Björn Borg Information

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Björn Borg Tennisspieler
Björn Borg
Borg (1991)
Nation: Schweden   Schweden
Geburtstag: 6. Juni 1956
Größe: 180 cm
1. Profisaison: 1973
Rücktritt: 1983, erneut 1993
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 3.655.751 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 654:140
Karrieretitel: 66
Höchste Platzierung: 1 (23. August 1977)
Wochen als Nr. 1: 109
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 93:89
Karrieretitel: 4
Höchste Platzierung: 890 (22. März 1993)
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Björn Rune Borg ( Anhören ?/ i; * 6. Juni 1956 in Stockholm) ist ein ehemaliger schwedischer Tennisspieler.

Im Laufe seiner relativ kurzen Karriere gewann Borg 66 Einzeltitel, darunter 11 Grand-Slam-Titel. In den Jahren 1976 bis 1980 gewann er fünfmal in Folge in Wimbledon, zwischen 1974 und 1981 sicherte er sich sechs Titel bei den French Open. Im Team holte er 1975 den Davis Cup erstmals nach Schweden. Zudem gewann er zweimal das Saisonabschlussturnier, das Masters.

Die Jahre 1979 und 1980 beendete Borg an der Spitze der Weltrangliste. Er war einer der dominierenden Spieler der zweiten Hälfte der 1970er und frühen 1980er Jahre und wird zu den besten Spielern der Tennisgeschichte gezählt.

Karriere

Rekord- Weltranglistenerste im Herreneinzel
Rang Spieler Wochen
1. Serbien   Novak Đoković 370
2. Schweiz   Roger Federer 310
3. Vereinigte Staaten   Pete Sampras 286
4. Tschechoslowakei   Ivan Lendl 270
5. Vereinigte Staaten   Jimmy Connors 268
6. Spanien   Rafael Nadal 209
7. Vereinigte Staaten   John McEnroe 170
8. Schweden   Björn Borg 109
9. Vereinigte Staaten   Andre Agassi 101
Stand: 16. Mai 2022
Rekord-Grand-Slam-Sieger im Herreneinzel
Rang Spieler Titel
1. Spanien   Rafael Nadal 21
2. Serbien   Novak Đoković 20
Schweiz   Roger Federer
4. Vereinigte Staaten   Pete Sampras 14
5. Australien   Roy Emerson 12
6. Schweden   Björn Borg 11
Australien   Rod Laver
8. Vereinigte Staaten   Bill Tilden 10
Stand: 30. Januar 2022

Schon 1972, im Alter von 15 Jahren, sorgte Borg für Aufsehen, als er sein erstes Davis-Cup-Match für Schweden gewann. Im gleichen Jahr holte er sich auch den Wimbledon-Titel bei den Junioren. 1973 spielte Borg seine erste komplette Saison auf der Profitour und erreichte bei den French Open und den US Open jeweils das Achtelfinale sowie sein erstes Viertelfinale in Wimbledon.

1974 gewann er im Alter von 17 Jahren und elf Monaten bei den Italian Open seinen ersten Profititel. Im selben Jahr kamen sechs weitere Titel hinzu, darunter auch der Titel bei den French Open, den Borg als bis dahin jüngster Spieler gewann. Er beendete die Saison auf Platz 3 der Weltrangliste. 1975 setzte er seinen Aufstieg in die Weltspitze fort. Unter seinen fünf Saisontiteln war erneut der Titel bei den French Open, den er im Finale gegen Guillermo Vilas erkämpfte. In Wimbledon erreichte Borg erneut das Viertelfinale, bei den US Open sogar das Halbfinale. Am Ende der Saison führte er Schweden zum ersten Davis-Cup-Triumph; beim 3:2-Finalsieg über die Tschechoslowakei gewann Borg beide Einzel.

