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Grönland Information

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Kalaallit Nunaat (grönländisch)
Grønland (dänisch)
Grönland
Flagge Grönlands
Wappen Grönlands
Flagge Wappen
Amtssprache Grönländisch 1
Hauptstadt Nuuk (dänisch Godthåb)
Staats- und Regierungsform parlamentarische Monarchie mit Selbstverwaltung
Staatsoberhaupt Königin Margrethe II. (vertreten durch die Reichsombudsfrau Mikaela Engell)
Regierungschef Premierminister Múte B. Egede
Fläche 2.166.086 km²
Einwohnerzahl   56.421 (1. Januar 2021) [1]
Bevölkerungsdichte 0.026 Einwohner pro km²
Währung Dänische Krone (DKK)
National­hymne Nunarput utoqqarsuanngoravit,
Nuna asiilasooq
Nationalfeiertag 21. Juni
Zeitzone UTC±0 ( Danmarkshavn)
UTC−1 ( Ittoqqortoormiit)
UTC−3 ( Westgrönland und Distrikt Ammassalik)
UTC−4 ( Thule Air Base)
Kfz-Kennzeichen KN
ISO 3166 GL, GRL, 304
Internet-TLD .gl
Telefonvorwahl +299
1 Rechtlich berücksichtigte Verkehrssprache ist Dänisch
Ägypten Tunesien Libyen Algerien Marokko Mauretanien Senegal Gambia Guinea-Bissau Guinea Sierra Leone Liberia Elfenbeinküste Ghana Togo Benin Nigeria Äquatorialguinea Kamerun Gabun Republik Kongo Angola Demokratische Republik Kongo Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Mali Burkina Faso Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Spanien São Tomé und Príncipe Indien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Moldau Ukraine Nordmazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgistan Russland Vereinigte Staaten Japan Nordkorea Südkorea Republik China (Taiwan) Laos Venezuela Guyana Suriname Frankreich (Französisch-Guayana) Brasilien Kap Verde Spanien (Kanaren) Dominikanische Republik Puerto Rico Haiti Bahamas Jamaika Kuba Mexiko Dänemark (Färöer) Vereinigte Staaten Panama Costa Rica Inseln über dem Winde Belize El Salvador Kolumbien Ecuador Peru Nicaragua Honduras GuatemalaGreenland on the globe (Greenland centered).svg
Über dieses Bild

Grönland ( grönländisch Kalaallit Nunaat [ kaˈlaːɬːitˢʰ nuˈnaːtˢʰ], dänisch Grønland [ ˈɡ̊ʁɶnlanʔ]) ist ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Der größte Teil der Landesfläche besteht aus der größten Insel der Erde, gelegen im Nordatlantik bzw. Arktischen Ozean. Grönland wird geografisch zu Nordamerika und geologisch zu dessen arktischer Teilregion gezählt. Grönland verfügt über die nördlichste Landfläche der Erde und ist nur spärlich besiedelt. Die gesamte Bevölkerung lebt an der Küste, vor allem im Westen des Landes. Bis 1953 eine dänische Kolonie, genießt Grönland seit 1979 Autonomie, seit 2009 in verstärkter Form.

Name

Der Name Grönland ist die deutsche Schreibung des dänischen Grønland, das wörtlich übersetzt „Grünland“ bedeutet. Dieser Name stammt vom altnordischen Grænland. Erik der Rote hatte das Land bei seiner Ankunft in Südgrönland im späten 10. Jahrhundert so genannt, nach dem Íslendingabók von Ari Þorgilsson deswegen, weil es „die Leute ermutigen würde, dorthin zu gehen, da das Land einen guten Namen hatte“ [2]. Die Geschichte von Ari wurde mit dem Aufblühen der isländischen Literaturtradition im 13. Jahrhundert wieder aufgegriffen und taucht u. a. im Landnámabók und in Eiríks saga rauða auf. [3] Für Adam von Bremen dagegen, der ferne Länder oft fabelhaft beschrieb [4], hatte das Land seine Bezeichnung von seinen Bewohnern erhalten, die eine grünliche Färbung durch das Meerwasser, an dem sie wohnten, annahmen. [5] [6]

Die grönländischsprachige Eigenbezeichnung ist Kalaallit Nunaat, was übersetzt „Land der Kalaallit“ bedeutet, und damit eine Ableitung von der Volksbezeichnung der Kalaallit (Sg. Kalaaleq) darstellt. Es ist weitgehend akzeptiert, dass es sich hierbei um eine Entlehnung aus dem altnordischen skrælingr handelt, das an die grönländische Phonotaktik angepasst wurde. Der Begriff wurde in der Wikingerzeit genutzt, um die in Grönland und Kanada lebenden Inuit zu bezeichnen. Im Labrador-Dialekt des Inuktitut findet sich gleichermaßen der Begriff karaaliq zur Bezeichnung eines Grönländers, der bereits im 18. Jahrhundert belegt ist. Auch im Grönländischen war im 18. Jahrhundert noch die Form mit r belegt, das aber in Lehnwörtern üblicherweise zu l wurde. [7]

Geografie

Einteilung nach Himmelsrichtungen

Begriffe wie „Nordgrönland“, „Südgrönland“ etc. sind nicht eindeutig definiert und werden je nach geografischem und historischem Kontext sehr unterschiedlich gebraucht. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestand das kolonisierte Grönland nur aus der Westküste. Diese war ab 1782 in die zwei Inspektorate Nordgrönland und Südgrönland unterteilt, wobei die Grenze zwischen Attu im Norden und Sisimiut im Süden verlief. Mit der Kolonisierung der außerhalb Westgrönlands liegenden Gebiete und offiziell seit 1950 wurden die bisherigen Landesteile Nord- und Südgrönland zu Westgrönland (Kitaa) zusammengefasst und um Ostgrönland (Tunu) und Nordgrönland (Avanersuaq) ergänzt. Diese verloren später mit der rechtlichen Gleichstellung aller Landesteile wieder an Bedeutung. Das unbewohnte Gebiet nördlich des bewohnten Ostgrönlands mit dem Nordost-Grönland-Nationalpark ist als Nordostgrönland bekannt. Die Bezeichnungen Nordgrönland und Südgrönland werden heute im allgemeinen Sprachgebrauch nicht genau definiert benutzt. Mit Südgrönland wird meist das Gebiet der Kommune Kujalleq bezeichnet. Nordgrönland kann hingegen je nach Herkunft des Sprechers das Gebiet des alten Inspektorats oder nur das Gebiet nördlich der Halbinsel Nuussuaq bezeichnen. Letzteres wird auch als Nordwestgrönland bezeichnet, wobei dieser Begriff auch nur auf den Landesteil Nordgrönland (Avanersuaq) bezogen sein kann.

Landschaftsformung

Allgemeines

Grönland reicht von 59° 46′ nördlicher Breite am Kap Farvel bis 83° 40′ nördlicher Breite an der Kaffeklubben-Insel beim Kap Morris Jesup und ist 2670 km lang. Die Breite beträgt maximal 1050 km vom Kap Alexander im Westen bis Nordostrundingen im Osten. Grönlands Nordküste ist mit 740 km Abstand die dem Nordpol am nächsten gelegene größere zusammenhängende Landmasse. [8]

Im Norden der Insel liegt der vereiste Arktische Ozean mit seinen Randmeeren Lincolnsee und Wandelsee. Im Osten grenzt sie an die Grönlandsee und an die Irmingersee, im Westen an die Davisstraße und die Baffin Bay, alles Randmeere des Atlantiks. Im Nordwesten geht Grönland in die sehr zerklüftete und weitläufige Inselwelt der Königin-Elisabeth-Inseln über. Dort ist Grönland durch die Naresstraße, die die Baffin Bay mit der Lincolnsee verbindet und bereits zum Arktischen Ozean gehört, von der Ellesmere-Insel (Teil der Königin-Elisabeth-Inseln) getrennt. [9]

Das gesamte grönländische Inland ist von einem Eisschild bedeckt, das auf einem teils unter dem Meeresspiegel liegenden Becken ruht. Er macht vier Fünftel der Landesfläche aus. Die eisfreien Küstenbereiche sind in der Fläche etwas größer als Deutschland.

Klassische Mercator-Projektion. Tatsächlich ist Grönland etwa so groß wie Saudi-Arabien.

Auf Weltkarten wird Grönland oft stark verzerrt dargestellt. Da es nicht möglich ist, die Oberfläche der kugelförmigen Erde ohne Verzerrungen auf eine flache Karte abzubilden, kann eine Weltkarte nicht zugleich längentreu, flächentreu und winkeltreu sein. In der winkeltreuen klassischen Mercatorprojektion erscheint die Insel Grönland mit ihren 2,2 Mio. km² infolge hoher geografischer Breite überaus groß dargestellt, verglichen etwa mit Kontinenten wie Afrika (30 Mio. km²) oder Australien (8,6 Mio. km²). Andererseits erscheint Grönland dafür beispielsweise in der flächentreuen Peters-Projektion vertikal zusammengedrückt.

Küstengeografie

Sinnbildlich für die Geografie Grönlands: Lange Fjorde, großflächige kahle und teils vergletscherte Berggebiete und das Inlandeis.
Topographie unter dem Eisschild

Der eisfreie Küstenstreifen ist unterschiedlich breit, teilweise reicht das Inlandseis auch bis direkt an die Küste heran. Vor allem im Westen und Osten ist die Küste von mehreren tausend Fjorden, Buchten und Meerengen zerschnitten, durch die der Hauptinsel ebenso viele Inseln und Schären vorgelagert sind. Dadurch beträgt die grönländische Küstenlänge etwa 39.000 km.

Der Norden und Nordwesten Grönlands um den Distrikt Qaanaaq ist geprägt von bis zu 100 km breiten Gletschern wie dem Humboldt-Gletscher und massiven eisfreien Küstenbereichen, denen nur wenige Inseln vorgelagert sind. Südlicher liegt die Melville-Bucht und südlich davon der Distrikt Upernavik, wo das gesamte Festland vom Inlandeis bedeckt ist. Ihm vorgelagert liegen hunderte meist kleine Inseln. Südlich davon finden sich im Distrikt Uummannaq und in der Diskobucht nur wenige größere Inseln vor der Küste, wobei der eisfreie Küstenstreifen hier durchschnittlich etwa 20 km breit ist. Im zentralen Westgrönland ist dieser bis zu knapp 200 km breit und von ebenso langen Fjorden und hunderten kleinen vorgelagerten Inseln geprägt. Nach Süden hin verringert sich die Breite auf etwa 50 km. Südgrönland ist noch etwas stärker von Fjorden zerfurcht. Hier ist das Land etwa 70 bis 120 km landeinwärts eisfrei. Die grönländische Ostküste hat kaum eisfreie Bereiche und nur wenige, kleinere Inseln. Im Nordosten erreicht der Küstenstreifen wieder Breiten von bis zu 200 km und ist von langen Fjorden und großen Inseln gezeichnet.

Die grönländischen Fjorde gehören zu den größten und tiefsten der Welt. Der Kangertittivaq in Ostgrönland ist mit einer Länge von 300 km, einer Breite von 40 km und einer Tiefe von bis zu 1450 m der größte der Welt. Am Ende der Fjorde befinden sich häufig vom Inlandeis kommende Gletscher, die wie der Jakobshavn Isbræ gewaltige Mengen Eis ins Meer kalben lassen. Die größte Nebeninsel Grönlands ist die 8578 km² große Diskoinsel in der Diskobucht in Westgrönland. [10]

Gebirge

Bis auf einige kleinflächige Regionen an der Westküste (etwa an der südlichen Disko-Bucht) ist das Hinterland aller Küsten Grönlands von Gebirgen geprägt, die vielfach Hochgebirgscharakter haben. Richtung Inland ragen oft nur noch die steilsten Gipfelbereiche aus dem Eis. Solche Berge werden als Nunatakker bezeichnet. Aufgrund der Siedlungsferne, der häufig großen Unzugänglichkeit und der nicht sichtbaren Gebirgsverläufe unter dem Inlandeis sind sehr viele Massenerhebungen Grönlands namenlos geblieben. Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts gelingt es mit Hilfe moderner Radartechnik, das verborgene Makrorelief der Insel kartographisch sichtbar zu machen. Seit der Auswertung der Ergebnisse der „ Operation IceBridge“ der NASA von 2009 bis 2019 [11] gibt es eine relativ genaue physische Karte der festen Oberfläche Grönlands. Sie zeigt nunmehr fünf große, zusammenhängende Gebirgssysteme (siehe Karte der Topographie), die wie folgt beschrieben werden können:

Bezeichnung max. Ausdehnung Lage zugehörige Gebirge höchster (sichtbarer) Berg Koordinaten Höhe
Nordwestliches Gebirge ~ 300 km Hayes-Halbinsel im Distrikt Qaanaaq keine benannten Haffner Bjerg 76,4334°  N, 62,3007°  W 1483 m
Westliches Gebirge ~ 800 km Distrikte Upernavik und Uummannaq wenige benannte Perserajoq 71,40004° N, 51,96679° W 2259 m
Südliches Gebirge ~ 1000 km Süd-Kitaa, Kommune Kujalleq u. a. Graah Fjelde, Kangerluluk Bjerge Patuersuoq 60,88235° N, 43,75013° W 2488 m
Östliches Gebirge (auch Ostgrönländische Kaledoniden) ~ 1500 km Nordost-Grönland-Nationalpark, Distrikte Ittoqqortoormiit, Ammassalik etwa Queen Louise Land (Nordende) Stauningalpen, Ejnar Mikkelsen Fjeld, Schweizerland-Alpen (Südende) u. etliche mehr Gunnbjørns Fjeld Watkins-Gebirge: 68,929415° N, 29,977948° W 3694 m
Nördliches Gebirge ~ 900 km Nordost-Grönland-Nationalpark, Ost-Avanersuaq u. a. Pentamerus Bjerge (im Westen), Hauge Bjerge, Roosevelt Fjelde, Prinzessin-Caroline-Mathilde-Alpen (im Osten) Helvetia Tinde Roosevelt Fjelde, Pearyland: 83,373882° N, 35,271833° W 1929 m

Inlandsgeografie

Satellitenfoto
Video: Eisschmelze in Grönland

Das grönländische Inland ist vollständig von Eis bedeckt. Der bis zu 3400 m mächtige, durchschnittlich 2000 m starke grönländische Eisschild bewegt sich an den Küsten zum Meer und lässt oft Eisberge von mehreren Kilometern Länge entstehen. Er ist der zweitgrößte Eisschild des Planeten, nur übertroffen vom stellenweise mehr als 4700 m dicken antarktischen Eisschild. [12]

Die Vereisung setzte vor etwa 2,7 Millionen Jahren ein. Damals setzte durch die Schließung der Landenge von Panama eine neue Phase des känozoischen Eiszeitalters ein, die Gebirge im Osten der Insel waren hoch genug gehoben worden und die Insel in ausreichende Polnähe geraten, um die bis heute anhaltende Vergletscherung auszulösen. [13] Das Festland unter dem Inlandeis liegt bedingt durch den Druck des Eisschilds teilweise unter dem Meeresspiegel. [14] In ihm befindet sich auch der 2013 entdeckte Grand Canyon von Grönland, der mit mindestens 750 km Länge, 10 km Breite und 800 m Tiefe größer als der Grand Canyon im Westen der USA ist. [15]

Durch die globale Erwärmung ist das grönländische Inlandeis einem kontinuierlichen Abschmelzprozess ausgesetzt. Zwischen 2011 und 2014 verlor der Eisschild auf Grönland im Schnitt etwa 269 Mrd. Tonnen (ca. 293 km³) Eis pro Jahr. [16] Der Massenverlust hat sich seit den 1980er Jahren versechsfacht. [17] Würde das gesamte Inlandeis Grönlands (2,85 Mio. km³) schmelzen, würde der Meeresspiegel weltweit um 7,4 Meter steigen. Von der Eislast befreit würde die Insel in ihren Zentralbereichen, die heute teilweise unter den Meeresspiegel gedrückt werden, um rund 800 Meter aufsteigen ( postglaziale Landhebung). [14]

Geologie

Die Insel war Bestandteil des sehr alten präkambrischen Kontinents Laurentia, dessen östlicher Kern den Grönland- Schild bildet, während er an den weniger exponierten Küstenstreifen in eine Tafel übergeht. Die ältesten Teile des Schilds entstanden vor 3,9 bis 2,6 Milliarden Jahren, während die jüngeren nur etwa 1,8 Milliarden Jahre alt sind. [18] Östlich von Nuuk finden sich in der über drei Milliarden Jahre alten Isukasia- Bändereisenerz-Region einige der ältesten Gesteine der Welt, darunter ein früher Grönlandit genannter Hypersthen- Hornblendit, entstanden vor 3,8 Milliarden Jahren (siehe Isua-Gneis). [19] [20]

In den heute eisfreien Küstenstreifen bildeten sich vor etwa 1600 bis 400 Millionen Jahren bis zu fünf Kilometer mächtige Schichten aus Sedimenten und vulkanischen Gesteinen, vor allem Sandstein, Kalkstein und Basalte. Die Kaledonische Orogenese prägte die ostgrönländische Küste bis Nordgrönland und schuf einen 1200 km langen Faltengebirgsgürtel, der damals (lange vor der Öffnung des Atlantiks) direkt an das heutige Schottland und Norwegen anschloss.

