Bahnstrecke Borgholm–Böda Information

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Borgholm–Böda
Bahnhof Borgholm, 1947
Stationsgebäude in Borgholm
Streckenlänge:55 km
Spurweite:891 mm ( schwed. 3-FuĂź-Spur)
Maximale Neigung: 10  ‰
Minimaler Radius:300 m
Höchstgeschwindigkeit:35 km/h
55 Böda 9 m.ö.h.
52 Skäftekärr 10 m.ö.h.
48 Wedborm 6 m.ö.h.
43 Löttorp 5 m.ö.h.
42 Ranstadsvägen (1. Sept. 1948) 6 m.ö.h.
38 Ölands Källaberg (Hlp ab 1942, bis 1. April 1943 Källaberg) 11 m.ö.h.
34 Skogsby by (ab 1959) 10 m.ö.h.
32 Gunnarslund (ab 1949 Hlp) 9 m.ö.h.
31 Stenninge 9 m.ö.h.
29 Persnäs 4 m.ö.h.
26 Föra 6 m.ö.h.
23 Uggletorp (ab 15. Sept. 1921 Hlp) 11 m.ö.h.
20 Askelunda (ab 1949, Hpr) 10 m.ö.h.
17 Stacketorp (ab 1910 Hlp) 12 m.ö.h.
15 Istad (ab 1940 Hpr) 12 m.ö.h.
14 Alböke (ab 1922 Hlp) 12 m.ö.h.
12 Dalbyro (Hlp) 15 m.ö.h.
8 Kalleguta (ab 1955 Hpr) 16 m.ö.h.
8 Källingemöre RĂĽben (ab 1944, 300 m Ausweichgleis) 17 m.ö.h.
7 Öjkroken (ab 1947 Hlp) 20 m.ö.h.
4 Köpingsvik (bis 7. Jan. 1947 Tingsdal, ab 15. Sept. 1921 Hlp) 15 m.ö.h.
3 Gröndal Wasserstelle
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0 Borgholm 1 m.ö.h.
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Pier von Borgholm
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Södra Ölands Järnväg

Die Bahnstrecke Borgholm–Böda war eine 55 km lange Schmalspurbahn zwischen Borgholm und Böda auf Ă–land in der Provinz Kalmar län mit einer Spurweite von 891 mm. Sie wurde von der Borgholm–Böda Järnvägsaktiebolaget (BBJ) erbaut und am 7. Dezember 1906 eingeweiht.

Am 1. Januar 1928 wurde die Borgholm–Böda Järnvägsaktiebolaget mit der Södra Ölands Järnväg zu den Ölands Järnvägar (SÖJ) vereinigt. Sie wurde 1961 stillgelegt.

Geschichte

Borgholm–Böda Järnvägsaktiebolaget

Einweihung der Strecke am 7. Dezember 1906

Die Borgholm–Böda Järnvägsaktiebolaget (BBJ) erhielt ihre Konzession am 11. Dezember 1903. [1] Die Gesellschaft erhielt einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 175.000 Kronen. Von den Gemeinden wurden Anteile in Höhe von 206.700 Kronen gezeichnet, davon entfielen auf Borgholm 121.700 Kronen. Auf einzeln gezeichnete Aktien entfielen 40.650 Kronen. Ein öffentliches Darlehen wurde in Höhe von 419.000 Kronen aufgenommen.

Das Angebot für den Bau der Strecke belief sich auf 207.000 Kronen. In Böda und Borgholm wurde jeweils eine Drehscheibe zum Wenden der Dampflokomotiven errichtet. [2] Im Oktober 1905 wurde der provisorische Güterverkehr von Borgholm zu einem unbekannten Endpunkt aufgenommen, im April 1906 wurde Böda mit dem provisorischen Güterverkehr erreicht. Der erste Zug fuhr am 1. Dezember 1906 und die Strecke wurde am 7. Dezember 1906 eingeweiht. [3]

Zum Zeitpunkt des Baus plante das Unternehmen, Holz aus dem nördlich gelegenen Böda Kronopark abzutransportieren. Da der Staat jedoch einen Hafen und ein Sägewerk in Grankullavik in der Bucht Grankullaviken baute, scheiterte der Holztransport.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft wurde immer schlechter, so dass die Vorstandsmitglieder eine Kaution leisten mussten. Es wurde sehr bald rationalisiert und die BBJ war einer der Pioniere bei der Einstellung von schlecht bezahlten weiblichen Bahnangestellten. [3] Es war schwierig, die Gemeinden dazu zu bringen, weiteres Geld aufzubringen. Die gemeinsame Verschuldung von BBJ und der zweiten auf der Insel vorhandenen Gesellschaft Södra Ölands Järnväg (SÖJ) belief sich 1927 auf fast 1,4 Mio. Kronen. Nur die SÖJ zahlte Zinsen.

Der Reichstag beschloss 1927, die Darlehen bis auf 800.000 Kronen abzuschreiben. Der Rest sollte für drei Jahre unverzinst und für weitere zwei Jahre zur Hälfte verzinst werden. Bedingung dafür war, dass BBJ und SÖJ zusammengelegt werden sollten. Am 1. Januar 1928 erfolgte die Übernahme der Geschäfte durch die neu gebildete Gesellschaft Ölands Järnvägar. [4]

Diese wiederum wurde im Rahmen der allgemeinen Eisenbahnverstaatlichung 1947 von Statens Järnvägar übernommen.

Fahrzeuge

FĂĽr den Betrieb wurden drei Tenderlokomotiven von Orenstein & Koppel aus Deutschland importiert. [5]

Nummer Name Bauart Achsfolge Hersteller Baujahr Verbleib
1 BĂ–DA Tenderlok 1 B t Orenstein & Koppel, Berlin 1567
1905
1. Januar 1928: Ă–J 7; K3t 4050, 1945 ausgemustert
2 BORGHOLM Tenderlok 1 B t Orenstein & Koppel, Berlin 1568
1905
1. Januar 1928: Ă–J 8; 1947 verschrottet
3 (DER KAISER) Tenderlok 2 B t Orenstein & Koppel, Berlin 1847
1906
1. Januar 1928: Ă–J 9; 1947: SJ W3p 3059, 1953 ausgemustert
O&K Lokomotive Nr. 1, Böda
O&K Lokomotive Nr. 1, Böda
O&K Lok Nr. 2, Farmor
O&K Lok Nr. 2, Farmor

Es wurden 48 zweiachsige GĂĽterwagen, zwei Drehgestell-Personenwagen, drei zweiachsige Personenwagen und zwei Postwagen beschafft. Die Wagen wurden von Fole Mekaniska Verkstad aus Gotland hergestellt. [6]

Siehe auch

Weblinks

Commons: Borgholm–Böda Järnväg â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Borgholm-Boda järnväg. In: Theodor Westrin, Ruben Gustafsson Berg, Eugen Fahlstedt (Hrsg.): Nordisk familjebok konversationslexikon och realencyklopedi. 2. Auflage. Band 34: Supplement: Aa–Cambon. Nordisk familjeboks förlag, Stockholm 1922, Sp. 745–746 (schwedisch, runeberg.org).
  2. ↑ Gunnar Eveking: Ekeving BangĂĄrdsskisser Ă–land. (Nicht mehr online verfĂĽgbar.) Archiviert vom Original am 29. Dezember 2014; abgerufen am 4. Oktober 2019 (schwedisch).
  3. ↑ a b Kjell Byström, Rolf Sten: Borgholm–Böda järnväg (BBJ), Bandel 667. In: historiskt.nu. 30. Juni 2015, abgerufen am 4. Oktober 2019 (schwedisch).
  4. ↑ Rolf Sten: Borgholm – Böda Järnväg. In: historiskt.nu. 28. September 2002, abgerufen am 4. Oktober 2019 (schwedisch).
  5. ↑ Borgholm – Böda Järnväg (BBJ). In: pospichal.net. Abgerufen am 5. Oktober 2019. – unterschiedliche Angaben bei: Ă…ngloken. In: olandsjarnvag.org. Abgerufen am 5. Oktober 2019 (schwedisch).
  6. ↑ Ă–lands Järnväg. Historik. In: olandsjarnvag.org. Abgerufen am 8. Oktober 2022 (schwedisch).

Koordinaten: 56° 52′ 55,2″  N, 16° 39′ 23,8″  O