Eurovision Song Contest Information

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Fernsehsendung
OriginaltitelGrand Prix Eurovision
de la Chanson
Eurovision Song Contest Neu.svg
Produktionsland verschiedene
Originalsprache Englisch, marginal Französisch
Jahr(e) seit 1956
Produktions-
unternehmen
verschiedene
Länge 120 und 240 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
jährlich
Genre Musik
Idee Schweiz Schweiz  Marcel Bezençon
Moderation verschiedene
Erstausstrahlung 24. Mai 1956

Der Eurovision Song Contest (ESC; deutsch „Eurovision-Liederwettbewerb“; bis 2001 in Deutschland unter dem französischen Namen Grand Prix Eurovision de la Chanson, [1] in Österreich „Songcontest“ genannt) ist ein Musikwettbewerb für Komponisten, Textdichter und Songwriter. Vorgetragen werden die Beiträge von Gesangsinterpreten und Tänzern. Seit 1956 wird dieser jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Rahmen der Eurovision veranstaltet. Die Anregung dazu war vom Sanremo-Festival beeinflusst, das bereits 1951 ins Leben gerufen wurde. Beim ESC sind die Rundfunkanstalten aller Staaten der EBU teilnahmeberechtigt. Dieser Rundfunkunion gehören mehrheitlich europäische und einige Radio- und Fernsehstationen benachbarter westasiatischer und nordafrikanischer Staaten an. Der ESC erreicht dabei jedes Jahr über 180 Millionen Zuschauer.

Veranstaltungsmodus

Seit dem Grand Prix Eurovision de la Chanson 1957 entsenden die Rundfunkanstalten jedes teilnehmenden Landes ein Lied zum Eurovision Song Contest. Der Wettbewerb findet seit 1958 regelmäßig im Land des Vorjahressiegers statt; nur wenige Male wurde hiervon abgewichen, zuletzt 1980. Da die Zahl der Teilnehmerländer durch den Beitritt vieler osteuropäischer Länder zur EBU stieg, fand von 2004 bis 2007 eine Vorausscheidung statt. Seit 2008 werden zwei als Halbfinale bezeichnete Vorausscheidungen ausgetragen.

Halbfinale und Finale bestehen dabei aus zwei Teilen: Im etwa zweistündigen ersten Teil präsentieren die Teilnehmer ihren Song, im zweiten Teil vergeben die Teilnehmerländer ihre Punkte. Im Halbfinale dauert dieser Teil nur etwa 15 Minuten, da die Finalisten dort in zufälliger Reihenfolge und ohne die Verlesung aller einzelnen Punktevergaben bekannt gegeben werden. Im Finale dauert dieser zweite Teil eine gute Stunde. Die Überleitung von Teil eins zu Teil zwei, somit der Zeitraum, in dem die Zuschauer ihre Stimmen abgeben können, beträgt ungefähr 15 Minuten und wird auf der Bühne durch ein Showprogramm, den sogenannten interval act, überbrückt.

Übersicht der Veranstaltungen

Lys Assia bei der Austragung von 1958 in den Niederlanden

Der Eurovision Song Contest hat seit 1956 insgesamt 65-mal stattgefunden. Die erste Ausgabe fand 1956 in Lugano in der Schweiz statt; die nächste Ausgabe ist für Mai 2022 in Italien geplant.

Lediglich einmal seit der ersten Veranstaltung 1956 fand kein Wettbewerb statt. So zwang die COVID-19-Pandemie die Veranstalter, den ESC 2020, der planmäßig in den Niederlanden stattfinden sollte, abzusagen.

Eine detaillierte Übersicht aller Veranstaltungen seit 1956 findet sich in der Liste der Sieger und Veranstaltungen des Eurovision Song Contests.

Veranstaltungen des Eurovision Song Contests
Jahr Ort Sieger
Land Interpret Titel
1956 Schweiz Schweiz  Lugano Schweiz Schweiz  Schweiz Lys Assia Refrain
1957 Deutschland Bundesrepublik Bundesrepublik Deutschland  Frankfurt am Main Niederlande Niederlande  Niederlande Corry Brokken Net als toen
1958 Niederlande Niederlande  Hilversum Frankreich Frankreich  Frankreich André Claveau Dors mon amour
1959 Frankreich Frankreich  Cannes Niederlande Niederlande  Niederlande Teddy Scholten Een beetje
1960 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  London Frankreich Frankreich  Frankreich Jacqueline Boyer Tom Pillibi
1961 Frankreich Frankreich  Cannes Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Jean-Claude Pascal Nous les amoureux
1962 Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Frankreich Frankreich  Frankreich Isabelle Aubret Un premier amour
1963 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  London Danemark Dänemark  Dänemark Grethe & Jørgen Ingmann Dansevise
1964 Danemark Dänemark  Kopenhagen Italien Italien  Italien Gigliola Cinquetti Non ho l’età
1965 Italien Italien  Neapel Luxemburg Luxemburg  Luxemburg France Gall Poupée de cire, poupée de son
1966 Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Osterreich Österreich  Österreich Udo Jürgens Merci, Chérie
1967 Osterreich Österreich  Wien Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich Sandie Shaw Puppet on a String
1968 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  London Spanien 1945 Spanien  Spanien Massiel La, la, la
1969 1 Spanien 1945 Spanien  Madrid Spanien 1945 Spanien  Spanien Salomé Vivo cantando
Frankreich Frankreich  Frankreich Frida Boccara Un jour, un enfant
Niederlande Niederlande  Niederlande Lenny Kuhr De troubadour
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich Lulu Boom Bang-a-Bang
1970 Niederlande Niederlande  Amsterdam Irland Irland  Irland Dana All Kinds of Everything
1971 Irland Irland  Dublin Monaco Monaco  Monaco Séverine Un banc, un arbre, une rue
1972 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Edinburgh Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Vicky Leandros Après toi
1973 Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Anne-Marie David Tu te reconnaîtras
1974 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Brighton Schweden Schweden  Schweden ABBA Waterloo
1975 Schweden Schweden  Stockholm Niederlande Niederlande  Niederlande Teach-In Ding-a-Dong
1976 Niederlande Niederlande  Den Haag Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich Brotherhood of Man Save Your Kisses for Me
1977 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  London Frankreich Frankreich  Frankreich Marie Myriam L’oiseau et l’enfant
1978 Frankreich Frankreich  Paris Israel Israel  Israel Yizhar Cohen & The Alpha-Beta A-ba-ni-bi
1979 Israel Israel  Jerusalem Israel Israel  Israel Gali Atari & Milk and Honey Hallelujah (הללויה)
1980 Niederlande Niederlande  Den Haag Irland Irland  Irland Johnny Logan What’s Another Year
1981 Irland Irland  Dublin Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich Bucks Fizz Making Your Mind Up
1982 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Harrogate Deutschland Bundesrepublik Bundesrepublik Deutschland  Deutschland Nicole Ein bißchen Frieden
1983 Deutschland Bundesrepublik Bundesrepublik Deutschland  München Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Corinne Hermès Si la vie est cadeau
1984 Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Schweden Schweden  Schweden Herreys Diggi-loo, diggi-ley
1985 Schweden Schweden  Göteborg Norwegen Norwegen  Norwegen Bobbysocks La det swinge
1986 Norwegen Norwegen  Bergen Belgien Belgien  Belgien Sandra Kim J’aime la vie
1987 Belgien Belgien  Brüssel Irland Irland  Irland Johnny Logan Hold Me Now
1988 Irland Irland  Dublin Schweiz Schweiz  Schweiz Céline Dion Ne partez pas sans moi
1989 Schweiz Schweiz  Lausanne Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien Riva Rock Me
1990 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Zagreb Italien Italien  Italien Toto Cutugno Insieme: 1992
1991 Italien Italien  Rom Schweden Schweden  Schweden Carola Fångad av en stormvind
1992 Schweden Schweden  Malmö Irland Irland  Irland Linda Martin Why Me
1993 Irland Irland  Millstreet Irland Irland  Irland Niamh Kavanagh In Your Eyes
1994 Irland Irland  Dublin Irland Irland  Irland Paul Harrington & Charlie McGettigan Rock ’n’ Roll Kids
1995 Irland Irland  Dublin Norwegen Norwegen  Norwegen Secret Garden Nocturne
1996 Norwegen Norwegen  Oslo Irland Irland  Irland Eimear Quinn The Voice
1997 Irland Irland  Dublin Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich Katrina and the Waves Love Shine a Light
1998 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Birmingham Israel Israel  Israel Dana International Diva
1999 Israel Israel  Jerusalem Schweden Schweden  Schweden Charlotte Nilsson Take Me to Your Heaven
2000 Schweden Schweden  Stockholm Danemark Dänemark  Dänemark Olsen Brothers Fly on the Wings of Love
2001 Danemark Dänemark  Kopenhagen Estland Estland  Estland Tanel Padar, Dave Benton & 2XL Everybody
2002 Estland Estland  Tallinn Lettland Lettland  Lettland Marie N I Wanna
2003 Lettland Lettland  Riga Turkei Türkei  Türkei Sertab Erener Everyway that I Can
2004 Turkei Türkei  Istanbul Ukraine Ukraine  Ukraine Ruslana Wild Dances
2005 Ukraine Ukraine  Kiew Griechenland Griechenland  Griechenland Elena Paparizou My Number One
2006 Griechenland Griechenland  Athen Finnland Finnland  Finnland Lordi Hard Rock Hallelujah
2007 Finnland Finnland  Helsinki Serbien Serbien  Serbien Marija Šerifović Molitva
2008 Serbien Serbien  Belgrad Russland Russland  Russland Dima Bilan Believe
2009 Russland Russland  Moskau Norwegen Norwegen  Norwegen Alexander Rybak Fairytale
2010 Norwegen Norwegen  Oslo Deutschland Deutschland  Deutschland Lena Satellite
2011 Deutschland Deutschland  Düsseldorf Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan Ell & Nikki Running Scared
2012 Aserbaidschan Aserbaidschan  Baku Schweden Schweden  Schweden Loreen Euphoria
2013 Schweden Schweden  Malmö Danemark Dänemark  Dänemark Emmelie de Forest Only Teardrops
2014 Danemark Dänemark  Kopenhagen Osterreich Österreich  Österreich Conchita Wurst Rise Like a Phoenix
2015 Osterreich Österreich  Wien Schweden Schweden  Schweden Måns Zelmerlöw Heroes
2016 Schweden Schweden  Stockholm Ukraine Ukraine  Ukraine Jamala 1944
2017 Ukraine Ukraine  Kiew Portugal Portugal  Portugal Salvador Sobral Amar pelos dois
2018 Portugal Portugal  Lissabon Israel Israel  Israel Netta Toy
2019 Israel Israel  Tel Aviv Niederlande Niederlande  Niederlande Duncan Laurence Arcade
2020 Niederlande Niederlande  Rotterdam Der Wettbewerb wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt.
2021 Niederlande Niederlande  Rotterdam Italien Italien  Italien Måneskin Zitti e buoni
2022 Italien Italien  Italien
1 1969 gab es mangels Regelung bei Punktegleichstand vier Sieger

Geschichte

Idee

Die Idee zum Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne hatte 1955 der Schweizer Marcel Bezençon. Zu dieser Zeit war er Generaldirektor der Schweizerischen Rundfunkgesellschaft SRG und Vorsitzender der Programmkommission der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Während einer Konferenz der Programmkommission Ende Januar 1955 in Monaco trug er die Idee zu einem europäischen Schlagerwettstreit nach dem Vorbild des Sanremo-Festivals vor. [2] Am 19. Oktober 1955 beschloss daraufhin die Generalversammlung der EBU die Veranstaltung eines Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne, des späteren Eurovision Song Contest durchzuführen. Die erste Ausgabe fand 1956 in Lugano statt. Zu Ehren des Erfinders wird seit 2002 jährlich während des Eurovision Song Contest der Marcel-Bezençon-Preis für das beste Lied, die beste künstlerische Darstellung und die beste Komposition (jeweils gewählt von akkreditierten Journalisten, den Kommentatoren und den teilnehmenden Komponisten) verliehen.

Teilnehmende Länder

  • Länder, die mindestens einmal teilgenommen haben
  • Länder, die bisher als Teil eines anderen Landes teilgenommen haben, aber nie als souveräner Staat
  • Länder, die EBU-Mitglied sind, aber bisher noch nicht teilgenommen haben
  • Länder, die teilnehmen sollten, sich aber kurz vorher zurückgezogen haben
  • Teilnahmeberechtigt am Eurovision Song Contest sind alle Länder, die Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU) sind. Mitglieder der EBU sind neben den meisten europäischen (seit 1990 auch den osteuropäischen) Ländern auch einige nichteuropäische Länder im Mittelmeerraum. Von den ausschließlich außerhalb Europas liegenden EBU-Mitgliedern haben lange nur Israel und Zypern regelmäßig am ESC teilgenommen, seit den 2000er Jahren zudem die Südkaukasusrepubliken Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Wegen der Beliebtheit der Show in Australien darf das Land seit 2015 am ESC teilnehmen, als assoziiertes EBU-Mitglied. [3]

    Jedes EBU-Mitglied hat das Recht auf die Teilnahme am Eurovision Song Contest, jedoch besteht keine Pflicht. Dadurch kann sich die Anzahl der tatsächlichen Teilnehmer ändern. Am ersten Wettbewerb 1956 im schweizerischen Lugano nahmen sieben Länder mit je zwei Beiträgen teil, der Gastgeber Schweiz sowie die Niederlande, Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Italien. In den folgenden Jahren zeigten zunehmend mehr Länder Interesse am Wettbewerb. Jugoslawien war EBU-Mitglied und nahm von 1961 bis 1991 als einziges sozialistisches Land regelmäßig am Eurovision Song Contest teil.

    Seit der EBU-Erweiterung ab 1990 konnten auch die mittel- und osteuropäischen Länder teilnehmen, von denen sich immer mehr auch für eine Teilnahme entschieden. Um die Dauer der Veranstaltung nicht ausufern zu lassen, musste die EBU die Zahl der Teilnehmer begrenzen, es konnten also nicht mehr alle Länder jedes Jahr teilnehmen. 1993 gab es einen separaten osteuropäischen Vorentscheid, bei dem sieben osteuropäische Länder um drei Startplätze konkurrierten. Ab 1994 wurde die Teilnehmerzahl auf 25 (im Jahr 1995 nur 23) begrenzt. Die besten 19 Länder qualifizierten sich für das kommende Jahr, die übrigen mussten ein Jahr aussetzen.

    1996 schließlich wurde aufgrund weiter gestiegener Anmeldezahlen ein neues Verfahren eingeführt. Alle Angemeldeten mit Ausnahme des norwegischen Heimbeitrages mussten sich einer internen Audio-Vorauswahl durch eine Jury stellen. Da der deutsche Beitrag bei dieser Vorauswahl ausschied und Deutschland daraufhin androhte, die Mitfinanzierung weiterer Veranstaltungen zu verweigern, wenn es als größter Beitragszahler nicht teilnehmen dürfe, wurde beschlossen, dass die vier (seit 2011 die fünf) Mitglieder mit dem größten Anteil am EBU-Etat ab 1999 für die Teilnahme an der Veranstaltung gesetzt sind. [4] Damit waren Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Spanien sowie – seit seiner Rückkehr zum Song Contest 2011 – auch Italien unabhängig von ihrer Platzierung im Vorjahr automatisch teilnahmeberechtigt. Diese Länder werden als Die großen Fünf ( englisch The Big Five; vor 2011 The Big Four) bezeichnet. Seit der Einführung von Vorausscheidungen 2004 bedeutet diese Regelung, dass diese Länder sich nicht einer Vorausscheidung stellen müssen und direkt für das Finale qualifiziert sind. Dieses Sonderrecht wird von einigen Ländern als „Erkaufen der Finalteilnahme“ kritisiert. [5] Seit 2013 ist diese Regelung ein Grund für die Nicht-Teilnahme der Türkei. [6]

    Um wieder jedem Land jedes Jahr eine Chance auf Teilnahme zu eröffnen, werden seit 2004 Vorausscheidungen ausgetragen, an denen alle aktiven Mitglieder der EBU (bis auf die Big Five) teilnehmen können. 2004 bis 2007 wurde eine Vorausscheidung ausgetragen, aus der die zehn Bestplatzierten ins Finale kamen, zusammen mit den vier Gesetzten, dem Ausrichter und den Plätzen zwei bis zehn des Vorjahres. Seit 2008 finden zwei Vorausscheidungen („Halbfinale“) statt, aus denen sich die jeweils zehn Bestplatzierten neben den vier (seit 2011 fünf) Gesetzten und dem Ausrichter für das Finale qualifizieren. Durch die Aufteilung kulturell, geografisch und sprachlich verwandter Länder auf verschiedene Halbfinale sollen Vorteile innerhalb der Punktevergabe durch Nähe reduziert werden.

    Mittlerweile haben fast alle europäischen Länder teilgenommen. Liechtenstein und der Vatikan sind die einzigen unumstritten unabhängigen Staaten Europas, die noch nie am ESC teilgenommen haben. Während Liechtenstein bislang keinen Rundfunkanbieter hat, der auch EBU-Mitglied ist, ist Radio Vatikan in diesem Verband vertreten. In Liechtenstein existiert seit 2008 mit 1 FL TV ein Fernsehsender, der eine Mitgliedschaft in der EBU und Teilnahme am ESC anstrebt.

    Marokko ist mit seiner Teilnahme am Wettbewerb 1980 das einzige arabische Land, das bisher beteiligt war. Mit Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Jordanien und Libanon gibt es zwar weitere Staaten im arabischen Kulturkreis, die Mitglieder der Europäischen Rundfunkunion sind, aber wegen der Teilnahme Israels am ESC haben sie aus Solidarität mit den Palästinensern bislang abgelehnt, selbst daran teilzunehmen.