Zwischen dem folgenden Devon und dem Paläogen entstanden in Ost- und Nordostgrönland weitere sechs bis acht Kilometer mächtige Sandsteinsedimentschichten und später durch eine Überflutung marine Sandstein- und Tonschichten, die reich an marinen Fossilien sind. Auch in der Diskobucht bildete sich eine solche Sedimentschicht mit organischem Material, woraus die heutigen Kohlevorkommen stammten. Im Paläogen vor etwa 55 Millionen Jahren entstanden in Zusammenhang mit der Öffnung des Atlantiks sowohl im Westen in der Diskobucht als auch im Osten in der Gegend um Ittoqqortoormiit fünf bis zehn Kilometer mächtige vulkanische Basaltschichten. [18] Darin befinden sich bei Uiffaq auf der Diskoinsel bis zu 25  t schwere gediegene Eisenmassen. [21]

Durch den Beginn des Känozoischen Eiszeitalters wurde Grönland vor rund zwei Millionen Jahren von einem Eisschild überdeckt, der beinahe über die gesamte Landfläche reichte. Vor etwa 14.000 bis 10.000 Jahren zog sich der Eisschild an seine heutige Position zurück und hinterließ so die glazial geprägten Küstenstreifen. [18]

Klima

Heutiges Klima

Die Klimaverhältnisse unterscheiden sich innerhalb Grönlands stark. In den Küstenbereichen herrscht ein subpolares Klima, im Norden und im Inland hingegen polares Klima. Das Klima ist stark von den Jahreszeiten abhängig. Entlang der Küste unterscheiden sich die Temperaturverhältnisse im Sommer im Norden Grönlands nur wenig von denen im Süden, was durch die konstante Sonneneinstrahlung der Mitternachtssonne begründet ist. Im Winter sinkt die Temperatur aufgrund der fehlenden Sonne hingegen umso stärker im Norden. Neben der Sonneneinstrahlung hat auch die von den Eisverhältnissen abhängige Wassertemperatur einen großen Einfluss auf die Temperatur der Luft. An der Westküste wird das Klima durch den Grönlandstrom gemildert, den hier der Nordatlantische Strom und der Golfstrom mit relativ warmem Wasser versorgen. Rund 100 km landeinwärts ist das Klima deutlich kontinental geprägt, ähnlich dem Klima Sibiriens oder Mittel alaskas. Auf dem Inlandseis wurden bis zu rund −70 °C gemessen, während in Maniitsoq im Juli 2013 +25,9 °C erreicht wurden. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt in Grönland üblicherweise unter dem Gefrierpunkt, nur in Südgrönland leicht darüber.

In den Küstenbereichen entspricht die Niederschlagsmenge etwa der Oslos. In den kontinentalen Inlandsbereichen und in Nordgrönland fällt hingegen deutlich weniger Niederschlag, sodass diese Gebiete als Kältewüsten klassifiziert werden können. Auch in Kangerlussuaq, das als einziger Ort Grönlands mehr als 100 km vom Ozean entfernt liegt, fällt nur ein Fünftel der Niederschlagsmenge der Küstenstädte. Wegen der Temperaturen fällt der Niederschlag häufig als Schnee, im Sommer jedoch als Regen. Schnee im Sommer ist möglich, Regen im Winter jedoch selten. [22]

Die Windverhältnisse sind deutlich variabler als in Europa. An der grönländischen Küste ist es häufig windstill, aber Föhnwinde und katabatische Winde strömen häufig plötzlich von den Gebirgen hinab und sorgen so für starke Stürme. Der bekannteste von ihnen ist der Piteraq, der in Ostgrönland auftritt und dort in bewohnten Bereichen für starke Zerstörungen sorgen kann. Meist gibt es leichte Winde, die tageszeitenabhängig fjordauf- oder -abwärts wehen. [23]

Nuuk
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
40
 
-5
-10
 
 
47
 
-5
-11
 
 
49
 
-5
-11
 
 
47
 
-1
-6
 
 
55
 
3
-2
 
 
62
 
7
1
 
 
87
 
10
4
 
 
85
 
9
4
 
 
89
 
6
1
 
 
66
 
1
-3
 
 
73
 
-1
-6
 
 
54
 
-4
-9
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Dänisches Meteorologisches Institut (DMI) und DMI-Daten ab Jan. 2000. – Sonnenstunden
Klimatabelle für Nuuk (1961–1990)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur ( °C) −4,6 −4,7 −5,1 −1,2 3,1 7,0 9,9 9,3 6,0 1,4 −1,3 −3,5 Ø 1,4
Min. Temperatur (°C) −10,0 −10,7 −10,7 −6,3 −1,7 1,1 3,5 3,5 1,4 −2,7 −5,9 −8,6 Ø −3,9
Temperatur (°C) −7,4 −7,8 −8,0 −3,8 0,6 3,9 6,5 6,1 3,5 −0,7 −3,7 −6,2 Ø −1,4
Niederschlag ( mm) 40 47 49 47 55 62 87 85 89 66 73 54 Σ 754
Sonnenstunden ( h/d) 0,5 2,3 4,8 6,0 6,1 6,8 6,3 5,3 4,7 2,6 1,0 0,2 Ø 3,9
Regentage ( d) 9 9 10 9 9 8 10 9 12 10 11 10 Σ 116
Wassertemperatur (°C) −1 −1 −1 −1 0 1 1 2 2 1 1 0 Ø 0,3
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
−4,6
−10,0
−4,7
−10,7
−5,1
−10,7
−1,2
−6,3
3,1
−1,7
7,0
1,1
9,9
3,5
9,3
3,5
6,0
1,4
1,4
−2,7
−1,3
−5,9
−3,5
−8,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
40
47
49
47
55
62
87
85
89
66
73
54
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Quartäre Klimaänderungen

Der grönländische Eisschild stellt ein Klimaarchiv dar, das in seinen ältesten Schichten Aufschluss über klimatische Verhältnisse vor bis etwa 130.000 Jahren, dem Beginn des letzten Interglazials ( Eem-Warmzeit), geben kann. [24] Bei Dye 3 im südlichen Grönland wurde unter dem mehr als 2000 Meter dicken Eis Material mit DNA-Spuren von Kiefern, Eiben und Erlen sowie von Schmetterlingen und anderen Insekten gefunden, die wahrscheinlich ein Alter zwischen 450.000 und 800.000 Jahren aufweisen. Die Forscher vermuten daher, dass das südliche Grönland vor der Vergletscherung während der Riß-Kaltzeit ein bewaldetes Land mit deutlich wärmerem Klima als heute war. [25]

Die Besiedelung Grönlands im Mittelalter durch die Grænlendingar und die Thule-Kultur geht zeitlich mit der Mittelalterlichen Warmzeit einher. Während der Kleinen Eiszeit in der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends sank die Temperatur hingegen wieder.

Um 1890 begann die Temperatur wieder zu steigen und erreichte einen Höhepunkt in den 1930er und 1940er Jahren. Das Klima wurde dabei allgemein deutlich maritimer, also mit geringeren Temperaturschwankungen im Laufe des Jahres. Anschließend blieb die Temperatur gleich und sank leicht, ab den 1950er Jahren wieder stärker. [26] Diese Klimaänderung hatte großen Einfluss auf die grönländischen Eisverhältnisse und damit auch auf die wirtschaftliche Grundlage, weg vom Robbenfang hin zur Fischerei. [27]

Durch die größtenteils menschlich verursachte globale Erwärmung steht das Ökosystem Grönlands vor schweren Veränderungen. 2015 zeigte die Arktis erste Zeichen von irreversiblen Veränderungen; unter anderem könnte ein Temperaturanstieg zwischen 1 °C und 4 °C das fast vollständige Abschmelzen des grönländischen Eises auslösen. Das Risiko, das sich durch die Aktivierung weiterer Kippelemente ergibt, ist dabei von der Höhe des Temperaturanstieges abhängig und ist bei einer stärkeren Erwärmung umso größer. [28] Seit 1990 hat sich bis Ender der 2010er Jahre die Durchschnittstemperatur im Sommer um 1,8 °C und im Winter um 3 °C erhöht. Durch vermehrte Regenereignisse wird das Abschmelzen der grönländischen Gletscher weiter beschleunigt, und die Bewölkung verhindert, dass viel Wärme entweichen kann. [29]

Flora und Vegetation

Arktisches Weidenröschen (Epilobium latifolium), grönländische Nationalblume, Upernavik

Grönland wird von einem vegetationslosem Eisschild dominiert und pflanzliches Leben konzentriert sich auf die eisfreie Küstenregionen. Diese Küstengebiete lassen sich aufgrund der klimatischen Verhältnisse in drei verschiedene Biome aufteilen, die jedoch allesamt durch das Fehlen von geschlossenen Wäldern charakterisiert sind. [30]

  • Die hocharktische Vegetationszone erstreckt sich vom 71. Breitengrad, also von einer nördlich von Uummannaq bis Ittoqqortoormiit verlaufenden Linie, nach Norden. Die flachen Gebiete sind als klassische Tundra von Bewuchs von Arktischer Weide, Vierkantiger Schuppenheide und anderen Zwergsträuchern sowie Moosen geprägt. Die Berggebiete sind hingegen Kältewüsten.
  • Die niederarktische Vegetationszone erstreckt sich südlich des 71. Breitengrades, im niederschlagsarmen Inland noch weiter nördlich. Dort finden sich vor allem Weidengewächse, die eine Höhe von 0,5 bis 3 Metern erreichen können.
  • Die subarktische Vegetationszone befindet sich in Südgrönland, umfasst aber auch die kontinentalen Gebiete weiter nördlich, vor allem um Kangerlussuaq und Kapisillit. Sie umfasst das einzige Waldtundragebiet Grönlands, im Qinngoq Avannarleq (Qinnguadalen), einem Talgebiet nordöstlich von Tasiusaq. Dort treten flache Moor-Birken und Mehlbeerbäume auf. Bei Kapisillit gibt es strauchartige Grün-Erlen und Weiden. Im niederschlagsarmen Kangerlussuaq gibt es dennoch weniger Vegetation, sodass auch hier eher von Tundra zu sprechen ist.

Auf Grönland wachsen rund 3500 Arten von Moosen, Flechten, Pilzen und Algen. Dazu kommen etwa 500 Arten höherer Pflanzen. Zu diesen gehören Farne, Bärlapppflanzen, Wacholder und zahlreiche Bedecktsamer wie Hahnenfußgewächse, Rosengewächse, Steinbrechgewächse, Kreuzblütler, Nelkengewächse, Heidekrautgewächse, Nachtschattengewächse, Korbblütler, Binsengewächse, Sauergrasgewächse und Süßgräser. [31]

Fossilien weisen darauf hin, dass vor 55 Millionen Jahren Wälder überwiegend aus Mammutbäumen und Laubbäumen existierten. [32] Vor vor 900.000 bis 450.000 Jahren war Grönland bewaldet, unter anderem mit Erlen, Fichten, Kiefern und Eiben. [33] [34] Der Klimawandel führt derzeit dazu, dass die Pflanzen eher blühen können. [35]

Fauna

Grönlands Fauna ist gut erforscht. Archäologische Untersuchungen ermöglichen Erkenntnisse zu früher in Grönland lebenden Tieren. Dazu kommen Beschreibungen der Tierwelt aus schriftlichen Quellen, begonnen bei altnordischer Literatur in Form des Konungs skuggsjá (um 1230) und später wissenschaftlichen Beschreibungen von Hans Egede, seinen Söhnen Poul und Niels Egede sowie Otto Fabricius. Später wurden zahlreiche Expeditionen zur Erforschung der grönländischen Fauna durchgeführt. [36]

Auf dem grönländischen Land und im Meer leben zahlreiche Säugetiere, Vögel, Fische und Insekten, während Reptilien und Amphibien nicht vorkommen.

Eisbärin mit zwei Jungen

Die grönländische Landfauna ist in zwei geografische Zonen geteilt, die durch die Melville-Bucht und den Kangertittivaq getrennt werden.

  • Nord- und Nordostgrönland wurden durch die Nares-Straße von Kanada aus besiedelt, allerdings vermochten es die meisten Tiere nicht, die vom Inlandeis geprägten Küstengebiete nach Süden hin zu überwinden.
  • (Südost- und) Westgrönland wurden entweder über ebendiese Küstengebiete besiedelt oder mittels Treibeis von Baffin Island aus.

In Grönland gibt es nur wenige Arten von Landsäugetieren. In der südlichen Zone kommen Rentiere, Schneehasen und Polarfüchse vor. Wilde Rentiere leben vor allem im zentralen Westgrönland um Sisimiut und Maniitsoq. Schneehasen und Polarfüchse leben auch in der nördlichen Zone. Ausschließlich in der nördlichen Zone leben Moschusochsen und Hermeline sowie der Nördliche Halsbandlemming, dessen Bestand die Vorkommen seiner Fressfeinde stark beeinflussen kann. Durch die Ankunft von Polarwölfen in Nordostgrönland starben um 1900 die Rentiere dort aus. Später verschwand auch der Polarwolf wieder. Im 20. Jahrhundert wurden europäische Rentiere sowie Moschusochsen zur Fleischproduktion in Westgrönland angesiedelt. Der Eisbär lebt ebenfalls hauptsächlich in der nördlichen Zone, bewegt sich auf Treibeis aber regelmäßig in die bewohnten Gebiete West- und Ostgrönlands, wo er eine Gefahr für Menschen, aber auch eine Nahrungsquelle darstellt. [37]

In den Gewässern vor Grönlands Küste leben zahlreiche Walarten: Grönlandwale, Zwergwale, Buckelwale, Grindwale, Schweinswale, Schwertwale, Blauwale, Finnwale, Narwale und Weißwale. Neben den Walen gibt es sechs Robbenarten, von denen die Ringelrobbe die verbreitetste ist. Daneben gibt es Bartrobben, Walrösser, Sattelrobben, Klappmützen und wenige Seehunde. [38] Die Inuit zählen auch den Eisbär zu den Meeressäugern, weil dieser wesentliche Zeit seines Lebens auf dem Meer, insbesondere auf dem Pack- und Treibeis, verbringt.

