Balloonskiing Information

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Balloonskiing – 5 min vor dem Ausstieg

Balloonskiing bezeichnet eine Art des Skifahrens bzw. Snowboardens, bei dem die Sportler einen Heißluftballon als Aufstiegshilfe nutzen, um mit den Skiern oder dem Snowboard abzufahren.

Den Anstoß für die erstmalige Durchführung dieser Aufstiegsvariante im Jahr 2015 gab der Gedanke einer umweltschonenderen Alternative zum seinerzeit bereits praktizierten Heliskiing. Das Balloonskiing zielt aufgrund der schweren Durchführbarkeit nicht auf kommerzielle Zwecke ab, sondern beschreibt vielmehr einen Weg, Berge mit relativ geringem ökologischem Fußabdruck zu erklimmen.

Geschichte

Balloonskiing – Ötztaler Alpen

Erstmals wurde Balloonskiing 2015 im österreichischen Zillertal durchgeführt. Nach erfolgreichem ersten Versuch fanden weitere Starts im Karwendel und am Ötztaler Gletscher statt.

Durchführung und Sicherheit

Größte Herausforderung beim Balloonskiing ist die begrenzte Steuerbarkeit des Heißluftballons. Der Pilot muss dabei Winde in verschiedenen Höhen nutzen, um ein Ziel anvisieren zu können, was eine umfassende Tourenplanung im Vorfeld unabdingbar macht. Ist ein möglicher Ausstiegspunkt für die Sportler gefunden, seilen sich diese über ein statisches Seil aus etwa 20 bis 25 Metern Höhe ab. [1]

Um das Risiko möglichst gering zu halten, werden als Ausstiegsstellen bestenfalls Hochebenen wie Gletscher gewählt, um so wenige Hindernisse wie möglich vorzufinden. Im Extremfall ist es aber auch möglich, in Kamm- bzw. Gipfelnähe auszusteigen.

Der markante Unterschied zum Heliskiing ist einerseits die ungewisse Tourenplanung, die sich über ein Einzugsgebiet von Kilometern erstreckt. Steigeisen, Seil und Pickel gehören zur Standardausrüstung, da die zu überwindenden technischen Schwierigkeiten auf dem Weg bergab ungewiss sind.

Balloonskiing (Film)

Balloonskiing – Sicht vom Piloten

Der Kurzfilm Balloonskiing zeigt drei Tiroler Freerider bei der Erstausübung dieser Abfahrtsvariante. Der Film war unter anderem auf der Banff Mountain Film Festival World Tour 2016, dem Filmfest St. Anton und auf vielen weiteren Festivals weltweit zu sehen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Freeriden für Fortgeschrittene