    Australien trat 2015 laut Aussage der EBU als einmaliger Jubiläumsgast an und war direkt für das Finale qualifiziert. Seit 2016 nimmt Australien nun als assoziiertes Mitglied der EBU – entgegen vorherigen Aussagen – weiter am Wettbewerb teil. Allerdings muss sich der australische Beitrag seither im Semifinale für die Finalshow qualifizieren. [7] [8] [9] Sollte Australien gewinnen, wird der ESC aber nicht dort, sondern in einem europäischen Partnerland ausgetragen, das der verantwortliche Sender SBS frei wählen kann.

    Zeitleiste der Teilnehmerländer am Eurovision Song Contest

    Teilnehmer Summen 50er 60er 70er 80er 90er 00er 10er 20er
    6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1
    Schweiz Schweiz  Schweiz 00 47 02 11 04
    Niederlande Niederlande  Niederlande 02 46 05 09 02
    Frankreich Frankreich  Frankreich 02 57 05 00 00
    Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 27 32 05 00 00
    Danemark Dänemark  Dänemark 12 41 03 05 03
    Italien Italien  Italien 19 43 02 00 00
    Osterreich Österreich  Österreich 10 45 02 05 02
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 02 57 05 00 00
    Spanien Spanien  Spanien 05 57 02 00 00
    Irland Irland  Irland 10 38 07 08 01
    Monaco Monaco  Monaco 40 20 01 03 00
    Schweden Schweden  Schweden 05 52 06 01 00
    Israel Israel  Israel 20 32 04 07 01
    Deutschland Deutschland  Deutschland 00 61 02 01 00
    Norwegen Norwegen  Norwegen 05 52 03 03 01
    Belgien Belgien  Belgien 00 50 01 10 03
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien 26 26 01 00 11
    Estland Estland  Estland 37 15 01 10 01
    Lettland Lettland  Lettland 44 09 01 10 00
    Turkei Türkei  Türkei 29 32 01 01 01
    Ukraine Ukraine  Ukraine 49 13 02 00 00
    Griechenland Griechenland  Griechenland 23 37 01 02 01
    Finnland Finnland  Finnland 06 43 01 08 06
    Serbien Serbien  Serbien 52 08 01 03 00
    Russland Russland  Russland 40 20 01 02 01
    Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan 52 10 01 01 00
    Portugal Portugal  Portugal 12 41 01 09 01
    Malta Malta  Malta 34 25 00 04 00
    Marokko Marokko  Marokko 63 01 00 00 00
    Zypern Republik Republik Zypern  Zypern 27 30 00 06 01
    Island Island  Island 30 25 00 07 02
    Slowenien Slowenien  Slowenien 37 15 00 10 02
    Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 43 18 00 01 02
    Kroatien Kroatien  Kroatien 39 18 00 07 00
    Slowakei Slowakei  Slowakei 53 03 00 05 03
    Ungarn Ungarn  Ungarn 44 14 00 05 01
    Rumänien Rumänien  Rumänien 37 19 00 04 04
    Litauen Litauen  Litauen 41 13 00 07 03
    Polen Polen  Polen 40 14 00 08 02
    Nordmazedonien Nordmazedonien  Nordmazedonien 41 09 00 11 03
    Albanien Albanien  Albanien 48 09 00 07 00
    Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro 62 02 00 00 00
    Andorra Andorra  Andorra 58 00 00 06 00
    Weissrussland Weißrussland  Weißrussland 47 06 00 10 01
    Moldau Republik Republik Moldau  Moldau 49 10 00 05 00
    Bulgarien Bulgarien  Bulgarien 52 04 00 08 00
    Armenien Armenien  Armenien 51 10 00 03 00
    Georgien Georgien  Georgien 52 07 00 05 00
    Montenegro Montenegro  Montenegro 53 02 00 09 00
    Tschechien Tschechien  Tschechien 56 03 00 05 00
    San Marino San Marino  San Marino 54 02 00 08 00
    Australien Australien  Australien 59 05 00 00 00
    Teilnehmer Summen 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1
    50er 60er 70er 80er 90er 00er 10er 20er
  •  am Finale teilgenommen, aber nicht gewonnen
  •  teilgenommen und gewonnen
  •  teilgenommen, aber nicht im Finale, weil: in osteuropäischer Vorentscheidung ausgeschieden (1993), in Qualifikationsrunde ausgeschieden (1996), im Semifinale ausgeschieden (ab 2004)
  •  nicht teilgenommen, weil: von der EBU gesperrt (1993–2003), wegen Vorjahresplatzierung nicht qualifiziert (1994 und 1995), wegen durchschnittlicher Platzierungen der letzten vier oder fünf Jahre nicht qualifiziert (1997–2003), von der EBU wegen ausstehender Gebühren disqualifiziert (2016), von der EBU wegen regelwidrigen Songs disqualifiziert (2021)
  •  Teilnahme war geplant, aber der Eurovision Song Contest 2020 musste abgesagt werden
  •  nicht teilgenommen
  • Sortierreihenfolge: Erster Sieg beim ESC, erste Teilnahme, Platzierung in Qualifikation, alphabetisch.

    Rückzüge vom ESC

    Im Laufe der Zeit haben sich immer wieder einzelne Länder gegen die Teilnahme am Eurovision Song Contest entschieden, teils aus Protest, teils aus Desinteresse oder wegen kurzfristiger Probleme. Einzelne EBU-Mitglieder strebten bereits eine Teilnahme an, nahmen aber noch nie am Wettbewerb teil. Andere Länder existieren nicht mehr, weshalb sie auch keine EBU-Mitglieder mehr sind.

    1969 blieb Österreich dem Wettbewerb in Madrid aus Protest gegen die in Spanien herrschende Franco-Diktatur fern. Ein Jahr später nahmen Finnland, Norwegen, Portugal, Schweden und Österreich nicht teil, da sie mit den Gegebenheiten und Abstimmungsmechanismen unzufrieden waren, die im Vorjahr zu gleich vier punktgleichen Siegern geführt hatten. Für den Eurovision Song Contest 2006 zog Serbien und Montenegro seinen Beitrag kurzfristig zurück, da es Indizien für Abstimmungsunregelmäßigkeiten beim nationalen Vorentscheid gegeben hatte. Beim ESC 2009 in Moskau zog Georgien die Teilnahme kurzfristig zurück, nachdem der Teilnehmertitel We Don’t Wanna Put In als Kritik an Russlands Ministerpräsidenten Putin beanstandet worden war. [10] Armenien meldete sich für den Eurovision Song Contest 2012 im verfeindeten Nachbarland Aserbaidschan an, zog aber nach der Anmeldefrist die Teilnahme aufgrund fehlender Sicherheit für etwaige Teilnehmer zurück. 2016 sollte Rumänien ursprünglich teilnehmen und wählte über eine nationale Vorentscheidung bereits einen Interpreten und ein Lied aus. Aufgrund offener Schulden bei der EBU gab diese erst einige Tage vor dem Wettbewerb in Stockholm bekannt, dass Rumänien 2016 vom Song Contest disqualifiziert wird. Somit nahm das Land 2016 nicht teil. Für den ESC 2017 in Kiew hatte Russland bereits Teilnehmerin und Beitrag ermittelt, nahm schließlich aber doch nicht teil, da die Teilnehmerin aus Sicht der Ukraine zuvor illegal auf die Halbinsel Krim eingereist war und daher nicht in das Gastgeberland einreisen durfte. Ein anderer Interpret wurde nicht ausgewählt und Russland zog sich zurück.

    Mit Tunesien ( 1977) und dem Libanon ( 2005) standen zwei weitere arabische Länder jeweils kurz vor der Teilnahme, zogen diese jedoch wieder zurück. In beiden Fällen war die gleichzeitige Teilnahme Israels ein Grund für die Absage. [11]

    Andere ehemalige Teilnehmerländer wie Jugoslawien und Serbien und Montenegro existieren nicht mehr und können somit nicht mehr am Wettbewerb teilnehmen.

    Diese zehn Länder haben auf weitere Teilnahmen verzichtet (Stand: Dezember 2019):

    Land bisherige Teilnahmen Grund und Anmerkung letztmalige
    Teilnahme
    Andorra Andorra  Andorra 06 Andorra nahm von 2004 bis 2009 teil und blieb seitdem aus finanziellen Gründen fern. 2009
    Armenien Armenien  Armenien 14* Armenien nahm von 2006 bis 2011 sowie von 2013 bis 2020 am Wettbewerb teil. Das Land zog sich aus ungenannten Gründen zurück. 2020*
    Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 19 Bosnien und Herzegowina nahm von 1993 bis 2012 regelmäßig teil. 2016 kehrte man dank Sponsorings zum ESC zurück, musste aber im Folgejahr erneut absagen. Wegen der desolaten finanziellen Situation des Senders BHRT hat die EBU Sanktionen verhängt, so dass man derzeit nicht teilnehmen darf. 2016
    Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 37 Luxemburg war ab 1956 regelmäßig dabei und siegte insgesamt fünfmal, zuletzt 1983. Durch eine Neuregelung der EBU zu den Teilnehmern wurde 1994 ausgesetzt. 1995 hätte man wieder teilnehmen können, verzichtet aber mangels Interesses seither. 1993
    Marokko Marokko  Marokko 01 Marokko nahm einmalig 1980 teil und strebt keine Teilnahme mehr an. 1980
    Monaco Monaco  Monaco 24 Monaco war ab 1959 regelmäßig vertreten, siegte 1971 und verzichtete ab 1980 auf Teilnahmen. 2004 kam das Land für drei Jahre zurück. Seit 2007 sprechen Mängel des Wertungssystems und mangelnde Siegeschancen gegen eine Teilnahme. 2006
    Montenegro Montenegro  Montenegro 11 Montenegro nahm von 2007 bis 2009 teil, ehe man für zwei Jahre aus finanziellen Gründen verzichtete. Von 2012 bis 2019 war das Land wieder vertreten. Für 2020 sagte der Rundfunksender RTCG ab; wegen finanzieller Schwierigkeiten sowie Erfolglosigkeit: Montenegro gelangte bisher nur zweimal ins Finale (2014 und 2015). 2019
    Slowakei Slowakei  Slowakei 08 Die Slowakei nahm 1993 erstmals teil, zog sich aber im Jahr 2000 vom Wettbewerb zurück. Von 2009 bis 2012 nahm man wieder teil, seitdem bleibt die Slowakei aus finanziellen Gründen fern. 2012
    Turkei Türkei  Türkei 34 Die Türkei nahm erstmals 1975 teil und war seit 1980 regelmäßig vertreten. Seit 2013 ist sie nicht mehr dabei, da das Land mit dem Status der „Big Five“ und der gleichwertigen Gewichtung von Jury und Televoting bei der Punktewertung nicht mehr einverstanden ist. [12] Die Sendung wird seitdem auch nicht mehr im Fernsehen übertragen.
    Nach dem Sieg von Conchita Wurst beim 2014 hat sich die ablehnende Haltung der Türkei verstärkt: Auftritte mit sexuellen Anspielungen und in leichter Bekleidung sowie die Triumphe homosexueller Künstler seien den Zuschauern nicht zuzumuten.
    2012
    Ungarn Ungarn  Ungarn 19 Ungarn verzichtete seit seinem Debüt 1993 bereits mehrmals auf eine Teilnahme: 2000 bis 2004, 2006 sowie 2010. Jedes Mal wurden finanzielle Schwierigkeiten angeführt. Im Jahr 2020 blieb die Rundfunkanstalt MTVA aus unbekannten Gründen fern. 2019

    Veranstaltungsort

    Karte mit allen bisherigen Austragungsorten

    Der Eurovision Song Contest wird seit 1958 im Land des Vorjahressiegers ausgetragen. Da die Regelung der Vergabe an das Siegerland 1956 noch nicht bestand, richtete 1957 die Bundesrepublik Deutschland den Großen Preis der Eurovision in Frankfurt am Main aus.

    Fünfmal kam es bisher vor, dass nicht wie eigentlich vorgesehen das Siegerland des letztjährigen Wettbewerbs die Veranstaltung ausrichtete, sondern stattdessen ein anderes Land als Veranstalter einsprang. Viermal war dies Großbritannien (1960 für die Niederlande, 1963 für Frankreich, 1972 für Monaco und 1974 für Luxemburg) sowie einmal die Niederlande (1980 für Israel).

    Der Eurovision Song Contest wurde bisher achtmal in Großbritannien und siebenmal in Irland ausgetragen. Häufigster Austragungsort ist mit sechs Veranstaltungen die irische Hauptstadt Dublin, gefolgt von London und Luxemburg mit je vier Veranstaltungen.

    Seit den 2000er Jahren findet der Wettbewerb häufig in großen Arenen statt. So richtete Dänemark beispielsweise den Eurovision Song Contest 2001 im Parken und Deutschland den Eurovision Song Contest 2011 in der Düsseldorf Arena aus. Vor der Jahrtausendwende fand der Eurovision Song Contest häufig in Theatern oder Fernsehstudios statt. So richtete beispielsweise das Point Theatre in Dublin den Wettbewerb dreimal aus. Andererseits gab es in den letzten Jahren häufig auch Austragungsorte, in denen Sitzplätze vorher nicht installiert waren. So richtete die Ukraine den Eurovision Song Contest 2017 beispielsweise in einem Veranstaltungszentrum, dem International Exhibition Centre aus. Auch Israel richtete den Wettbewerb 2019 in einem Veranstaltungszentrum, dem Tel Aviv Convention Center aus. Dänemark richtete den Wettbewerb 2014 sogar in einer alten Schiffswerft, der B&W Hallerne aus.

    In der folgenden Tabelle sind die häufigsten Austragungsorte des Eurovision Song Contests dargestellt:

    Ausgerichtete
    Wettbewerbe
    Land Stadt Gebäude Jahr(e)
    8 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich London Royal Festival Hall 1960
    BBC Television Centre 1963
    Royal Albert Hall 1968
    Wembley Conference Centre 1977
    Edinburgh Usher Hall 1972
    Brighton Brighton Dome 1974
    Harrogate Harrogate International Centre 1982
    Birmingham National Indoor Arena 1998
    7 Irland Irland  Irland Dublin Gaiety Theatre 1971
    Simmonscourt Pavilion in der Royal Dublin Society 1981, 1988
    Point Theatre 1994, 1995, 1997
    Millstreet Green Glens Arena 1993
    6 Schweden Schweden  Schweden Stockholm St. Eriks Mässan Älvsjö 1975
    Ericsson Globe 2000, 2016
    Malmö Malmö Isstadion 1992
    Malmö Arena 2013
    Göteborg Scandinavium 1985
    5 Niederlande Niederlande  Niederlande Den Haag World Forum 1976, 1980
    Hilversum AVRO Studios Hilversum 1958
    Amsterdam Amsterdam RAI 1970
    Rotterdam Ahoy Rotterdam 2020, 2021
    4 Luxemburg Luxemburg  Luxemburg Luxemburg Villa Louvigny 1962, 1966
    Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg 1973, 1984
    3 Danemark Dänemark  Dänemark Kopenhagen Tivolis Koncertsal 1964
    Parken 2000
    B&W Hallerne 2014
    Deutschland Deutschland  Deutschland Frankfurt am Main Großer Sendesaal des Hessischen Rundfunks 1957
    München Rudi-Sedlmayer-Halle 1983
    Düsseldorf Düsseldorf Arena 2011
    Frankreich Frankreich  Frankreich Cannes Palais des Festivals et des Congrès 1959, 1961
    Paris Palais des congrès de Paris 1978
    Israel Israel  Israel Jerusalem International Convention Center Jerusalem 1979, 1999
    Tel Aviv Tel Aviv Convention Center 2019
    Norwegen Norwegen  Norwegen Bergen Grieghalle 1986
    Oslo Oslo Spektrum 1996
    Telenor Arena 2010
    2 Italien Italien  Italien Neapel Auditorium Rai di Napoli 1965
    Rom Studio 15 de Cinecittà 1991
    Osterreich Österreich  Österreich Wien Großer Festsaal der Hofburg 1967
    Wiener Stadthalle 2015
    Schweiz Schweiz  Schweiz Lugano Teatro Kursaal 1956
    Lausanne Palais de Beaulieu 1989
    Ukraine Ukraine  Ukraine Kiew Sportpalast Kiew 2005
    International Exhibition Centre 2017
    1 Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan Baku Baku Crystal Hall 2012
    Belgien Belgien  Belgien Brüssel Palais du Centenaire 1987
    Estland Estland  Estland Tallinn Saku Suurhall 2002
    Finnland Finnland  Finnland Helsinki Hartwall Arena 2007
    Griechenland Griechenland  Griechenland Athen OAKA Olympic Indoor Hall 2006
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien Zagreb Koncertna dvorana Vatroslava Lisinskog 1990
    Lettland Lettland  Lettland Riga Skonto Hall 2003
    Portugal Portugal  Portugal Lissabon Altice Arena 2018
    Russland Russland  Russland Moskau Olimpijski 2009
    Serbien Serbien  Serbien Belgrad Belgrad-Arena 2008
    Spanien Spanien  Spanien Madrid Teatro Real 1969
    Turkei Türkei  Türkei Istanbul Abdi İpekçi Arena 2004

    Bezeichnung

    Die offizielle Bezeichnung der Veranstaltung lautet seit 1992 Eurovision Song Contest. Die Bezeichnung wurde erstmals 1960 für den fünften Wettbewerb im Vereinigten Königreich verwendet. Insgesamt trugen 41 der bisherigen 61 Veranstaltungen diesen Namen. Seit 1970 wird diese Bezeichnung auch bei der Austragung in nichtenglischsprachigen Ländern verwendet, zuerst in übertragener Form wie Eurovisie Songfestival ( nl.), Concours Eurovision de la Chanson ( franz.) oder zuletzt 1991 Concorso Eurovisione della Canzone ( ital.).