1976 gelang ihm sein erster Titelgewinn in Wimbledon – im Finale gegen den favorisierten Ilie Năstase. Der Erfolg des Sandplatzspezialisten Borg galt damals als mittlere Sensation. Bei den großen Sandplatzturnieren selbst blieb er in diesem Jahr dagegen ohne Erfolg; er scheiterte jeweils am Weltranglistenersten Jimmy Connors – bei den French Open im Viertelfinale und bei den US Open im Finale. 1977 verteidigte Borg seinen Wimbledontitel in einem Fünfsatz-Krimi gegen Connors und nahm zwischenzeitlich Platz 1 der Weltrangliste ein. Mit insgesamt elf Saisontiteln beendete er die vierte Saison in Folge unter den besten drei Spielern der Welt.

1978 dominierte Borg die Profitour endgültig. Bei neun Saisonsiegen gelang ihm auch das erste Double von French Open und Wimbledon, bei den US Open verlor er dagegen das Finale erneut gegen Connors. 1979 konnte Borg die Titel in Paris und London verteidigen und mit zehn weiteren Titeln erstmals eine Saison als Nummer 1 der Weltrangliste beenden. Zudem gewann er erstmals in seiner Karriere das Masters, das erst im Januar des folgenden Jahres stattfand.

1980 schaffte Borg das dritte Double von French Open und Wimbledon in Folge, was noch immer zu den größten Leistungen der Tennisgeschichte gehört. Im Finale der US Open unterlag er dagegen zum dritten Mal in Folge, diesmal dem aufstrebenden John McEnroe. Dank eines erneuten Masters-Titels und neun weiteren Titeln beendete Borg die Saison wiederum an der Spitze der Weltrangliste.

Die Saison 1981 wurde seine letzte große. Borg gelangen dabei zum dritten Mal in seiner Karriere drei Finalteilnahmen bei Grand-Slam-Turnieren. Bei den French Open feierte er seinen vierten Titel in Folge und sechsten Turniersieg insgesamt (dieser Rekord sollte erst 2011 von Rafael Nadal eingestellt werden), in Wimbledon hingegen endete seine Rekordserie von fünf Titeln in Folge mit einer Finalniederlage gegen John McEnroe. Und auch in seinem vierten US-Open-Finale unterlag er McEnroe. In Genf gewann Borg dann im September 1981 seinen 66. und letzten Titel.

Nach der Saison entschloss er sich, eine viermonatige Auszeit vom Turniergeschehen zu nehmen. Er trat nur noch beim Turnier in Monte Carlo (seinem Wohnsitz) an, bei dem er das Viertelfinale erreichte. Von Seiten der Funktionäre wurde er dann darauf hingewiesen, dass er künftig die Qualifikationsrunden der jeweiligen Turniere bestreiten müsse, wenn er nicht die geforderte Anzahl von Turnieren im Saisonverlauf spiele. Daraufhin beendete Borg die Saison 1982 vorzeitig. 1983 trat er noch einmal in Monte Carlo an und gab kurz darauf – im Alter von gerade mal 26 Jahren – seinen Rücktritt bekannt.

In den folgenden zehn Jahren unternahm Borg mehrere Comebackversuche. Er scheiterte 1984 in Stuttgart in der ersten Turnierrunde, ebenso 1991 in Monte Carlo, 1992 bei insgesamt acht Turnieren und 1993 bei weiteren drei Turnieren. In Moskau verlor er schließlich im November 1993 den entscheidenden Tiebreak gegen Alexander Wolkow, daraufhin beendete er endgültig seine Karriere. Seit vielen Jahren ist er als Spieler auf der Seniorentour unterwegs.

Björn Borg ist neben Anja Pärson, Sarah Sjöström und Ingemar Stenmark der einzige Sportler, der zweimal mit der renommierten Svenska-Dagbladet-Goldmedaille geehrt wurde (1974, 1978).

