der Musik in der Grassistraße um 1910.

Königliches Konservatorium bzw. Landeskonservatorium der Musik

Im Jahr 1876 erhielt die Einrichtung die Erlaubnis, kĂŒnftig den Namen Königliches Konservatorium der Musik zu Leipzig zu fĂŒhren. Am 5. Dezember 1887 wurde das neue GebĂ€ude des Konservatoriums in der Grassistraße 8 eingeweiht, das 1885 bis 1887 nach einem Entwurf des Leipziger Architekten Hugo Licht im Musikviertel sĂŒdwestlich der Altstadt errichtet wurde. Gönner war die Familie des Pathologen Justus Radius. Außerdem kam es zu reichhaltigen Spenden durch die Herren Demuth, Frage, Gruner, Keil, Seeburg und Vogt.

Vortragssaal um 1900, mit Blick auf die historische Walcker-Orgel
Treppenhaus

Im Jahr 1924 wurde das Königliche Konservatorium (nachdem es das Königreich Sachsen schon sechs Jahre nicht mehr gab) in Landeskonservatorium der Musik zu Leipzig umbenannt.

Im Sommersemester 1938 lernten 342 Studenten (ausschließlich mĂ€nnlichen Geschlechts) am Landeskonservatorium; damit war es nach der Musikhochschule in Berlin (633 Studenten), der Hochschule fĂŒr Musik Köln (406 Studenten) und der Hochschule fĂŒr Musik und Theater MĂŒnchen (404 Studenten) die viertgrĂ¶ĂŸte Musikhochschule des Deutschen Reichs.

Von 1942 bis 1945 war der österreichische Komponist Johann Nepomuk David (1895–1977), der schon seit 1934 als Lehrer, spĂ€ter als Professor am Landeskonservatorium wirkte, kommissarischer Direktor der Einrichtung.

Hochschule fĂŒr Musik

Am 8. Juni 1941 (sechs Jahre nach der Gleichschaltung des Landes Sachsen) wurde das „Landeskonservatorium“ in Staatliche Hochschule fĂŒr Musik, Musikerziehung und darstellende Kunst umbenannt. Im Jahr 1944 musste die Musikhochschule kriegsbedingt ihre TĂ€tigkeit einstellen.

Am 1. Oktober 1946 wurde die Hochschule fĂŒr Musik als Staatliche Hochschule fĂŒr Musik – Mendelssohn-Akademie wiedereröffnet und erhielt am 4. November 1972, anlĂ€sslich des 125. Todestages ihres GrĂŒnders, den Namen Hochschule fĂŒr Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“.

Hochschule fĂŒr Musik und Theater

Das SĂ€chsische Hochschulstrukturgesetz vom 10. April 1992 bestĂ€tigte die Musikhochschule in Leipzig und erweiterte sie gleichzeitig durch den Anschluss von Teilen der aufgelösten Theaterhochschule „Hans Otto“ (1953 als erste Theaterhochschule Deutschlands in Leipzig gegrĂŒndet) zur heutigen Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“.

Der langjÀhrige Gewandhauskapellmeister Kurt Masur sagte anlÀsslich des JubilÀums des Musikkonservatoriums 1993: [8]

„Mendelssohns Idee hat sich ĂŒber 150 Jahre bewĂ€hrt. Sein Konservatorium bildet mit den Thomanern, der Oper und dem Gewandhaus bis auf den heutigen Tag das RĂŒckgrat unseres stĂ€dtischen Musiklebens.“

Der im Zweiten Weltkrieg zerstörte SĂŒdflĂŒgel mit dem Konzertsaal des Konservatoriums wurde ab 1995 durch einen Neubau ersetzt. Im Jahr 2001 wurde der neue Große Saal mit 430 ZuschauerplĂ€tzen eröffnet. Der Entwurf des Dortmunder ArchitekturbĂŒros Gerber – außen und innen mit Holz verkleidet – wurde 2004 vom Bund Deutscher Architekten Sachsen ausgezeichnet. [9] Das zweite GebĂ€ude der Hochschule am Dittrichring (ehemalige Zentrale der Alten Leipziger Lebensversicherung bzw. „Haus der deutsch-sowjetischen Freundschaft“) wurde 2002 bezogen. Seit 2004 besteht in Kooperation mit dem Gewandhausorchester eine Orchesterakademie zur Förderung von Spitzenmusikern.

Auch heute spielt das zeitgenössische Komponieren, die Neue Musik, wieder eine große Rolle an der Hochschule. So wurde 2007 vonseiten der Fachrichtung Komposition die Reihe Musik & Gegenwart gegrĂŒndet, die je Studienjahr eine Zahl Konzertveranstaltungen beinhaltet, darunter auch einmal pro Semester Studentenwerke zur UrauffĂŒhrung bringt. Außerdem bezeichnet derselbe Name ein jĂ€hrlich stattfindendes interdisziplinĂ€res Symposium, zu welchem Referenten „aus den Bereichen der Philosophie, der Musikkritik, der Wissenschaft, der Komposition und der Literatur“ [10] an die Hochschule eingeladen werden.