    In der deutschen Öffentlichkeit wird für den Songwettbewerb auch der Begriff Grand Prix [13] [14] [15] verwendet, da dies einerseits die Kurzform der Benennung von früheren Veranstaltungen ist, mit Titeln wie Grand Prix Eurovision de la Chanson oder deren Übertragungen ins Italienisch- Spanische (Gran Premio […]) und Deutsche (Großer Preis der Eurovision). Andererseits hieß die Auszeichnung, die der Sieger des Wettbewerbs erhielt, bis 2003 Grand Prix (zuletzt: Grand Prix of the 2003 Eurovision Song Contest). [16] Seit 2004 ist der Begriff Grand Prix gänzlich aus dem Regelwerk verschwunden.

    Motto

    Seit 2002 wird der Song Contest jedes Jahr durch ein Motto untermalt. Es wird ein begleitendes Logo entworfen, welches aus wenigen sowie prägnanten Worten auf Englisch besteht und teilweise auch Schriftzeichen enthält, wie beispielsweise das Hashtag 2014. Einzig 2009 verzichtete Russland ohne Angabe von Gründen auf ein Motto. Folgende Mottos wurden seit 2002 verwendet:

    Mottos seit 2002
    Jahr Gastgeber Motto Übersetzung
    (inoffiziell)
    2002 Estland Estland  Estland A Modern Fairytale Ein modernes Märchen
    2003 Lettland Lettland  Lettland Magical Rendezvous Magisches Rendezvous
    2004 Turkei Türkei  Türkei Under the Same Sky Unter demselben Himmel
    2005 Ukraine Ukraine  Ukraine Awakening Erwachen
    2006 Griechenland Griechenland  Griechenland Feel the Rhythm! Fühle den Rhythmus
    2007 Finnland Finnland  Finnland True Fantasy Echte Fantasie
    2008 Serbien Serbien  Serbien Confluence of Sound Zusammenfluss von Klang
    2009 Russland Russland  Russland - -
    2010 Norwegen Norwegen  Norwegen Share the Moment Teile den Moment
    2011 Deutschland Deutschland  Deutschland Feel Your Heart Beat! Fühl' dein/euer Herz schlagen
    2012 Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan Light Your Fire! Entzünde(t) dein/euer Feuer
    2013 Schweden Schweden  Schweden We Are One Wir sind eins
    2014 Danemark Dänemark  Dänemark #JoinUs #Schließe dich uns an
    2015 Osterreich Österreich  Österreich Building Bridges Brücken bauen
    2016 Schweden Schweden  Schweden Come Together Kommt zusammen
    2017 Ukraine Ukraine  Ukraine Celebrate Diversity Vielfalt feiern
    2018 Portugal Portugal  Portugal All Aboard! Alle an Bord!
    2019 Israel Israel  Israel Dare To Dream! Trau dich zu träumen!
    2020 Niederlande Niederlande  Niederlande Open Up Öffne Dich
    2021 Niederlande Niederlande  Niederlande Open Up Öffne Dich

    Das alte Logo – hier im Jahr 2014 – das von 2004 bis 2014 genutzt wurde

    Das Eurovision-Song-Contest-Logo mit herzförmigem "V" in der Mitte, wo stets die Flagge des Gastgeberlandes eingefügt wird, existiert seit dem Jahr 2004, als eine Corporate Identity für den Eurovision Song Contest eingeführt wurde. Zuvor hatte jedes Gastgeberland ein individuelles Logo für die Veranstaltung entworfen. Von 2004 bis 2014 war das Logo in Pinselstrich Design gehalten. 2015 entschied sich die EBU zum 60-jährigen Jubiläum das Logo leicht anzupassen. Seither ist das Logo klarer gestaltet und von glatten Konturen geprägt.

    Moderatoren

    Der Wettbewerb 1956 war der bislang einzige, bei dem ein einzelner Mann durch den Abend führte. In den Folgejahren waren es immer Moderatorinnen, bis 1978 in Paris erstmals ein Mann und eine Frau gemeinsam Gastgeber waren. Diesem Beispiel folgte Israel 1979. Von 1980 bis 1987, 1993 und 1995 waren es dann wieder einzelne Frauen; von 1988 bis 1992, 1994 sowie von 1996 bis 2009 wurde, mit der Ausnahme von 1999, wieder ein Zweiergespann aus einem Mann und einer Frau eingesetzt. 2009 gab es allerdings die Besonderheit, dass es ein unterschiedliches Gespann aus Moderatoren für die beiden Halbfinale und für das Finale gab. 1999, 2010, 2011 und 2012 führten zwei Moderatorinnen und ein Moderator durch die Veranstaltung. 2013 wurde die Veranstaltung wieder von einer einzelnen Moderatorin präsentiert. 2014 wurde der Wettbewerb erstmals und zum einzigen Mal gemeinsam von einer Moderatorin und zwei Moderatoren präsentiert. 2015 führten erstmals drei Moderatorinnen durch die Veranstaltung, während 2016 wieder ein Zweiergespann aus Mann und Frau eingesetzt wurde. 2017 präsentierten dann zum ersten und bisher einzigen Mal drei Moderatoren den Wettbewerb. 2018 hingegen moderierten erstmals vier Moderatorinnen den Wettbewerb. 2019 entschied man sich für zwei Moderatoren und zwei Moderatorinnen.

    Gelegentlich haben auch ehemalige Wettbewerbsteilnehmer/innen durch den Abend geführt: 1976 Corry Brokken, 1979 Jardena Arasi, 1985 Lill Lindfors, 1986 Åse Kleveland, 1991 Gigliola Cinquetti und Toto Cutugno, 1999 Dafna Dekel, 2003 Marie N und Renārs Kaupers, 2006 Sakis Rouvas, 2008 Željko Joksimović, 2009 Alsou, 2011 Stefan Raab, 2012 Eldar Qasımov, 2013 Eric Saade ( Green Room), 2015 Conchita Wurst (Green Room), 2016 Måns Zelmerlöw, 2020 und 2021 Edsilia Rombley.

    Teilnahmebedingungen für Interpret und Lied

    Von 1966 bis 1972 und von 1977 bis 1998 galt die Regel, dass jeder Interpret in der jeweiligen Landessprache singen muss. Seit 1999 ist den Interpreten die Sprache, in der ihr Beitrag gesungen wird, wieder freigestellt.

    Neuregelung ab 2011

    Ende August 2010 trat die Reference Group der Europäischen Rundfunkunion in Belgrad zusammen. Das Gremium zog dabei das Datum der Veröffentlichung der Lieder eines Jahrganges vom 1. Oktober auf den 1. September des Vorjahres vor. [17] [18]

    Aktuelle Regeln seit 2012

    Nach der aktuellen Fassung der Regeln gilt: [19]

    • Die Interpreten müssen mindestens 16 Jahre alt sein.
    • Jeder Interpret darf in einem Jahr nur für ein Land antreten.
    • Es dürfen höchstens sechs Personen auf der Bühne mitwirken.
    • Das Lied muss live gesungen werden, ausgenommen der Begleitgesang.
    • Lied oder Auftritt dürfen keine politische Botschaft enthalten oder dem Image des Liederwettbewerbs schaden.
    • Lied oder Auftritt dürfen kein Fluchen und keine Werbung enthalten.
    • Beim Auftritt dürfen keine Tiere mitwirken.
    • Die Lieder dürfen frühestens am 1. September des Vorjahres veröffentlicht werden (diese Regel gilt seit dem 1. September 2010).
    • Es muss sich um einen Originalsong handeln, darf also keine Coverversion eines älteren Liedes sein.
    • Die Länge des Beitrags darf maximal drei Minuten betragen
    • Die Instrumental-Musik wird als Playback eingespielt. Zum letzten Mal wurde den Interpreten 1998 die Möglichkeit geboten, sich durch ein Orchester live begleiten zu lassen.
    • Die Zahl der teilnehmenden Länder ist auf 44 begrenzt, im Finale auf 26 [20]. (Ausnahme beim ESC 2015, dort traten 27 Länder an, einschließlich des Jubiläums-Ehrengasts Australien.)

    Nationale Vorentscheide

    Jedem Land steht es frei, wie es seinen Vertreter für den Eurovision Song Contest auswählt. Meist geschieht dies in Form von nationalen Vorentscheiden, bei denen mehrere Sänger gegeneinander antreten. Während in früheren Jahren meist eine Jury den Teilnehmer wählte, geschieht dies zunehmend über eine Telefonabstimmung (engl.: Televoting). Viele Länder nutzen dazu auch das Abstimmungssystem, das beim Contest selbst benutzt wird: zu 50 % wählt die Jury und zu 50 % wählt das Televoting den Beitrag aus. Andere Länder verzichten auf eine Vorentscheidung und wählen ihren Beitrag intern aus.

    Bisher hat fast jedes Land, das je am Song Contest teilgenommen hat, einen nationalen Vorentscheid veranstaltet. Lediglich Marokko und Monaco hielten nie einen Vorentscheid ab.

    Belgien

    Der Großteil der belgischen Beiträge wurde über die Vorentscheidung Eurosong ausgewählt. Dabei ist anzumerken, dass RTBF zuletzt 2013 eine Vorentscheidung veranstaltete, während VRT zuletzt 2016 eine Vorentscheidung abhielt. In den Jahren 1956, 1964, 1985, 1990, 2003, 2007, 2009, 2015 und seit 2017 wählt das Land seine Beiträge intern aus.

    Deutschland

    Deutschland wählte den Großteil seiner Beiträge über eine nationale Vorentscheidung aus. Der deutsche Vorentscheid hieß in den Jahren 2010-2019 „Unser Lied/Star/Song für …“ (ergänzt durch die jeweilige Stadt, in der der Song Contest im betreffenden Jahr stattfand). 2004 und 2005 trug er den Titel „Germany 12 Points!“; im Jahr 2006 den Titel „ Deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2006“. Außerdem gab es 2014 und 2015 ein Clubkonzert, bei dem der Gewinner eine Wildcard für den Vorentscheid erhielt. In den Jahren 1959, von 1966 bis 1968, 1974, 1977, 1993 bis 1995, 2009 und seit 2020 wird der Beitrag intern ausgewählt.

    Österreich

    Österreich wählte den Großteil seiner Beiträge intern aus. In den Jahren von 1981 bis 1984, 1990 bis 1991, 1993 bis 1994, 2002 bis 2005, 2011 bis 2013 sowie 2015 und 2016 fand eine nationale Vorentscheidung statt.

    Schweiz

    Der Großteil der Schweizer Beiträge wurde über die Vorentscheidung Concours Eurovision ermittelt. Diese fand allerdings zuletzt 2004 statt und wurde 2011 von der Sendung Die Grosse Entscheidungsshow abgelöst. Diese Vorentscheidung fand bis 2018 statt, in den Jahren 1969 bis 1971, 1980, 1994 bis 1997 sowie von 2005 bis 2010 wurde auf eine Vorentscheidung verzichtet. Seit 2019 wählt das Land seinen Beitrag intern aus.

    Andere Länder

    Folgende Formen der Auswahl nutzen die anderen teilnehmenden Länder (Stand: 5. März 2021):

    Land Nationaler Vorentscheid
    Albanien Albanien  Albanien Festivali i Këngës
    Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan interne Auswahl
    Australien Australien  Australien interne Auswahl
    Bulgarien Bulgarien  Bulgarien interne Auswahl
    Danemark Dänemark  Dänemark Dansk Melodi Grand Prix
    Estland Estland  Estland Eesti Laul
    Finnland Finnland  Finnland Uuden Musiikin Kilpailu
    Frankreich Frankreich  Frankreich Eurovision France, c’est vous qui décidez
    Georgien Georgien  Georgien interne Auswahl
    Griechenland Griechenland  Griechenland interne Auswahl
    Irland Irland  Irland interne Auswahl
    Israel Israel  Israel interne Auswahl (Interpret)
    HaShir Shelanu L‘Eurovizion (Lied)
    Island Island  Island Söngvakeppnin
    Italien Italien  Italien Sanremo-Festival
    Lettland Lettland  Lettland interne Auswahl
    Litauen Litauen  Litauen Pabandom iš naujo!
    Kroatien Kroatien  Kroatien Dora
    Malta Malta  Malta interne Auswahl
    Moldau Republik Republik Moldau  Moldau interne Auswahl
    Niederlande Niederlande  Niederlande interne Auswahl
    Nordmazedonien Nordmazedonien  Nordmazedonien interne Auswahl
    Norwegen Norwegen  Norwegen Melodi Grand Prix
    Polen Polen  Polen interne Auswahl
    Portugal Portugal  Portugal Festival da Canção
    Rumänien Rumänien  Rumänien interne Auswahl
    Russland Russland  Russland Nationaler Vorentscheid
    San Marino San Marino  San Marino interne Auswahl
    Schweden Schweden  Schweden Melodifestivalen
    Serbien Serbien  Serbien interne Auswahl (Interpret/Komponist)
    Beovizija (Lied)
    Beosong (Lied)
    Slowenien Slowenien  Slowenien interne Auswahl
    Spanien Spanien  Spanien interne Auswahl (Interpret)
    Destino Eurovision (Lied)
    Tschechien Tschechien  Tschechien interne Auswahl
    Ukraine Ukraine  Ukraine interne Auswahl
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich interne Auswahl
    Zypern Republik Republik Zypern  Zypern interne Auswahl

    Mit einer oder mehreren Vorrunden und einem Finale verlaufen die Shows in Albanien, Estland, Italien, Litauen, Norwegen, Portugal und Schweden. Das Festivali i Këngës in Albanien und das Sanremo-Festival in Italien wurden nicht extra für den ESC konzipiert, in diesen beiden Formaten wird dem Sieger die ESC-Teilnahme angeboten, lediglich in Italien hat der Sanremo-Sieger die Möglichkeit, im Falle eines Sieges nicht teilnehmen zu wollen. Die Niederlande hatten früher immer einen Vorentscheid zur Bestimmung des Beitrags benutzt. Lediglich 1961, 1980 und 2008 wurde der Beitrag bis dahin intern bestimmt. Seit 2013 wählen die Niederlande allerdings alle Beiträge intern aus. In Russland wird jährlich abwechselnd der Vertreter von den Sendern CR1 und RTR ausgewählt, welche darüber entscheiden wie der Vertreter ausgewählt wird.

    Punktevergabe und Abstimmungsverfahren

    Im Jahr 1975 wurde das aktuelle und mittlerweile zum Kult gewordene, allgemein „douze points“-System genannte, Verfahren der Punktevergabe eingeführt. Seit 1980 werden die Punkte, um die Spannungskurve zu erhöhen, aufsteigend vergeben. 2016 wurde das Verfahren dahingehend erweitert, dass jedes Land zweimal bis zu zwölf Punkte vergibt, mit getrennten Ergebnissen aus Televoting und Jurybewertungen.

    Bisherige Wertungsmodi

    Bis 1997 wurde die Punktevergabe ausschließlich durch eine Jury bestimmt. Beim ersten ESC mit veröffentlichtem Abstimmungsergebnis (1957) kam folgender Modus zum Einsatz: In jeder Landesjury saßen zehn Mitglieder, jedes Mitglied konnte für seinen Favoriten einen Punkt abgeben. Dieser Modus wurde von 1957 bis 1961, 1967 bis 1970 sowie im Jahr 1974 genutzt.

    1962 vergaben die Landesjurys drei Punkte an den besten Titel, zwei Punkte an den zweitbesten und einen Punkt an den drittbesten Titel. Dieser Modus wurde 1963 auf fünf Punkte für den erstplatzierten und folgend erweitert. 1964 wurde ein neuer Modus eingeführt: Jeder Juror bewertet jedes Land, daraus entsteht eine Liste. An den besten Titel wurden fünf Punkte, an den zweitplatzierten drei und an den drittplatzierten ein Punkt vergeben. Sollte nur ein Titel nominiert sein, bekommt dieser alle neun Punkte, sollten es zwei sein, bekommt der erste sechs und der zweitplatzierte Titel drei Punkte.

    Da es seit 1962 regelmäßig null Punkte, 1962 bis 1965 sogar vier pro Jahr, gab und wegen der Unzufriedenheit mit dem Wertungssystem von 1957, das 1969 für vier Sieger gesorgt hatte, wurde 1971 ein neuer Modus eingeführt. Jedes Land entsendet zwei Juroren, die für jedes Lied zwischen einen und fünf Punkte geben konnten, sodass die erreichten Punktzahlen erstmals über 100 Punkte steigen konnten.

    1975 wurde schließlich der Wertunsmodus eingeführt, der bis heute in seinen Grundzügen zur Anwendung kommt. Jedes Teilnehmerland vergibt Punkte an die zehn besten Titel. Das beste Lied erhält 12, für das zweitbeste werden 10 und für die verbliebenen acht besten Titel absteigend 8 bis 1 Punkte vergeben. Von 1975 bis 1979 wurden die Punkte nach Startreihenfolge verlesen, in den Folgejahren dann aufsteigend.

    Bis 1996 bestand die Jury pro Land aus 16 Personen – acht Experten und acht musikinteressierten Laien, die zudem aus verschiedenen Generationen und Geschlechtern sein mussten, um ein objektives Ergebnis zu gewährleisten. Von 1975 bis einschließlich 1993 wurde die Wertung per Telefonschaltung durchgegeben. Seit 1994 gibt es eine Videoschaltung, in welcher die Punktesprecher zu sehen sind.

    1997 wurde in Deutschland, Schweden, Österreich, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zum ersten Mal das Televoting getestet, das beim Publikum auf große Begeisterung stieß. Schon 1998 wurde die Jury durch das neue Wertungssystem abgelöst. Nur wenige Länder, wie Russland und Ungarn, wo es aus technischen Gründen nicht möglich war, führten das Televoting erst etwas später ein. Die Publikumsstimmen wurden ins „douze points“-System übertragen und so vergeben.