Karrierebilanz

Turnier1

1993 1992 1991 1990 1989 1988 1987 1986 1985 1984 1983 1982 1981 1980 1979 1978 1977 1976 1975 1974 1973 1972 1971

Gesamt
Australian Open

n. a. 3R

0
French Open

S S S S VF S S AF

6
Wimbledon

F S S S S S VF 3R VF

5
US Open

F F VF F AF F HF 2R AF

0
Gewonnene Einzel-Titel

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 3 9 13 9 12 7 5 8 0 0 0

66
Gesamt-Siege/-Niederlagen2

0:3 0:8 0:1 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 0:1 1:1 2:1 35:6 70:6 84:6 79:7 78:7 59:12 89:19 94:24 51:24 12:13 0:1

654:140
Jahresendposition

1120 769 1131 745 262 4 1 1 2 3 2 3 3 18

N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1R, 2R, 3R = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde bzw. Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Qualifikationsrunde

1 Turnierresultat in Klammern bedeutet, dass der Spieler das Turnier noch nicht beendet hat; es zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an. Nachdem der Spieler das Turnier beendet hat, wird die Klammer entfernt.
2 Stand: Karriereende

Erfolge

Legende
Grand Slam (11)
Masters Grand Prix/WCT Finals (3)
Grand Prix Championship Series (15)
Grand Prix World Series (38)
ATP-Titel nach Belag
Hartplatz (7)
Sand (32)
Rasen (7)
Teppich (20)