Dickschnabellumme

Die grönländische Vogelwelt lässt sich ebenfalls in Land- und Seevögel unterteilen. Unter den an Land lebenden Vögeln sind in der südlichen Zone folgende von größerer Bedeutung: Alpenschneehühner, Kolkraben, Schneeammern, Spornammern, Steinschmätzer, Birkenzeisige und Polar-Birkenzeisige leben in ganz Westgrönland. Dazu kommen mehrere Vogelarten, die nur regional vorkommen: Wacholderdrosseln in Südwestgrönland, Strandpieper in Nordwestgrönland und Wiesenpieper nur im Südosten. Des Weiteren gibt es mehrere Raubvögel: Im Westen und Südwesten leben Seeadler, dazu kommen Wanderfalken und Gerfalken. Zu den Küsten- und Ufervögeln gehören Meerstrandläufer, Odinshühnchen, Thorshühnchen, Mittelsäger, Eistaucher, Sterntaucher, Eisenten, Stockenten, Kragenenten und Blässgänse. In der nördlichen Zone leben Schneeeulen, Gerfalken, Falkenraubmöwen, Schneehühner, Schneegänse, Ringelgänse, Weißwangengänse, Kurzschnabelgänse, Regenpfeifer, Steinwälzer, Knuttstrandläufer, Alpenstrandläufer und Sanderlinge. Seevögel leben häufig an den grönländischen Vogelfelsen. Zu ihnen gehören Eiderenten, Prachteiderenten, Trottellummen und Krabbentaucher, die eine große Rolle spielen. Dazu kommen kleinere Kolonien von Papageitauchern, Tordalken, Kormoranen und Gryllteisten. In Grönland gibt es zudem zahlreiche Möwenarten, wie die Dreizehenmöwe, Eismöwe, Polarmöwe, Mantelmöwe, Schmarotzerraubmöwe, Falkenraubmöwe, Küstenseeschwalbe sowie die selteneren Schwalbenmöwe, Elfenbeinmöwe und Rosenmöwe. Weitere vor der Küste lebende Vögel sind der Eissturmvogel und der Große Sturmtaucher. [39]

Seewolf auf dem Brættet in Nuuk

Die Gewässer in und um Grönland werden von zahlreichen Fischarten bevölkert. In den Flüssen und Seen leben Seesaiblinge, Dreistachlige Stichlinge und Lachse. [40] Die Fischerei stellt wegen der zahlreichen Speisefische einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. Im Meer leben Rotbarsche, Gestreifter Seewolf, Schwarzer Heilbutt, Heilbutt, Lachse, Lodden, Grönlandhaie, Seehasen, Atlantischer Hering, Doggerscharben, Vahls Wolfsfisch, Polardorsch, Groppen, Rochen, Uuaq, Lumbe, Rundnasen-Grenadier, Blaulenge, Schellfische und Köhler. Unter den Garnelen spielt die Eismeergarnele die größte Rolle. Daneben kommen Krabben, Tintenfische und Mies- und Kammmuscheln vor. [41]

Auf Grönland leben etwa 700 bis 800 Insektenarten und Spinnentiere. Zu diesen gehören vor allem Stech- und Kriebelmücken, Gnitten, Schmeißfliegen, Schmetterlinge ( Spanner, Wickler und Eulenfalter), Marienkäfer, Wolfsspinnen und Kreuzspinnen. Dazu kommen Schnecken und Regenwürmer. [42]

Siedlungsgeografie

Verwaltungsgliederung

Nordost-Grönland-Nationalpark Pituffik Avannaata Kommunia Kommune Qeqertalik Qeqqata Kommunia Kommuneqarfik Sermersooq Kommune Kujalleq Island Norwegen Kanada
Die grönländischen Kommunen. (Interaktive Karte)

Grönland ist in fünf (bis 2018 vier) Kommunen aufgeteilt, die im Zuge einer Kommunalreform im Jahr 2009 gebildet wurden. Die Qaasuitsup Kommunia wurde 2018 in die Avannaata Kommunia und die Kommune Qeqertalik aufgespalten. Neben den fünf Kommunen gibt es mit dem unbewohnten Nordost-Grönland-Nationalpark und der Thule Air Base (Pituffik) zwei gemeindefreie Gebiete. Die fünf Kommunen sind folgende (Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2021): [43]

Kommune Einwohner Hauptort
Avannaata Kommunia 10.820 Ilulissat
Kommune Qeqertalik 6.312 Aasiaat
Qeqqata Kommunia 9.305 Sisimiut
Kommuneqarfik Sermersooq 23.462 Nuuk
Kommune Kujalleq 6.454 Qaqortoq

Historisch war Westgrönland bis 1950 in eine im Laufe der Zeit variierende Zahl an Koloniedistrikten aufgeteilt, zuletzt elf. Diese verteilten sich auf die zwei Inspektorate Nordgrönland und Südgrönland. Die Koloniedistrikte waren seit 1911 in gut 60 Gemeinden unterteilt. 1950 wurden festgelegt, dass Grönland aus drei Landesteilen besteht: Westgrönland ( Kitaa), das aus den beiden bisherigen Inspektoraten bestand, und die beiden administrativ eingegliederten Landesteile Ostgrönland ( Tunu) und Nordgrönland ( Avanersuaq). Von da an bestand Grönland aus 19 und später 18 Gemeinden, die größtenteils deckungsgleich mit den vorherigen Koloniedistrikten waren. Die 18 Gemeinden wurden 2009 zu den vier Kommunen zusammengelegt. Die bisherigen Gemeinden bestehen darunter als Distrikte weiter, dienen aber eher statistischen und kulturellen als administrativen Abgrenzungszwecken.

Ortschaften

Die Inuit lebten früher halbnomadisch, lebten also immer an dem Ort, wo man Nahrung finden konnte, und zogen dann zum nächsten Wohnplatz weiter. Durch die Kolonialisierung wurden an manchen Orten Handels- und Missionsstationen mit Infrastruktur errichtet. Zuerst entstanden Kolonien, die für ein bestimmtes Gebiet (die Koloniedistrikte) zuständig waren, ab etwa 1800 wurden auch Udsteder gegründet, die einer Kolonie untergeordnet waren und als lokales Zentren innerhalb des Distrikts dienten. Zahlreiche Wohnplätze erhielten nie eine Infrastruktur und wurden regelmäßig besiedelt und verlassen. Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die Mobilität ab und die Wohnplätze wurden dauerhafter besiedelt. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden fast alle Wohnplätze aufgegeben und die Bevölkerung zog in die ehemaligen Udsteder und Kolonien, die zu Dörfern und Städten wurden. Nur eine Handvoll Wohnplätze überlebten diese Phase und wurden dann ebenfalls als Dörfer klassifiziert.

Heute gibt es in Grönland 17 Städte, 55 Dörfer, rund 30 südgrönländische Schäfersiedlungen und einige bewohnte Stationen verschiedener Art. Die Städte dienen als Lokalzentrum für die umliegenden Dörfer. Die meisten Orte liegen an der Westküste der Insel. Dazu kommen sieben Orte an der Ostküste. Die 17 grönländischen Städte sind auf der obigen Karte verzeichnet.

Mittlerweile lebt ein Drittel der grönländischen Bevölkerung in der Hauptstadt Nuuk (rund 18.800) Einwohner. Die nächstgrößere Stadt ist Sisimiut mit etwa 5.600 Einwohnern. Sechs Städte haben mindestens 2.000 Einwohner, weitere sieben zwischen 1.000 und 2.000 Einwohner. Vier Städte haben unter 1.000 Einwohner. Die kleinste Stadt ist Ittoqqortoormiit mit etwa 360 Einwohnern. Mit jeweils rund 450 Einwohnern sind die beiden Dörfer Kangerlussuaq und Kullorsuaq größer als Ittoqqortoormiit. Die übrigen Dörfer haben maximal 300 Einwohner, die kleinsten nur rund 20 Einwohner. [44]

Bevölkerung

Zusammensetzung

Erster Schultag am 14. August 2007 an der Prinsesse-Margrethe-Schule in Upernavik, die Schulkinder tragen die Nationaltracht
Wohlhabendes grönländisches Ehepaar (vor 1909)

Grönland hat etwa 56.000 Einwohner. Von diesen sind etwa 89 % in Grönland geboren und 11 % außerhalb. [45] Knapp 98 % der Bevölkerung haben die dänische Staatsbürgerschaft. [46]

Da weder in Grönland noch in Dänemark der ethnische Hintergrund untersucht wird, können nur Umfragen und Schätzungen zur ethnischen Bevölkerungsstruktur abgegeben werden. Üblicherweise ist das Grönländischsein eine Frage der Selbstidentifikation. Eine Studie von 2019 hat ergeben, dass etwa 92 % der grönländischen Bevölkerung sich als Grönländer identifizieren, was gut 51.300 Personen entspricht. [47]

Die übrige Bevölkerung von rund 5.000 Personen besteht aus dänischen Staatsbürgern nichtgrönländischer Identität und Ausländern. Letztere machen rund 1.350 Personen aus. Von diesen sind rund 30 % Philippiner, 17 % Thailänder und 9 % Isländer. Weitere signifikante Minderheiten (mindestens 50 Personen) sind Schweden, Norweger, Polen, Deutsche, Chinesen und US-Amerikaner. [46]

Ethnien

Als Grönländer werden im rechtlichen Sinne alle dänischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Grönland bezeichnet, ungeachtet ihrer Ethnizität. Im ethnischen Sinn gilt als Kalaallit (Sg. Kalaaleq) hingegen nur der Teil der Bevölkerung, der Inuit-Vorfahren hat und in der Regel Grönländisch (Kalaallisut) spricht. Ein Teil dieser Gruppe unterhält seinen Wohnsitz in Dänemark. [48]

Ethnologisch lassen sich die Kalaallit in drei Gruppen unterteilen, die sich in Herkunft, Geschichte und Sprache unterscheiden. Auch hier wird keine Statistik geführt, sodass Zahlen nur geschätzt werden können:

  • Die Kitaamiut (Westgrönländer) bewohnen den traditionellen Landesteil Kitaa, der von der Melville-Bucht bis zum Kap Farvel reicht. Sie machen mit rund 47.000 Menschen den größten Teil der Bevölkerung aus und sind der, der 1721 kolonialisiert wurde.
  • Die Tunumiit (Ostgrönländer) leben heute in der Gegend um Tasiilaq sowie in Ittoqqortoormiit im Landesteil Tunu. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts kolonialisiert. Sie machen rund 3.500 Personen aus.
  • Die Inughuit (Nordgrönländer) leben in und um Qaanaaq im Landesteil Avanersuaq. Sie wurden Anfang des 20. Jahrhunderts kolonialisiert. Sie sind mit rund 800 Mitgliedern die kleinste Gruppe.

Die Kujataamiut in Südgrönland gehören zu den Kitaamiut, haben sich aber im 19. Jahrhundert durch Zuwanderung mit den Tunumiit vermischt. [49]

Wegen der unterschiedlichen Geschichte bezeichnen sich beispielsweise manche Inughuit nicht als Kalaallit, um ihre eigene Ethnizität hervorzuheben. [50]

Der größte Teil der grönländischen Bevölkerung, vor allem die Kitaamiut, ist gemischt-ethnisch und stammt teils von den Inuit der Thule-Kultur, die nach dem Jahr 1000 von Norden kommend die grönländische Küste besiedelten, teils von den dänischen, in selteneren Fällen norwegischen, isländischen und schwedischen Kolonialangestellten ab, die vom 18. bis zum 20. Jahrhundert in Grönland dienten. 80 % der Grönländer haben heutzutage auch europäische Vorfahren, wobei der europäische Anteil der Gene durchschnittlich 31 % der DNA ausmacht. Lediglich die Tunumiit und Inughuit haben wesentlich weniger europäische Genanteile, weil ihre Gebiete erst um 1900 kolonialisiert wurden. [51] [52]

Die Nachnamen der grönländischen Bevölkerung sind teils während der Missionierung neu gebildete Patronyme zu dänischen (Petersen, Olsen, Jensen, Nielsen, Hansen) oder biblischen Namen (Jeremiassen, Petrussen, Filemonsen, Isaksen, Tobiassen), teils die Nachnamen der europäischen Stammväter. Durch das häufige Vorkommen deutscher Nachnamen in Dänemark sind auch viele der Nachnamen in Grönland deutschen Ursprungs (Heilmann, Kleist, Kreutzmann, Fleischer, Chemnitz).

Die Grönländer sind nicht zu verwechseln mit Grænlendingar, den skandinavischen Siedlern, die vom 10. bis zum 15. Jahrhundert in Westgrönland lebten.

Sprachen

Einzige offizielle Amtssprache in Grönland ist die grönländische Sprache (Kalaallisut). Daneben ist Dänisch Verkehrssprache, das in der Schule erste Fremdsprache ist. Es gibt keine offizielle Statistik zur Sprachsituation in Grönland, allerdings hat das Sprachsekretariat Oqaasileriffik eine Schätzung abgegeben, dass in der Bevölkerung etwa 50 % nur schlecht Dänisch sprechen, 20 % zweisprachig sind und Grönländisch bevorzugen, 20 % zweisprachig sind und Dänisch bevorzugen und 10 % nur Dänisch sprechen. [53] Andere Untersuchungen geben einen weitaus höheren Anteil an Zweisprachigkeit an. In der Dekolonisationsphase von etwa 1950 bis 1980 wurde Dänisch gegenüber Grönländisch in der Schule bevorzugt, sodass vor allem die Generation, die in dieser Zeit zur Schule ging und zudem die größte in Grönland ist, am besten Dänisch spricht. Zudem ist Dänisch in den Städten weiter verbreitet als in den Dörfern und in Nuuk. Gymnasial- und Universitätsbildung findet auf Dänisch statt, womit Sprachkenntnisse eine Voraussetzung für eine weiterführende Ausbildung sind. Auch am Arbeitsplatz und in der Verwaltung überwiegt die dänische Sprache. Unter der nicht-grönländischen Bevölkerung in Grönland ist die Kenntnis der grönländischen Sprache kaum existent. [54]

Die grönländische Sprache ist in sich dialektal stark zersplittert. Teilweise kann man Personen anhand ihres Dialekts nach ihrem Herkunftsort zuordnen. Generell wird die grönländische Sprache gemäß der ethnischen Gruppen in Kitaamiusut (Westgrönländisch), Tunumiisut (Ostgrönländisch) und Inuktun (Nordgrönländisch) unterteilt. Kitaamiusut lässt sich weiter unterteilen, wobei die nördlichen und südlichen Dialekte starke ostgrönländische Sprachkontakteinflüsse aufweisen. [55]

Religion

Die traditionelle Religion der Inuit wurde im Zuge der Missionierung ab dem 18. Jahrhundert vom Christentum abgelöst. Ursprünglich gab es zwei parallele Missionierungsprozesse in Grönland, bei denen ein Teil der westgrönländischen Bevölkerung von der Dänischen Mission geprägt wurde, ein anderer von der Herrnhuter Brüdergemeine. 1900 wurden die Mitglieder der letzteren in die dänische Mission überführt. In Ost- und Nordgrönland wurden 1921 beziehungsweise 1934 die letzten „ Heiden“ missioniert. [56]

Heute gehören 95 % der grönländischen Volkskirche an, die ein Teil der dänischen Volkskirche ist. [57] Andere Religionen spielen kaum eine Rolle. Seit 1958 gibt es eine katholische Gemeinde mit rund 300 Mitgliedern in Nuuk, der hauptsächlich philippinische Einwanderer angehören. [58] Insgesamt geben 98,5 % der Bevölkerung an, Christen zu sein.