    2006 wurde die Bekanntgabe der Punkte angepasst. Um die Prozedur, aufgrund der seit 2004 deutlich höheren Teilnehmerzahl, zu straffen, wird die Wertung seitdem teilweise automatisch eingeblendet. Bis 2013 wurden die Punkte von eins bis sieben auf Ansage eingeblendet und nur noch die Titel mit 8, 10 und 12 Punkten von den nationalen Fernsehsprechern offiziell angesagt. Die Vergabeprozedur konnte so beschleunigt werden. 2014 wurde sie nochmals gestrafft, indem die Punkte eins bis sieben nicht mehr auf Ansage, sondern bereits bei der Begrüßung des verbundenen Landes eingeblendet wurden. Seit 2016 wird lediglich noch die Höchstwertung der Juries von 12 Punkten angesagt.

    Zwischen 2009 und 2015 wurden die Punktzahlen, die jedes Land vergibt, zu 50 % durch Telefonabstimmung und zu 50 % durch eine fünfköpfige Jury bestimmt.

    Aktuelles Abstimmungsverfahren

    Im Finale dürfen alle Länder abstimmen, die in den Halbfinalen angetreten sind. Somit sind auch die im Halbfinale ausgeschiedenen Länder stimmberechtigt.

    Für den Beitrag des eigenen Landes dürfen keine Punkte vergeben werden. Gewonnen hat der Beitrag mit den insgesamt meisten Punkten.

    Seit 2016 vergibt jedes Land zwei getrennte Punktesätze, einer aus den Ergebnissen der Jury, der andere aus den Ergebnissen der Telefonabstimmung. Jeder Punktesatz besteht aus den Punkten 1 bis 8, 10 und 12, die an die besten zehn Lieder vergeben werden. Zuerst werden die Ergebnisse der Jurys verkündet, wobei die Ergebnisse pro Land vorgestellt werden. Der zugeschaltete nationale Fernsehsprecher liest die Nation mit der höchsten Punktzahl vor, die anderen Punkte werden vorher eingeblendet. Die Punkte der Telefonabstimmung aus den Ländern werden addiert und diese Gesamtpunktzahl von den Moderatoren der Sendung verkündet. Dabei erfolgte bis 2018 das Vorlesen in der Reihenfolge der erhaltenen Punkte, sodass das Land mit den meisten Zuschauerstimmen seine Punktzahl erst zum Schluss erfuhr. Seit 2019 basiert die vorgelesene Reihenfolge auf der Platzierung nach Ende des Juryvotings. So erhielt die norwegische Band KEiiNO vom Publikum die Höchstpunktzahl im Jahr von 291 Punkten inmitten der Abstimmung, weil die Jury nur 40 Punkte an den Beitrag vergab und er damit im Mittelfeld platziert war.

    Tritt kurzfristig ein Problem auf, das die Ermittlung per Telefonabstimmung verhindert, so werden die Punkte durch einen Schnitt von Ländern, die in den vergangenen Jahren ähnlich abgestimmt haben, vergeben. Dies gilt auch für eine Disqualifikation des Juryergebnisses. Seit 2013 können Fernsehzuschauer auch mit einer Mobile App abstimmen. Die Anwendung zeigt Informationen zum aktuellen Geschehen beim Eurovision Song Contest an, die Stimmabgabe erfolgt direkt aus der Mobile App per SMS.

    Regelungen bei Punktgleichheit

    Wenn zwei oder mehr Teilnehmer am Ende die gleiche Punktanzahl haben, gelten weitere Unterscheidungskriterien, um eine eindeutige Platzierung zu gewährleisten. Ausschlaggebend ist zunächst die Anzahl der Länder, von denen die jeweiligen Teilnehmer Punkte erhalten haben. Lässt sich dadurch keine eindeutige Rangfolge erstellen, wird die Anzahl der an die entsprechenden Teilnehmer vergebenen Höchstwertungen berücksichtigt. Dabei wird zuerst die Anzahl der 12-Punkte-Wertungen, bei Gleichheit die Anzahl der 10-Punkte-Wertungen und so folgend bewertet. Erst für den Fall, dass sich durch den Vergleich sämtlicher Einzelwertungen kein Unterschied ergibt, werden die betroffenen Länder nach der Reihenfolge der Startnummern platziert. [21]

    Dieser Katalog von Regelungen fand bisher einmal zur Bestimmung des Siegers Anwendung, nämlich beim ESC 1991, als die Schwedin Carola („Fångad av en stormvind“) mehr 10-Punkte-Wertungen erhalten hatte als die punktgleiche Französin Amina („Le dernier qui a parlé“) und zur Siegerin erklärt wurde. Damals gab es die erste Regel (das Lied gewinnt, das aus mehr Ländern Punkte bekommen hat) noch nicht, hätte es sie aber schon damals gegeben, hätte Frankreich gewonnen. Mittlerweile ist dieser Punkt eingeführt worden, so dass 2004 trotz jeweils 50 erreichten Punkten der Beitrag aus Malta einen sicheren Platz im Finale 2005 bekam, während jener aus Kroatien durchs Semifinale musste.

    Vor 1975 kamen verschiedene andere Punktevergabesysteme zum Einsatz. Beim ESC 1969 führte ein Wertungsmodus, der für niedrige Punktzahlen pro Teilnehmer sorgte, dazu, dass vier Länder (Spanien, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Frankreich) punktgleich an der Spitze lagen und zu gleichberechtigten Siegern ernannt wurden.

    Kritik am Wertungssystem, Reformdiskussion und Neuregelung

    In der öffentlichen Debatte wurde des Öfteren angemerkt, dass einige Länder innerhalb desselben Kulturraums sich während der Abstimmung gegenseitig begünstigten. [22] [23] Unmut über als ungerecht empfundene Punkteverteilungen wird seit Beginn der Veranstaltung geäußert, die erst im 43. Jahr zur mehrheitlichen Telefonabstimmung überging. Vor allem politische Tendenzen und Boykotts wurden bemängelt, die nur noch einen untergeordneten Punkt in der Kritik einnehmen.

    Neuregelung ab 2008

    Die verantwortliche Europäische Rundfunkunion (European Broadcasting Union, EBU) stellte am 2. Oktober 2007 Regeländerungen vor: [24] Ab 2008 wurden zwei getrennte Halbfinale veranstaltet, über deren Zusammenstellungen man per Los entschied. Alle Länder waren in dem Semifinale stimmberechtigt, in dem sie selbst teilnahmen. Die für das Finale Qualifizierten wurden je einer Sendung zugeteilt. In das Finale zogen die neun Bestplatzierten nebst dem Bestbewerteten der Back-Up-Jurys ein, der ohne diese den Finaleinzug nicht erreicht hätte.

    Neuregelung ab 2009

    2009 kam es zu weitreichenden Veränderungen hinsichtlich des Abstimmverfahrens im Finale. Nachdem in den Jahren 2004–2008 einzig das Publikum über die Punktergebnisse entschieden hatte, wurde wieder die ursprüngliche Idee der Jury aufgegriffen. Fortan erhielt pro Teilnehmerland diese Jury, deren Mitglieder eine Verbindung zur Musik aufweisen sollten, gleichgewichtetes Mitspracherecht. Für die Vorrunden hielten die Verantwortlichen noch am Konzept des Vorjahres fest. [25]

    Die Europäische Rundfunkunion begründete ihre Entscheidung damit, dass sich die Resultate von Ersatzjurys, die im Falle technischer Pannen eine reibungslose Punktevergabe gewährleisten sollten, in den letzten Jahren zunehmend vom offiziellen Ergebnis unterschieden. Der NDR-Verantwortliche Ralph Quibeldey betonte außerdem den Aspekt, dass sich im Gegensatz zum Großteil der Fernsehzuschauer Juroren die Beiträge mehrmals anhörten und zu einem differenzierteren Urteil in der Lage wären. In der Öffentlichkeit hingegen wurden die Reformen überwiegend als Reaktionen auf die hinteren Platzierungen vieler westlicher Staaten, insbesondere der der finanzstärksten Big-5, gedeutet. [26] [27] [28] Beobachter sahen den Versuch, kulturell bedingte Geschmacksverschiedenheiten osteuropäischer und zentralasiatischer Zuschauer gezielt zu unterdrücken und warfen den Befürwortern des neuen Modus Blockbildung und Nichtbeachtung der individuellen Qualität der Beiträge vor. [29] Der Stern betitelte die deutschen Juroren aufgrund ihrer Zusammenstellung als „Spaß-Jury“. [30] Tatsächlich erzielten zehn der elf östlich orientierten Teilnehmer durch das Mischvoting schlechtere Platzierungen; eines konnte trotz niedrigerer Jury-Wertung seine Gesamtplatzierung halten. [31] [32]

    Neuregelung ab 2010

    Im September 2009 gab die Europäische Rundfunkunion bekannt, dass sowohl in den beiden getrennten Semi-Finalrunden als auch im Finale die Jurys zu 50 % mit abstimmen. Außerdem durfte vom Anfang des ersten Liedes bis 15 Minuten nach dem Ende des letzten Liedes abgestimmt werden. [33] [34]

    Neuregelung ab 2012

    2012 wurden die Leitungen erst wieder nach der Präsentation des letzten Liedes geöffnet, weil die Möglichkeit des Abstimmens während der Liedpräsentationen nur sehr wenig genutzt wurde. [35]

    Neuregelung ab 2013

    Im Jahr 2013 wurde der Modus der Ermittlung der Gesamtwertung eines Landes aus Publikums- und Jurywertung geändert. Während die beiden Wertungen aus einem Land bisher erst in das bekannte Punkteschema von 12 bis 1 (und 16-mal „0“ bei 26 Beiträgen im Finale) umgerechnet und diese Punkte dann addiert wurden, werden nun die Positionen in der Reihenfolge von 1 bis 26 addiert, um die Gesamtrangfolge zu bestimmen. Dies führt dazu, dass ein Beitrag, der bei der Jury oder dem Publikum sehr weit hinten liegt, auch durch eine Topwertung der anderen Abstimmenden nicht mehr zu Punkten kommt. [36] Beim Finale 2014 bekam beispielsweise Russland die meisten Stimmen der Zuschauer aus Montenegro; da die Jury Russland aber nur auf Platz 23 bewertete, bekam Russland keine Punkte aus Montenegro. Andererseits wurde der Beitrag aus Armenien von der Jury fast einheitlich auf Platz 1 gesetzt, vom Televoting aber auf Platz 10, im Mittel ergab das Platz 2 und 10 Punkte. [37]

    Neuregelung ab 2014

    Um 2013 aufgekommenen kritischen Meinungen bezüglich des Stimmenkaufs entgegenzutreten, werden seit 2014 die genauen Rankings aller Jurymitglieder, des gesamten Jury-Votums sowie die Platzierungen im Televoting eines jeden Landes auf der offiziellen Webseite direkt im Anschluss an das Finale veröffentlicht. [38] Dabei wurden auch alle detaillierten Ergebnisse der beiden Semi-Finalrunden angegeben. Da die georgischen Jurymitglieder einstimmig dieselben Länder auf Platz 1–8 in den jeweiligen Rankings des Finales gelistet hatten, wurden diese Wertungen annulliert und allein das Televoting gezählt. Es ergaben sich jedoch keinerlei Strafen bezüglich der Teilnahme Georgiens beim ESC 2015.

    Neuregelung ab 2016

    Am 18. Februar 2016 kündigte die EBU eine Änderung der Punktevergabe an. Die Punkte der Jurys und der Telefonabstimmung wurden von nun an nicht mehr pro Land einzeln kombiniert, sondern separat vergeben. Im klassischen Format trugen nun alle Länder nacheinander die Punkte der Jury vor. Dabei bekommen die zehn am besten bewerteten Länder Punkte, wie gewohnt von 1 bis 12. Nachdem alle Punkte der Jury vergeben wurden, werden alle Punkte aus dem Televoting aller Länder kombiniert. Die Moderatoren der Show tragen dann diese kombinierten Punkte vor, beginnend mit dem Land, das die wenigsten Punkte bekommen hat. Damit vergibt jedes Land doppelt so viele Punkte wie gewohnt mit der maximalen Punktzahl 24 für ein Land. Ziel ist es, mit der neuen Regelung die Spannung zu erhöhen und außerdem zu verhindern, dass sich Jury- und Telefonwertung gegenseitig aufheben. [39]

    Neuregelung ab 2018

    Am 27. April 2018 gab die EBU bekannt, dass die Regeln für das Juryvoting 2018 leicht abgewandelt werden. Nach dem bisherigen Verfahren erstellten alle fünf Juroren eines Landes je ein Ranking. Das Gesamtergebnis der Jury wurde ermittelt, indem für jeden Beitrag das durchschnittliche Ranking aller Jury-Mitglieder bestimmt und für die zehn bestplatzierten Beiträge anschließend die entsprechenden Punkte vergeben wurden. Hierbei hatte jede Stimme die gleiche Gewichtung. An diesem linearen Bewertungssystem wurde in der Vergangenheit allerdings oft der hohe Einfluss einer stark abweichenden Bewertung eines Jurors auf die Gesamtbewertung der Jury kritisiert. So konnte ein Land zum Beispiel kaum mehr 12 Punkte erreichen, wenn vier Jurymitglieder ein Land auf Platz 1 setzten, während der verbleibende fünfte Juror das Land auf Platz 26 setzte. Das neue System sieht ein exponentielles Bewertungsmodell vor. Danach erstellen die Juroren zwar weiterhin je ein Ranking. Allerdings wird jedem Platz ein exponentiell absteigender (nicht zwangsläufig ganzzahliger) Score-Wert zugeordnet, beginnend bei 12 Punkten für den ersten Platz und einem Punkt für den letzten Platz. Die oberen Rankingsplätze (insbesondere Plätze 1 bis 3) erfahren hierdurch nun eine höhere Gewichtung als untere Rankingplätze. Anschließend werden die durchschnittlichen Score-Werte über alle Jury-Mitglieder bestimmt und für die zehn bestplatzierten Beiträge die Punkte 1–8, 10 oder 12 vergeben. Mit diesem neuen System soll vermieden werden, dass eine stark negativ abweichende Bewertung eines Jurors im Vergleich zu den anderen Juroren zu viel Einfluss auf das Gesamtergebnis hat. [40] [41]

    Null Punkte

    Einige Länder, die auf dem letzten Platz landeten, erhielten für ihren Beitrag keinen Punkt. Diese Beiträge erhielten also null Punkte, was häufig als großes Desaster für die teilnehmenden Länder gilt. Die null Punkte traten erstmals beim Eurovision Song Contest 1962 auf, als gleich vier Länder (Belgien, die Niederlande, Österreich und Spanien) keinen Punkt erhielten. Durch die verschiedenen Abstimmungssysteme in der Geschichte des Wettbewerbs, war es, je nach Abstimmungssystem, nicht immer möglich null Punkte zu erhalten. Von 1957 bis 1970 gab es häufig null Punkte, da teilweise nur drei Punktesätze vergeben wurden oder gar nur ein Beitrag alle Punkte erhalten konnte. Von 1971 bis 1973 wurde jeder Beitrag mit mindestens einem Punkt bewertet, womit kein Beitrag null Punkte erreichen konnte. Erst ab 1975 bis 2015 war es wieder möglich keine Punkte zu erhalten. Seit 2004, durch die Einführung eines Halbfinales, war es also auch möglich, dass ein Land im Halbfinale null Punkte erhielt. Ein weiteres Land hätte im Finale dann ebenso null Punkte erhalten können. Da seit 2008 zwei Halbfinale stattfinden, können seither also je Halbfinale, aber auch im Finale null Punkte auftreten. Da seit 2016 die Jury- und Televoting-Punkte getrennt vergeben werden, ist es seitdem sehr unwahrscheinlich geworden, weder vom Jury- noch vom Televoting nicht mindestens einen Punkt erhalten zu haben. Seither ist es allerdings möglich null Punkte vom Tele- oder Juryvoting zu erhalten. 2021 erhielt Großbritannien weder vom Jury-, noch vom Televoting Punkte, womit ein Endergebnis aus null Punkten weniger wahrscheinlich ist als im System vor 2016, aber dennoch nicht unmöglich ist.

    Null Punkte von 1957 bis 1970

    Von 1962 bis 1965 gab es jedes Jahr vier Länder, die keinen Punkt erhielten. Danach kam es im Zeitraum von 1966 bis 1970 nur noch viermal vor, dass ein Land null Punkte erhielt.

    Jahr Land Interpret Lied Platz
    1962 Belgien Belgien  Belgien Fud Leclerc Ton nom 13. (von 13.)
    Niederlande Niederlande  Niederlande De Spelbrekers Katinka
    Osterreich Österreich  Österreich Eleonore Schwarz Nur in der Wiener Luft
    Spanien Spanien  Spanien Víctor Balaguer Llámame
    1963 Finnland Finnland  Finnland Laila Halme Muistojeni laulu 13. (von 13.)
    Niederlande Niederlande  Niederlande Annie Palmen Een speeldoos
    Norwegen Norwegen  Norwegen Anita Thallaug Solhverv
    Schweden Schweden  Schweden Monica Zetterlund En gång i Stockholm
    1964 Deutschland Bundesrepublik Bundesrepublik Deutschland  BR Deutschland Nora Nova Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne 13. (von 13.)
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien Sabahudin Kurt Život je sklopio krug
    Portugal Portugal  Portugal António Calvário Oração
    Schweiz Schweiz  Schweiz Anita Traversi I miei pensieri
    1965 Belgien Belgien  Belgien Lize Marke Als het weer lente is 15. (von 15.)
    Deutschland Bundesrepublik Bundesrepublik Deutschland  BR Deutschland Ulla Wiesner Paradies, wo bist du?
    Finnland Finnland  Finnland Viktor Klimenko Aurinko laskee länteen
    Spanien Spanien  Spanien Conchita Bautista Qué bueno, qué bueno!
    1966 Italien Italien  Italien Domenico Modugno Dio, come ti amo 17. (von 17.)
    Monaco Monaco  Monaco Téréza Bien plus fort
    1967 Schweiz Schweiz  Schweiz Géraldine Quel cœur vas-tu briser? 17. (von 17.)
    1970 Luxemburg Luxemburg  Luxemburg David Alexandre Winter Je suis tombé du ciel 12. (von 12.)