Einzel

Turniersiege

Nr. Jahr Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 20. Januar 1974 Neuseeland   Auckland Rasen Neuseeland   Onny Parun 6:4, 6:3, 6:1
2. 24. Februar 1974 Vereinigtes Konigreich   London Hartplatz (i) Vereinigtes Konigreich   Mark Cox 6:7, 7:6, 6:4
3. 17. März 1974 Brasilien   São Paulo Hartplatz (i) Vereinigte Staaten   Arthur Ashe 6:2, 3:6, 6:3
4. 2. Juni 1974 Italien   Rom Sand Rumänien 1965   Ilie Năstase 6:3, 6:4, 6:2
5. 16. Juni 1974 Frankreich   French Open Sand Spanien 1945   Manuel Orantes 2:6, 6:7, 6:0, 6:1, 6:1
6. 14. Juli 1974 Schweden   Båstad Sand Italien   Adriano Panatta 6:3, 6:0, 6:7, 6:3
7. 25. August 1974 Vereinigte Staaten   Boston Sand Niederlande   Tom Okker 7:6, 6:1, 6:1
8. 7. Dezember 1974 Australien   Adelaide Rasen Neuseeland Onny Parun 6:4, 6:4, 3:6, 6:2
9. 2. Februar 1975 Vereinigte Staaten   Richmond Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Arthur Ashe 4:6, 6:4, 6:4
10. 12. Februar 1975 Italien   Bologna Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Arthur Ashe 7:6, 4:6, 7:6
11. 15. Juni 1975 Frankreich Frankreich French Open (2) Sand Argentinien   Guillermo Vilas 6:2, 6:3, 6:4
12. 25. August 1975 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Boston (2) Sand Argentinien Guillermo Vilas 6:3, 6:4, 6:2
13. 19. Oktober 1975 Spanien   Barcelona Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Adriano Panatta 1:6, 7:6, 6:3, 6:2
14. 15. Februar 1976 Kanada Toronto Indoor Teppich (i) Vereinigte Staaten   Vitas Gerulaitis 2:6, 6:3, 6:1
15. 3. April 1976 Brasilien São Paulo (2) Teppich (i) Argentinien Guillermo Vilas 7:6, 6:2
16. 9. Mai 1976 Vereinigte Staaten   Dallas Teppich (i) Argentinien Guillermo Vilas 1:6, 6:1, 7:5, 6:1
17. 30. Mai 1976 Deutschland Bundesrepublik   Düsseldorf Sand Spanien 1945 Manuel Orantes 6:2, 6:2, 6:0
18. 3. Juli 1976 Vereinigtes Konigreich   Wimbledon Rasen Rumänien 1965 Ilie Năstase 6:4, 6:2, 9:7
19. 30. August 1976 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Boston (3) Sand Vereinigte Staaten   Harold Solomon 6:7, 6:4, 6:1, 6:2
20. 15. Oktober 1976 Vereinigte Staaten   Hilton Head Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Arthur Ashe 6:1, 6:2
21. 23. Januar 1977 Vereinigte Staaten   Boca Raton Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 6:4, 5:7, 6:3
22. 6. März 1977 Vereinigte Staaten   Memphis Teppich (i) Vereinigte Staaten   Brian Gottfried 6:4, 6:3, 4:6, 7:5
23. 3. April 1977 Frankreich   Nizza Sand Argentinien Guillermo Vilas 6:4, 1:6, 6:2, 6:0
24. 10. April 1977 Monaco   Monte Carlo Sand Italien   Corrado Barrazutti 6:3, 7:5, 6:0
25. 24. April 1977 Vereinigte Staaten   Denver Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Brian Gottfried 7:5, 6:2
26. 2. Juli 1977 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Wimbledon (2) Rasen Vereinigte Staaten   Jimmy Connors 3:6, 6:2, 6:1, 5:7, 6:4
27. 30. September 1977 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Hilton Head (2) Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Roscoe Tanner 6:4, 7:5
28. 16. Oktober 1977 Spanien   Madrid Sand Chile   Jaime Fillol 6:3, 6:0, 6:7, 7:6
29. 23. Oktober 1977 Spanien Spanien Barcelona (2) Sand Spanien 1945 Manuel Orantes 6:2, 7:5, 6:2
30. 30. Oktober 1977 Schweiz   Basel Teppich (i) Vereinigtes Konigreich   John Lloyd 6:4, 6:2, 6:3
31. 6. November 1977 Deutschland Bundesrepublik   Köln Teppich (i) Polen   Wojciech Fibak 2:6, 7:5, 6:3
32. 20. November 1977 Vereinigtes Konigreich   Wembley Hartplatz (i) Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich John Lloyd 6:4, 6:4, 6:3
33. 15. Januar 1978 Vereinigte Staaten   Birmingham Teppich (i) Vereinigte Staaten   Dick Stockton 7:6, 7:5
34. 22. Januar 1978 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Boca Raton (2) Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 7:6, 3:6, 6:1