Orgel

Die Konzert- Orgel im Großen Saal wurde 2002 von der Orgelbau Eule (Bautzen) erbaut. Bereits im historischen, im Zweiten Weltkrieg zerstörten Großen Saal befand sich eine große Konzertorgel, die 1887 von dem Orgelbauer E.F. Walcker & Cie. (Ludwigsburg) erbaut wurde. Die heutige Orgel wurde in Anlehnung an Instrumente von Walcker und Friedrich Ladegast gebaut. Das Schleifladeninstrument hat 60 (einschließlich zweier extendierter) Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch. Das Instrument ist mit einer programmierbaren Crescendowalze ausgestattet. Neben dem Schwellwerk sind auch das Positiv und das seltene Register Physharmonika 8â€Č schwellbar. [11]

I Hauptwerk C–a3
1. Principal 16â€Č
2. Principal 8â€Č
3. Rohrflöte 8â€Č
4. Flute harmonique 8â€Č
5. Viola di Gamba 8â€Č
6. Doppelgedackt 8â€Č
7. Octave 4â€Č
8. Hohlflöte 4â€Č
9. Gemshorn 4â€Č
10. Quinte 223â€Č
11. Superoctave 2â€Č
12. Mixtur maior V 4â€Č
13. Mixtur minor III 2â€Č
14. Cornet V 8â€Č
15. Fagott 16â€Č
16. Trompete 8â€Č
II Positiv C–a3
17. Lieblich Gedackt 16â€Č
18. Principal 8â€Č
19. Lieb. Gedackt 8â€Č
20. Konzertflöte 8â€Č
21. Salicional 8â€Č
22. Octave 4â€Č
23. Flauto traverso 4â€Č
24. Rohrflöte 4â€Č
25. Nazard 223â€Č
26. Piccolo 2â€Č
27. Tierce 135â€Č
28. Sifflet 1â€Č
29. Mixtur V 113â€Č
30. Clarinette 8â€Č
31. Voix humaine 8â€Č
32. Physharmonika 8â€Č
Tremulant
III Schwellwerk C–a3
33. Stillgedackt 16â€Č
34. Salicional 16â€Č
35. Geigenprincipal 8â€Č
36. Flauto traverso 8â€Č
37. Bourdon 8â€Č
38. Aeoline 8â€Č
39. Vox coelestis 8â€Č
40. Fugara 4â€Č
41. FlĂ»te octaviante 4â€Č
42. Octavin 2â€Č
43. Cornet d’echo III 223â€Č
44. Progressio harmonique II–V 2â€Č
45. Bombarde 16â€Č
46. Trompette harm. 8â€Č
47. Basson-Hautbois 8â€Č
48. Clairon harm. 4â€Č
Tremulant
Pedal C–g1
49. Grand Bourdon 32â€Č
50. Principal 16â€Č
51. Violonbaß 16â€Č
52. Subbaß (aus Nr. 49) 16â€Č
53. Octavbaß 8â€Č
54. Cello (aus Nr. 51) 8â€Č
55. Baßflöte 8â€Č
56. Octave 4â€Č
57. Rauschpfeife III 223â€Č
58. Posaune 16â€Č
59. Trompete 8â€Č
60. Trompete 4â€Č
  • Koppeln: II/I, III/I (auch als Suboktavkoppel), III/II (auch als Suboktavkoppel), I/P, II/P, III/P

Außenstelle Magdeburg

Eitelfriedrich Thom

Von 1978 bis 1994 unterhielt die Musikhochschule eine Außenstelle in der Stadt Magdeburg. Das Institut galt als Hochburg der Mandolinen-Ausbildung in der DDR. [12] Außerdem konnten die FĂ€cher Gitarre, Chorgesang und Violine studiert werden. Leiter der Außenstelle waren u. a. Eitelfriedrich Thom (1978–1980), Ilona Blumenthal-Petzold (1983–1986), Joachim Beese, RĂŒdiger Pfeiffer (1987–1990) und Hermann MĂŒller (1990–1994). Unter MĂŒller wurde die Außenstelle in das Institut fĂŒr Musik der neu gegrĂŒndeten Otto-von-Guericke-UniversitĂ€t Magdeburg eingegliedert.

Kirchenmusikalisches Institut

Im Jahr 1992 wurde das Kirchenmusikalische Institut (K.I.) der Hochschule wiedergegrĂŒndet. Seine GrĂŒndung geht auf Karl Straube (1873–1950) im Jahr 1921 zurĂŒck. Es hat in Deutschland eine bedeutende Tradition, verbunden mit Namen wie Kurt Thomas (1904–1973) und GĂŒnther Ramin (1898–1956). Es gehört zur FakultĂ€t III der Hochschule und bietet neben den StudiengĂ€ngen Kirchenmusik B und A die DiplomstudiengĂ€nge Chordirigieren und Orgel sowie die entsprechenden kĂŒnstlerischen AufbaustudiengĂ€nge an.

Namen der Hochschule

  • 1843–1876: Conservatorium der Musik
  • 1876–1924: Königliches Konservatorium der Musik zu Leipzig
  • 1924–1941: Landeskonservatorium der Musik zu Leipzig
  • 1941–1944: Staatliche Hochschule fĂŒr Musik, Musikerziehung und darstellende Kunst
  • 1946–1972: Staatliche Hochschule fĂŒr Musik – Mendelssohn-Akademie
  • 1972–1992: Hochschule fĂŒr Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“
  • seit 1992: Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig

Lage

Die Musikhochschule befindet sich im Musikviertel im Leipziger Stadtteil Zentrum-SĂŒd. Das HauptgebĂ€ude und das BlĂ€serhaus liegen in der Grassistraße, zwischen WĂ€chterstraße und Beethovenstraße. Benachbarte Hochschulen sind die Hochschule fĂŒr Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und die Hochschule fĂŒr Grafik und Buchkunst Leipzig. Weitere Einrichtungen in der NĂ€he sind die UniversitĂ€tsbibliothek Leipzig und die Galerie fĂŒr Zeitgenössische Kunst, außerdem sind das Bundesverwaltungsgericht, die Spanische Botschaft, das Generalkonsulat der USA und der Honorarkonsul RumĂ€niens hier ansĂ€ssig.