    Null Punkte von 1975 bis 2003

    Von 1975 bis 2003 kam es nur noch ab und zu vor, dass ein Land null Punkte erhielt. Auffällig ist auch, dass in diesem Zeitraum häufig nur ein Land pro Jahr null Punkte erhielt. Lediglich 1983 und 1997 erhielten zwei Länder null Punkte. Nicht berücksichtigt werden in diesem Zeitraum der osteuropäische Vorentscheid 1993 sowie die Vorrunde 1996.

    Jahr Land Interpret Lied Platz
    1978 Norwegen Norwegen  Norwegen Jahn Teigen Mil etter mil 20. (von 20.)
    1981 Norwegen Norwegen  Norwegen Finn Kalvik Aldri i livet 20. (von 20.)
    1982 Finnland Finnland  Finnland Kojo Nuku pommiin 18. (von 18.)
    1983 Turkei Türkei  Türkei Çetin Alp and the Short Waves Opera 19. (von 20.)
    Spanien Spanien  Spanien Remedios Amaya ¿Quién maneja mi barca?
    1987 Turkei Türkei  Türkei Seyyal Taner und Grup Lokomotif Şarkım sevgi üstüne 22. (von 22.)
    1988 Osterreich Österreich  Österreich Wilfried Lisa Mona Lisa 21. (von 21.)
    1989 Island Island  Island Daníel Ágúst Haraldsson Það sem enginn sér 22. (von 22.)
    1991 Osterreich Österreich  Österreich Thomas Forstner Venedig im Regen 22. (von 22.)
    1994 Litauen Litauen  Litauen Ovidijus Vyšniauskas Lopšinė mylimai 25. (von 25.)
    1997 Norwegen Norwegen  Norwegen Tor Endresen San Francisco 24. (von 25.)
    Portugal Portugal  Portugal Célia Lawson Antes do adeus
    1998 Schweiz Schweiz  Schweiz Gunvor Lass ihn 25. (von 25.)
    2003 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich Jemini Cry Baby 26. (von 26.)

    Null Punkte von 2004 bis 2015

    Von 2004 bis 2015 kam es bisher am wenigsten vor, dass ein Land null Punkte erhielt. Die Schweiz war 2004 – als das Halbfinale eingeführt wurde – das erste Land, welches null Punkte im Halbfinale erhielt. Als Deutschland und Österreich 2015 je null Punkte erhielten, war es das erste Mal seit 1997, dass zwei Länder null Punkte erhielten sowie das erste Mal seit der Einführung der Halbfinale, dass im Finale ein Land null Punkte erhielt.

    Jahr Land Interpret Lied Platz
    2004 Schweiz Schweiz  Schweiz Piero Esteriore & the MusicStars Celebrate 22. (SF) (von 22.)
    2009 Tschechien Tschechien  Tschechien Gipsy.cz Aven Romale 18. (SF1) (von 18.)
    2015 Deutschland Deutschland  Deutschland Ann Sophie Black Smoke 27. (von 27.)
    Osterreich Österreich  Österreich The Makemakes I Am Yours 26. (von 27.)

    Null Punkte seit 2016

    Seit 2016, und damit seit der Umstellung des Wertungssystems auf eine getrennte Vergabe der Jury- und Televotingergebnisse, erhielt bisher ein Land in der Gesamtwertung null Punkte. Es kam jedoch schon häufiger vor, dass ein Land im Tele- oder Juryvoting keinen Punkt erhielt. Dabei vergaben die Zuschauer häufiger null Punkte als die Jury. Während vier Beiträge bei der Jury keine Punkte erhielten, waren es bei den Zuschauern elf.

    Jahr Land Interpret Lied Juryvoting Televoting Gesamt
    Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
    2016 Tschechien Tschechien  Tschechien Gabriela Gunčíková I Stand 21. (von 26.) 41 26. (von 26.) 0 25. (von 26.) 41
    2017 Malta Malta  Malta Claudia Faniello Breathlessly 8. (SF2) (von 18.) 55 18. (SF2) (von 18.) 0 16. (SF2) (von 18.) 55
    San Marino San Marino  San Marino Valentina Monetta & Jimmie Wilson Spirit of the Night 18. (SF2) (von 18.) 0 17. (SF2) (von 18.) 1 18. (SF2) (von 18.) 1
    Osterreich Österreich  Österreich Nathan Trent Running on Air 11. (von 26.) 93 26. (von 26.) 0 16. (von 26.) 93
    Spanien Spanien  Spanien Manel Navarro Do It for Your Lover 26. (von 26.) 0 22. (von 26.) 5 26. (von 26.) 5
    2018 Island Island  Island Ari Ólafsson Our Choice 18. (SF1) (von 18.) 15 18. (SF1) (von 18.) 0 18. (SF1) (von 18.) 15
    2019 Osterreich Österreich  Österreich Pænda Limits 16. (SF2) (von 18.) 21 18. (SF2) (von 18.) 0 17. (SF2) (von 18.) 21
    Israel Israel  Israel Kobi Marimi Home 26. (von 26.) 0 19. (von 26.) 35 23. (von 26.) 35
    Deutschland Deutschland  Deutschland S!sters Sister 21. (von 26.) 24 26. (von 26.) 0 25. (von 26.) 24
    2021 Tschechien Tschechien  Tschechien Benny Cristo omaga 13. (SF2) (von 17.) 23 17. (SF2) (von 17.) 0 15. (SF2) (von 17.) 23
    Niederlande Niederlande  Niederlande Jeangu Macrooy Birth of a New Age 23. (von 26.) 11 23. (von 26.) 0 23. (von 26.) 11
    Spanien Spanien  Spanien Blas Cantó Voy a quedarme 24. (von 26.) 6 23. (von 26.) 0 24. (von 26.) 6
    Deutschland Deutschland  Deutschland Jendrik I Don’t Feel Hate 25. (von 26.) 3 23. (von 26.) 0 25. (von 26.) 3
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich James Newman Embers 26. (von 26.) 0 23. (von 26.) 0 26. (von 26.) 0

    Preisvergabe und -zuerkennung

    Der dem Interpreten des siegreichen Titels überreichte Preis (Trophäe) wird an den Songschreiber des Songs weitergereicht, in dessen Besitz er letztendlich auch verbleibt, da der Eurovision Song Contest von der Grundidee her ein reiner Komponisten- und Textdichter-Wettbewerb ist. Der Interpret selbst wird nicht bedacht. Ihm bleibt lediglich der gesteigerte Bekanntheitsgrad, den er für den Aufbau der eigenen Karriere nutzen kann.

    Ewige Bestenliste

    Erfolge

    Länderstatistik

    Bisher erfolgreichstes Teilnehmerland ist Irland mit sieben Siegen, in den Jahren 1992 bis 1994 sogar drei in Folge. Bisher haben 27 Länder gewonnen, wobei Jugoslawien, das 1989 gewann, nicht mehr existiert. Während Salvador Sobral (Portugal) den Rekord mit 758 Punkten für Amar pelos dois aus dem Jahr 2017 hält, konnte Anne-Marie David (für Luxemburg) im Jahr 1973 mit Tu te reconnaîtras mit 80,6 % der Punkte die höchste relative Punktzahl erreichen.

    Erfolgreichste Länder beim Eurovision Song Contest

    Die folgende Liste zeigt die erfolgreichsten Länder beim Eurovision Song Contest gemessen an ihren Platzierungen auf dem Stand vom Jahre 2021. Dazu werden die Gesamtpunktzahlen, die Gesamtteilnahmen und der Punkteschnitt angegeben.

    Erfolgreichste Länder
    Platz Land 1. 2. 3. Nächstbeste
    Platzierung
    (Anzahl)
    Gesamt­punkte [42]
    ohne SF
    Gesamtteilnahmen [43] Punkteschnitt
    pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
    (ab 2016: für Vergleichbarkeit Punktzahl halbiert)
    01. Irland Irland  Irland 07 04 01 04. (dreimal) 3.428 54 (davon 9 × SF) 3,03
    02. Schweden Schweden  Schweden 06 01 06 04. (zweimal) 5.450 60 (davon 1 × SF) 3,65
    03. Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 05 15 03 04. (fünfmal) 4.081 63 2,97
    04. Frankreich Frankreich  Frankreich 05 05 07 04. (siebenmal) 4.252 63 2,49
    05. Niederlande Niederlande  Niederlande 05 01 01 04. (zweimal) 3.083 61 (davon 9 × SF) 2,07
    06. Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 05 0 02 04. (fünfmal) 1.423 37 2,55
    07. Israel Israel  Israel 04 02 01 04. (zweimal) 3.166 43 (davon 6 × SF) + 1 Qfkr. 2,51
    08. Italien Italien  Italien 03 03 05 04. (zweimal) 4.241 46 3,72
    09. Danemark Dänemark  Dänemark 03 01 03 04. (zweimal) 2.846 49 (davon 5 × SF) + 1 Qfkr. 2,62
    10. Norwegen Norwegen  Norwegen 03 01 01 04. (dreimal) 3.524 59 (davon 3 × SF) 2,46
    11. Deutschland Deutschland  Deutschland 02 04 05 04. (viermal) 3.448 64 + 1 Qfkr. 2,51
    12. Spanien Spanien  Spanien 02 04 01 04. (zweimal) 2.798 60 2,01
    13. Schweiz Schweiz  Schweiz 02 03 04 04. (sechsmal) 2.987 61 (davon 11 × SF) 2,01
    14. Ukraine Ukraine  Ukraine 02 02 01 04. (einmal) 2.749 16 3,92
    15. Osterreich Österreich  Österreich 02 0 01 04. (einmal) 2.246 53 (davon 6 × SF) 1,72
    16. Russland Russland  Russland 01 04 04 05. (einmal) 3.530 23 (davon 1 × SF) + 1 Qfkr. 4,01
    17. Belgien Belgien  Belgien 01 02 0 04. (viermal) 2.577 62 (davon 10 × SF) 1,93
    18. Monaco Monaco  Monaco 01 01 03 04. (dreimal) 738 24 (davon 3 × SF) 1,89
    19. Turkei Türkei  Türkei 01 01 01 04. (dreimal) 1.996 34 (davon 1 × SF) 2,33
    20. Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan 01 01 01 04. (einmal) 1.775 13 (davon 1 × SF) 3,44
    21. Griechenland Griechenland  Griechenland 01 0 03 05. (zweimal) 3.061 41 (davon 2 × SF) 2,83
    22. Estland Estland  Estland 01 0 01 04. (einmal) 1.464 26 (davon 10 × SF) + 1 Qfkr. 1,97
    23. Lettland Lettland  Lettland 01 0 01 05. (einmal) 971 21 (davon 11 × SF) 1,72
    24. Serbien Serbien  Serbien 01 0 01 06. (einmal) 1.271 13 (davon 3 × SF) 2,80
    25. Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien 01 0 0 04. (dreimal) 1.013 27 2,89
    26. Finnland Finnland  Finnland 01 0 0 06. (zweimal) 1.827 54 (davon 8 × SF) 1,45
    27. Portugal Portugal  Portugal 01 0 0 06. (einmal) 2.206 52 (davon 9 × SF) 1,33
    28. Malta Malta  Malta 0 02 02 05. (einmal) 2.205 33 (davon 7 × SF) 2,26
    29. Island Island  Island 0 02 0 04. (zweimal) 1.924 33 (davon 7 × SF) 1,83
    30. Bulgarien Bulgarien  Bulgarien 0 01 0 04. (einmal) 1.415 13 (davon 8 × SF) 1,53
    31. Zypern Republik Republik Zypern  Zypern 0 01 0 05. (dreimal) 2.100 37 (davon 6 × SF) 1,70
    32. Australien Australien  Australien 0 01 0 05. (einmal) 1.263 06 (davon 1 × SF) 5,62
    33. Polen Polen  Polen 0 01 0 07. (einmal) [A 1] 809 23 (davon 9 × SF) 1,55
    34. Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro 0 01 0 07. (einmal) 400 02 5,48
    35. Rumänien Rumänien  Rumänien 0 0 02 04. (einmal) 1.470 21 (davon 3 × SF) + 2 Qfkr. 2,01
    36. Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 0 0 01 06. (einmal) [A 2] 1.242 19 (davon 1 × SF) 2,23
    37. Moldau Republik Republik Moldau  Moldau 0 0 01 06. (einmal) 1.322 16 (davon 5 × SF) 1,58
    38. Kroatien Kroatien  Kroatien 0 0 0 04. (zweimal) [A 3] 1.216 26 (davon 8 × SF) 1,84
    39. Armenien Armenien  Armenien 0 0 0 04. (zweimal) 1.276 13 (davon 3 × SF) 2,85
    40. Ungarn Ungarn  Ungarn 0 0 0 04. (einmal) 1.112 17 (davon 3 × SF) + 2 Qfkr. 1,61
    41. Albanien Albanien  Albanien 0 0 0 05. (einmal) 835 17 (davon 7 × SF) 1,49
    42. Litauen Litauen  Litauen 0 0 0 06. (einmal) [A 4] 1.054 21 (davon 7 × SF) 1,16
    43. Tschechien Tschechien  Tschechien 0 0 0 06. (einmal) [A 5] 479 09 (davon 6 × SF) 0,31
    44. Weissrussland Weißrussland  Weißrussland 0 0 0 06. (einmal) [A 6] 368 16 (davon 10 × SF) 1,17
    45. Slowenien Slowenien  Slowenien 0 0 0 07. (zweimal) 725 26 (davon 11 × SF) 1,15
    46. Nordmazedonien Nordmazedonien  Nordmazedonien 0 0 0 07. (einmal) 674 20 (davon 11 × SF) + 1 Qfkr. 1,25
    47. Georgien Georgien  Georgien 0 0 0 09. (zweimal) 631 13 (davon 6 × SF) 1,76
    48. Montenegro Montenegro  Montenegro 0 0 0 13. (einmal) 81 11 (davon 9 × SF) 0,95
    49. Slowakei Slowakei  Slowakei 0 0 0 18. (einmal) [A 7] 42 07 (davon 4 × SF) +1 Qfkr. 0,76
    50. Marokko Marokko  Marokko 0 0 0 18. (einmal) 7 01 0,76
    51. San Marino San Marino  San Marino 0 0 0 19. (einmal) 141 11 (davon 8 × SF) 0,39
    52. Andorra Andorra  Andorra 0 0 0 SF 12. (einmal) 06 (nur SF)
    Gesamt 79.920 1.574 (davon 210 × SF) + 11 ×  Qfkr.
    Anm.:
    1. Serbien und Montenegro nahmen nur zwei Mal teil, so dass Polen automatisch durch seine vermehrten Teilnahmen eine bessere Platzierung vorweisen kann.
    2. Bosnien und Herzegowinas drittbestes Ergebnis ist einmal Platz 7 (1999). Moldau hingegen erreichte als drittbestes Ergebnis zweimal Platz 10 (2007, 2018).
    3. Kroatiens zweitbestes Ergebnis ist einmal Platz 5 (1998). Armeniens zweitbestes Ergebnis dagegen ist zweimal Platz 7 (2010, 2016)
    4. Litauens zweitbestes Ergebnis ist Platz 8, der einmal (2021) erreicht wurde.
    5. Tschechiens zweitbestes Ergebnis ist Platz 11, der einmal (2019) erreicht wurde.
    6. Weißrusslands zweitbestes Ergebnis ist Platz 16, der zweimal (2013, 2014) erreicht wurde.
    7. Da Marokko nur einmal teilnahm, hat die Slowakei automatisch durch ihre weitere Teilnahmen ein besseres zweitbestes Ergebnis erzielt.
    • SF = Semifinale=Halbfinale, Qfkr. = Qualifikationsrunde
    Gewinner des Wettbewerbes
    Häufigkeit der Siege
    Platz Anzahl

    der Siege [B 1]

    Land [B 2] Siege
    1. 7 Irland Irland  Irland 1970, 1980, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996
    2. 6 Schweden Schweden  Schweden 1974, 1984, 1991, 1999, 2012, 2015
    3. 5 Frankreich Frankreich  Frankreich 1958, 1960, 1962, 1969, 1977
    Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 1961, 1965, 1972, 1973, 1983
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 1967, 1969, 1976, 1981, 1997
    Niederlande Niederlande  Niederlande 1957, 1959, 1969, 1975, 2019
    4. 4 Israel Israel  Israel 1978, 1979, 1998, 2018
    5. 3 Norwegen Norwegen  Norwegen 1985, 1995, 2009
    Danemark Dänemark  Dänemark 1963, 2000, 2013
    Italien Italien  Italien 1964, 1990, 2021
    6. 2 Spanien Spanien  Spanien 1968, 1969
    Schweiz Schweiz  Schweiz 1956, 1988
    Deutschland Deutschland  Deutschland 1982, 2010
    Osterreich Österreich  Österreich 1966, 2014
    Ukraine Ukraine  Ukraine 2004, 2016
    7. 1 Monaco Monaco  Monaco 1971
    Belgien Belgien  Belgien 1986
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien 1989
    Estland Estland  Estland 2001
    Lettland Lettland  Lettland 2002
    Turkei Türkei  Türkei 2003
    Griechenland Griechenland  Griechenland 2005
    Finnland Finnland  Finnland 2006
    Serbien Serbien  Serbien 2007
    Russland Russland  Russland 2008
    Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan 2011
    Portugal Portugal  Portugal 2017

    Anmerkungen:

    1. Bei gleicher Anzahl von Siegen erfolgt die Sortierung chronologisch.
    2. Das fett geschriebene Land hat den bisher letzten Eurovision Song Contest gewonnen.