Auch wenn Grönländer keiner schamanistischen Religion mehr angehören, sind die Inuit-Mythen kulturell aber noch bewusst. Knapp die Hälfte der Bevölkerung glaubt an Geister. [59]

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte und Mittelalter (bis 15. Jahrhundert)

Grönland wurde um etwa 2400 v. Chr. erstmals von Alaska aus über Kanada besiedelt und bildete in Nordostgrönland die Independence-I-Kultur, die Moschusochsen jagte, aber bereits um 2000 v. Chr. wieder verschwand, sowie in West-, Ost- und Nordwestgrönland die Saqqaq-Kultur, deren Angehörige von der Robben- und Rentierjagd lebten und um 800 v. Chr. wieder verschwand. In der folgenden Zeit war Grönland vermutlich wieder unbewohnt. Um 600 v. Chr. kam eine neue Besiedelungswelle aus Kanada, die in Nordgrönland die Independence-II-Kultur und in West-, Nordwest- und Ostgrönland die Dorset-Kultur bildete. Die Independence-II-Kultur lässt sich letztmals 450 v. Chr. nachweisen, während die Dorsetkultur bis etwa Christi Geburt nachweisbar ist, ab dem 7. Jahrhundert jedoch erneut auftrat. [60] [61]

Vermutlich im späten 9. oder frühen 10. Jahrhundert entdeckten erstmals Europäer Grönland. 982 musste Erik der Rote aus Island fliehen und landete im Südwesten Grönlands. Er gab der Insel ihren Namen Grænland ( altnordisch für „Grünland“). 986 begann durch isländische Siedler in Südgrönland eine Landnahme im Gebiet um Brattahlíð. Die skandinavischen Siedler in Grönland wurden Grænlendingar genannt. In den folgenden Jahren zogen einige von ihnen weiter nach Norden, wo sie sich im Fjordkomplex des Nuup Kangerlua bei Nuuk niederließen. Die südliche Besiedelung wurde Eystribyggð genannt, die nördliche Vestribyggð. Ab dem Jahr 1000 wurden die Grænlendingar durch Eriks Sohn Leif Eriksson christianisiert und in Garðar wurde ein Bischof eingesetzt. Zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert bestand auch ein Handelsverkehr mit Vinland in Nordamerika. [62]

Vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts kam eine neue eskimoische Besiedelungswelle aus Alaska nach Grönland, die sich erneut sowohl im Westen als auch im Osten niederließ. Diese Siedler gehörten der Thule-Kultur an bzw. in Westgrönland der weiterentwickelten Inussuk-Kultur. Es wird davon ausgegangen, dass sie in Grönland Kontakt mit der Dorset-Kultur hatten, deren Angehörige in Sagen als Torngit/Tornit bekannt sind, und diese letztendlich verdrängten. Ebenso ist der Kulturkontakt zwischen Inuit und Grænlendingar bewiesen. [60] [63]

Während in den ersten Jahrhunderten noch Handelsverkehr zwischen Grönland und Norwegen stattfand, zu dem sich die Grænlendingar 1261 zugehörig erklärt hatten, hörte dieser im 14. Jahrhundert auf. Mitte des 14. Jahrhunderts verschwand die Vestribyggð und um 1500 auch die Eystribyggð, womit die Grænlendingar nach rund 500 Jahren aus unbekannten Gründen verschwunden waren. [62] [64]

Walfängerzeit und erste Jahre nach der Kolonisierung (16. Jahrhundert bis 1782)

Im späten 16. Jahrhundert und frühen 17. Jahrhundert wurde Grönland von mehreren Expeditionsseefahrern besucht und in der Folge von holländischen, hamburgischen und englischen Walfängern für den Walfang genutzt. Obwohl Dänemark Grönland für sich proklamierte, konnten sie selbst durch den Dreißigjährigen Krieg wirtschaftlich geschwächt keinen erfolgreichen Walfang aufbauen. Der europäische Walfang in Grönland intensivierte sich mit dem abnehmenden Walfang vor Spitzbergen ab etwa 1700 und setzte sich bis weit in die Kolonialzeit bis etwa 1800 fort. [65] [66]

„Apostel der Grönländer“: Hans Egede (1686–1758)

1721 erhielt der norwegische Pastor Hans Egede vom dänischen König Friedrich IV. die Erlaubnis in Grönland eine Missionsstation zu errichten, um die Grænlendingar, von denen er annahm, dass sie vom Glauben abgefallen oder noch katholisch waren, evangelisch zu missionieren. Hans Egede gründete mit seiner Familie die Kolonie Haabets Ø in der Nähe von Kangeq und begann gemeinsam mit seinen Söhnen Poul und Niels mit der Mission der dortigen Inuit, nachdem er festgestellt hatte, dass die Grænlendingar verschwunden waren. Ein zweiter Stützpunkt in Nipisat wurde 1724 begründet, aber im Folgejahr von holländischen Walfängern zerstört. Die wirtschaftliche Lage des Projekts war anfangs katastrophal und führte 1727 zum Bankrott von Det Bergen Grønlandske Compagnie, der zuständigen Handelskompanie. 1728 wurde Haabets Ø nach Nuuk versetzt und in Godthaab umbenannt. Nipisat wurde wieder aufgebaut und Claus Paarss mit der militärischen Verwaltung beauftragt, aber der dänische Walfang in Grönland war völlig erfolglos und die Anwesenheit von Soldaten ohne Effekt, sodass Nipisat 1730 aufgegeben und 1731 erneut zerstört wurde. Nach dem Tod von König Friedrich IV. im selben Jahr beschloss sein Nachfolger Christian VI. die vollständige Abwicklung des Kolonieprojekts, ließ es den Kolonisten jedoch frei, in Grönland zu bleiben. Hans Egede und seine Familie sowie eine Handvoll Walfänger machten von dem Recht Gebrauch. 1733 begann auch die Herrnhuter Brüdergemeine in Grönland tätig zu werden und in direkter Nachbarschaft zu Hans Egede zu missionieren. Im selben Jahr fiel ein Großteil der in der Gegend lebenden Inuit einer aus Europa eingeschleppten Pockenepidemie zum Opfer. Christian VI. ließ sich derweil von der Sinnhaftigkeit der Kolonisierung Grönlands überzeugen und genehmigte dem Kaufmann Jacob Severin 1734 die Übernahme des Handels. Dieser gründete im selben Jahr die Kolonie Christianshaab in Qasigiannguit. Sie lag in der Diskobucht, in der die Holländer äußerst erfolgreich Walfang betrieben. Die Konkurrenz entwickelte sich rasch zu einem Konflikt, bei dem Dänemark den Niederlanden verbieten wollte, weiter mit der Bevölkerung Tauschhandel zu betreiben. Zur Ausweitung der Aktitiväten wurden 1741 die Kolonie Jakobshavn in Ilulissat und die Loge Claushavn in Ilimanaq gegründet, sowie in Südgrönland im Jahr darauf die Kolonie Frederikshaab in Paamiut.

1750 wurde Jacob Severins Handelsmonopol an Det Almindelige Handelskompagni übergeben, die fortan mit dem Handel in Grönland beauftragt wurde. Die Kompanie setzte auf eine weitere Ausweitung der Handelsaktivitäten in Grönland, um die Erträge effektivieren zu können und somit mit den wirtschaftlich überlegenen holländischen Walfängern konkurrieren zu können. Innerhalb weniger Jahre wurden zwischen 1754 und 1774 weitere Kolonien und andere Handelsstützpunkte errichtet. Die wirtschaftliche Lage blieb aufgrund des den erfahrenen Holländern gegenüber erfolglosen Walfangs problematisch, wodurch die Handelskompanie begann, sich mehr darauf darauf zu konzentrieren, die Grönländer Robben fangen zu lassen und dann mit ihnen zu handeln. 1774 wurde Den Kongelige Grønlandske Handel (KGH) gegründet, der fortan alleinig mit dem Kolonialhandel in Grönland beauftragt wurde, während die zuvorige Kompanie für alle dänischen Kolonien zuständig gewesen war. [67] [68]

Entwicklung kolonialer Strukturen und Umbruchsphase (1782 bis 1905)

Der KGH organisierte die Kolonien 1782 neu. Das Land wurde in zwei Inspektorate eingeteilt: Nordgrönland und Südgrönland, auf die die an der grönländischen Westküste liegenden Kolonien aufgeteilt wurden. Beide Inspektorate wurden einem Inspektor unterstellt, der den Kolonialverwaltern der jeweiligen Kolonien übergestellt war. Zeitgleich nahm die holländische und englische Präsenz in Grönland ab, wovon der dänische Walfang jedoch nicht profitieren konnte. Es gelang ihnen trotz zahlreicher Versuche nie, einen florierenden Walfang in Grönland aufzubauen, und Anfang des 19. Jahrhunderts konzentrierte sich der KGH gänzlich auf den Robbenfang. Ab Ende des 18. Jahrhunderts wurden Udsteder gegründet, die als Handelsplatz für die umliegenden Wohnplätze dienten, um die Wege in die weit entfernten Kolonieorte zu verringern. Dadurch wuchsen die Handelsstrukturen stark an, was zu einer noch größeren Organisation und Effektivierung des Kolonialhandels führte, der dem KGH wirtschaftliche Überschüsse verschaffte und das Kolonieprojekt so endlich rentabel machte.

1807 brach der Kanonenbootkrieg zwischen England und Dänemark aus, der ein Teil der Napoleonischen Kriege war. Dadurch brach die Versorgung Grönlands ab und zudem hatte England verboten, Waren aus Grönland nach Dänemark zu bringen. Der größte Teil der Handels- und Missionsangestellten kehrte nach Europa zurück und brachte das Kolonialunternehmen in eine große Versorgungskrise, die durch schlechte Jagderträge und Epidemien verschlimmert wurde. In der Folge musste die Kolonie Upernavik ebenso wie zahlreiche Udsteder sogar zeitweise aufgegeben werden. Die Situation entspannte sich nach acht Krisenjahren erst im Jahr 1814 mit dem Kieler Frieden, bei dem Dänemark-Norwegen aufgelöst wurde, wobei Grönland an Dänemark fiel. Nach dem Krieg wurden zahlreiche neue Udsteder gegründet. Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren zudem nahezu alle Westgrönländer getauft und gehörten entweder der dänischen Mission oder der Herrnhuter Brüdergemeine an. [69] [70]

Die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde zu einem Wendepunkt in der grönländischen Geschichte, als die Debatte aufkam, dass die bisher relativ unbeeinflusst und traditionell lebenden Grönländer kulturell weiterentwickelt werden sollten. 1845 wurden in Nuuk und Ilulissat zwei Seminare eröffnet (siehe Grønlands Seminarium), an denen Grönländer zu Katecheten ausgebildet werden sollen, ebenso wurden einige Jungen und Mädchen zur Ausbildung nach Dänemark geschickt. Das Seminarium in Ilulissat schloss 1875 wieder, während das in Nuuk zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten der grönländischen Geschichte hervorbringen sollte. Durch die zunehmende Europäisierung der grönländischen Bevölkerung begannen sich die traditionellen Sozialstrukturen aufzulösen, was zu wirtschaftlichen Problemen in vielen Familien führte, die sich nicht mehr richtig mit der Jagd versorgen konnten und abhängig von den europäischen Handelswaren geworden war, was auch zu finanziellen Problemen beim KGH führte. In den späten 1850er Jahren wurden somit die ersten Forstanderskaber eingeführt, Räte in jedem der Koloniedistrikte, die erstmals ein Mitbestimmungsrecht für die Grönländer boten und unter anderem für die Rechtsprechung und für die Sozialversorgung der Bevölkerung zuständig war. 1861 schuf Inspektor Hinrich Johannes Rink, der schon für die Einführung der Forstanderskaber verantwortlich war, die Zeitung Atuagagdliutit. Durch Zeitungsdebatten, die wachsende Aufgeklärtheit und das Recht auf Mitbestimmung in der Forstanderskabern entstand ab dem späten 19. Jahrhundert erstmals ein Nationalgefühl bei den Grönländern, die bisher kaum ein Verständnis für Ereignisse außerhalb der eigenen lokalen Gemeinschaft hatten. [71] [72]

Neuordnung und Zweiter Weltkrieg (1905 bis 1953)

Die Herrnhuter hatten Grönland im Jahr 1900 verlassen und ihre Gemeindeangehörigen der dänischen Mission übertragen, da alle Grönländer getauft waren und sie ihre Aufgabe somit als erfüllt ansahen. 1905 wurde durch das Kirchen- und Schulgesetz auch von dänischer Seite das Missionsgebiet offiziell in die dänische Volkskirche eingegliedert und die Missionsdistrikte in Kirchengemeinden umgewandelt. Zugleich war jedoch 1894 die Missionierung der Tunumiit in Ostgrönland begonnen worden und 1909 die Missionierung der Inughuit in Nordwestgrönland.

Aufgrund des sinkenden Marktinteresses für Robbentran durch die zunehmende Nutzung mineralischer Brennstoffe begann der KGH Ende des 19. Jahrhunderts wieder Handelsdefizite zu machen, was zu einer administrativen Neuordnung führte. 1911 wurden die Kolonialdistrikte in Gemeinden unterteilt, deren Hauptorte die Udsteder waren, und in jeder Gemeinde ein Gemeinderat eingeführt. Zugleich wurden die Forstanderskaber durch Grønlands Landsråd abgelöst, ein beratendes Parlament mit eingeschränkter Entscheidungsgewalt, das zweigeteilt für Nord- und Südgrönland zuständig war. Handel und Verwaltung wurden getrennt, fortan war Grønlands Styrelse für die Administration zuständig. 1925 wurde bei einer weiteren Reform das Amt des Inspektors in Nord- und Südgrönland durch den Landsfoged abgelöst. Zudem wurde in den Kolonialdistrikten ein Sysselrat als Zwischenstufe zwischen Gemeinderat und Landesrat eingeführt, der somit dieselben Gebiete abdeckte wie die alten Forstanderskaber. Im Zuge der zunehmenden wirtschaftlichen Probleme begann sich die Wirtschaftsstruktur zu wandeln und der Fokus wandelte sich ab dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts vom Robbenfang zur Fischerei. Daneben entstand in Südgrönland in dieser Zeit die Landwirtschaft als weiterer Wirtschaftszweig und der Bergbau intensivierte sich. Die neuen Wirtschaftsstrukturen führten zum Beginn einer Zentralisierung und Urbanisierung.

Obwohl Dänemark Anspruch erhob, dass die gesamte Insel Grönlands eine dänische Kolonie sei, gab es immer wieder Streit mit Norwegen um die Ostküste Grönlands. 1922 überwinterte eine norwegische Expedition im Osten Grönlands. 1924 kam es erneut zu einem Konflikt zwischen beiden Ländern, als dessen Ergebnis Dänemark Norwegen wirtschaftliche Vorrechte in Ostgrönland einräumte. Daraufhin entsandte Dänemark bis 1930 fünf wissenschaftliche Expeditionen nach Ostgrönland, um den dänischen Anspruch auf das Gebiet zu untermauern. [73] Der Konflikt eskalierte 1931, als norwegische Fischer mit dem Wohlwollen ihrer Regierung das unbewohnte Eirik Raudes Land in Nordostgrönland und kurz darauf Fridtjof-Nansen-Land in Südostgrönland okkupierten. Der Ständige Internationale Gerichtshof in Den Haag entschied 1933, dass ganz Grönland zu Dänemark gehörte, womit die Territorialansprüche geklärt waren. [74] [75]

Die Thule Air Base (1989)

Im Zweiten Weltkrieg wurde Dänemark am 9. April 1940 im Rahmen der Operation Weserübung von der Wehrmacht besetzt und blieb bis zum Kriegsende unter deutscher Besatzung. Damit war Grönland von Dänemark abgeschnitten. Die Landsfogeder übernahmen die Staatsgewalt und gemeinsam mit den beiden Landesräten stimmten sie einer Versorgung durch die Vereinigten Staaten zu. Diese gingen am 9. April 1941 mit dem dänischen Botschafter Henrik Kauffmann einen Vertrag ein, der die Errichtung von US-amerikanischen Basen in Grönland genehmigte, woraufhin Grönland erstmals eine militärstrategische Rolle einging.

Nach dem Krieg entstand in Grönland eine Aufbruchsstimmung und es wurde eine Dekolonisierung angestrebt. In der Folge wurden 1950 beide Landesteile vereinigt, die Kolonialdistrikte abgeschafft und durch neue Gemeinden ersetzt, womit es fortan nur noch einen Landesrat und 16 Gemeinderäte gab. Der Landsfoged wurde durch einen Landshøvding ersetzt. Zudem verlor der KGH das Handelsmonopol über Grönland und das Land wurde für den Freihandel geöffnet. Am 5. Juni 1953 wurde Grönland schließlich offiziell dekolonisiert und ein gleichwertiger Teil Dänemarks, der zudem zwei Sitze im Folketing erhielt. [76] [77]

Postkolonialzeit (1953 bis 1979)

Nach Kriegsende blieben die USA in Grönland präsent und bauten Anfang der 1950er Jahre einige ihrer Militärstationen zu größeren Luftstützpunkten aus, vor allem die Thule Air Base in Nordwestgrönland. Grönland spielte im Kalten Krieg eine zentrale Rolle, da das Land auf halber Strecke über den Nordpol zwischen den USA und der Sowjetunion lag. Nordgrönland und Ostgrönland wurden erst 1961 in die übrige Kommunalstruktur eingegliedert.

Nach der Dekolonisierung setzte Dänemark alles daran, Grönland zu einem Landesteil auszubauen, der über denselben Lebensstandard wie der Rest des Landes verfügte. Die Infrastruktur wurde stark ausgebaut und das Gesundheitssystem verbessert, wodurch die bisher von Tuberkulose geprägte Sterberate stark zurückging und die Einwohnerzahl sich zwischen 1950 und 1970 auf rund 46.000 Menschen verdoppelte. Zugleich verzehnfachte sich die Zahl an in Grönland arbeitenden Dänen. Viele grönländische Kinder wurden für ein Jahr nach Dänemark in Internate und Pflegefamilien geschickt, um die dänische Sprache und Kultur zu erlernen. Mit der Zeit wurde Grönland stark danifiziert. Die als G50- bzw. G60-Politik bekannte Politik dieser zwei Jahrzehnte führte zu einer raschen Urbanisierung und der Aufgabe Dutzender Wohnplätze, während in den Städten Wohnblocks errichtet wurden. Die explosionsartige Modernisierung Grönlands begann in den 1960er Jahren deutliche Nebenwirkungen zu zeigen. Soziale Probleme, Alkoholabhängigkeit, Kriminalität und Selbstmorde verbreiteten sich, was mit der plötzlichen Kulturentfremdung der traditionellen fischerei- und jagdbasierten Dorfgemeinschaften hin zu einer industrialisierten Stadtbevölkerung in großen Teilen Grönlands begründet wird.

Im Nachhinein wird die postkoloniale Periode in Grönland als eigentliche Einführung des Kolonialismus in Grönland gesehen, da durch die erzwungene Modernisierung die traditionelle grönländische Kultur in vielen Bereichen verschwand. Es entwickelte sich eine nationalistische Opposition, die die grönländische Mitbestimmung und eine Förderung der grönländischen Kultur forderte. 1973 trat Dänemark und damit auch Grönland der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei, was wegen der Fischereipolitik zu großem Widerstand in Grönland führte. Dies beförderte den Wunsch nach Autonomie noch mehr. Nach rund fünf Jahren Arbeit wurde in Grönland am 1. Mai 1979 die Hjemmestyre eingeführt und Grönland wurde autonom. [78]

Autonomie (seit 1979)

Grönland erhielt 1979 ein Parlament und eine Regierung. Nach einem Referendum 1982 trat Grönland 1985 aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft aus. 1986 wurde der KGH, der bis 1950 das Handelsmonopol innegehabt hatte, aufgelöst und in eine Reihe Staatsunternehmen umgewandelt. Im Jahr darauf wurde auch die GTO, die für die Infrastruktur zuständig ist, verstaatlicht und in Nuna-Tek umbenannt. In der Folge wurde das Grönlandministerium von Dänemark aufgelöst. Grönland war wirtschaftlich stark von Dänemark abhängig und musste sich nach dem Ende des Fischereibooms auf die Garnelenfischerei konzentrieren. Ab den 1990er Jahren verstärkte sich die Urbanisierung noch mehr und zudem emigrierten immer mehr Grönländer nach Dänemark, während die sozialen Probleme in der Bevölkerung sich verstärkten. Nachdem um 2000 der Wunsch nach noch mehr Autonomie aufgekommen war, wurde am 21. Juni 2009 die Selvstyre („Selbstverwaltung“) eingeführt und Grönland erhielt unter anderem das Recht an den eigenen Rohstoffen. Grönland verfügt über große Rohstoffvorkommen, unter anderem Seltene Erden, deren Abbau jedoch umstritten ist und deswegen bisher nicht realisiert wurde. Zudem begann sich Grönlands militärstrategische und geopolitische Rolle wieder zu stärken, weswegen Donald Trump 2019 ein Kaufangebot für Grönland vorlegte, was international für Entrüstung sorgte. [79]

Politik

Allgemeines

Im Hintergrund das Nuuk Center mit dem Sitz der grönländischen Regierung. Das Gebäude im Vordergrund ist das Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche in Nuuk.

Grönland ist ebenso wie die Färöer ein autonomer Bestandteil des Königreich Dänemarks und bildet zusammen mit den anderen beiden Ländern die Rigsfællesskab („Reichsgemeinschaft“). Die grönländische Verfassung ist das 1953 beschlossene dänische Grundgesetz (Danmarks Riges Grundlov), was in dessen §1 festgeschrieben ist. [80] [81]

Grönland ist laut §1 des Selvstyregesetzes (Gesetz Nr. 473) eine Demokratie mit einer dreigeteilten Staatsgewalt. Die seit 2009 gültige Regierungsform heißt Selvstyre und ersetzte die ab 1979 gültige Hjemmestyre („Heimverwaltung“). Beide Autonomiestufen haben die Möglichkeit geschaffen, dass Grönland den Großteil der Regierungsaufgaben vom dänischen Staat übernehmen kann (vgl. §2 des Selvstyregesetzes). Ausgeschlossen sind davon die Verteidigungspolitik und die Außenpolitik. Laut §8 obliegt die Entscheidung über die grönländische Unabhängigkeit einzig der grönländischen Bevölkerung im Rahmen einer Volksabstimmung. [82]

Grönlands Staatsoberhaupt ist als Teil der Rigsfællesskab die dänische Königin Margrethe II. Sie wird von Reichsombudsfrau Mikaela Engell vertreten. Das Amt des Reichs ombudsmanns entstand 1979 aus dem des Landshøvdings, dessen Vorgänger für die Verwaltung des kolonialen Grönlands zuständig waren. Der Reichsombudsmann dient als Bindeglied zwischen der grönländischen Autonomieregierung und dem dänischen Staat und nimmt vor allem organisatorische und koordinatorische Aufgaben wahr. [83]

Exekutive

Die grönländische Exekutive ist das Naalakkersuisut, die Regierung. Sie besteht aus meist etwa sieben bis zehn Ministern, die offiziell den Titel Naalakkersuisoq („Der schafft, was Folge zu leisten ist“) tragen. Der Name Naalakkersuisut ist das entsprechende Pluralwort. Unter ihnen ist der Regierungschef, der den offiziellen Titel Naalakkersuisut Siulittaasuat („Vorsitzender des Naalakkersuisut“) trägt. Aktueller Regierungschef seit dem 23. April 2021 ist Múte B. Egede, der das Kabinett Egede anführt.

Der gesetzliche Rahmen für das Naalakkersuisut wird in Kapitel 3 des Gesetzes über Inatsisartut und Naalakkersuisut (Gesetz Nr. 26/2010) geregelt. Die Regierung wird vom Parlament gewählt und kontrolliert. Die Minister sind häufig, aber nicht zwangsläufig Mitglieder des Parlaments. Es ist üblich, dass diese mit Ausnahme des Regierungschefs während der Tätigkeit als Minister von den Parlamentsaufgaben beurlaubt sind. [84]

Legislative

Parlamentspräsident Josef Motzfeldt zusammen mit dem US-amerikanischen Marinestaatssekretär Ray Mabus im Inatsisartut (2010)

Die grönländische Legislative ist das Inatsisartut („Die Befehlenden“), das Parlament. Es besteht aus 31 Abgeordneten (Inatsisartunut Ilaasortat „Mitglieder des Inatsisartut“), die maximal alle vier Jahre neu gewählt werden. Dem Parlament steht ein Parlamentspräsidium aus dem Parlamentspräsidenten und vier Parlamentsvizepräsidenten vor. Aktueller Parlamentspräsident seit dem 23. April 2021 ist Hans Enoksen, der dem 14. Inatsisartut vorsteht.

Der gesetzliche Rahmen für das Inatsisartut wird in Kapitel 2 des Gesetzes über Inatsisartut und Naalakkersuisut (Gesetz Nr. 26/2010) geregelt. Das Parlament ist für die Gesetzgebung zuständig, genehmigt den jährlichen Haushaltsplan und ist für die Kontrolle der Regierung zuständig. [84]

Das Inatsisartut wählt einen Ombudsmann, der für die Kontrolle der Verwaltungsaufgaben von Regierung und Kommunen zuständig ist. [85]

Neben dem eigenen Parlament entsendet Grönland wie die Färöer gemäß §28 des dänischen Grundgesetzes auch zwei Abgeordnete ins Folketing, die die grönländischen Interessen in dänischen Parlamentsangelegenheiten wahrnehmen sollen. [80]

Judikative

Die grönländische Judikative ist ein Teil des dänischen Rechtssystems. Höchste grönländische Instanz ist Grønlands Landsret („Grönlands Landesgericht“), dem vier Kreisgerichte und das Retten i Grønland („Gericht in Grönland“) unterstellt sind. Die Kreisgerichte dienen als Strafgerichte und Familiengerichte, während das Retten i Grønland als Zivilgericht und Insolvenzgericht fungiert. [86] [87] Dem Landsret ist das Højesteret als oberste Instanz übergeordnet, das in besonderen Fällen angerufen werden kann. [88]

Außen- und Verteidigungspolitik

Die Außen- und Verteidigungspolitik Grönlands obliegt dem dänischen Staat. Dennoch verfügt Grönland über einen Außenminister und ein Mitspracherecht in allen Angelegenheiten, die Grönland selbst betreffen. [89]

Grönland verfügt als Teil der Rigsfællesskab über keine Botschaften in anderen Ländern. Allerdings hat das Land einen diplomatischen Vertreter in Dänemark, in Island, in den Vereinigten Staaten und bei der Europäischen Union. [90] In Grönland gibt es ein isländisches und ein US-amerikanischen Konsulat sowie mehrere Honorarkonsulate. [91]

Grönland ist weder Teil der Europäischen Union noch des Schengen-Raums. Die grönländische Mitgliedschaft in der Europäischen Union wurde 1982 durch ein Referendum beendet. Grönland arbeitet mit Island und den Färöern im Westnordischen Rat zusammen (seit 1985/1997). Weiterhin ist es als Teil der dänischen Delegation seit 1983 Mitglied im Nordischen Rat. Am 5. September 2007 wurde das Ålandsdokument beschlossen, das den Autonomiegebieten Åland, den Färöern und Grönland die gleichwertige Mitgliedschaft im Nordischen Rat ermöglicht.

Die Landesverteidigung obliegt dem dänischen Militär und wird von dessen Arktisk Kommando (zuvor von der Vorgängerorganisation Grønlands Kommando) übernommen.

Wirtschaft

Das grönländische Bruttoinlandsprodukt betrug 2015 etwa 2,5 Mrd. US-Dollar, was pro Kopf etwa 41.800 US-Dollar entspricht. Nach letzterem Wert befindet sich Grönland etwa auf einer Stufe mit Italien oder Japan und 28 % hinter dem Mutterland Dänemark. [92] Grönlands Arbeitslosenquote erreichte 2014 den Höchststand von 10,3 %, sank bis 2019 aber auf 5,1 %. [93] Grönlands Handelsdefizit erreichte 2011 2,71 Mrd. Dänische Kronen (507 Mio. US-Dollar), lag 2020 aber nur noch bei 533 Mio. Dänischen Kronen (81,7 Mio. US-Dollar). [94] Die grönländische Wirtschaft ist stark vom jährlichen inflationsregulierten Bloktilskud („Blockzuschuss“) abhängig, durch den Grönland 2020 3911,3 Mio. Dänische Kronen (599 Mio. US-Dollar) vom dänischen Staat erhielt. [95] Ein Großteil des Außenhandels läuft über Dänemark. 2003 wurden 95 % der Produkte nach Dänemark exportiert und 60 % aus Dänemark importiert. [96]

Die grönländische Wirtschaft ist wenig diversifiziert. Nach Wirtschaftssektoren machte der Primäre Sektor 2015 12 % in Städten und 32 % in Dörfern aus. Der Sekundäre Sektor machte 9 % in Städten und 2 % in Dörfern aus. Der Tertiäre Sektor lässt sich in Dienstleistungen (37 % in Städten, 34 % in Dörfern) und Öffentliche Verwaltung aufteilen (40 % in Städten, 32 % in Dörfern). Der Primäre Sektor besteht aus Fischerei, Jagd, Landwirtschaft und Bergbau. Erstere macht dabei 93 % der Beschäftigten aus. [97]

Jagd, Fischerei und Landwirtschaft

Robbenjagd ist der traditionelle Erwerb der Inuit. (Bild um 1900)

Die Jagd war früher die einzige Möglichkeit für das Überleben der Inuit. Zu den traditionellen Beutetieren gehören Robben, Wale, Eisbären, Rentiere, Füchse, Hasen und Vögel. [98] [99] Die Jagd ist weiterhin ein bedeutender Teil der grönländischen Kultur und dient vor allem in den Dörfern sowie besonders in Nord- und Ostgrönland als wichtiger Teil der Versorgung. Die Jagd ist auf Grundlage biologischer Expertise durch Jagdquoten gesetzlich reguliert, um eine nachhaltige Ressourcennutzung zu gewährleisten. [100]

Fischerboote in Sisimiut (2010)

Die Fischerei wurde von den Inuit traditionell weniger getätigt. Während die Kolonialwirtschaft die ersten knapp 200 Jahre auf Basis der Jagd fungiert hatte, fasste die Fischereiwirtschaft erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts Fuß in Grönland. Besonders die Dorschfischerei war bedeutend und konnte ab den 1930er Jahren die rückläufigen Robbenbestände wirtschaftlich aufwiegen. Der Dorschfang führte in Grönland zu Wohlstand, brach aber um 1970 zusammen. Damit begann die Phase der Krabbenfischerei, die bis heute andauert und die Hauptgrundlage für den grönländischen Export bildet. Daneben macht die Heilbuttfischerei einen bedeutenden Teil der Fischereiwirtschaft aus. [101] Die Fischerei macht heute 95 % der Exporte Grönlands aus, was die wirtschaftliche Lage extrem abhängig von Beständen und Preisen macht. [102]

Igaliku, Grönlands ältester Ort mit Landwirtschaft (2008)

In Südgrönland wird Landwirtschaft betrieben. Im 18. Jahrhundert begann Anders Olsen mit der Rinderhaltung in Igaliku. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts leitete Jens Chemnitz in Narsarmijit mit der Schafhaltung die moderne grönländischen Tierhaltung ein. In den folgenden Jahrzehnten breitete sich die Schafzucht über ganz Südgrönland aus und erreichte 1966 mit 48.000 Tieren einen Höchststand, bevor ein besonders harter Winter die Bestände mehr als halbierte. Die Tiere werden in den Schäfersiedlungen, einzeln stehenden Bauernhöfen vor allem im Distrikt Narsaq gehalten. Etwa 20.000 Lämmer werden pro Jahr in Grönland geschlachtet. Daneben gibt es in Grönland heute 300 Rinder, die vier Bauern gehören. Zwei Rentierzüchter halten etwa 1600 Rentiere. Seit etwa 2000 werden in Grönland in kleinem Rahmen Kartoffeln und anderes Gemüse angebaut. Durchschnittlich kommen pro Jahr etwa 100 Tonnen Kartoffeln in den Handel, die von rund fünf bis sechs Bauern angebaut werden. Zu den übrigen Anbauprodukten gehören Mairüben, Rhabarber, Kohl, Radieschen und Salat. Eine entscheidende Rolle in der grönländischen Agrarwirtschaft spielt die Versuchsstation in Upernaviarsuk. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Landwirtschaft in Grönland jedoch ein Verlustgeschäft. [103]

Bergbau

Die Goldmine Nalunaq in Südgrönland

Grönland ist reich an Rohstoffen. An der Küste befinden sich größere Vorkommen von Gold, Platin, Kupfer, Zink, Nickel, Molybdän und Eisen. Daneben gibt es auch Rubine und Diamanten. [104]

Mit dem Abbau von Kohle in der Diskobucht (Ritenbenk Kulbrud) wurde im kolonialen Grönland 1782 erstmals Bergbau betrieben. Die Vorkommen dienten aber eher zur lokalen Versorgung. Mitte des 19. Jahrhunderts begann der industrielle Bergbau in Grönland mit Grafitabbau in Nordgrönland und Kupferbergbau in Südgrönland. Fast zeitgleich eröffnete die Kryolithmine in Ivittuut, die 130 Jahre aktiv war. Der Kohlebergbau wurde ab etwa 1900 industrialisiert, zuerst in Qaarsuarsuk, dann in Qullissat. Qullissat wurde im 20. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Städte des Landes, bis sie in den 1970er Jahren, als die Vorkommen aufgebraucht waren, gegen den Willen der Bevölkerung aufgegeben wurde. In den 1970er und 1980er Jahren war die Blei- und Zinkmine in Maamorilik von Bedeutung, wo zuvor bereits Marmor abgebaut worden war. Seit der Jahrtausendwende gibt es mehrere Versuche in Nalunaq Gold abzubauen. [105] Seit 1969 wird vor der grönländischen Küste Erdöl gesucht. Die entdeckten Vorkommen wurden aber bisher jedes Mal als unrentabel eingestuft. [106]

Bei Narsaq befinden sich am Berg Kuannersuit bedeutende Vorkommen von Uran und Seltenen Erden. Diese haben vor allem seit 2010 mehrfach zu politischen Debatten geführt. Die Vorkommen sind so groß, dass erwartet wird, dass sie die Dominanz Chinas auf dem Weltmarkt brechen und die wirtschaftliche und finanzielle Situation Grönlands verbessern könnten. [107] Der potentielle Abbau war während der Regierungszeit von Kuupik Kleist ( Inuit Ataqatigiit) interessant geworden, wurde aber durch die Nulltoleranzpolitik verhindert, nach der in Grönland keine radioaktiven Stoffe wie Uran abgebaut werden dürfen. 2013 übernahm die Siumut wieder die Macht und schaffte das Abbauverbot mit knapper Mehrheit ab. Daraufhin formierte sich in der Bevölkerung Widerstand, da man die Zerstörung der Umwelt befürchtet. Vor allem erwartet man durch die Minenaktivität eine radioaktive Verseuchung von Gewässern in Grönlands einzigen landwirtschaftlich nutzbarem Gebiet. 2021 verlor die Siumut erneut die Macht an die Inuit Ataqatigiit, die versprochen hatte, das Kuannersuit-Projekt zu stoppen. [108] [109]

Tourismus

Ein Kreuzfahrtschiff in Grönland (2007)

Der Tourismus spielt eine bedeutende Rolle in der grönländischen Wirtschaft. Das staatliche Tourismusunternehmen Visit Greenland wirbt mit der arktischen Natur, beispielsweise mit Eisbergen, Polarlichtern und der Tierwelt. Es werden Wander- und Skitouren, Bergbesteigungen sowie Kajak- und Hundeschlittentouren angeboten. Daneben präsentiert man die grönländische Kultur, die in den Städten und traditionelleren Dörfern erlebt werden kann. [110]

Die Zahl an ausländischen Flugpassagieren, die in Grönland landen, ist zwischen 2015 und 2019 leicht gestiegen und beträgt etwa 60.000 Personen, was etwas mehr sind, als Grönland Einwohner hat. Von den Reisenden wohnt knapp die Hälfte in Dänemark, bedeutende Herkunftsländer von Touristen sind daneben vor allem Deutschland, die USA und Kanada. Etwa 260.000 Übernachtungen in grönländischen Hotels gab es 2019, die sich etwa zu gleichen Teilen auf Grönländer und Ausländer verteilten. Hochsaison für den Tourismus sind die Sommermonate Juli und August. Der bedeutendste Tourismuszweig in Grönland ist die Kreuzfahrtschifffahrt, die durch die Senkung der Kreuzfahrtgebühren 2016 sich bis 2019 nahezu verdoppelt hat. Von den knapp 50.000 Kreuzfahrttouristen stammen knapp die Hälfte aus Deutschland und den Vereinigten Staaten. Bedeutendste Anlaufhäfen sind Qaqortoq, Nuuk, Ilulissat, Nanortalik und Sisimiut. Probleme für den Tourismus bieten in Grönland die hohen Flugpreise und mangelnde Übernachtungsmöglichkeiten. [111]

Mit dem Ilulissat-Eisfjord (seit 2004), der südgrönländischen Kulturlandschaft Kujataa (seit 2017) und der Kulturlandschaft Aasivissuit – Nipisat (seit 2018) hat Grönland drei UNESCO-Welterbestätten. In Grönland befinden sich rund 20 Museen.

Verkehr

Das grönländische Verkehrswesen ist aufgrund der geografischen Verhältnisse mit Schwierigkeiten versehen.

Straßenverkehr existiert nur in Städten (hier Nuuk).

Wegen der häufig bis zu Hundert Kilometer großen Entfernungen zwischen den Siedlungen und der von Inseln, Fjorden und Gebirgen geprägten Landschaft, ist in Grönland kein Straßennetz möglich. Derzeit gibt es quasi keine bewohnten Orte, die durch eine Straße mit einander verbunden sind. Innerhalb der Städte gibt es Straßennetze, während innerhalb von Dörfern meist maximal Wege vorhanden sind. Von größerer Bedeutung sind Hundeschlitten und Schneemobil.

Personenschifffahrt ist die zweitwichtigste Art des Passagiertransports.

Eine große Rolle spielt der Schiffsverkehr. Alle Orte in Grönland liegen am Wasser und verfügen nahezu alle über eine Hafenanlage. Der Gütertransport für die Lebensmittelversorgung läuft hauptsächlich über den Seeweg ab. Diese Lebensmittel werden hauptsächlich vom dänischen Aalborg aus an verschiedene Städte in Grönland verschifft, von wo aus sie an kleinere Häfen und Dörfer verteilt werden. Zudem werden Schiffe und Boote für den Personentransport benutzt. Die Eisverhältnisse erschweren oder verhindern zu bestimmten Jahreszeiten in verschiedenen Landesteilen den Schiffsverkehr. Der Gütertransport wird von der Royal Arctic Line durchgeführt, während die Arctic Umiaq Line und die Disko Line für den Personenverkehr zuständig sind.

Typisch ist der Luftverkehr mit kleinen Flugzeugen.

Die größte Rolle für den Personentransport spielt aber der Luftverkehr. In Grönland gibt es 14 aktive Flughäfen sowie knapp 50 Hubschrauberlandeplätze. Ursprünglich wurden die Flughäfen in Kangerlussuaq, Narsarsuaq, Kulusuk und Pituffik (Thule Air Base) für militärische Zwecke gebaut, weswegen sie außerhalb der Städte liegen. Um 1980 wurden in Nuuk und Ilulissat die ersten Stadtflughäfen errichtet. Um die Jahrtausendwende wurden sechs weitere Flughäfen in Qaanaaq, Upernavik, Qaarsut (für Uummannaq), Aasiaat, Sisimiut, Maniitsoq und etwas später auch in Paamiut eröffnet. Dazu kommt der im Niemandsland liegende ursprünglich private Flughafen Nerlerit Inaat (für Ittoqqortoormiit). Die Flughäfen werden von Mittarfeqarfiit betrieben, während Pilersuisoq für den Betrieb der Hubschrauberlandeplätze zuständig ist. Air Greenland und regional Disko Line sind für den Transport zuständig. Grönland verfügt international über eine Flugverbindung zwischen Kopenhagen und Kangerlussuaq sowie von geringerer Bedeutung zwischen Nuuk und Keflavík auf Island. Von Kangerlussuaq aus werden zahlreiche Städte angeflogen, teilweise nur mit Zwischenlandung. Helikopterverbindungen führen von den Städten zu den einzelnen Dörfern.

Der öffentliche Flug- und Schiffsverkehr ist wirtschaftlich nicht rentabel und kann nur durch Staatssubventionen aufrechterhalten werden. [112]

Gesellschaft

Bildung

Die Folkeskole von Qaarsut, eine typische Dorfschule (2011)

Das grönländische Bildungssystem ist vom dänischen Bildungssystem geprägt. Es besteht eine zehnjährige Schulpflicht, die in der Folkeskole absolviert wird. Jedes Dorf hat eine Schule, Städte häufig mehrere. Durch die geringen Einwohnerzahlen werden an vielen Dorfschulen nur eine einstellige Zahl an Schülern unterrichtet. Viele unterrichten allerdings nur bis zur siebten oder achten Klasse, woraufhin die Schulkinder in die nächstgelegene Stadt ziehen müssen. Nach dem Abschluss der Folkeskole kann eine Berufs- oder Gymnasialausbildung wahrgenommen werden. Letztere berechtigt zum Besuch der Universität von Grönland (Ilisimatusarfik) oder einer ausländischen Universität. [113]

Durch die dänische Missionstätigkeit wurden im kolonialen Grönland ab dem 18. Jahrhundert quasi alle grönländischen Kinder unter anderem im Lesen und Schreiben unterrichtet. Der Schulunterricht war und ist typischerweise grönländischsprachig. In der postkolonialen Phase von den 1950er bis zu den 1970er Jahren wurde jedoch verstärkt auf Dänischsprachigkeit gesetzt und viele grönländische Kinder zeitweise zum Schulbesuch nach Dänemark geschickt. [114]

Medien

Medien sind als Informations- und Kommunikationsquellen für Grönland wegen der großen physischen Abstände zwischen der Bevölkerung von großer Bedeutung. Bereits 1861 bekam Grönland mit der Atuagagdliutit seine erste Zeitung. Sie war in Landessprache verfasst und diente anfangs nicht als Nachrichtenwerk. Vielmehr handelte es sich um eine Fortsetzungsgeschichtensammlung und später um ein Debattenforum. Die Atuagagdliutit gilt als eine Keimzelle eines gesamtgrönländischen Identitätsgefühls. Ab 1952 erschien die Atuagagdliutit als Atuagagdliutit/Grønlandsposten (AG) zweisprachig. [115]

Heute wird das Zeitungswesen vom Medienverlag Sermitsiaq.AG dominiert, der neben der Atuagagdliutit auch die landesweite Zeitung Sermitsiaq herausgibt. Historisch waren in Grönland Lokalzeitungen von großer Bedeutung. 1980 gab es noch 21 Lokalzeitungen, 2018 waren es nur noch vier, die größtenteils privat verfasst werden und hauptsächlich aus Werbeanzeigen bestehen. Daneben gibt es einige Magazine und Zeitschriften in Grönland.

Ab den 1920er Jahren gab es in Grönland vereinzelt Radiosendungen. 1958 wurde die landesweite Rundfunkanstalt Kalaallit Nunaata Radioa (KNR) gegründet, die seit 1982 auch ein Fernsehprogramm anbietet. Während die Zeitungen und Onlinenachrichten überwiegend zweisprachig sind, ist das Fernseh- und Radioprogramm fast vollständig grönländischsprachig. Neben KNR gibt es einige lokale und private Rundfunk- und Fernsehsender.

Die grönländische Medienlandschaft wird von Sermitsiaq.AG und KNR dominiert. Die übrigen Anbieter spielen kaum eine Rolle. [116]

Das Internet spielt ebenfalls eine große Rolle in Grönland. 2017 benutzten etwa 50 % der Bevölkerung täglich das Internet. Der Preis pro Megabyte ist zwischen 2007 und 2015 um 95 % gesunken, was zu einer größeren Verbreitung geführt hat. Der Internetverbrauch hat sich zwischen 2007 und 2017 ver-145-facht, der Mobildatenverbrauch zwischen 2009 und 2018 sogar ver-600-facht. [117] Grönland gehört zu den Ländern mit der höchsten Verbreitung von Facebook. Rund zwei Drittel der Bewohner nutzen Facebook täglich [118] und eine Untersuchung von Juli 2018 hat ergeben, dass Grönland die weltweite Rangliste der meisten Facebook-Kommentare pro Monat pro Kopf anführt. [119]

Soziales und Gesundheit

Wohnblöcke wie hier der Blok P gelten als sinnbildlich für die postkoloniale Politik der 1960er Jahre und die daraus entstandenen sozialen Probleme.