Das GebĂ€ude am Dittrichring befindet sich gegenĂŒber der GedenkstĂ€tte Museum in der „Runden Ecke“. Es ist in unmittelbarer NĂ€he zum Centraltheater und zur Skala, den BĂŒhnen des Schauspiels Leipzig.

Hochschul-Struktur

Gremien

Die Hochschule wird von einem Rektoratskollegium, bestehend aus einem Rektor als Vorsitzenden, zwei Prorektoren und einem Kanzler geleitet. Der derzeitige Rektor ist Gerald Fauth. Er vertritt die Hochschule nach außen. Die Prorektoren und damit seine Stellvertreter sind Ute Fries, zustĂ€ndig fĂŒr Lehre und Studium und Thomas Lennartz, verantwortlich fĂŒr die KĂŒnstlerische Praxis. Kanzler der Hochschule ist Oliver Grimm. Er wurde 2010 vom SĂ€chsischen Staatsministerium fĂŒr Wissenschaft und Kunst eingesetzt. Er ist oberster Verwalter und zustĂ€ndig fĂŒr den Haushalt der Hochschule.

Das oberste Gremium ist der Senat. Er besteht aus elf stimmberechtigten Mitgliedern. Dies sind sechs Hochschullehrer, drei Mitarbeiter und zwei Studierende. Hinzu kommen der Rektor, die zwei Prorektoren, der Kanzler, die Dekane der drei FakultÀten sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule als Mitglieder mit beratender Stimme.

Der Erweiterte Senat umfasst elf stimmberechtigte Mitglieder (acht Hochschullehrer, vier Mitarbeiter, vier Studierende) sowie den Rektor, die Prorektoren, den Kanzler, die Dekane und die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule als Mitglieder mit beratender Stimme.

Der Hochschulrat setzt sich aus fĂŒnf Persönlichkeiten zusammen. Mitglieder sind Monika Harms ( GeneralbundesanwĂ€ltin beim Bundesgerichtshof), Iris Weidinger (Finanzvorstand European Energy Exchange AG), Martin Krumbiegel (apl. Professor fĂŒr Musikwissenschaft) und Frithjof-Martin Grabner (Professor fĂŒr Kontrabass). Vorsitzender ist Eckart Hien (PrĂ€sident des Bundesverwaltungsgerichts a. D.).

Das Augenmerk der auf drei Jahre gewĂ€hlten Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten der Hochschule liegt auf der Chancengleichheit fĂŒr Frauen und MĂ€nner, der Interessenvertretung von Frauen, Studieren mit Kind, der Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie, der Vermeidung und Verfolgung sexueller BelĂ€stigung, von Mobbing und Fördermöglichkeiten.

Die Hochschule besitzt einen Personalrat, der jeweils fĂŒr vier Jahre gewĂ€hlt wird.

Die Schwerbehindertenvertretung amtiert ebenfalls vier Jahre.

Das Sprachrohr der Studenten ist der siebenköpfige Studentenrat (StuRa).

Hinzu kommen ein AuslĂ€nderbeauftragter, ein Beauftragter fĂŒr die Alumni-Arbeit, ein Beauftragter fĂŒr die Nachwuchsförderklasse, eine Bibliothekskommission, eine Bologna-Arbeitsgruppe, eine Graduierten- und MeisterschĂŒlerkommission, ein Gutachter in der DAAD-Auswahlkommission, ein Ordnungsausschuss, eine Promotionskommission, jeweils ein PrĂŒfungsausschuss der Fachbereiche, ein Sicherheitsbeauftragter, ein Sportreferent, eine StĂ€ndige Aufnahmekommission fĂŒr die Meisterklasse, ein Umweltbeauftragter, ein Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes, ein Wahlausschuss und ein Zulassungsausschuss.

Verwaltung

Der Verwaltungsleiter der Hochschule ist der Kanzler.

Hinzu kommen drei Referate. Erstens das Referat Finanzen, Haushalt und Personal, welches die finanziellen und personalrechtlichen Angelegenheiten regelt. Zweitens das Referat Studienangelegenheiten, welches das Studium organisiert. Schließlich drittens das Referat Innerer Dienst fĂŒr rĂ€umliche und sicherheitstechnische Belange.

Das Rektorat, die Prorektorate, das Kanzleramt, die Dekanate und die Fachrichtung Schauspiel fĂŒhren Sekretariate.

Zentrale Einrichtungen

Neben der Hochschulbibliothek sind der Hochschule ein KĂŒnstlerisches BetriebsbĂŒro, eine Pressestelle, ein Tonstudio und ein Videostudio angegliedert.

Freundeskreis

Der Freundeskreis der Hochschule fĂŒr Musik und Theater Leipzig e.V. wurde 1991 gegrĂŒndet. Er finanzierte den 1 Mio. DM teuren Neubau des Großen Saals der Hochschule, der 2001 fertiggestellt wurde. Heute sind 200 Personen Mitglieder des Vereins. Der Vorstandsvorsitzende ist Ingbert BlĂŒthner-Haessler, der EigentĂŒmer der weltbekannten Julius BlĂŒthner Pianofortefabrik GmbH.