    Erfolgreichste Länder bei der Qualifikation für das Finale

    Karte mit allen Ländern seit 2004 und der jeweiligen Qualifikationsrate in Prozent

    Als 2004 das Halbfinale eingeführt wurde, mussten nicht alle Länder an diesem teilnehmen. Die zehn besten Länder des Vorjahres sowie die Großen Vier (Deutschland, Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich) waren bereits für das Finale qualifiziert. Als 2007 jedoch 28 Länder am Halbfinale teilnahmen, wovon sich lediglich zehn für das Finale qualifizierten, wurde 2008 ein zweites Halbfinale eingeführt. Von nun an waren lediglich die Großen Vier (ab 2011 Großen Fünf, da Italien wieder teilnahm) sowie das Gastgeberland für das Finale qualifiziert. Alle restlichen Länder wurden auf zwei Halbfinale aufgeteilt. Davon qualifizierten sich jeweils die besten Zehn pro Halbfinale. Dieses System wird weiterhin angewendet, so dass jedes Land einen bestimmten Erfolg bei der Qualifikation für das Finale hat.

    In der folgenden Tabelle sind alle Länder dargestellt, die bisher an einem Halbfinale seit 2004 teilnahmen. Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich sind daher hier nicht aufgeführt. Die 43 aufgeführten Länder sind nach ihrer Qualifikation in Prozent sortiert. Die Quote errechnet sich dabei aus der Anzahl der Halbfinalteilnahmen sowie der Anzahl der Qualifikationen. Hat ein Land die gleiche Prozentzahl an Qualifikationen, entscheiden Halbfinalteilnahmen sowie die Anzahl der Qualifikation über die Platzierung.

    Stand 2021 hat lediglich die Ukraine bei jeder Teilnahme das Finale erreicht. Alle anderen Länder scheiterten bereits einmal an der Qualifikation für das Finale.

    Erfolg bei der Halbfinalqualifikation (Stand 2021)
    Platz Land Halbfinalteilnahmen Anzahl der
    Qualifikationen
    Letzte
    Finalqualifikation
    Qualifikation
    in Prozent
    1. Ukraine Ukraine  Ukraine 12 12 2021 100 %
    2. Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan 11 092 %
    Russland Russland  Russland
    Schweden Schweden  Schweden
    5. Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 08 07 2012 088 %
    6. Turkei Türkei  Türkei 07 06 2012 086 %
    7. Griechenland Griechenland  Griechenland 14 12 2021 086 %
    8. Australien Australien  Australien 05 04 2019 080 %
    9. Norwegen Norwegen  Norwegen 14 11 2021 079 %
    10. Rumänien Rumänien  Rumänien 13 10 2017 077 %
    11. Armenien Armenien  Armenien 12 09 2017 075 %
    Ungarn Ungarn  Ungarn 2018
    13. Serbien Serbien  Serbien 12 09 2021 075 %
    14. Danemark Dänemark  Dänemark 15 10 2019 067 %
    Moldau Republik Republik Moldau  Moldau 2021
    16. Israel Israel  Israel 15 09 2021 060 %
    17. Georgien Georgien  Georgien 13 07 2016 054 %
    18. Albanien Albanien  Albanien 16 09 2021 056 %
    Island Island  Island
    Litauen Litauen  Litauen
    Zypern Republik Republik Zypern  Zypern
    22. Malta Malta  Malta 15 08 2021 053 %
    23. Finnland Finnland  Finnland 16 08 2021 050 %
    24. Niederlande Niederlande  Niederlande 16 07 2019  a. 044 %
    25. Osterreich Österreich  Österreich 11 05 2018 045 %
    26. Kroatien Kroatien  Kroatien 14 06 2017 043 %
    27. Estland Estland  Estland 17 07 2019 041 %
    28. Irland Irland  Irland 15 06 2018 040 %
    29. Bulgarien Bulgarien  Bulgarien 13 05 2021 038 %
    30. Belgien Belgien  Belgien 16 06 2021 037 %
    Weissrussland Weißrussland  Weißrussland 2019
    32. Polen Polen  Polen 14 05 2017 036 %
    Portugal Portugal  Portugal 2021
    34. Nordmazedonien Nordmazedonien  Nordmazedonien 17 06 2019 035 %
    Slowenien Slowenien  Slowenien
    36. Tschechien Tschechien  Tschechien 9 03 2019 033 %
    37. Lettland Lettland  Lettland 16 05 2016 031 %
    Schweiz Schweiz  Schweiz 2021
    39. San Marino San Marino  San Marino 11 03 2021 027 %
    40. Montenegro Montenegro  Montenegro 11 02 2015 018 %
    41. Monaco Monaco  Monaco 03 00 000 %
    42. Slowakei Slowakei  Slowakei 04 00 000 %
    43. Andorra Andorra  Andorra 06 00 000 %

    Anmerkungen:

    a. Da die Niederlande den Wettbewerb 2019 gewinnen konnte, richtete das Land den Wettbewerb 2021 aus und waren daher bereits als Gastgeber für das Finale qualifiziert.

    Erfolgreichste Sprachen

    Erfolgreichste Sprachen beim Eurovision Song Contest
    Siege Sprache Jahr Land
    31 Englisch 1967, 1969, 1970, 1974, 1975, 1976, 1980, 1981, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996, 1997, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2018, 2019 Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan, Danemark Dänemark  Dänemark, Deutschland Deutschland  Deutschland, Estland Estland  Estland, Finnland Finnland  Finnland, Griechenland Griechenland  Griechenland, Irland Irland  Irland, Israel Israel  Israel, Lettland Lettland  Lettland, Niederlande Niederlande  Niederlande, Norwegen Norwegen  Norwegen, Osterreich Österreich  Österreich, Russland Russland  Russland, Schweden Schweden  Schweden, Turkei Türkei  Türkei, Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich
    14 Französisch 1956, 1958, 1960, 1961, 1962, 1965, 1969, 1971, 1972, 1973, 1977, 1983, 1986, 1988 Belgien Belgien  Belgien, Frankreich Frankreich  Frankreich, Luxemburg Luxemburg  Luxemburg, Monaco Monaco  Monaco, Schweiz Schweiz  Schweiz
    3 Hebräisch 1978, 1979, 1998 Israel Israel  Israel
    Niederländisch 1957, 1959, 1969 Niederlande Niederlande  Niederlande
    Italienisch 1964, 1990, 2021 Italien Italien  Italien
    2 Deutsch 1966, 1982 Deutschland Deutschland  Deutschland, Osterreich Österreich  Österreich
    Norwegisch 1985, 1995 Norwegen Norwegen  Norwegen
    Schwedisch 1984, 1991 Schweden Schweden  Schweden
    Kroatisch/Serbisch 1989, 2007 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien, Serbien Serbien  Serbien
    Spanisch 1968, 1969 Spanien Spanien  Spanien
    1 Dänisch 1963 Danemark Dänemark  Dänemark
    Krimtatarisch1 2016 Ukraine Ukraine  Ukraine
    Portugiesisch 2017 Portugal Portugal  Portugal
    Ukrainisch1 2004 Ukraine Ukraine  Ukraine

    1 Die Lieder sind zum Großteil in der jeweiligen Sprache gesungen worden. Teilweise wurden die Beiträge auch auf Englisch gesungen.

    Das Warten auf den Sieg

    Viele verschiedene Länder haben bereits am Eurovision Song Contest teilgenommen. Einige Länder gewannen den Wettbewerb direkt beim Debüt, wie beispielsweise Serbien 2007, andere Länder wie zum Beispiel Zypern nehmen schon seit 40 Jahren am Wettbewerb teil und konnten bisher noch keinen Sieg erringen. Andererseits gibt es auch Länder wie Frankreich, die zuletzt 1977 den Wettbewerb gewinnen konnten und seither auf den nächsten Sieg warten. In den folgenden drei Tabellen sind diese Länder dargestellt. Die erste Tabelle handelt dabei von Ländern und die verbundenen Jahre auf den ersten Sieg. Die zweite Tabelle zeigt Länder, die weiterhin auf ihren Sieg warten. Abschließend zeigt die dritte Tabelle die Länder, die am längsten auf den ersten oder nächsten Sieg warten. [44]

    Länder, die am längsten auf den ersten Sieg warten mussten (Stand 2021)
    Platz Land Anzahl der
    Teilnahmen
    Anzahl der
    Jahre
    Siegesjahr
    01. Portugal Portugal  Portugal 49 53 2017
    02. Finnland Finnland  Finnland 40 45 2006
    03. Belgien Belgien  Belgien 31 30 1986
    04. Deutschland Deutschland  Deutschland 27 26 1982
    05. Griechenland Griechenland  Griechenland 26 31 2005
    06. Turkei Türkei  Türkei 25 28 2003
    07. Norwegen Norwegen  Norwegen 25 25 1985
    08. Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien 24 28 1989
    09. Schweden Schweden  Schweden 15 16 1974
    10. Monaco Monaco  Monaco 13 12 1971
    10. Russland Russland  Russland 12 14 2008
    11. Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 10 10 1967
    12. Osterreich Österreich  Österreich 10 09 1966
    13. Italien Italien  Italien 09 08 1964
    14. Spanien Spanien  Spanien 08 07 1968
    15. Estland Estland  Estland 07 07 2001
    16. Danemark Dänemark  Dänemark 07 06 1963
    17. Irland Irland  Irland 06 05 1970
    Israel Israel  Israel 1978
    19. Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 05 05 1961
    20. Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan 04 03 2011
    21. Frankreich Frankreich  Frankreich 03 02 1958
    Lettland Lettland  Lettland 2002
    23. Niederlande Niederlande  Niederlande 02 01 1957
    Ukraine Ukraine  Ukraine 2004
    25. Schweiz Schweiz  Schweiz 01 00 1956
    Serbien Serbien  Serbien 2007
    Länder, die weiterhin auf den ersten Sieg warten (Stand 2021)
    Platz Land Anzahl der
    Teilnahmen
    Anzahl der Jahre bis
    zur letzten Teilnahme
    Erste Teilnahme Letzte Teilnahme
    01. Zypern Republik Republik Zypern  Zypern 37 40 1981 2021
    02. Malta Malta  Malta 33 50 1971 2021
    03. Island Island  Island 33 35 1986 2021
    04. Kroatien Kroatien  Kroatien 26 28 1993 2021
    Slowenien Slowenien  Slowenien 1993 2021
    06. Polen Polen  Polen 23 27 1994 2021
    07. Litauen Litauen  Litauen 21 27 1994 2021
    Rumänien Rumänien  Rumänien 1993 2021
    09. Nordmazedonien Nordmazedonien  Nordmazedonien 20 23 1998 2021
    10. Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 19 23 1993 2016
    11. Ungarn Ungarn  Ungarn 17 25 1993 2019
    12. Albanien Albanien  Albanien 17 17 2004 2021
    13. Moldau Republik Republik Moldau  Moldau 16 16 2005 2021
    14. Weissrussland Weißrussland  Weißrussland 16 15 2004 2019
    15. Bulgarien Bulgarien  Bulgarien 13 16 2005 2021
    16. Georgien Georgien  Georgien 13 14 2007 2021
    17. Armenien Armenien  Armenien 13 13 2006 2019
    18. San Marino San Marino  San Marino 11 13 2008 2021
    19. Montenegro Montenegro  Montenegro 11 12 2007 2019
    20. Tschechien Tschechien  Tschechien 09 14 2007 2021
    21. Slowakei Slowakei  Slowakei 07 18 1993 2012
    22. Australien Australien  Australien 06 06 2015 2021
    23. Andorra Andorra  Andorra 06 05 2004 2009
    24. Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro 02 01 2004 2005
    25. Marokko Marokko  Marokko 01 00 1980 1980
    Länder, die am längsten auf den ersten oder nächsten Sieg warten müssen (Stand 2021)
    Platz Land Anzahl der
    Teilnahmen
    Anzahl der
    Jahre
    Erste Teilnahme Letzte Teilnahme Letzteter Sieg
    01. Spanien Spanien  Spanien 51 52 1961 2021 1969
    02. Frankreich Frankreich  Frankreich 42 44 1956 2021 1977
    03. Zypern Republik Republik Zypern  Zypern 37 40 1981 2021
    04. Malta Malta  Malta 33 50 1971 2021
    05. Island Island  Island 33 35 1986 2021
    06. Belgien Belgien  Belgien 31 35 1956 2021 1986
    07. Schweiz Schweiz  Schweiz 28 33 1956 2021 1988
    08. Kroatien Kroatien  Kroatien 26 28 1993 2021
    Slowenien Slowenien  Slowenien 1993 2021
    10. Polen Polen  Polen 23 27 1994 2021
    11. Irland Irland  Irland 23 25 1965 2021 1996
    12. Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 23 24 1957 2021 1997
    13. Litauen Litauen  Litauen 21 27 1994 2021
    Rumänien Rumänien  Rumänien 1993 2021
    15. Nordmazedonien Nordmazedonien  Nordmazedonien 20 23 1998 2021
    16. Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina 19 23 1993 2016
    17. Estland Estland  Estland 19 20 1994 2021 2001
    18. Lettland Lettland  Lettland 18 19 2000 2021 2002
    19. Ungarn Ungarn  Ungarn 17 25 1993 2019
    20. Albanien Albanien  Albanien 17 17 2004 2021
    21. Moldau Republik Republik Moldau  Moldau 16 16 2005 2021
    22. Weissrussland Weißrussland  Weißrussland 16 15 2004 2019
    23. Griechenland Griechenland  Griechenland 15 16 1974 2021 2005
    24. Finnland Finnland  Finnland 14 15 1961 2021 2006
    25. Bulgarien Bulgarien  Bulgarien 13 16 2005 2021
    26. Georgien Georgien  Georgien 13 14 2007 2021
    27. Armenien Armenien  Armenien 13 13 2006 2019
    28. Serbien Serbien  Serbien 12 14 2007 2021 2007
    29. Monaco Monaco  Monaco 11 35 1959 2006 1971
    30. Russland Russland  Russland 11 13 1994 2021 2008
    31. San Marino San Marino  San Marino 11 13 2008 2021
    32. Montenegro Montenegro  Montenegro 11 12 2007 2019
    33. Norwegen Norwegen  Norwegen 11 12 1960 2021 2009
    34. Deutschland Deutschland  Deutschland 10 11 1956 2021 2010
    35. Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 10 10 1956 1993 1983
    36. Tschechien Tschechien  Tschechien 09 14 2007 2021
    37. Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan 09 10 2008 2021 2011
    38. Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan 09 09 1975 2012 2003
    39. Slowakei Slowakei  Slowakei 07 18 1993 2012
    40. Danemark Dänemark  Dänemark 07 08 1957 2021 2013
    41. Osterreich Österreich  Österreich 07 08 1957 2021 2014
    42. Australien Australien  Australien 06 06 2015 2021
    43. Andorra Andorra  Andorra 06 05 2004 2009
    44. Schweden Schweden  Schweden 05 06 1958 2021 2015
    45. Ukraine Ukraine  Ukraine 03 05 2003 2021 2016
    46. Portugal Portugal  Portugal 03 04 1964 2021 2017
    47. Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien 03 03 1961 1992 1989
    48. Israel Israel  Israel 02 03 1973 2021 2018
    49. Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro 02 01 2004 2005
    50. Niederlande Niederlande  Niederlande 01 02 1956 2021 2019
    51. Marokko Marokko  Marokko 01 00 1980 1980
    52. Italien Italien  Italien 00 00 1956 2021 2021

    Häufigster letzter Platz

    Neben den vielen erfolgreichen Ländern gibt es einige Länder im Wettbewerb, die häufig auf dem letzten Platz landen. Bis 2003 war es lediglich möglich, dass es nur im Finale einen letzten Platz zu belegen gibt. Von 2004 bis 2007 gab es ebenfalls einen letzten Platz im Halbfinale (SF). Da seit 2008 allerdings zwei Halbfinale stattfinden, gibt es nun einen letzten Platz für je ein Halbfinale und am Ende einen für das Finale. Die letzten Plätze bei jeweils Jury- und Televoting durch das 50/50-System seit 2009, dem osteuropäischen Vorentscheid 1993 sowie die Qualifikationsrunde 1996 werden hier allerdings nicht berücksichtigt.