Grönland hat mit einem komplexen Konstrukt sozialer Probleme zu kämpfen. Alkoholmissbrauch ist weitverbreitet und führt häufig zu häuslicher Gewalt und anderen Straftaten sowie Vernachlässigung von Kindern. Diese führt häufig zu weiteren psychischen Problemen, die unter der jungen Bevölkerung regelmäßig in Suizid enden. Grönland hat die mit Abstand höchste Suizidrate der Welt (vgl. Suizid in Grönland). [120] Bei einer Untersuchung zwischen 2005 und 2010 gaben rund 35 % an, in ihrem Leben bereits grobe Gewalt erfahren zu haben, 6 % innerhalb des letztes Jahres. Rund 10 % der Frauen, die nach der Dekolonisierung geboren wurden, gaben an, als Erwachsene Opfer von sexuellem Missbrauch geworden zu sein. Daneben hat die Untersuchung ergeben, dass von den ab 1970 Geborenen rund 35 % der Frauen und 15 % der Männer als Kind sexuell missbraucht worden sind, sowie 20 % der Frauen und 4 % der Männer als Jugendliche. [121]

Im kolonialen Grönland wurde das traditionelle Sozial- und Gesellschaftssystem der Inuit von einem kolonial gesteuerten Sozialsystem abgelöst, vor allem mit Einführung der Forstanderskaber ab etwa 1860. Üblicherweise wird die Ursache für die grönländischen Sozialprobleme in der postkolonialen Entwicklungspolitik der 1950er und 1960er Jahre gesehen, bei der innerhalb von zwei Jahrzehnten die kolonialisierte von Jagd und Fischerei geprägte Gesellschaft in einen industrialisierten Staat umgekrempelt wurde, der dänischen Ansprüchen genügen sollte und von Urbanisierung und einem daraus resultierenden Kulturverlust geprägt war. [122]

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt betrug 2021 73,7 Jahre – 76,6 Jahre bei Frauen und 71,0 Jahre bei Männern. Damit belegte Grönland in der Rangliste aller Staaten und Territorien der Welt lediglich den 145. Platz (von 227). In Dänemark und auf den Färöern liegt die Lebenserwartung jeweils bei über 81 Jahren. The World Factbook weist Grönland als das Land mit der höchsten Kapazität an Krankenhausbetten pro Kopf aus (14 Betten pro 1000 Einwohner). Mit 1,87 Ärzten pro 1000 Einwohnern befindet sich Grönland hingegen deutlich unter europäischen Niveau. [123]

Je nach Definition litten einer Untersuchung von 2007 zufolge 9 % bzw. 18 % der grönländischen Kinder unter Kinderarmut. [124]

Kultur

Kunst

Ein typischer Tupilak

Die Inuit kannten keine Kunst im westlichen Sinne. Präkoloniale Werke wie Schnitzereien und Tätowierungen dienten einem höheren Zweck oder der Dekoration. Ein eigentlicher Kunstbegriff entstand erst durch europäische Einflüsse. Mathias Ferslew Dalager, Sohn eines Kolonialverwalters, war Ende des 18. Jahrhunderts der erste Grönländer mit einer Kunstausbildung. Eine eigene grönländische Kunst entwickelte sich jedoch erst Mitte des 19. Jahrhunderts, geprägt von Personen wie Aron von Kangeq und Jens Kreutzmann, die als Illustratoren tätig waren, die mit naivem Stil grönländische Alltagssituationen und Sagen und Mythen wiedergaben. Ende des 19. Jahrhunderts entstand das grönländische Kunsthandwerk, anfangs vor allem geprägt von Johannes Kreutzmann. Neben der Weiterentwicklung des Kunsthandwerks entstand Anfang des 20. Jahrhunderts die Landschaftsmalerei, deren bekannteste Vertreter Lars und Stephen Møller sowie Otto und Peter Rosing waren. Der nächsten Generation gehörten Hans Lynge, Jens Rosing, Kâle Rosing und später Thue Christiansen und Kristian Olsen an, die vor allem die Grafik revolutierten. Ab den 1960er Jahren entstand eine neue Kunstrichtung, die vom Postkolonialismus geprägt das traditionelle Grönländische in der Kunst darzustellen versucht und sich auf künstlerische Weise politisch und gesellschaftskritisch mit der Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen will. Die wohl bekannteste zeitgenössische grönländische Künstlerin ist Aka Høegh. [125] [126]

Der Tupilak ist ein typisch grönländisches Kunstwerk. Es handels sich um eine aus Knochen, Elfenbein, Stein oder Holz geschnitzte groteske Figur, die ursprünglich eine Rolle innerhalb des inuitischen Schamanismus innehatte, ab 1905 jedoch von Ostgrönland ausgehend zum reinen Kunstobjekt und heutigen Souvenir geworden ist. [127]

In Nuuk gibt es eine Kunstschule, die bedeutend für die grönländische Kunst ist. Daneben gibt es mit dem Nuuk-Kunstmuseum und dem Ilulissat-Kunstmuseum zwei Kunstmuseen im Land. Daneben sind auch Werke im Kulturhaus Katuaq in Nuuk ausgestellt. [125] [126]

Musik

Anda Kûitse, ein Vertreter des Trommeltanzes, der in Ost- und Nordgrönland überlebt hat und noch heute Unterhaltungszwecken dient.

Die grönländische Musik hat ihre Ursprünge im traditionellen Trommeltanz (Inngerutit) der Inuit. Dazu wurde eine runde Trommel (Qilaat) in Form eines mit Robben- oder Hundehaut bezogenen Rahmens aus Treibholz oder Walrossrippen benutzt. Getrommelt wurde nicht auf die Membran, sondern mit einem Stock von unten auf den Rahmen. Dazu wurden einfache Melodien gesungen. Der Trommeltanz erfüllte früher drei soziale Funktionen: Sie war einerseits das Rechtsinstrument der Inuit. Streitigkeiten wurden bei einem Gesangsduell ausgetragen und beigelegt. Dabei versuchte man, den Anderen so lächerlich wie möglich zu machen. Die Zuschauer drückten durch ihr Lachen aus, wer der Gewinner und wer somit der Schuldige ist. Die Trommel konnte auch von Schamanen für rituelle Geisterbeschwörungen eingesetzt werden. Daneben hatte der Trommeltanz auch eine reine Unterhaltungsfunktion. [128]

Nach der Ankunft der Missionare im 18. Jahrhundert wurde der Trommeltanz als heidnisch-schamanistisch verboten und durch mehrstimmigen Gesang von Kirchenliedern (Tussiutit) verdrängt. Einen besonders starken Einfluss hatte dabei die Herrnhuter Brüdergemeine. Holländische, deutsche und schottische Walfänger brachten ab dem 17. Jahrhundert die Fidel, das Akkordeon und die Polka (Kalattuut) nach Grönland, wo sie heute zu komplizierten Tanzschritten gespielt werden. Die grönländische Musik ist bis heute stark von religiöser Musik geprägt, zu deren berühmtesten Vertretern seit dem 19. Jahrhundert Rasmus Berthelsen, Josva Kleist, Jakob II Egede und Johan Kleist gehören.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sich in Grönland eine westliche Musikkultur zu entwickeln, die anfangs vor allem von US-amerikanischer Countrymusik geprägt war und vor allem Gitarre und Akkordeon als Instrumente nutzte. In den 1970er Jahren wurde von Per Berthelsen und Malik Høegh die Rockband Sumé gebildet, die die erste grönländische LP herausbrachten und großen politischen Einfluss auf die Autonomiebewegung hatten. Seither wird die grönländische Musikszene vor allem von Rockmusik und Hip-Hop geprägt, in geringerem Grad auch Popmusik und Techno. Zu den bedeutendsten Musikern und Bands der jüngeren grönländischen Musikgeschichte gehören Rasmus Lyberth, Juaaka Lyberth, Ulf Fleischer, Ole Kristiansen, Nuuk Posse, Nanook und Josef Tarrak-Petrussen. Daneben versuchen sich Musiker wie Angu Motzfeldt und Julie Berthelsen durch englischsprachige Musik auch im Ausland zu vermarkten. [129]

Film

Die grönländische Filmindustrie ist sehr jung. Nach einigen grönländischen Kurzfilmen und Spielfilmen mit grönländischer Mitwirkung entstand erst 2009 der erste rein grönländische Spielfilm. Seither erscheint in Grönland etwa ein Spielfilm pro Jahr. Es wird versucht, die grönländische Filmindustrie zu professionalisieren. [130]

Literatur

Mangels Schriftsprache hatten die Inuit keine eigentliche Literatur, allerdings wurden unzählige Sagen und Mythen mündlich tradiert. Die wurden im 19. Jahrhundert vor allem von Hinrich Johannes Rink in Westgrönland und im frühen 20. Jahrhundert von Knud Rasmussen in Nordgrönland gesammelt und konserviert.

Ebenso wie die Musik war auch die grönländische Literatur im 19. Jahrhundert stark von der christlichen Kirchenlieddichtung beeinflusst. Von großer Bedeutung waren hierbei Rasmus Berthelsen, Henrik Lund und Jonathan Petersen.

1914 erschien mit Singnagtugaĸ („Ein Traum“) von Mathias Storch der erste grönländische Roman, der ebenso wie Augo Lynges Ukiut 300-nngornerat („300 Jahre später“) von 1931 ein utopisches freies Grönland in ferner Zukunft (2105 bei Mathias Storch, 2021 bei Augo Lynge) präsentiert. Beide waren auch politisch aktiv. Die Mitte des 20. Jahrhunderts war von Frederik Nielsen, Pavia Petersen und Hans Lynge dominiert, deren Romane sich ebenfalls mit Kolonisationsproblematiken sowie mit traditioneller Kultur beschäftigten. Etwas mehr Fokus auf letzterer haben die Werke der nächsten Generation aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zu deren Hauptvertretern Otto Rosing, Villads Villadsen, Otto Sandgreen und Ole Brandt gehören.

Ab den 1970er Jahren bildete sich in der postkolonialen Phase eine stark politisierte Literaturrichtung, von deren Hauptvertretern viele wie Moses Olsen und Aqqaluk Lynge auch zu den bedeutendsten Politikern des Landes gehörten. Andere Vertreter waren Kristian Olsen und Hans Anthon Lynge. In Romanen und Dichten wird deutlich die Danifizierung des postkolonialen Grönlands kritisiert und mehr Autonomie gefordert. Gemeinsam mit Ole Korneliussen prägte Hans Anthon Lynge das späte 20. Jahrhundert in der grönländischen Literatur.

Im späten 20. Jahrhundert begannen auch grönländische Frauen zu schreiben. 1981 veröffentlichte Maaliaaraq Vebæk den ersten von einer Grönländerin geschriebenen Roman und 1988 gab Mariane Petersen die erste Gedichtsammlung einer Grönländerin heraus. Während die Literatur in jüngerer Zeit gegenüber anderen Ausdrucksformen an Bedeutung verloren hat, entsteht seit den 2010er Jahren eine neue Generation, die sich mit grönländischen Identitäts- und Gesellschaftsproblemen beschäftigt. Als bedeutendste Schriftstellerin dieser Generation gilt derzeit Niviaq Korneliussen. [131]

Küche

Robbenfleisch gehört zu den traditionellen grönländischen Nahrungsmitteln.

Bei den Inuit war Fleisch nahezu die einzige verfügbare Nahrungsquelle, was sich noch heute in der grönländischen Küche widerspiegelt. Die meisten in Grönland lebenden Tiere fungieren auch heute noch als Nahrungsmittel. Zu den bedeutendsten Fleischlieferanten gehören Robbenfleisch, Rentier, Moschusochse, Lammfleisch, Walfleisch, Vogelfleisch und aus dem Meer Garnelen und zahlreiche Speisefische wie Forelle, Lachs, Rotbarsch und Heilbutt. Sowohl Fleisch als auch Fisch werden häufig zu Trockenfleisch und Trockenfisch getrocknet. Typisch grönländisch ist Mattak, meist roh gegessene Walhaut mit Speckschicht.

In Grönland wachsen einige essbare Pflanzen. Vor allem Schwarze Krähenbeeren und Rauschbeeren sowie Arznei-Engelwurz. Daneben werden Rhabarber, Kartoffeln und verschiedene Rüben in Grönland angebaut und gegessen.

Als Grönländisches Nationalgericht gilt Suaasat, eine Suppe auf Graupen- oder Reisbasis mit beliebigem Fleisch, meist Robbe, Rentier oder Lamm, und Zwiebeln. [132] [133]

Grönländisches Essen wird als Kalaalimerngit/Kalaalimernit bezeichnet und meist selbst gejagt oder von Jägern auf lokalen Märkten (auf dänisch Brættet „Brett“, auf grönländisch Kalaalimineerniarfik „Wo Kalaalimerngit verkauft werden“) verkauft werden. Im Handel sind europäische Lebensmittel wie Gemüse oder Rind- und Schweinefleisch verfügbar, die aber aufgrund von Importkosten und Zöllen deutlich teurer sind. Das Preisniveau für Lebensmittel liegt durchschnittlich etwa 50 % über dem dänischen. [134]

Architektur

Ein grönländisch-dänisches Torfmauerhaus in Uummannaq

Die grönländische Architektur hat sich in den letzten Jahrhunderten mehrfach radikal verändert. Verschiedene archäologisch überlieferte steinzeitliche Haustypen waren in Grönland zu Beginn der Kolonialzeit im 18. Jahrhundert überliefert. Es handelte sich um Torfmauerhäuser, flache kleine Steingebäude für eine oder mehrere Familien, deren Wände mit Torf versiegelt waren und deren Dach meist aus Treibholz und Robbenfell bestand, das dann ebenfalls mit Steinen und Torf abgedeckt wurde.

Ein teils als Stein-, teils als Holzhaus konzipiertes Handelsgebäude in Upernavik

Die Europäer errichteten in den Kolonien Holzhäuser nach norwegischem Vorbild, die anfangs als Stockwerkhaus, ab dem 19. Jahrhundert als Fachwerkhaus errichtet wurden. Sie dienten als Wohnhäuser für die Angestellten und beispielsweise als Kirchengebäude. Die europäische Baukultur hatte auch starken Einfluss auf die grönländischen Torfmauerhäuser, sodass sich ein Mischtyp bildete, bei dem das Innere der Gebäude sowie das Dach mit Holz verkleidet wurden und lediglich die Außenwände weiterhin aus Torfmauern bestanden. Eine weitere Weiterentwicklung war der Gebrauch nur von Stein, der in großen Steinhäusern resultierte, die für Handelszwecke, vor allem als Lager benutzt wurden.

Wohnblocks und typische Einfamilienhäuser in Nuuk

Bis ins 20. Jahrhundert lebte die grönländische Bevölkerung zu großen Teilen in Torfmauerhäusern, bevor diese im Zuge der Modernisierung außer Gebrauch gerieten. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich zwei Architekturrichtungen: Die Selbstbauerhäuser sind Holzhäuser, die mit geringem architektonischem Geschick als Einzelstücke von den Bewohnern selbst errichtet wurden. Auf der anderen Seite stand das Architekturbüro von Grønlands Tekniske Organisation für die Massenproduktion von Typhäusern, wodurch in vielen Städten ganze Straßenzüge aus gleichartigen Häusern entstanden. Ab den 1960er Jahren entstanden in vielen Städten Reihenhäuser und Wohnblöcke wie Blok P, um den rasant wachsenden Wohnungsbedarf der mehr und mehr urbanisierten Bevölkerung zu decken. [135]

Sport

Ein Fußballspiel in Uummannaq (2009)

Ab 1933 entwickelte sich das grönländische Sportwesen mit der Gründung von ersten Sportvereinen. 1953 wurde mit Grønlands Idrætsforbund (GIF) der grönländische Sportverband gegründet. [136] 2013 hatte der GIF 12.191 Mitglieder, von denen 8.824 aktiv Sport betrieben, was einem Anteil von 15,7 % an der Bevölkerung entsprach. [137] Grönland hat sich zum Ziel gesetzt, 2030 das sportlich aktivste Land der Welt zu sein. [138]

Zu den beliebtesten Sportarten in Grönland gehören Fußball, Handball, Badminton, Tischtennis, Skisport und Kampfsport. Dazu kommen als typisch arktische Sportarten Hundeschlittensport, Kajaksport und traditionelle Inuitwettkämpfe, die häufig auf Stärke und Geschicklichkeit basieren. In Grönland gibt es mehrere Marathons und Extremsportwettbewerbe. Der bekannteste in Grönland ausgetragene Wettbewerb ist das Arctic Circle Race. [139]

Grönland nimmt regelmäßig an den Island Games und den Arctic Winter Games teil. Dazu konnten sich grönländische Handballnationalmannschaften mehrfach für Weltmeisterschaften qualifizieren. In vielen Sportarten wie Fußball oder Badminton ist Grönland kein unabhängiger Verband, sondern als Teil Dänemarks in internationalen Wettbewerben nicht teilnahmeberechtigt. Mehrere grönländische Sportler haben für Dänemark an den Olympischen Spielen (vor allem den Winterspielen) teilgenommen. [136]

Siehe auch

Portal: Grönland – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Grönland

Literatur

Weblinks

Commons: Grönland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Grönland – Reiseführer
Wikisource: Grönland – Quellen und Volltexte
Wiktionary: Grönland – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikimedia-Atlas: Grönland – geographische und historische Karten

Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen Grönlands seit 1977 bei bank.stat.gl (Grönländisches Statistikamt).
  2. Siân Grønlie: Íslendingabók. Kristni saga.The Book of the Icelanders. The Story of the Conversion. Hrsg.: Viking Society for Northern Research, University College London. London 2006, ISBN 978-0-903521-71-0 ( Online [PDF]).
  3. Hermann Pálsson, Paul Edwards: The book of settlements : Landnámabók. University of Manitoba Press, Winnipeg, Man. 1972, ISBN 0-88755-112-2.
  4. Volker Scior: Das Eigene und das Fremde. Identität und Fremdheit in den Chroniken Adams von Bremen, Helmolds von Bosau und Arnolds von Lübeck. Band 4. Berlin 2002, ISBN 978-3-05-003746-2.
  5. Bernhard Schmeidler (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi 2: Adam von Bremen, Hamburgische Kirchengeschichte (Magistri Adam Bremensis Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum) (= Monumenta Germaniae Historica. Scriptores Rerum Germanicarum in usum scholarum). Hannover 1917.
  6. Jonathan Grove: The Place of Greenland in Medieval Icelandic Saga Narrative. In: Journal of the North Atlantic. Band 2, sp2, Oktober 2009, ISSN  1935-1933, S. 30–51, doi: 10.3721/037.002.s206 ( Online [abgerufen am 22. Juli 2021]).
  7. Michael Fortescue, Steven Jacobson, Lawrence Kaplan: Comparative Eskimo Dictionary with Aleut Cognates. 2. Auflage. Alaska Native Language Center, Fairbanks 2010, ISBN 978-1-55500-109-4, S. 167.
  8. Børge Fristrup: Beliggenhed og areal. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 4.
  9. Børge Fristrup: Beliggenhed og areal. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 4 f.
  10. Børge Fristrup: Beliggenhed og areal. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 5–7.
  11. Betsy Mason: Mapping the Hidden Worlds Beneath Greenland’s Ice. In: nationalgeographic.com, 4. August 2016, abgerufen am 11. August 2021
  12. Børge Fristrup: Inlandsisen. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 8.
  13. Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ): Woher kommt das Eis auf Grönland? bei Scinexx (7. Januar 2015).
  14. a b Christoph Seidler: Neue Landkarte: So sieht Grönland unter dem Eis aus bei Spiegel Online (20. Dezember 2017).
  15. Jonathan L. Bamber, Martin J. Siegert, Jennifer A. Griggs, Shawn J. Marshall, Giorgio Spada: Paleofluvial Mega-Canyon Beneath the Central Greenland Ice Sheet. In: Science. Band 341, Nr. 6149, 2013, S. 997–999, doi: 10.1126/science.1239794.
  16. Malcolm McMillan et al.: A high-resolution record of Greenland mass balance. In: Geophysical Research Letters. Band 43, Nr. 13, 2016, doi: 10.1002/2016GL069666.
  17. Jérémie Mouginot, Eric Rignot u. a.: Forty-six years of Greenland Ice Sheet mass balance from 1972 to 2018. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 116, Nr. 19, 2019, doi: 10.1073/pnas.1904242116.
  18. a b c NHen: Grønland – geologi. In: Den Store Danske. ( denstoredanske.lex.dk).
  19. Henrik Stendal, Bjørn Thomassen: Fact Sheet 16, 2008: Banded iron formation (BIF) deposits. Hrsg.: GEUS. 2008, ISSN  1602-8171 ( eng.geus.dk [PDF]).
  20. Grönlandit bei mineralienatlas.de.
  21. Grönland bei mineralienatlas.de.
  22. Klimaet i Grønland beim DMI.
  23. Ingolf Seestoft: Vejr- og klimaforhold. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 73 f.
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  25. Eske Willerslev u. a.: Ancient Biomolecules from Deep Ice Cores Reveal a Forested Southern Greenland. In: Science. Juli 2007, doi: 10.1126/science.1141758.
  26. Ingolf Seestoft: Vejr- og klimaforhold. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 78 f.
  27. Pie Barfod: Statistik og økonomi. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 120.
  28. Ottmar Edenhofer, Susanne Kadner, Jan Minx: Ist das Zwei-Grad-Ziel wünschenswert und ist es noch erreichtbar? Der Beitrag der Wissenschaft zu einer politischen Debatte. In: Jochem Marotzke, Martin Stratmann (Hrsg.): Die Zukunft des Klimas. Neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen. Ein Report der Max-Planck-Gesellschaft. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66968-2, S. 75.
  29. Wie Schnee und Eis auf Grönland verschwinden im Tagesspiegel (7. März 2019).
  30. Tyge W. Böcher: Plantevækst. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 83 f.
  31. Tyge W. Böcher: Plantevækst. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 84 f.
  32. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR): Fossiler Wald in der Arktis entdeckt bei Scinexx (8. November 2018).
  33. ba/AFP: Grönland: Uralt-DNA weist Wald nach bei Focus Online (12. November 2013).
  34. stx: 800.000 Jahre altes Erbgut: Grönland war Grünland bei Spiegel Online (6. Juli 2007).
  35. runeu / F.A.Z.: Vorgezogener Frühling auf Grönland bei FAZ.NET (20. Juni 2007).
  36. Christian Vibe: Dyreverdenen. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 94 f.
  37. Christian Vibe: Dyreverdenen. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 95–100.
  38. Christian Vibe: Dyreverdenen. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 102–104.
  39. Christian Vibe: Dyreverdenen. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 97–105.
  40. Christian Vibe: Dyreverdenen. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 101.
  41. Svend Aage Horsted: Fisk og Fiskerierhverv. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 176–183.
  42. Christian Vibe: Dyreverdenen. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 100 f.
  43. Einwohnerzahlen der Kommunen und Distrikte 2021 bei bank.stat.gl (Grönländisches Statistikamt).
  44. Einwohnerzahlen 2021 bei bank.stat.gl (Grönländisches Statistikamt).
  45. Bevölkerung nach Geburtsland 2021 bei bank.stat.gl (Grönländisches Statistikamt).
  46. a b Staatsbürgerschaften 2021 bei bank.stat.gl (Grönländisches Statistikamt).
  47. T. Kue Young, Peter Bjerregaard: Towards estimating the indigenous population in circumpolar regions. In: International Journal of Circumpolar Health. Band 78, Nr. 1, 2019, S. 5–7, doi: 10.1080/22423982.2019.1653749, PMID 31438808.
  48. Heiko F. Marten: Sprachenpolitik – Eine Einführung. Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen 2016, ISBN 978-3-8233-6493-1, S. 84.
  49. Bo Wagner Sørensen: Grønland – befolkning og etnografi. In: Den Store Danske.
  50. Mark Ruttall (Hrsg.): Encyclopedia of the Arctic. Band 1. Routledge, New York/London, ISBN 1-57958-436-5, S. 780.
  51. Genographic Project / Reference Populations – Geno 2.0 Next Generation (Greenland Inuit) bei genograpgic.nationalgeographic.com (archiviert).
  52. Ida Moltke u. a.: the Genetic History of the Present-Day Greenlandic Population. In: The American Journal of Human Genetics. Band 96, 2015, S. 54–69.
  53. Marie Sæhl: Sproget splitter Grønland: Nina kan kun tale dansk - Sebastian vil kun tale grønlandsk bei dr.dk (22. April 2018).
  54. Katti Frederiksen, Carl Christian Olsen: grønlandske sprog i dag. Hrsg.: Naalakkersuisut. 2017.
  55. Svend Kolte: Kalaallit Oqaasi – Det Grønlandske Sprog. In: Inuit, kultur og samfund: en grundbog i eskimologi. Systime, Aarhus 1999, ISBN 87-616-0038-5, S. 86 ff.
  56. Christina Petterson: Den danske mission i Grønland, 1721-1905 bei danmarkshistorien.dk.
  57. Britta Søndergaard: Grønlænderne er et af de mest troende folk i verden im Kristeligt Dagblad (8. November 2017).
  58. Energetische Kirchensanierung in Nuuk bei bonifatiuswerk.de.
  59. Anne Ringgaard: Grønlænderne tror både på Gud og spøgelser im Kristeligt Dagblad (4. August 2016).
  60. a b Hans Christian Gulløv: Grønland – forhistorie. In: Den Store Danske.
  61. Therkel Mathiassen: Grønlands eskimo-arkæologi. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 293–296.
  62. a b Finn Gad: Den norrøne bosættelse på Grønland. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 338–349.
  63. Therkel Mathiassen: Grønlands eskimo-arkæologi. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 297–302.
  64. Jette Arneborg: Grønland – historie. In: Den Store Danske.
  65. Hans Christian Gulløv, Peter A. Toft: Den førkoloniale tid. In: Hans Christian Gulløv (Hrsg.): Grønland. Den arktiske koloni (= Danmark og kolonierne). Gads Forlag, Kopenhagen 2017, ISBN 978-87-12-04955-5, S. 16–43.
  66. Finn Gad: Fra nordbotidens slutning til nutiden 1500–1950. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 352–354.
  67. Søren Thuesen, Hans Christian Gulløv, Inge Seiding, Peter A. Toft: Erfaringer, ekspansion og konsolidering 1781–82. In: Hans Christian Gulløv (Hrsg.): Grønland. Den arktiske koloni (= Danmark og kolonierne). Gads Forlag, Kopenhagen 2017, ISBN 978-87-12-04955-5, S. 46–107.
  68. Finn Gad: Fra nordbotidens slutning til nutiden 1500–1950. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 354–360.
  69. Inge Seiding, Ole Marquardt, Peter A. Toft, Niels H. Frandsen: Nye livsvilkår 1782–1845. In: Hans Christian Gulløv (Hrsg.): Grønland. Den arktiske koloni (= Danmark og kolonierne). Gads Forlag, Kopenhagen 2017, ISBN 978-87-12-04955-5, S. 110–169.
  70. Finn Gad: Fra nordbotidens slutning til nutiden 1500–1950. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 361–363.
  71. Ole Marquardt, Inge Seiding, Niels H. Frandsen, Søren Thuesen: Koloniale strategier i en ny samfundsorden 1845–1904. In: Hans Christian Gulløv (Hrsg.): Grønland. Den arktiske koloni (= Danmark og kolonierne). Gads Forlag, Kopenhagen 2017, ISBN 978-87-12-04955-5, S. 172–235.
  72. Finn Gad: Fra nordbotidens slutning til nutiden 1500–1950. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 363–364.
  73. Bo Poulsen: Global Marine Science and Carlsberg – The Golden Connections of Johannes Schmidt (1877–1933), Leiden: Brill 2016, S. 301.
  74. Søren Rud: Grønland til debat 1905–39. In: Hans Christian Gulløv (Hrsg.): Grønland. Den arktiske koloni (= Danmark og kolonierne). Gads Forlag, Kopenhagen 2017, ISBN 978-87-12-04955-5, S. 238–279.
  75. Finn Gad: Fra nordbotidens slutning til nutiden 1500–1950. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 364–367.
  76. Jens Heinrich: Krigog afkolonisering 1939–53. In: Hans Christian Gulløv (Hrsg.): Grønland. Den arktiske koloni (= Danmark og kolonierne). Gads Forlag, Kopenhagen 2017, ISBN 978-87-12-04955-5, S. 282–317.
  77. Finn Gad: Fra nordbotidens slutning til nutiden 1500–1950. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 368.
  78. Einar Lund Jensen: Nyordning og modernisering 1950–79. In: Hans Christian Gulløv (Hrsg.): Grønland. Den arktiske koloni (= Danmark og kolonierne). Gads Forlag, Kopenhagen 2017, ISBN 978-87-12-04955-5, S. 320–371.
  79. Einar Lund Jensen, Jens Heinrich: Fra hjemmestyre til selvstyre 1979–2009. In: Hans Christian Gulløv (Hrsg.): Grønland. Den arktiske koloni (= Danmark og kolonierne). Gads Forlag, Kopenhagen 2017, ISBN 978-87-12-04955-5, S. 374–421.
  80. a b Dänisch-grönländische Ausgabe des Dänischen Grundgesetzes bei ina.gl.
  81. Frederik Harhoff: Grønland – forfatning. In: Den Store Danske.
  82. Selvstyreloven bei ina.gl.
  83. Rigsombudsmanden i Grønland bei rigsombudsmanden.gl.
  84. a b Gesetz über Inatsisartut und Naalakkersuisut bei ina.gl.
  85. Om ombudsmanden bei ombudsmand.gl.
  86. Brug kredsretterne bei domstol.dk.
  87. Brug Retten i Grønland bei domstol.dk.
  88. Grønlands Domstole – Organisation bei domstol.dk.
  89. Mininnguaq Kleist: Grønlands udenrigspolitik og internationale relationer: Nuværende rammer og mulig udvikling i et selvstændighedsperspektiv. In: Politik. Band 22, Nr. 1, 2019, doi: 10.7146/politik.v22i1.114842.
  90. De Grønlandske Repræsentationer bei ghsdk.dk.
  91. Konsulater i Grønland bei naalakkersuisut.gl.
  92. Grönland in The World Factbook.
  93. Arbeitslosenquote ab 2010 bei bank.stat.gl (Grönländisches Statistikamt).
  94. Handelsbalance ab 1993 bei bank.stat.gl (Grönländisches Statistikamt).
  95. Svar på Social- og Indenrigsudvalgets spørgsmål nr. 176 (Alm. del) af 9. december 2019 stillet efter ønske fra Søren Espersen (DF) bei ft.dk.
  96. Eigil Christiansen, Helge Pedersen: Grønland – økonomi. In: Den Store Danske.
  97. Erhvervsstrukturen i Grønland bei glsamf.systime.dk.
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  99. Christian Vibe: Landjagten. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 202–205.
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Koordinaten: 70° 0′  N, 40° 0′  W


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