35. 26. März 1978 Vereinigte Staaten   Las Vegas Hartplatz Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Vitas Gerulaitis 6:5, 5:6, 6:4, 6:5
36. 2. April 1978 Italien   Mailand Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Vitas Gerulaitis 6:3, 6:3
37. 28. Mai 1978 Italien Italien Rom (2) Sand Italien Italien Adriano Panatta 1:6, 6:3, 6:1, 4:6, 6:3
38. 11. Juni 1978 Frankreich Frankreich French Open (3) Sand Argentinien Guillermo Vilas 6:1, 6:1, 6:3
39. 8. Juli 1978 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Wimbledon (3) Rasen Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 6:2, 6:2, 6:3
40. 23. Juli 1978 Schweden Schweden Båstad (2) Sand Italien Italien Corrado Barazzutti 6:1, 6:2
41. 5. November 1978 Japan   Tokio Indoor Teppich (i) Vereinigte Staaten   Brian Teacher 6:3, 6:4
42. 4. Februar 1979 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Richmond (2) Teppich (i) Argentinien Guillermo Vilas 6:3, 6:1
43. 11. Februar 1979 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Boca Raton (3) Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 6:2, 6:3
44. 8. April 1979 Niederlande   Rotterdam Teppich Vereinigte Staaten   John McEnroe 6:4, 6:2
45. 15. April 1979 Monaco Monte Carlo (2) Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Vitas Gerulaitis 6:2, 6:1, 6:3
46. 29. April 1979 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Las Vegas (2) Hartplatz Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 6:3, 6:2
47. 11. Juni 1979 Frankreich Frankreich French Open (4) Sand Paraguay   Víctor Pecci 6:3, 6:1, 6:7, 6:4
48. 7. Juli 1979 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Wimbledon (4) Rasen Vereinigte Staaten   Roscoe Tanner 6:7, 6:1, 3:6, 6:3, 6:4
49. 22. Juli 1979 Schweden Schweden Båstad (3) Sand Ungarn   Balázs Taróczy 6:1, 7:5
50. 19. August 1979 Kanada   Toronto Hartplatz Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten John McEnroe 6:3, 6:3
51. 23. September 1979 Italien   Palermo Sand Italien Italien Corrado Barazzutti 6:4, 6:0, 6:4
52. 4. November 1979 Japan Japan Tokio Indoor (2) Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 6:2, 6:2
53. 9. Dezember 1979 Kanada Montreal Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 6:4, 6:2, 2:6, 6:4
54. 13. Januar 1979 Vereinigte Staaten   New York City Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Vitas Gerulaitis 6:2, 6:2
55. 10. Februar 1980 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Boca Raton (4) Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Vitas Gerulaitis 6:1, 5:7, 6:1
56. 24. Februar 1980 Vereinigte Staaten   Salisbury Teppich (i) Indien   Vijay Amritraj 7:5, 6:1, 6:3
57. 30. März 1980 Frankreich Frankreich Nizza (2) Sand Spanien 1977 Manuel Orantes 6:2, 6:0, 6:1
58. 6. April 1980 Monaco Monte Carlo (3) Sand Argentinien Guillermo Vilas 6:1, 6:0, 6:2
59. 27. April 1980 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Las Vegas (2) Hartplatz Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Harold Solomon 6:3, 6:1
60. 8. Juni 1980 Frankreich Frankreich French Open (5) Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Vitas Gerulaitis 6:4, 6:1, 6:2
61. 6. Juli 1980 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Wimbledon (5) Rasen Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten John McEnroe 1:6, 7:5, 6:3, 6:7, 8:6
62. 10. November 1980 Schweden   Stockholm Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten John McEnroe 6:3, 6:4
63. 18. Januar 1980 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten New York City (2) Teppich (i) Tschechoslowakei   Ivan Lendl 6:4, 6:2, 6:2
64. 7. Juni 1981 Frankreich Frankreich French Open (6) Sand Tschechoslowakei Ivan Lendl 6:1, 4:6, 6:2, 3:6, 6:1
65. 19. Juli 1981 Deutschland Bundesrepublik   Stuttgart Sand Tschechoslowakei Ivan Lendl 1:6, 7:6, 6:2, 6:4
66. 27. September 1981 Frankreich   Genf Sand Tschechoslowakei   Tomáš Šmíd 6:4, 6:3