    Häufigkeit eines letzten Platzes (Stand 2021)
    Platz Land Anzahl der
    letzten Plätze
    Jahre
    01. Finnland Finnland  Finnland 11 1963, 1965, 1968, 1980, 1982, 1990, 1992, 1996, 2009, 2015 (SF), 2019 (SF)
    Norwegen Norwegen  Norwegen 1963, 1969, 1974, 1976, 1978, 1981, 1990, 1997, 2001, 2004, 2012
    03. Osterreich Österreich  Österreich 09 1957, 1961, 1962, 1979, 1984, 1988, 1991, 2012 (SF), 2015
    Schweiz Schweiz  Schweiz 1964, 1967, 1974, 1998, 2004 (SF), 2010 (SF), 2011, 2015 (SF), 2016 (SF)
    5. Belgien Belgien  Belgien 08 1961, 1962, 1965, 1973, 1979, 1985, 1993, 2000
    6. Deutschland Deutschland  Deutschland 07 1964, 1965, 1974, 1995, 2005, 2015, 2016
    07. Lettland Lettland  Lettland 05 2009 (SF), 2010 (SF), 2013 (SF), 2017 (SF), 2021 (SF)
    Niederlande Niederlande  Niederlande 1958, 1962, 1963, 1968, 2011 (SF)
    Spanien Spanien  Spanien 1962, 1965, 1983, 1999, 2017
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 2003, 2008, 2010, 2019, 2021
    11. Irland Irland  Irland 04 2007, 2013, 2019 (SF), 2021 (SF)
    12. Island Island  Island 03 1989, 2001, 2018 (SF)
    Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 1958, 1960, 1970
    Malta Malta  Malta 1971, 1972, 2006
    Turkei Türkei  Türkei 1975, 1983, 1987
    16. Georgien Georgien  Georgien 02 2014 (SF), 2018 (SF)
    Litauen Litauen  Litauen 1994, 2005 (SF)
    Monaco Monaco  Monaco 1959, 1966
    Portugal Portugal  Portugal 1997, 2018
    San Marino San Marino  San Marino 2008 (SF), 2017 (SF)
    Schweden Schweden  Schweden 1963, 1977
    Tschechien Tschechien  Tschechien 2007 (SF), 2009 (SF)
    23. Andorra Andorra  Andorra 01 2006 (SF)
    Danemark Dänemark  Dänemark 2002
    Estland Estland  Estland 2016 (SF)
    Frankreich Frankreich  Frankreich 2014
    Italien Italien  Italien 1966
    Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien 1964
    Moldau Republik Republik Moldau  Moldau 2014 (SF)
    Polen Polen  Polen 2011 (SF)
    Slowakei Slowakei  Slowakei 2012 (SF)
    Slowenien Slowenien  Slowenien 2013 (SF)
    Ungarn Ungarn  Ungarn 2008 (SF)
    Zypern Republik Republik Zypern  Zypern 1986
    35. Albanien Albanien  Albanien 00
    Armenien Armenien  Armenien
    Aserbaidschan Aserbaidschan  Aserbaidschan
    Australien Australien  Australien
    Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina
    Bulgarien Bulgarien  Bulgarien
    Griechenland Griechenland  Griechenland
    Israel Israel  Israel
    Kroatien Kroatien  Kroatien
    Marokko Marokko  Marokko
    Montenegro Montenegro  Montenegro
    Nordmazedonien Nordmazedonien  Nordmazedonien
    Rumänien Rumänien  Rumänien
    Russland Russland  Russland
    Serbien Serbien  Serbien
    Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro  Serbien und Montenegro
    Ukraine Ukraine  Ukraine
    Weissrussland Weißrussland  Weißrussland

    Häufigste null Punkte

    Einige Länder, die häufig auf den letzten Plätzen landeten, erhielten für ihre Beiträge keine Punkte. Die Länder, die dies am häufigsten betreffen, sind in folgender Liste zu finden. Ebenfalls aufgeführt sind die null Punkte im Jury- (J) oder Televoting (T), welches seit 2016 getrennt vergeben wird sowie die null Punkte im Halbfinale (SF).

    Häufigkeit von null Punkten (Stand 2021)
    Platz Land Anzahl der
    null Punkte
    Jahre
    01. Osterreich Österreich  Österreich 6 1962, 1988, 1991, 2015, 2017 (T), 2019 (SF) (T)
    02. Deutschland Deutschland  Deutschland 5 1964, 1965, 2015, 2019 (T), 2021 (T)
    03. Norwegen Norwegen  Norwegen 4 1963, 1978, 1981, 1997
    Schweiz Schweiz  Schweiz 1964, 1967, 1998, 2004 (SF)
    Spanien Spanien  Spanien 1962, 1965, 2017 (J), 2021 (T)
    06. Finnland Finnland  Finnland 3 1963, 1965, 1982
    Tschechien Tschechien  Tschechien 2009 (SF), 2016 (T), 2021 (SF) (T)
    Niederlande Niederlande  Niederlande 1962, 1963, 2021 (T)
    09. Belgien Belgien  Belgien 2 1962, 1965
    Island Island  Island 1989, 2018 (SF) (T)
    Portugal Portugal  Portugal 1964, 1997
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 2003, 2021
    Turkei Türkei  Türkei 1983, 1987
    14. Israel Israel  Israel 1 2019 (J)
    Italien Italien  Italien 1966
    Litauen Litauen  Litauen 1994
    Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 1970
    Malta Malta  Malta 2017 (SF) (T)
    Monaco Monaco  Monaco 1966
    San Marino San Marino  San Marino 2017 (SF) (J)
    Schweden Schweden  Schweden 1963

    Erfolgreichste Künstler

    Johnny Logan (1980)

    Der erfolgreichste Teilnehmer kommt aus Irland: Johnny Logan gewann zweimal als Sänger ( 1980 mit What’s Another Year und 1987 mit Hold Me Now) sowie einmal als Komponist ( 1992: Why Me).

    Erfolgreichste Teilnehmer nach dem erreichten Anteil an der jeweils rechnerisch möglichen Maximalpunktzahl waren Anne-Marie David mit dem Lied Tu te reconnaîtras (1973; 80,6 % der möglichen Punkte), Brotherhood of Man mit Save Your Kisses for Me (1976; 80,4 %) und Nicole mit Ein bißchen Frieden (1982; 78,9 %). Seit 1997 (Punktevergabe nicht mehr ausschließlich durch Jurys) waren die erfolgreichsten Teilnehmer Katrina and the Waves mit Love Shine a Light (1997; 78,8 %), Alexander Rybak mit Fairytale (2009; 78,7 %) sowie Måns Zelmerlöw mit Heroes (2015; 78,0 %).

    Häufigste Teilnahmen eines Künstlers

    Sowohl die Norwegerin Elisabeth Andreassen, die Schweizer Musikgruppe Peter, Sue & Marc, der Belgier Fud Leclerc als auch die san-marinesische Sängerin Valentina Monetta nahmen jeweils viermal und somit am häufigsten am Wettbewerb teil: Andreassen gewann den Wettbewerb 1985 als Teil der Bobbysocks, darüber hinaus nahm sie 1982 einmal für Schweden als Teil des Duos Chips teil, es folgten Teilnahmen für ihr Heimatland in den Jahren 1994 (mit Jan Werner Danielsen) und 1996. Peter, Sue & Marc vertraten die Schweiz in den Jahren 1971, 1976, 1979 und 1981. Sie sangen ihre Lieder dabei jeweils in einer anderen Sprache. In den Jahren 1976 und 1981 erreichten sie als beste Platzierung jeweils Platz 4. Ebenfalls viermal nahm Fud Leclerc aus Belgien teil, der das Land 1956, 1958, 1960 und 1962 vertrat. Sein bestes Resultat war Platz 5 im Jahr 1958. Valentina Monetta vertrat San Marino 2012, 2013, 2014 und (gemeinsam mit Jimmie Wilson) 2017; sie schied dabei dreimal im Halbfinale aus und erreichte nur 2014 das Finale, wo sie den 24. (drittletzten) Platz belegte.

    Eine Reihe von Interpreten war dreimal beim Eurovision Song Contest vertreten. Für Deutschland waren Katja Ebstein und die Gruppe Wind je dreimal am Start. Ebstein war mit zwei dritten Plätzen in den Jahren 1970 und 1971 sowie einem zweiten Platz im Jahr 1980 erfolgreich. Mit zwei zweiten Plätzen in den Jahren 1985 und 1987 gehört die Gruppe Wind ebenfalls zu den erfolgreichen Teilnehmern für Deutschland. 1992 belegte die Gruppe Wind lediglich den 16. Platz.

    Die Schwedin Carola Häggkvist erreichte bei drei Teilnahmen für ihr Heimatland einen Sieg (1991) sowie die Plätze 3 (1983) und 5 (2006). Ebenfalls dreimal am Start war die Malteserin Chiara, die für Malta die Plätze 3 (1998), 2 (2005) und 22 (2009) erreichte. Einige mehrmals teilnehmende Interpreten traten für verschiedene Länder an. Die Zypriotin Anna Vissi sang zweimal für Griechenland (1980, 2006) und einmal für Zypern (1982). Der Franzose Romuald nahm zweimal für Monaco (1964, 1974) und einmal für Luxemburg (1969) teil. Ireen Sheer trat als Solokünstlerin einmal für Luxemburg (1974) und einmal für Deutschland (1978) sowie als Teil einer Gruppe erneut für Luxemburg (1985) an.

    Die Sängerin Corry Brokken trat bei den ersten drei Wettbewerben in den Jahren 1956 bis 1958 jeweils für die Niederlande an, die Sängerin Lys Assia in den gleichen Jahren für die Schweiz. Udo Jürgens war in den Jahren 1964 bis 1966 dreimal für Österreich beim Wettbewerb dabei. Jeder dieser drei Teilnehmer konnte den Wettbewerb einmal für sein Land entscheiden. Assia gewann 1956 den ersten Eurovision Song Contest, Brokken war ein Jahr später erfolgreich, Jürgens siegte im Jahr 1966.

    Ebenfalls dreimal nahmen darüber hinaus der Italiener Domenico Modugno (1958, 1959, 1966), die Norwegerin Kirsti Sparboe (1965, 1967, 1969) sowie das dänische Duo Hot Eyes (1984, 1985, 1988) teil.

    Der Österreicher Gary Lux war sechsmal beim Song Contest: das erste Mal 1983 als Mitglied der Gruppe Westend (Platz 9/20), 1984 als Background-Sänger für Anita (Platz 19/19), 1985 als Solist (Platz 8/19), 1987 als Solist (Platz 20/22), 1993 als Background-Sänger für Tony Wegas (Platz 14/25) und 1995 als Background-Sänger für Stella Jones (Platz 13/23).

    Übersicht der Künstler, die mehrmals teilgenommen haben

    Erfolgreiche Titel

    Aus dem Eurovision Song Contest gingen im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Lieder hervor, die zu internationalen Erfolgen und bisweilen zu Evergreens wurden. Beispielhaft sind die italienischen Beiträge Nel blu dipinto di blu (Volare) und Piove (Ciao ciao bambina), beide wurden von Domenico Modugno in den Jahren 1958 bzw. 1959 vorgetragen. Obwohl keine Wettbewerbssieger, wurden diese Songs weltweit millionenfach verkauft und von Sängern wie Paul Anka oder Dean Martin adaptiert. Kommerziell besonders erfolgreich waren Songs aus dem Song Contest ab Mitte der 1960er bis Ende der 1970er Jahre. Puppet on a String avancierte 1967 für Sängerin Sandie Shaw zum weltweiten Radio- und Hitparadenerfolg und wurde in Werbespots und auf Modenschauen jener Zeit als Untermalung eingesetzt. Aus demselben Jahrgang kam der Luxemburger Beitrag von Vicky Leandros L’amour est bleu in einer Instrumental-Version von Paul Mauriat auf Platz 1 der US-Billboard-Charts. 1972 gewann Vicky Leandros mit Après toi den Wettbewerb und verkaufte von der Single in mehreren Sprachversionen (Dann kamst Du, Come what May) weltweit über 5½ Millionen Exemplare. Waterloo von ABBA übertraf diese Marke 1974 mit dem Verkauf von rund 6 Millionen. Bislang waren nach den Verkaufszahlen Brotherhood of Man mit dem Schlagerpop Save your kisses for me mit 6½ Millionen weltweit abgesetzten Tonträger die Erfolgreichsten.

    Weitere internationale Tophits sind Congratulations von Cliff Richard (GBR 1968), All kinds of everything von Dana (IRL 1970), Beg, steal or borrow von den New Seekers (GBR 1972), Eres tú von Mocedades (ESP 1973), von Gigliola Cinquetti (ITA 1974), Dschinghis Khan von Dschinghis Khan (DEU 1979), What’s another year von Johnny Logan (IRL 1980), Ein bißchen Frieden von Nicole (DEU 1982), Gente di mare von Umberto Tozzi und Raf (ITA 1987), Insieme 1992 von Toto Cutugno (ITA 1990), Diva von Dana International (ISR 1998) und Fly On The Wings Of Love von den Olsen Brothers (DNK 2000), Satellite von Lena (DEU 2010) und Euphoria von Loreen (SWE 2012).

    Schnellster bekannter Sieg

    Immer wieder wurde die Reihenfolge des Votings geändert; zunächst in der Startreihenfolge, später in einer von einem Computer generierten Reihenfolge, um es möglichst spannend zu machen, wer nun als Sieger des Eurovision Song Contest feststand.

    Als schnellster feststehender Sieg kann Alexander Rybak aus Norwegen festgemacht werden. Nach 30 von 42 Ländern und 71,4 Prozent der abgegebenen Punkte stand er 2009 als Sieger fest.

    An zweiter Stelle befindet sich Nicole aus Deutschland. Als sie 1982 antrat, nahmen 18 Länder am ESC teil. Bereits nach 14 abgegebenen Ländervotings (77,8 Prozent) stand ihr Lied als Sieger fest.

    Den dritten Platz nehmen Katrina and the Waves aus dem Vereinigten Königreich teil. Bei ihrem Antreten 1997 stand die Band nach 20 von 25 Ländern, was 80 Prozent der abgegebenen Stimmen entspricht, als Sieger fest.

    Eurovision Song Contest als Karrierestart

    Der Eurovision Song Contest machte im Laufe der Jahre einige Interpreten zu internationalen Stars, die bis zum Zeitpunkt ihres Auftritts noch nahezu unbekannt waren.

    Dies trifft in besonderem Maße auf die schwedische Popgruppe ABBA zu, die 1974 mit dem Song Waterloo den Wettbewerb gewann. Auch die franko-kanadische Sängerin Céline Dion wurde durch ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 1988, bei dem sie für die Schweiz startete und mit Ne partez pas sans moi siegte, in Europa bekannt. Die Belgierin Lara Fabian (später durch I will love again zu Charts-Ehren gelangt) tat beim ESC für Luxemburg ihren ersten internationalen Schritt. Ebenfalls durch den ESC zu Weltruhm gelangt ist die irische Folkloregruppe Riverdance, die 1994 als Pausenfüller auftrat.

    Bekanntheit ist kein Erfolgsgarant

    Die Teilnahme eines international bereits bekannten Interpreten ist kein Garant für den Gewinn des Titels im Wettbewerb.

    Cliff Richard erreichte mit Congratulations 1968 den zweiten und mit Power to All Our Friends 1973 den dritten Platz. Anschließend waren diese Titel in den Verkaufshitparaden höher platziert als die jeweiligen Eurovisionsgewinner.

    Olivia Newton-John hatte international bereits etliche Hits gehabt und im März 1974 einen Grammy als beste Country-Sängerin erhalten. [45] Als sie im April desselben Jahres auf die Eurovisionsbühne trat, erreichte ihr Lied nur einen vierten Platz.

    1977 ging mit Silver Convention für Deutschland eine zu jener Zeit international sehr erfolgreiche Gruppe an den Start. Sie hatte wie Boney M. mit Hit-Produktionen im Discosound („Munich Sound“) von Deutschland aus 1976 weltweit die Charts erobert. Trotz hervorragender Wettquoten sowie mit den Millionsellern Fly Robin Fly und Get Up And Boogie im Rücken kam das Damentrio mit dem Titel Telegram nur auf Rang acht.

    Auch Ricchi e Poveri aus Italien oder Baccara aus Spanien (beide 1978) erreichten nicht das Siegertreppchen, ebenso wie Matia Bazar (1979). Alan Sorrenti (1980), Alice und Franco Battiato (1984) oder Al Bano & Romina Power (1976 und 1985), alle Interpreten aus Italien konnten sich in den frühen 1980er Jahren trotz der Italo-Pop-Welle in vielen Ländern Europas nicht durchsetzen. Das international erfolgreiche russische Duo t.A.T.u. belegte den dritten Platz beim Eurovision Song Contest 2003 mit Ne wer, ne boisja. Die estnische Band Vanilla Ninja kam 2005 für die Schweiz mit Cool Vibes nicht über Rang 8 hinaus. Die spanische Band Las Ketchup landete zwar im Sommer 2002 mit dem Ketchup-Song einen europaweiten Nummer-eins-Hit, kam aber beim ESC 2006 mit Un Blodymary nur auf Platz 21. Kate Ryan scheiterte 2006 für Belgien bereits im Halbfinale, ebenso DJ BoBo 2007 für die Schweiz.

    Auch die erfolgreiche Popgruppe No Angels war mit Disappear 2008 in Serbien wenig erfolgreich. Zuvor wurden sie allerdings mit nur einem Prozentpunkt vor Carolin Fortenbacher (Hinterm Ozean) in der deutschen Vorentscheidung zum Finalteilnehmer gewählt. Beim Song Contest selbst erreichten sie Platz 23 von 25, wobei sie zusammen mit Platz 24 ( Polen, Isis GeeFor Life) und 25 ( Vereinigtes Königreich, Andy AbrahamEven If) mit jeweils 14 Punkten die letzten drei Plätze belegten.

    2013 war mit Cascada für Deutschland auch eine in Europa sehr bekannte Gruppe am Start, schlussendlich landete sie mit ihrem Lied Glorious aber nur auf Platz 21. Ähnlich erging es der britischen Sängerin Bonnie Tyler, die auf dem 19. Rang landete. 2021 erreichte der US-amerikanische Rapper Flo Rida für San Marino nur Platz 22.

    Zuschauerzahlen (seit 2013)

    Seit 2013 gibt die EBU kurz nach dem Wettbewerb bekannt, wie viele Zuschauer die Sendung im jeweiligen Jahr erreicht hat. Dabei gibt sie die Gesamtanzahl der Zuschauer an, die die drei Sendungen im jeweiligen Jahr verfolgt haben. Ebenso wird jedes Jahr der Marktanteil des Finales bekannt gegeben.

    Zuschauerzahlen seit 2013
    Jahr Gesamtanzahl der Zuschauer Marktanteil
    (Nur Finale)
    Vergleich zum Vorjahr
    (Gesamtanzahl der Zuschauer)
    Vergleich zum Vorjahr
    (Marktanteil Finale)
    2013 [46] 170 Mio. 38,3 %
    2014 [47] 195 Mio. 37,3 % +25 Mio −1,0 %
    2015 [48] 197 Mio. 39,6 % +2 Mio. +2,3 %
    2016 [49] 204 Mio. 36,3 % +6 Mio. −3,3 %
    2017 [50] 182 Mio. 36,3 % −22 Mio. ±0 %
    2018 [51] 186 Mio. 35,8 % +4 Mio. −0,5 %
    2019 [52] 182 Mio. 36,7 % −4 Mio. +0,9 %
    2021 [53] 183 Mio. 40,5 % +1 Mio. +3,8 %

    Auszeichnungen

    2016 erhielt der Eurovision Song Contest die Karlsmedaille für europäische Medien.

    Finanzierung

    Nach einem schlechten Abschneiden beim Wettbewerb kommt es häufig zu der Forderung, dass das Land und damit die zuständige Rundfunkanstalt sich zurückziehen sollte. Als Argument wird dabei angeführt, dass der Sender sein Geld besser anders investieren könnte. In Deutschland wird im Zusammenhang mit dem Eurovision Song Contest auch oft von Beitrags- oder Gebührenverschwendung gesprochen. Teilweise steht der Vorwurf im Raum, dass Deutschland als Big5-Mitglied viel bezahle, aber dafür teils keine Entlohnung findet im Wettbewerb, sondern andere Länder sich Punkte zuschieben und Deutschland am Ende leer ausgeht. [54] Tatsächlich finanziert sich der Wettbewerb aber neben Sponsoren über eine Teilnahmegebühr. Diese ist gekoppelt an der Reichweite und dem Nutzungsgrad von Eurovisionsangeboten (also auch von Nachrichtenbildern und Sportübertragungen). Diesen Faktoren ist dann pro Land einen Punktewert zugeordnet. Auf Basis dieser Punktewerte werden die Gesamtkosten für Gemeinschaftsproduktionen auf die einzelnen Teilnehmerstaaten umgelegt. Bei der Finanzierung des ESC stellt die EBU dem austragenden Land einen Sockelbetrag von rund fünf Millionen Euro. Diese Summe finanzieren die den Wettbewerb übertragenden Länder dann als Teilnahmegebühr anteilig per Umlage. Beispiele für die Teilnahmegebühr pro Jahr sind in folgender Tabelle aufgelistet: [55]

    Ausgewählte Teilnahmegebühren seit 2010
    Jahr Land Teilnahmegebühr
    2021 Deutschland Deutschland  Deutschland 396.452 €
    2019 405.100 €
    2018 400.800 €
    2017 380.000 €
    2016 Niederlande Niederlande  Niederlande 250.000 €
    2015 Deutschland Deutschland  Deutschland 363.500 €
    Spanien Spanien  Spanien 356.000 €
    2014 Rumänien Rumänien  Rumänien 130.000 €
    2013 Irland Irland  Irland 70.000 €
    2012 Griechenland Griechenland  Griechenland 120.000 €
    Montenegro Montenegro  Montenegro 23.000 €
    2010 Malta Malta  Malta 80.000 €

    Im Vergleich zu anderen Unterhaltungs- oder Sportsendungen ist der Eurovision Song Contest damit verhältnismäßig günstig. Laut einer Rechnung der Seite eurovision-spain.com kostete eine Sendeminute vom ESC 2015 der spanischen Rundfunkanstalt RTVE 791 €. Eine Sendeminute eines Spieles bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 kostete dagegen 21.600 €. Durch die Finanzierung über alle jeglichen Teilnehmerländer eines Jahres ist die Sendung und der damit verbundene Unterhaltungswert, den ein Land alleine nicht jedes Jahr stemmen könnte, laut ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sehr hoch. [55]

    Rezeption als queere Veranstaltung

    Der Eurovision Song Contest ist in der LGBT-Szene sehr beliebt; schwule Männer waren spätestens seit den 1980er Jahren maßgeblich am Aufbau der Fangemeinde des Musikwettbewerbs und dem dazugehörigen Verein Organisation générale des amateurs de l’Eurovision (OGAE) beteiligt. Dabei stand und steht neben der europäischen Vielfalt eine queere Aneignung des Wettbewerbs im Vordergrund. Die Kitschästhetik des Wettbewerbs wird dabei als absichtlich übertriebene und künstliche Ästhetik des Camp interpretiert und in dieser Aneignung als Basis einer queeren, subversiven Identität gefeiert. [56] [57] [58]

    Seit den späten 1990er Jahren wird der queere Subtext der Veranstaltung verstärkt sichtbar: Nachdem mit dem Isländer Páll Óskar 1997 erstmals ein offen schwuler Künstler aufgetreten war, gewann 1998 die transsexuelle israelische Sängerin Dana International, [56] und 2014 die österreichische bärtige Dragqueen Conchita Wurst. Die Kulturwissenschaftlerin Jessica Carniel stellt fest, die moderne Eurovision-Tradition biete dem queeren Publikum eine wichtige Gelegenheit, ein Zugehörigkeitsgefühl zu Europa zu erleben. [59]

    Jubiläen

    50-Jahr-Jubiläum

    Am 22. Oktober 2005 fand in Kopenhagen eine Jubiläumsshow mit dem Titel Congratulations (deutsch: „Herzlichen Glückwunsch“) statt. Damit wurde das 50-Jahr-Jubiläum des Eurovision Song Contests gefeiert. Das Ziel der Show war, das beste Lied des Grand Prix unter allen Titeln, die jemals teilgenommen haben, zu ermitteln. Auf der offiziellen Internetsite eurovision.tv konnte jeder seine Stimme für seinen Lieblingstitel des ESC abgeben. Die zehn Lieder mit den meisten Stimmen kamen ins Semifinale. Zusätzlich wählte eine Jury der Europäischen Rundfunkunion vier weitere Titel ins Halbfinale. Im Halbfinale wurden per Telefonvoting die fünf besten Lieder ermittelt. Im zweiten Durchgang, also dem Finale, wurde durch ein weiteres Telefonvoting die Platzierung dieser fünf Lieder festgelegt.

    Moderiert wurde die Show von der britischen ESC-Siegerin Katrina Leskanich ( Katrina and the Waves, ESC-Sieg 1997 mit Love Shine a Light) und dem lettischen Eurovision Song Contest-Drittplatzierten Renars Kaupers ( Brainstorm, ESC-Teilnahme 2000 mit My Star). Die Sendung wurde in Deutschland vom WDR und vom SWR, in Österreich von ORF 2, und in der Schweiz von SF 1 übertragen.

    Dabei kam es zu folgendem Ergebnis:

    Platz Jahr Land Interpret Titel
    1. 1974 Schweden Schweden  Schweden ABBA Waterloo
    2. 1958 Italien Italien  Italien Domenico Modugno Nel blu dipinto di blu (Volare)
    3. 1987 Irland Irland  Irland Johnny Logan Hold Me Now
    4. 2005 Griechenland Griechenland  Griechenland Elena Paparizou My Number One
    5. 1976 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich Brotherhood of Man Save Your Kisses for Me
    6. 2000 Danemark Dänemark  Dänemark Olsen Brothers Fly on the Wings of Love
    7. 1982 Deutschland Deutschland  Deutschland Nicole Ein bißchen Frieden
    8. 1968 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich Cliff Richard Congratulations
    9. 2003 Turkei Türkei  Türkei Sertab Erener Everyway that I Can
    10. 1988 Schweiz Schweiz  Schweiz Céline Dion Ne partez pas sans moi
    11. 1973 Spanien 1945 Spanien  Spanien Mocedades Eres tú
    12. 1980 Irland Irland  Irland Johnny Logan What’s Another Year
    13. 1998 Israel Israel  Israel Dana International Diva
    14. 1965 Luxemburg Luxemburg  Luxemburg France Gall Poupée de cire, poupée de son

    60-Jahr-Jubiläum

    Zum 60-Jahr-Jubiläum wurde von der BBC am 31. März 2015 im Londoner Hammersmith Apollo die Veranstaltung Eurovision Song Contest’s Greatest Hits organisiert. [60] Moderiert wurde die Show von Graham Norton und Petra Mede. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und bis zum Contest in verschiedenen Ländern ausgestrahlt.

    Es traten folgende Interpreten auf:

    Anne-Marie David (Gewinnerin 1973, Teilnehmerin 1979) Brotherhood of Man (Gewinner 1976)
    Johnny Logan (Gewinner 1980, 1987 und als Komponist 1992) Nicole (Gewinnerin 1982)
    Herrey’s (Gewinner 1984) Bobbysocks (Gewinner 1985)
    Dana International (Gewinnerin 1998, Teilnehmerin 2011) Olsen Brothers (Gewinner 2000)
    Natasha Saint-Pier (Teilnehmerin 2001) Rosa López (Teilnehmerin 2002)
    Lordi (Gewinner 2006) Dima Bilan (Teilnehmer 2006, Gewinner 2008)
    Loreen (Gewinnerin 2012) Emmelie de Forest (Gewinnerin 2013)
    Conchita Wurst (Gewinnerin 2014) Riverdance (Interval act 1994) [61]

    Weiteres

    Ähnliche Veranstaltungen

    Seit 2003 wird zusätzlich der jährliche Junior Eurovision Song Contest ausgetragen. In den Jahren 2007 und 2008 gab es zudem den Eurovision Dance Contest. Weitere Veranstaltungen, die vom Song Contest inspiriert wurden sind die beiden im zweijahres Rhythmus stattfindenden Wettbewerbe Eurovision Young Musicians und der bis 2017 stattfindenden Eurovision Young Dancers. 2017 wurde mit dem Eurovision Choir ein weiterer Wettbewerb eingeführt, der aber bisher nur 2017 und 2019 stattfand.

    Außerhalb dieser EBU-Produktionen gab es noch den Intervision-Liederwettbewerb und wird es in Zukunft (geplant ab 2022) ebenso einen American Song Contest geben.

    Film

    Die 2020 auf Netflix veröffentlichte Komödie Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga ist vom Wettbewerb inspiriert.

    Anhang

    Literatur

    • Christine Ehardt, Georg Vogt, Florian Wagner (Hrsg.): Eurovision Song Contest – Eine kleine Geschichte zwischen Körper, Geschlecht und Nation. Zaglossus, Wien 2015, ISBN 978-3-902902-32-0.
    • Clemens Dreyer, Claas Triebel, Urban Lübbeke: Ein bisschen Wahnsinn: Wirklich alles zum Eurovision Song Contest. Verlag Antje Kunstmann, München 2011, ISBN 978-3-88897-715-2.
    • Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. Die deutsche und internationale Geschichte des Grand Prix Eurovision. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2002, ISBN 3-455-09350-7.
    • Jan Feddersen: Wunder gibt es immer wieder: Das große Buch zum Eurovision Song Contest. Aufbau TB, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-7074-4.
    • Werner Jauk, Christian Fastl: Song Contest. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.
    • John Kennedy O’Connor: Eurovision Song Contest. Mit einem Vorwort von Michael Sonneck. Gondrom, Bindlach 2005, ISBN 3-8112-2536-7.
    • Irving Wolther: Kampf der Kulturen: der „Eurovision Song Contest“ als Mittel national-kultureller Repräsentation. Königshausen & Neumann, Würzburg 2006, ISBN 3-8260-3357-4.
    • Mari Pajala: Finlande: zero points? Der Eurovision Song Contest in den finnischen Medien. Mit einem Vorwort von Jan Feddersen. SAXA Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-939060-07-9.
    • Tim Moore: Null Punkte – Ein bisschen Scheitern beim Eurovision Song Contest. Aus dem Englischen von Olaf Bentkämper. Covadonga Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-936973-28-0.
    • Ivan Raykoff, Robert Dean Tobin (Hrsg.): A Song for Europe. Popular Music and Politics in the European Song Contest. Abingdon 2007. [62]
    • Christiane Graf: germany: zero points, Nationale Befindlichkeiten beim Eurovision Song Contest. In: prager frühling 05.
    • Irving Wolther: Musikwettbewerb vs. Wettbewerbsmusik: Das Dilemma des Eurovision Song Contests. In: Beiträge zur Popularmusikforschung, Bd. 33, 2005, S. 101–111 ( uni-giessen.de).
    • Tony Brown, Paul Gambaccini, Jonathan Rice, Tim Rice: The Complete Eurovision Song Contest Companion. Pavilion Books, London 1998, ISBN 1-86205-167-4 (160 Seiten plus 8 Bildseiten, englisch, Thema: internationale Finals von 1956 bis 1997, Vorwort von Terry Wogan).
    • Holger Burandt: Der Weg zum Grand Prix Eurovision de la Chanson. Eigenverlag, ohne Ort 1999, ISBN 3-9804141-5-9 (140 Seiten, Thema: deutsche Vorentscheidungen von 1956 bis 1999).
    • Jørgen de Mylius: Det danske Melodi Grand Prix. DR Multimedie, Kopenhagen 2001, ISBN 87-7047-967-4 (210 großformatige Seiten, durchgehend farbig bebildert, dänisch, Thema: dänische Vorentscheidungen von 1957 bis 2000).
    • Tschajk Freiberg: Tu te reconnaîtras – The Story of Eurovision. Eigenverlag, Bergen 2006 (500 großformatige, in Leder gebundene Seiten, durchgehend farbig bebildert, Hauptthemen: Internationale Finals und deutsche Vorentscheidungen von 1956 bis 2005, incl. Bonus-DVD mit einem 4-Minuten-Track).
    • Henk Langerak: Muziek op punten – Muziek in 44 jaar Eurovisie Songfestival. Autorenrechtsvereinigung Buma/Stemra, Amstelveen 1999 (40 Seiten, durchgehend farbig bebildert, niederländisch, Thema: allgemeiner Überblick von 1956 bis 1999 mit Schwerpunkt Niederlande).
    • Leif Thorsson: Melodifestivalen genom tiderna. Premium Förlag, Stockholm 1999, ISBN 91-89136-00-4 (360 großformatige Seiten, durchgehend farbig bebildert, schwedisch, Themen: schwedische Vorentscheidungen und internationale Finals von 1958 bzw. 1956 bis 1999, incl. Bonus-CD mit 18 Tracks).

    Weblinks

    Commons: Eurovision Song Contest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
      Wikinews: Eurovision Song Contest – in den Nachrichten

    Einzelnachweise

    1. Eurovision Song Contest. In: Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Das Fernsehlexikon. 2005; abgerufen am 4. Januar 2015.
    2. Our History. EBU, abgerufen am 20. Mai 2020.
    3. Lexie Cartwright: Why Australia gets a spot in Eurovision each year. In: news.com.au. 17. Mai 2019, abgerufen am 17. Mai 2019 (englisch).
    4. Jerusalem 1999. Abgerufen am 17. Mai 2021 (englisch).
    5. Barbara Dürnberger: Wer zahlt, schafft an: die „Big Five“. In: Wiener Zeitung. 21. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2019.
    6. Turkey: No return to the Eurovision Song Contest in 2017?
    7. Australien nimmt erstmals am Wettbewerb teil. oe3.orf.at; abgerufen am 10. Februar 2015
    8. Song Contest 2016: Australien nimmt wieder teil
    9. Häufige Fragen rund um den ESC. NDR, abgerufen am 10. Mai 2017.
    10. Georgien fährt nicht nach Moskau. In: Kölner Stadt-Anzeiger, abgerufen am 17. März 2009.
    11. Lebanon withdraws from Eurovision
    12. 39 countries to take part in Eurovision 2013. eurovision.tv, 21. Dezember 2012, abgerufen am 14. März 2014 (englisch).
    13. Dieter Bohlen will ARD beim nächsten Grand Prix helfen. In: Berliner Morgenpost, 24. Mai 2009, nach dpa.
    14. Alex Christensen. Jetzt rechnet er mit dem Grand Prix ab. In: Bild, 24. Mai 2009 ALEX CHRISTENSEN – Jetzt rechnet er mit dem Grand Prix ab ( Memento vom 25. Juni 2010 im Internet Archive)
    15. Raab darf wohl doch den Grand Prix aufhübschen. derwesten.de, 21. Mai 2009.
    16. Rules of the 2003 Eurovision Song Contest ( Memento vom 14. April 2003 im Internet Archive) (PDF; 184 kB), Article XV.1
    17. Eurovision.tv: Reference Group Gathered in Belgrade.
    18. NDR berichtet vom EBU-Treffen in Belgrad Ende August 2010 ( Memento vom 24. November 2010 im Internet Archive)
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    22. europaeische-musikwissenschaft.eu (PDF)
    23. Eurovision votes 'farce' attack
    24. Regeländerungen bei eurovision.tv.
    25. Neuregelung 2009 bei ecgermany.de.
    26. Jury soll „Ostblockmafia“ knacken. stern.de.
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    28. Eurovision Song Contest wieder mit Jury. tagesspiegel.de.
    29. Märchenerzähler schlägt Sexbombe. Spiegel Online.
    30. „Spaß-Jury“ vergibt deutsche Punkte. stern.de.
    31. Results Televoting Only. ( Memento vom 7. August 2012 auf WebCite; PDF; 65 kB) eurovision.tv.
    32. Results Televoting & Jury Mixed (50/50). ( Memento vom 6. August 2009 im Internet Archive; PDF; 70 kB) eurovision.tv
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    35. EBU restores televoting Window as from 2012. Eurovision.tv, abgerufen am 2. Juli 2011.
    36. Schwere Vorwürfe nach dem ESC 2013 - Wurden Stimmen gekauft? n-tv.de
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