Fachbereiche und StudiengÀnge

Das GebĂ€ude am Dittrichring beherbergt 7 der 13 Fachrichtungen der Hochschule, u. a. das Kirchenmusikalische und das Schauspielinstitut

Seit 1999 hat der Bologna-Prozess Eingang gefunden. Dies fĂŒhrte zu einer intensiven Diskussion ĂŒber modularisierte Bachelor- und MasterstudiengĂ€nge. Bis zum Wintersemester 2010/11 setzen alle Fachrichtungen den Prozess um. [13]

FĂŒr alle StudienfĂ€cher sind verschiedene Aufnahmevoraussetzungen vorhanden. Einige StudiengĂ€nge können bei besonderer Eignung auch mit Realschulabschluss studiert werden.

Ferner verfĂŒgt die Hochschule ĂŒber ein eigenes Hochschulsinfonieorchester unter der Leitung von Matthias Foremny.

FakultÀt I

Die FakultÀt I beheimatet die Fachrichtungen Streichinstrumente/ Harfe, Blasinstrumente/ Schlagzeug, Jazz/ Popularmusik, Dirigieren/Korrepetition sowie Klavier.

FakultÀt II

In der FakultĂ€t II finden sich die Fachrichtungen Klassischer Gesang/ Musiktheater, Alte Musik sowie das Schauspielinstitut „Hans Otto“. Die Schauspielausbildung der HMT ist einzigartig in Deutschland. Seit der Umstellung auf Master betrĂ€gt die Studienzeit acht Semester, von denen die ersten vier („Basismodule“) in der Hochschule absolviert werden. WĂ€hrend der letzten zwei Jahre („Vertiefungsmodule“) erfolgt eine praktische Ausbildung in sogenannten Studios, die am Schauspiel Köln, Staatsschauspiel Dresden, Neuen Theater Halle und Schauspiel Leipzig angesiedelt sind. Voraussetzung zur Aufnahme des Studiums ist ein bestandener Eignungstest und die AufnahmeprĂŒfung. Die Hochschulreife ist nicht notwendig, die Bewerber dĂŒrfen jedoch höchstens 24 Jahre alt sein.

FakultÀt III

Zur FakultĂ€t III gehören das Institut fĂŒr MusikpĂ€dagogik, das Kirchenmusikalische Institut, die Fachrichtungen Dramaturgie und Komposition/ Tonsatz sowie das Institut fĂŒr Musikwissenschaft.

Forschung

Musikwissenschaft

Die Fachrichtung Musikwissenschaft, MusikpĂ€dagogik und Sprachen untersucht im Projekt Instrumentalgattungen vom 14. bis zum 16. Jahrhundert: Improvisation – Stil – Gattung das Zusammenwirken von Stil- und Gattungsmerkmalen, ein Projekt von Kateryna Schöning. Es wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert.

Musiktheorie

Im Jahr 2006 richtete die Fachrichtung Komposition und Tonsatz der HMT in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Institut fĂŒr Musikforschung (SIM) der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Gesellschaft fĂŒr Musiktheorie (GMTH) und dem Forum Thomanum unter der Schirmherrschaft des Thomaskantors Georg Christoph Biller das Symposium „ Sethus Calvisius“ aus. [14] Der Bericht und die CD zum Symposium sind 2008 veröffentlicht worden. [15] In den Studienjahren 2017/18 und 2018/19 kooperierte die Fachrichtung Komposition/Tonsatz mit dem Musikdepartement der Sorbonne zu einem Forschungsprojekt mit dem Titel "Compositrices et interprĂštes en France et en Allemagne: approches historiques, sociologiques et analytiques". [16]

Dramaturgie

Im Jahre 2006 richtete die Fachrichtung Dramaturgie ein durch die VolkswagenStiftung gefördertes Internationales Symposium Die Beziehung von Musik und Choreographie im Ballett des 16. bis 20. Jahrhunderts in Zusammenarbeit mit Michael Malkiewicz von der Paris-Lodron-UniversitĂ€t Salzburg und Jörg Rothkamm aus. [17] Unter der Leitung von Petra Stuber wurde das Forschungsprojekt Theater und 19. Jahrhundert ins Leben gerufen. Außerdem leitet sie das Drittmittelprojekt Virtuelle Fachbibliothek Medien- und Kommunikationswissenschaft, Theater und Filmkunst ( Virtuelle Fachbibliothek medien buehne film). Aktuell (2009) forscht sie zum Thema „Theater und 19. Jahrhundert“.

Schauspiel

Die Fachrichtung Schauspiel beschĂ€ftigt sich seit 2006 mit dem Forschungsprojekt „Systemische Körper? Kulturelle und politische Konstruktionen des Schauspielers in schauspielmethodischen Programmen Deutschlands 1945–1989“, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). [18] Die Leitung hat Anja Klöck.

Hochschulbibliothek

Seit der GrĂŒndung der Hochschule verfĂŒgt diese ĂŒber eine Bibliothek. AnfĂ€nglich spendeten der Musikhochschule örtliche Musikverleger, insbesondere der erste Direktor Heinrich Conrad Schleinitz (1802–1881) und die Stifterin Hedwig von Holstein (1819–1897). Aus den Jahren von 1844 bis 1881 sind PrĂŒfungsprotokolle Felix Mendelssohn Bartholdys (1809–1847), Carl Ferdinand Beckers (1804–1877), Ignaz Moscheles’ (1794–1870), Moritz Hauptmanns (1792–1868) und Ferdinand Davids (1810–1873) erhalten. Im Jahr 1853 hinterließ der sĂ€chsische König Friedrich August II. (1797–1854) wertvolle Dubletten aus der Königlichen Hausbibliothek Dresden. Anfang des 20. Jahrhunderts sammelte der Musikwissenschaftler Johannes Wolgast fĂŒr die Bibliothek. Im Jahr 1965 ĂŒbernahm die Bibliothek Sammlungen des Konservatoriums Halle, u. a. die der SĂ€ngerin Maria von Marra-Vollmer (1822–1878). Die BestĂ€nde der Hochschule fĂŒr Musik und der Theaterhochschule, z. B. eine Kollektion ĂŒber den Schauspieler Hans Otto (1900–1933), wurden 1993 zusammengelegt. [19]