Finalteilnahmen

Nr. Jahr Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 21. April 1973 Monaco   Monte Carlo Sand Rumänien 1965   Ilie Năstase 4:6, 1:6, 2:6
2. 16. Juni 1973 Vereinigtes Konigreich   Beckenham Rasen Sowjetunion 1955   Alexander Metreweli 3:6, 8:9
3. 30. September 1973 Vereinigte Staaten   Alamo Hartplatz Australien   Roy Emerson 7:5, 1:6, 4:6
4. 11. November 1973 Schweden   Stockholm Hartplatz (i) Vereinigte Staaten   Tom Gorman 3:6, 6:4, 6:7
5. 25. November 1973 Argentinien   Buenos Aires Sand Argentinien   Guillermo Vilas 6:3, 7:6, 4:6, 6:6 aufgg.
6. 3. März 1974 Spanien   Barcelona (1) Teppich (i) Vereinigte Staaten   Arthur Ashe 4:6, 6:3, 3:6
7. 21. April 1974 Vereinigte Staaten   Houston Sand Australien   Rod Laver 6:7, 2:6
8. 12. Mai 1974 Vereinigte Staaten   Dallas (1) Teppich (i) Australien   John Newcombe 6:4, 3:6, 3:6, 2:6
9. 11. August 1974 Vereinigte Staaten   Indianapolis Sand Vereinigte Staaten   Jimmy Connors 7:5, 3:6, 4:6
10. 13. Oktober 1974 Spanien   Madrid Sand Rumänien Ilie Năstase 4:6, 7:5, 2:6, 6:4, 4:6
11. 1. November 1974 Vereinigte Staaten   Hilton Head Island Sand Rumänien Ilie Năstase 6:7, 3:6
12. 23. Februar 1975 Spanien Spanien Barcelona (2) Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Arthur Ashe 6:7, 3:6
13. 16. März 1975 Deutschland Bundesrepublik   München Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Arthur Ashe 4:6, 6:7
14. 11. Mai 1975 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Dallas (2) Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Arthur Ashe 6:3, 4:6, 4:6, 0:6
15. 7. Dezember 1975 Schweden   Masters (Stockholm) (1) Teppich (i) Rumänien Ilie Năstase 2:6, 2:6, 1:6
16. 1. Februar 1976 Vereinigte Staaten   Philadelphia Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 6:7, 4:6, 0:6
17. 12. September 1976 Vereinigte Staaten   US Open (1) Sand Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 4:6, 6:3, 6:7, 4:6
18. 13. März 1977 Sudafrika 1961 Johannesburg Hartplatz Argentinien Guillermo Vilas kampflos
19. 8. Januar 1978 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Masters (New York) (2) Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 4:6, 6:1, 4:6
20. 10. September 1978 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten US Open (2) Hartplatz Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Jimmy Connors 4:6, 2:6, 2:6
21. 6. Mai 1979 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Dallas (3) Teppich (i) Vereinigte Staaten   John McEnroe 5:7, 6:4, 2:6, 6:7
22. 18. August 1980 Kanada   Toronto Hartplatz Tschechoslowakei   Ivan Lendl 6:4, 4:5 Aufg.
23. 7. September 1980 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten US Open (3) Hartplatz Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten John McEnroe 6:7, 1:6, 7:6, 7:5, 4:6
24. 19. Oktober 1980 Schweiz   Basel Sand Tschechoslowakei Ivan Lendl 3:6, 2:6, 7:5, 6:0, 4:6
25. 29. März 1981 Italien   Mailand Teppich (i) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten John McEnroe 6:7, 4:6
26. 4. Juli 1981 Vereinigtes Konigreich   Wimbledon Rasen Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten John McEnroe 6:4, 6:7, 6:7, 4:6
27. 13. September 1981 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten US Open (4) Hartplatz Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten John McEnroe 6:4, 2:6, 4:6, 3:6

Doppel

Turniersiege

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 17. Februar 1974 Italien   Bologna Teppich (i) Schweden   Ove Bengtson Vereinigte Staaten   Arthur Ashe
Vereinigte Staaten   Roscoe Tanner
6:4, 5:7, 4:6, 7:6, 6:2
2. 23. Februar 1974 Vereinigtes Konigreich   London Hartplatz Schweden Schweden Ove Bengtson Vereinigtes Konigreich   Mark Farrell
Vereinigtes Konigreich   John Lloyd
7:6, 6:3
3. 13. Juli 1975 Schweden   Båstad Sand Schweden Schweden Ove Bengtson Spanien 1945   Juan Gisbert
Spanien 1945   Manuel Orantes
7:63, 7:5
4. 19. Oktober 1975 Spanien   Barcelona Sand Argentinien   Guillermo Vilas Polen   Wojciech Fibak
Deutschland Bundesrepublik   Karl Meiler
3:6, 6:4, 6:3

Finalteilnahmen

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 1. Oktober 1972 Vereinigte Staaten   Albany Teppich Schweden   Ove Bengtson Sudafrika 1961   Bob Hewitt
Sudafrika 1961   Frew McMillan
2:6, 6:2, 2:6
2. 14. Juli 1974 Schweden   Båstad Sand Schweden Schweden Ove Bengtson Italien   Paolo Bertolucci
Italien   Adriano Panatta
6:3, 2:6, 4:6
3. 19. April 1976 Monaco   Monte Carlo Sand Argentinien   Guillermo Vilas Polen   Wojciech Fibak
Deutschland Bundesrepublik   Karl Meiler
6:7, 1:6

Statistiken und Rekorde

  • Beste Grand-Slam-Match-Bilanz in der Open Era mit 141 Siegen und 17 Niederlagen (89,2 %).
  • Beste Fünfsatz-Bilanz bei Grand Slams mit 24 Siegen und drei Niederlagen (88,9 %).
  • Borg gewann als einziger Spieler dreimal in Folge die French Open und Wimbledon (1978–1980).
  • Bei den French Open 1978 verlor er nur 32 Spiele in sieben Matches, das ist Rekord bei allen Grand Slams.
  • Bei Wimbledon hat er die höchste Siegquote mit 51 Siegen und vier Niederlagen inne (92,7 %).
  • Zudem gewann Borg bei Wimbledon 41 Matches in Folge, den Open-Era-Rekord von fünf Titeln in Folge (1976–1980) teilt er sich mit Roger Federer (2003–2007).
  • Nur Borg (1976) und Federer (2017) gewannen Wimbledon in der Open Era ohne Satzverlust.
  • Borg bestritt in seiner Karriere 27 Grand-Slam-Turniere, davon gewann er elf (Siegquote von 41 %).
  • Er ist der einzige Spieler, der als Teenager 17 Turniersiege erreichte.
  • Von Tokio 1979 bis Las Vegas 1980 gewann er zehn Turniere in Folge, Rekord in der Open Era.

Spielstil

Björn Borg revolutionierte das Tennisspiel, indem er eine grundlegend neue Griff- und Schlagtechnik weiterentwickelte und perfektionierte. Während bis dahin für Vorhand und Rückhand mehr oder weniger der gleiche Universalgriff („Shake-Hand-Griff“) üblich war, verwendete Borg für die Vorhand eine andere Griffhaltung („Western“) als für Rückhandschläge („Eastern“). Er war zwar nicht der erste Spitzenspieler mit einer beidhändigen Rückhand – auch der etwas ältere Jimmy Connors spielte die Rückhand bereits beidhändig –, aber er war durch seine Griffhaltung in der Lage, auf der Rückhandseite vor allem verdeckt zu schlagen, was die Reaktionszeit des Gegners enorm verkürzte. Borg perfektionierte die bereits von Rod Laver weiterentwickelte Topspin-Technik und spielte sie äußerst präzise und zuverlässig. Dadurch konnte er seine Partien vor allem von der Grundlinie diktieren. Gegen seine kraftvollen und enorm präzisen Topspin-Schläge standen Tennisspieler mit veralteter Griff- und Schlagtechnik zumeist auf verlorenem Posten.

Der Nachteil des Topspin-Schlages, die reduzierte Ballgeschwindigkeit, wurde durch die erhöhte Präzision und die weitaus größere Sicherheit mehr als kompensiert. Denn die „geraden“ und damit schnelleren und druckvolleren Schläge bergen aufgrund der flacheren Flugbahn ein höheres Risiko, entweder im Netz oder hinter der Grundlinie zu landen.

Auf dieser Technik beruhte Borgs überragende Stellung im Spitzentennis in erster Linie. Mittlerweile ist sie Grundlage des modernen Tennis geworden und selbstverständlich auf sämtlichen Ebenen – vom Anfänger bis zum Spitzenspieler.

Borg war jedoch auch bekannt für seine Coolness; nie sah man ihm während einer Begegnung Emotionen an. Weder aussichtslose Rückstände noch Eskapaden seiner Gegenspieler oder Fehlentscheidungen der Schieds- und Linienrichter brachten ihn aus der Ruhe. Das trug ihm in der englischen und amerikanischen Presse den Spitznamen Ice-Borg ein. Oftmals spielte er erst am Rande der Niederlage sein bestes Tennis und drehte verloren geglaubte Matches noch um. In seiner Autobiografie enthüllte Borg nach Ende seiner Karriere den Grund für seine scheinbare Teilnahmslosigkeit: Als Junior war er aufgrund eines heftigen Wutanfalls nach einer krassen Benachteiligung für mehrere Monate gesperrt worden. Zwar ließen ihn Fehlentscheidungen auch danach nicht kalt, jedoch ließ er sich seinen Unmut nicht mehr anmerken. Borgs Coolness resultierte also aus seiner konsequenten Selbstdisziplin.