Die Bibliothek der Hochschule verfĂŒgt insgesamt ĂŒber einen Bestand von 200.000 Medien. Diese werden jĂ€hrlich um 2.500 erweitert. Die Medien setzen sich zusammen aus 50.000 BĂŒchern, 150 Zeitschriften, 135.000 Noten, 16.000 TontrĂ€gern, Mikrofilmmaterial und elektronischen Informationsressourcen. (Stand 2011)

Studenten und Studentenleben

Im Wintersemester 2013/2014 waren an der Hochschule insgesamt 946 Studenten eingeschrieben. Davon 450 MĂ€nner (47,6 %) und 496 Frauen (52,4 %). Der Anteil auslĂ€ndischer Studenten lag bei 275 (29,1 %). Diese kommen aus ĂŒber 50 LĂ€ndern, vorrangig aus Polen, Russland, SĂŒdkorea und der Volksrepublik China. [20] Es werden 13 auslĂ€ndische Studenten vom Deutschen Akademischen Austauschdienst individuell gefördert, damit liegt die Leipziger Hochschule in der Spitzengruppe der Musikhochschulen. [21]

Die Hochschule fĂŒr Musik ist regelmĂ€ĂŸig Ausrichter zahlreicher Musikwettbewerbe. Der Lions-Club Leipzig vergibt den mit 2.500 â‚Ź dotierten Albert-Lortzing-Förderpreis fĂŒr Gesang. Außerdem veranstaltet die Hochschule den Hochschulwettbewerb fĂŒr Ensemble und den Young Concert Artists European Auditions in Zusammenarbeit mit dem Young Concert Artists (YCA), New York. [22] Mit etwa 470 öffentlichen Kulturveranstaltungen jĂ€hrlich ist sie unter allen deutschen Musikhochschulen fĂŒhrend. [23]

Die Studenten haben die Möglichkeit bei Opernproduktionen, OratorienauffĂŒhrungen und Kammerkonzerten des Fachbereichs I mehrmals im Jahr aufzutreten. Ferner gehören auch Konzerte in Theatern der Stadt Leipzig und Sachsen zum Programm. Öffentliche Auftritte in Kammermusik und Orchester gehören auch zum Lehrplan.

Die Studenten der HMT dĂŒrfen alle Angebote des Studentenwerks Leipzig in Anspruch nehmen. DarĂŒber hinaus befindet sich fĂŒr die Studenten der Musikhochschule im Lichthof am Dittrichring und in der WĂ€chterstraße Cafeterien mit Mittagsangeboten. Die Dozenten und ÜbungsrĂ€ume sind dank der GrĂ¶ĂŸe der Hochschule fĂŒr alle Studenten erreichbar. Das Großstadtleben mit umfangreichen Kulturangeboten ergĂ€nzt die Ausbildung der Hochschule. [24]

Internationales

Die Hochschule pflegt seit ihrer GrĂŒndung, dank ihrer prominenten Dozenten und Absolventen, rege Beziehungen mit auslĂ€ndischen UniversitĂ€ten. Es bestehen vielseitige internationale Beziehungen zu Dozenten, von denen jĂ€hrlich einige als Gastdozenten in Leipzig tĂ€tig sind. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet den Studierenden und Graduierten Stipendien fĂŒr das europĂ€ische und nichteuropĂ€ische Ausland an. Die Hochschule ist international ausgerichtet und seit den 90er Jahren besteht fĂŒr Studierende und LehrkrĂ€fte ĂŒber Sokrates und Erasmus die Möglichkeit zum Austausch in Europa. Es stehen ĂŒber 57 Partnerhochschulen im europĂ€ischen Ausland zur VerfĂŒgung: [25]

Die Hochschule pflegt Partnerschaften mit folgenden UniversitÀten im Ausland:

Persönlichkeiten

Rektoren

Rektoren der Hochschule waren:

Bekannte Hochschullehrer

19. Jahrhundert
  • Johann Heinrich Wilhelm Barge (1836–1925), deutscher Flötist, 1882–1908 Lehrer am Conservatorium
  • Carl Ferdinand Becker (1804–1877), deutscher Organist und Musikschriftsteller, Lehrer fĂŒr Orgel und Musikgeschichte (ab 1848)
  • Adolph Brodsky (1851–1929), russischer Geiger, Professor fĂŒr Violine (1883–1891)
  • Henriette BĂŒnau-Grabau (1805–1852), deutsche SĂ€ngerin, 1843–1849 Lehrerin am Conservatorium
  • Ferdinand David (1810–1873), deutscher Violinvirtuose, Komponist und Freimaurer, Violinlehrer (ab 1843)
  • Karl Juljewitsch Dawidow (1838–1889), russischer Komponist, Dirigent und Cellist, 1860–1862 Lehrer am Conservatorium
  • Niels Wilhelm Gade (1817–1890), dĂ€nischer Komponist und Dirigent
  • Friedrich GrĂŒtzmacher (1832–1903), deutscher Cellist und Komponist, 1853–1860 Lehrer am Conservatorium
  • Friedrich Gumpert (1841–1906), deutscher Hornist, Professor fĂŒr Horn (1882–1906)
  • Moritz Hauptmann (1792–1868), deutscher Komponist, Geiger und Musiktheoretiker, Lehrer Musiktheorie (etwa ab 1843)
  • Friedrich Valentin Hermann (1828–1907), deutscher Bratschist, seit 1848 Lehrer am Conservatorium, 1883 Professor
  • Salomon Jadassohn (1831–1902), deutsch-jĂŒdischer Komponist, Pianist und Musiktheoretiker, Lehrer fĂŒr Piano, Komposition und Musiktheorie (ab 1871)
  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), deutscher Komponist, Gewandhausdirektor und GrĂŒnder der Einrichtung (April 1843–1847)
  • Ignaz Moscheles (1794–1870), böhmischer Komponist, Pianist und MusikpĂ€dagoge, Dozent fĂŒr Klavier (ab 1843)
  • Karl Piutti (1846–1902), deutscher Komponist, Lehrer fĂŒr Komposition (ab 1875)
  • Friedrich Rebling (1834–1900), deutscher SĂ€nger, Lehrer am Conservatorium
  • Alois Reckendorf (1841–1911), deutscher Pianist, Lehrer fĂŒr Klavier, Komponist (ab 1877–1911)
  • Carl Reinecke (1824–1910), deutscher Komponist, Pianist und Dirigent, Lehrer fĂŒr Klavier und Komposition (ab 1860)
  • Ernst Friedrich Richter (1808–1879), deutscher Komponist, Professor fĂŒr Harmonielehre (1868–1879)
  • Julius Rietz (1812–1877), deutscher Dirigent und Komponist, Lehrer fĂŒr Komposition (ab 1848)
  • Engelbert Röntgen (1829–1897), deutsch-niederlĂ€ndischer Geiger, Lehrer am Conservatorium
  • Robert Schumann (1810–1856), deutscher Komponist und Pianist, Lehrer fĂŒr Klavier (1843)
20. Jahrhundert
  • Egon Bölsche (1907–1970), deutscher Kapellmeister, Professor fĂŒr Musik (1949–1954)
  • Fritz von Bose (1865–1945), deutscher Pianist und Komponist, 1898–1932 in Leipzig
  • Johann Nepomuk David (1895–1977), österreichischer Komponist, Professor und Direktor der Einrichtung (1939–1945)
  • Paul Graener (1872–1944) deutscher Komponist, Professor fĂŒr Komposition (1920–1927)
  • Hans Grisch (1880–1966), deutscher Pianist und Professor fĂŒr Musiktheorie
  • Sigfrid Grundeis (1900–1953), deutscher Pianist und Professor, Liszt-Interpret
  • Sigfrid Karg-Elert (1877–1933), deutscher Komponist, Musiktheoretiker, MusikpĂ€dagoge, Pianist, Organist und Harmoniumspieler, Lehrer fĂŒr Piano, Komposition und Musiktheorie (ab 1919), Professur (1932–1933)
  • Julius Klengel (1859–1933), deutscher Cellist, Dozent fĂŒr Violoncello (ab 1881)
  • TĂ©lĂ©maque Lambrino (1878–1930), Pianist
  • Paul Losse (1890–1962), Professor fĂŒr Schulmusik und Stimmbildung (1946–1958), Konzert- und OratoriensĂ€nger
  • Arnold Matz (1904–1991), deutscher Komponist und Bratschist, Professor fĂŒr Tonsatz und Viola (ab 1954)
  • Werner Neumann (1905–1991), Bachforscher
  • Carlernst Ortwein (1916–1986), deutscher Pianist und Komponist (Unterhaltungsmusik als Conny Odd)
  • Max Reger (1873–1916), deutscher Komponist, Pianist und Dirigent, Professor fĂŒr Orgel und Komposition (1907–1908)
  • Konrad Siebach (1912–1995), deutscher Kontrabassist, Lehrer fĂŒr Kontrabass (1952–1992), Professur ab 1990
  • Hans Sitt (1850–1922), deutscher Komponist, Lehrer fĂŒr Violine (1883–1921)
  • Hugo Steurer (1914–2004), deutscher Pianist, Professor fĂŒr Klavier (1953–58)
  • Georg Trexler (1903–1979), deutscher Kirchenmusiker, MusikpĂ€dagoge und Komponist
  • Amadeus Webersinke (1920–2005), deutscher Pianist und Organist, Professor fĂŒr Klavier (ab 1953)
  • Elfrun Gabriel (1939–2010), deutsche Pianistin
HMT (seit 1992)
  • Richie Beirach (* 1947), amerikanischer Jazz-Pianist, Professor fĂŒr Jazz-Klavier (2000–2014)
  • Pepe Berns (* 1966), deutscher Jazz-Bassist, Professor fĂŒr Jazz-Kontrabass
  • Ullrich Böhme (* 1956), Organist
  • Peter Bruns (* 1963), deutscher Cellist, Professor fĂŒr Cello (seit 2005)
  • Nick Deutsch (* 1972), australischer Oboist, Professor fĂŒr Oboe (seit 2010)
  • Wolfram Dix (* 1957), deutscher Jazz-Schlagzeuger, Dozent fĂŒr Schlagzeug und Rhythmusunterricht
  • Evelyn Fischer (* 1964), deutsche SĂ€ngerin und Moderatorin, Dozentin (seit 1992), Professur fĂŒr Jazz-Gesang
  • Helga Forner (1936–2004), Professorin fĂŒr Gesang
  • Caspar Frantz (* 1980), Pianist, Professor fĂŒr Klavierkammermusik (seit 2015)
  • Peter Mario Grau (* 1955), Dozent fĂŒr Schauspiel (1980–1983 und 1995–1996)
  • Anne-Kathrin Gummich (* 1964), Professorin fĂŒr Schauspiel (seit 2005)
  • Martin Krumbiegel (* 1963), Musikwissenschaftler
  • Fabien LĂ©vy (* 1968), Komponist, Professor fĂŒr Komposition (ab 2017)
  • Claus-Steffen Mahnkopf (* 1962), deutscher Komponist, Autor und Herausgeber, Professor fĂŒr Komposition (ab 2005)
  • Christian A. Pohl (* 1975), deutscher Pianist, Professor fĂŒr Klavier (seit 2009)
  • Hermann Christian Polster (* 1937), deutscher OpernsĂ€nger, Professor fĂŒr Gesang
  • Siegfried Thiele (* 1934), deutscher Komponist (1962–2003)
  • Regina Werner-Dietrich (* 1950), Sopranistin, Professorin fĂŒr klassischen Gesang
  • Carolin Widmann (* 1976), deutsche Violinistin, Professorin fĂŒr Violine (seit 2006)
  • Michael Wollny (* 1978), deutscher Jazzpianist, seit 2014 Professor fĂŒr Jazz-Klavier

Bekannte Alumni

Dies ist eine Auswahl namhafter Absolventen der Hochschule: [26]

19. Jahrhundert

Erste HĂ€lfte 20. Jahrhundert

Zweite HĂ€lfte 20. Jahrhundert

HMT (seit 1992)

Ensembles ehemaliger Studenten

Siehe auch: Bekannte Absolventen der Theaterhochschule Leipzig

Literatur

  • Das Conservatorium der Musik in Leipzig, Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1843.
  • Karl W. Whistling: Statistik des Königl. Conservatoriums der Musik zu Leipzig 1843–1883. Aus Anlass des vierzigjĂ€hrigen JubilĂ€ums der Anstalt. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1883.
  • Das neue Königliche Konservatorium der Musik in Leipzig. Erbaut von Baurath Hugo Licht daselbst. In: Architektonische Rundschau. Leipzig 1886.
  • C. B. Vogel: Das Königliche Conservatorium der Musik zu Leipzig. Felix Schloemp, Leipzig 1888.
  • Das Königliche Konservatorium der Musik zu Leipzig. 1843–1893. Königliches Konservatorium der Musik, Leipzig 1893.
  • Königliches Konservatorium der Musik Leipzig: Festschrift zum 75-jĂ€hrigen Bestehen des Königl. Konservatoriums der Musik zu Leipzig. Am 2. April 1918. Siegel Verlag, Leipzig 1918.
  • Das Königliche Konservatorium der Musik zu Leipzig. 1893–1918. Königliches Konservatorium der Musik, Leipzig 1918.
  • Landeskonservatorium der Musik zu Leipzig. 85. Studienjahr 1928/29. Eigenverlag, Leipzig 1928.
  • Christine Seidel: Namhafte Musiker als Musikerzieher am Konservatorium der Musik zu Leipzig von der Entstehung am 2. April 1843 bis zur Jahrhundertwende. Staatsexamensarbeit, Leipzig 1953.
  • Hochschule fĂŒr Musik Leipzig. GegrĂŒndet 1843 als Conservatorium der Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Herausgegeben anlĂ€sslich der Festwoche vom 17. bis 24. April 1955. Leipzig 1955.
  • Martin Wehnert (Hrsg.): Hochschule fĂŒr Musik Leipzig. GegrĂŒndet als Conservatorium der Musik. 1843–1968. Leipzig 1968.
  • Johannes Forner: Mendelssohns Mitstreiter am Leipziger Konservatorium. In: Gerhard Schumacher (Hrsg.): Felix Mendelssohn Bartholdy. Darmstadt 1982.
  • Johannes Forner: 150 Jahre Musikhochschule 1843–1993. Festschrift Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig. Verlag Kunst und Touristik, Leipzig 1993, ISBN 3-928802-20-8.
  • Herman S. J. Zandt: Der Einfluß des Dessauer Musikinstitutes und des Leipziger Konservatoriums auf die niederlĂ€ndische (protestantische) Orgelkunst. Landesverb. Hagen, 1993.
  • Annegret RosenmĂŒller: Zur Geschichte des Kirchenmusikalischen Institutes von der GrĂŒndung bis zur Wiedereröffnung 1992. Materialsammlung anhand von Akten des Archivs der Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Hochschule fĂŒr Musik und Theater, Leipzig 1999.
  • Leonard Milton Phillips Jr.: The Leipzig Conservatory 1843–1881. UMI Dissertation Publishing, Ann Arbor, Michigan 2001.
  • Maren Goltz: Das Kirchenmusikalische Institut. Spuren einer wechselvollen Geschichte. Dokumentation der Ausstellung „Das Kirchenmusikalische Institut“ im Rahmen der Wandelausstellung zum Bach-Jahr 2000 in Leipzig. E. Reinhold Verlag, Leipzig 2001, ISBN 3-930550-16-4.
  • 10 Jahre Fachrichtung Alte Musik. Festschrift. Rektor der Hochschule fĂŒr Musik und Theater, Leipzig 2001.
  • Joachim Reisaus: Grieg und das Leipziger Konservatorium. Untersuchungen zur Persönlichkeit des norwegischen Komponisten Edvard Grieg unter besonderer BerĂŒcksichtigung seiner Leipziger Studienjahre. Eigenverlag, Norderstedt 2002, ISBN 3-8311-4069-3.
  • Adelbertas Nedzelskis: Der litauische KĂŒnstler M. K. Ciurlionis in Leipzig. Der Studienaufenthalt des Meisters am Königlichen Konservatorium 1901–1902. Ed. Bodoni, Berlin 2003.
  • Maren Goltz: Studien zur Geschichte der Bibliothek der Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig von 1843 bis 1945 mit einem Ausblick bis zur Gegenwart. Hausarbeit. Berlin 2003.
  • Martin Krumbiegel: Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Eigenverlag, Leipzig 2004.
  • Andrea JĂ€ger: Die Entwicklung eines Bestandserhaltungskonzeptes fĂŒr den historischen Sonderbestand der Bibliothek der Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Diplomarbeit. Leipzig 2004.
  • Yvonne Wasserloos: Das Leipziger Konservatorium im 19. Jahrhundert. Anziehungs- und Ausstrahlungskraft eines musikpĂ€dagogischen Modells auf das internationale Musikleben. Georg Olms Verlag, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12598-6.
  • Roland Mey: Kurt Masur entzaubert, ebook: Kurt Masur entzaubert - 2. Auflage

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ [1], S. 74 - PDF-Datei, aufgerufen am 19. Februar 2021
  2. ↑ Personal an den Hochschulen im Freistaat Sachsen 2014 Bildungsstatistik Leipzig, S. 17, 89 (PDF-Datei)
  3. ↑ http://www.lvz-online.de/gestaltete-specials/campus_online/kurz_buendig/hochschule-fuer-musik-und-theater-leipzig/r-kurz_buendig-a-99854.html ( Memento vom 8. Dezember 2014 im Internet Archive)
  4. ↑ studieren.de: Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig (PDF; 46 kB).
  5. ↑ Deutschland – Land der Ideen: 365 Orte im Land der Ideen 2006 ( Memento vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive), abgerufen am 8. Dezember 2014.
  6. ↑ Das Conservatorium der Musik in Leipzig, Leipzig 1843, S. 3 ( SLUB Digitale Sammlungen). FĂŒr das gesamte Jahr 1843 sind 63 SchĂŒler bei Whistling angegeben; Karl. W. Whistling: Statistik des Königl. Conservatoriums der Musik zu Leipzig 1843–1883. Aus Anlass des vierzigjĂ€hrigen JubilĂ€ums der Anstalt, Leipzig 1883, S. 5 f.( SLUB Digitale Sammlungen)
  7. ↑ Nancy Reich: „Women as Musicians: A Question of Class.“ In: Ruth A. Sadie (Hg.): Musicology and Difference. Gender and Sexuality in Music Scholarship, Berkeley u. a. 1993, S. 125–146, hier S. 135–136.
  8. ↑ Johannes Forner: Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, 150 Jahre Musikhochschule 1843–1993. Verlag Kunst und Touristik Leipzig, 1993, S. 11.
  9. ↑ Bund Deutscher Architekten: Konzertsaal der Hochschule fĂŒr Musik und Theater Leipzig ( Memento vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive), abgerufen am 8. Dezember 2014.
  10. ↑ L. Holtmeier u. a. (Hrsg.): Musik & Ästhetik. Heft 52, 2009, S. 116.
  11. ↑ NĂ€here Informationen zur Orgel, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  12. ↑ Ariane Zernecke: Die Mandoline in der DDR – eine Bestandsaufnahme. (PDF; 1,3 MB) FuldabrĂŒck 1999.
  13. ↑ HMT Leipzig: Profil und Leitbild, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  14. ↑ Gesellschaft fĂŒr Musiktheorie: Symposium „Sethus Calvisius“ (PDF)
  15. ↑ Gesine Schröder (Hrsg.): Tempus musicae – tempus mundi. Untersuchungen zu Seth Calvisius. Hildesheim/ ZĂŒrich/ New York 2008.
  16. ↑ Vg. Veranstaltungsbericht: Compositrices et interprĂštes; abgerufen am 4. MĂ€rz 2018.
  17. ↑ uni-protokolle.de: Den Tanz hören und die Musik sehen, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  18. ↑ HMT Leipzig: Forschungsprojekt „Systemische Körper? Kulturelle und politische Konstruktionen des Schauspielers in schauspielmethodischen Programmen Deutschlands 1945–1989“ (PDF-Datei); abgerufen am 8. Dezember 2014.
  19. ↑ HMT Leipzig: Bestand und Benutzung, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  20. ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Studierende an den Hochschulen im Freistaat Sachsen 2013, S. 53 (PDF-Datei), abgerufen am 8. Dezember 2014.
  21. ↑ Deutscher Akademischer Austauschdienst: DAAD-Geförderte 2007 (PDF)
  22. ↑ HMT Leipzig: Wettbewerbe, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  23. ↑ HMT Leipzig: Veranstaltungen, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  24. ↑ Neue Musikzeitung: Musikhochschulumfrage 2003/04 der neuen musikzeitung. Hochschule fĂŒr Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  25. ↑ HMT Leipzig: Partnerhochschulen, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  26. ↑ Auswahl unter: Was kann Ihnen die HMT bieten?, abgerufen am 8. Dezember 2014.

Koordinaten: 51° 19â€Č 58″  N, 12° 22â€Č 0″  O