Zu seinem Image gehörte auch seine für damalige Verhältnisse außergewöhnliche Fitness. Er war stets austrainiert, und seine Gegner können sich nicht erinnern, ihn jemals ernsthaft schwitzen oder auch nur schwer atmen gesehen zu haben. Dahinter steckte jedoch beinhartes und ausgeklügeltes Training mit seinem langjährigen Trainer Lennart Bergelin oder seinem Freund Vitas Gerulaitis, damals selbst Top-10-Spieler. Borg brachte eine neue Professionalität in den „Herrensport“ Tennis.

Einfluss

Björn Borg (2014)

Aufgrund seines Nimbus wurde Björn Borg ein prägendes Vorbild – besonders für die sportlich interessierte Jugend und weit über das Tennis hinaus. Borg löste einen wahren Tennisboom aus. Viele, die mit Tennis bis dahin nichts anzufangen wussten, interessierten sich plötzlich für diesen Sport; unzählige Kinder begannen das Tennisspielen zu erlernen, um ihm nachzueifern. Insofern scheint es durchaus berechtigt, wenn in der Tenniswelt – in Anlehnung an die Beatlemania – von einer „Borgmania“ gesprochen wurde. Björn Borg gebührt das große Verdienst, aus der Nischen-Sportart Tennis einen Breitensport gemacht zu haben.

Bahnbrechend war auch seine Vermarktung. Die heute weltweit tätige Marketing- und Modelagentur International Management Group (IMG) des inzwischen verstorbenen Mark McCormack wurde mit Sportpersönlichkeiten wie Borg und dem Golfer Arnold Palmer groß.

Nach seiner Profikarriere versuchte sich Borg als Geschäftsmann. Mehrere großangelegte wirtschaftliche Projekte erzielten jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Obwohl sein Vermögen gegen Ende seiner Karriere auf etwa 80 Mio. US-$ geschätzt wurde, meldete Borg 1996 in Schweden Insolvenz an. Diesen wirtschaftlichen Tiefpunkt hat er mittlerweile überwunden, heute ist er in Schweden als Geschäftsmann erfolgreich.

Seit einigen Jahren ist Björn Borg Namensgeber für eine vor allem in Skandinavien erfolgreiche Bekleidungs- und Parfum-Marke. 2004 gaben Kunden rund 70 Millionen Euro für Björn-Borg-Produkte aus. Am 20. Dezember 2004 ging die Markeneigentümerin World Brand Marketing (WBM) an die Stockholmer Börse OMX (Neuer Markt).

Borg wird wegen seiner Erfolge als Star verehrt, [1] der zeitgleich agierende, wortkarge Ingemar Stenmark aber als Held. [2]

Persönliches

Björn Borg wurde im Södersjukhuset im Süden Stockholms geboren. Er wuchs in Södertälje geschwisterlos auf.

Seine erste Jugendromanze war die Tennisspielerin Helena Anliot, die später den Sport ebenfalls professionell betrieben hat. Am 24. Juli 1980 heiratete Borg in Bukarest die rumänische Tennisspielerin Mariana Simionescu, 1984 wurden sie geschieden. 1985 traf er das Fotomodell Jannike Björling, mit der er seinen Sohn Robin (* 1985) hat; sie trennten sich 1988. Zwischen 1989 und 1993 war er mit der italienischen Sängerin Loredana Bertè verheiratet. Seit dem 8. Juni 2002 ist Borg mit Patricia Östfeldt verheiratet, mit ihr hat er einen Sohn Leo (* 2003), der 2021 erstmals an einem Grand-Slam-Turnier der Junioren teilnahm.

Filme

  • 2017: Borg/McEnroe: Filmbiografie, Regie: Janus Metz, Drehbuch: Ronnie Sandahl (erschien Anfang September 2017)

Einzelnachweise

  1. Arnd Krüger & Swantje Scharenberg (Hrsg.): Zeiten für Helden - Zeiten für Berühmtheiten im Sport. LIT, Münster 2014, ISBN 978-3-643-12498-2.
  2. John Hellström & Leif Yttergren: Ingemar Stenmark, folk hero and media star. The Media construction of a Swedish skiing hero in the 1970s. In: European Studies in Sport History 6 (2013), S. 93–110.

Weblinks

Commons: Björn Borg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien