Strictly Ballroom – Die gegen alle Regeln tanzen Information

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Filmdaten
Deutscher TitelStrictly Ballroom – Die gegen alle Regeln tanzen
OriginaltitelStrictly Ballroom
Produktionsland Australien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
LĂ€nge94 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Baz Luhrmann
DrehbuchBaz Luhrmann
Andrew Bovell
Craig Pearce
Produktion Antoinette Albert
Tristam Miall
Jane Scott
Musik David Hirschfelder
Kamera Steve Mason
Schnitt Jill Bilcock
Besetzung
Chronologie

Nachfolger â†’
William Shakespeares Romeo + Julia

Strictly Ballroom – Die gegen alle Regeln tanzen ist ein australischer Tanzfilm aus dem Jahr 1992 von Baz Luhrmann mit Paul Mercurio.

Handlung

Scott Hastings ist einer der besten TurniertĂ€nzer Australiens aus einer Familie mit einer langen und erfolgreichen Tradition des Tanzens. Angefeuert von seiner ehrgeizigen Mutter Shirley startet Scott mit seiner Partnerin Liz bei einem Vorausscheid zum „Pan Pacific Grand Prix“, der australischen Standardtanz-Meisterschaft. Da passiert das Unglaubliche: WĂ€hrend des Sambas improvisiert Scott plötzlich und bringt seine eigenen Tanzschritte ein. WĂ€hrend das Publikum jubelt, ist die Vorstandsriege entsetzt. Allen voran Barry Fife, der Chef der australischen Tanzvereinigung, der Scott wegen der nicht erlaubten Schritte (engl.: not strictly ballroom) disqualifiziert. Auch Liz und Shirley sind wie vor den Kopf gestoßen und versuchen Scott zur Vernunft zu bringen.

Nur wenige verstehen Scott, darunter sein eher unscheinbarer Vater Doug. So schlĂ€gt die große Stunde von MauerblĂŒmchen Fran, die heimlich in den TĂ€nzer verliebt ist. Die Tochter spanischer Immigranten teilt wie er die Leidenschaft fĂŒrs Tanzen und studiert mit ihm mit UnterstĂŒtzung ihrer Familie den Paso Doble ein. WĂ€hrend Scott lediglich Tanzen, Rhythmik und eine neue Partnerin im Kopf hat, kommt Fran so ihrem Schwarm endlich nĂ€her. Zur gleichen Zeit versuchen Barry und Shirley Scott zur RĂŒckkehr zu bewegen und sondieren Ersatzpartnerinnen. Denn die lediglich auf Ruhm und das Preisgeld fixierte Liz hat inzwischen mit einem alternden Tanzstar angebĂ€ndelt, der ihr zum Sieg verhelfen soll. Scott lehnt jedoch alle vorgeschlagenen Damen und ab und will mit Fran das Turnier gewinnen, in die er sich nun doch verliebt hat.

Barry belĂŒgt Scott ĂŒber die Vergangenheit seiner Eltern und kann ihn zunĂ€chst zur Umkehr bewegen. Schließlich soll er spĂ€ter nicht so enden wie sein Vater Doug, der damals angeblich seine große Karriere mit eigensinnigen Improvisationen verdarb. SpĂ€ter, beim entscheidenden Wettbewerb, wird Scott mit Fran konfrontiert und will sich erklĂ€ren, sie lĂ€uft traurig davon. In diesem Moment greift Doug ein und erzĂ€hlt Scott die Wahrheit ĂŒber seine Vergangenheit: er wollte damals auch eigene Schritte tanzen, wurde aber von seiner Frau Shirley im Stich gelassen, aus Angst vor den Konsequenzen; nĂ€mlich den "Pan Pacific Grand Prix" zu verlieren. Scott sucht Fran daraufhin auf und kann sie schließlich doch noch dazu ĂŒberreden, am Turnier teilzunehmen. Derweil entdecken Scotts Freunde einen Manipulationsversuch von Barry Fife.

Scott und Fran liefern eine begeisternde Darbietung ab. Barry disqualifiziert die beiden zwar und lĂ€sst die Musik abstellen. Aber von Doug angefeuert, schlĂ€gt sich das Publikum auf ihre Seite und klatscht ersatzweise den Rhythmus vor; die beiden tanzen als moralische Sieger weiter. Als ausgerechnet Liz schließlich die Musik wieder anstellen kann, verwandelt sich der Wettbewerb in einen fröhlichen Ball, an dem das ganze Publikum teilnimmt. Scott und Fran werden ein Paar.

Kritiken

„Ein hervorragender Tanzfilm, der den Paso Doble feiert und durch seine Leidenschaft, die opulente Ausstattung, seine fulminante Kameraarbeit und einen vorzĂŒglichen Darsteller besticht. Wunderschöne Unterhaltung ohne aufgesetzte Botschaft.“

Auszeichnungen

  • 1992
    • Australian Film Institute Award Bestes KostĂŒmdesign ( Catherine Martin)
    • Australian Film Institute Award Bester Schnitt
    • Australian Film Institute Award Bestes Szenenbild ( Catherine Martin)
    • Australian Film Institute Award Bester Nebendarsteller ( Barry Otto)
    • Australian Film Institute Award Beste Nebendarstellerin (Pat Thomson)
    • Australian Film Institute Award Bester Regisseur
    • Australian Film Institute Award Bester Film
    • Australian Film Institute Award Bestes Drehbuch
    • Nominierung : Australian Film Institute Award Beste Kamera
    • Nominierung : Australian Film Institute Award Bester Ton
    • Nominierung : Australian Film Institute Award, Bester Hauptdarsteller (Paul Mercurio)
    • Nominierung : Australian Film Institute Award, Bester Hauptdarstellerin (Tara Morice)
    • Nominierung : Australian Film Institute Award, Bester Nebendarsteller (Gia Carides)
  • 1992 Internationale Filmfestspiele von Cannes: Award Jugendpreis fĂŒr den besten Film
  • 1993
    • BAFTA Film Award Bestes KostĂŒmdesign
    • BAFTA Film Award Bestes Drehbuch
    • BAFTA Film Award, Bestes Szenenbild
    • Nominierung BAFTA Film Award Beste Hauptdarstellerin (Tara Morice)
    • Nominierung BAFTA Film Award Bester Schnitt
    • Nominierung BAFTA Film Award Bester Film
    • Nominierung BAFTA Film Award Bestes adaptiertes Drehbuch
    • Nominierung BAFTA Film Award Bester Sound
  • 1993 Nominierung Golden Globe Award bester Film (Musical oder Komödie)
  • 1993 London Critics Circle Film Awards: ALFS Award Newcomer des Jahres (Baz Luhrmann)
  • 1994 Nominierung Bogota Film Festival: Golden Precolumbian Circle Award fĂŒr den besten Film

Dies und das

  • Der Film basiert auf einem gleichnamigen TheaterstĂŒck aus dem Jahr 1986. Dieses wurde ebenfalls von Baz Luhrmann produziert, der im StĂŒck auch auftrat. Luhrmann taucht auch im Film auf: er ist der Mann mit der silbernen Jacke, der auf dem „Pan Pacific“ von Mercurio zur Seite geschoben wird, wĂ€hrend er nach Fran sucht.
  • Viele Darsteller des Films waren auch im Leben professionelle TĂ€nzer. Unter anderem auch Paul Mercurio, der nach seiner kurzen Kinokarriere wieder zum Turniertanz zurĂŒckkehrte.
  • Tara Morice wurde beinahe nicht fĂŒr die Rolle der Fran gecastet, da sie diese bereits in der BĂŒhnenversion gespielt hatte und die Produzenten keine NichttĂ€nzerin fĂŒr die weibliche Hauptrolle wollten. FĂŒr Frans „HĂ€ssliches Entchen“-Phase wurden ihr kĂŒnstliche Pickel ins Gesicht gemalt.
  • Das Lied Time after Time wird von Tara Morice und Mark Williams gesungen.
  • Das Haus von Frans Familie wurde in der NĂ€he einer echten Bahnstation gebaut. Zwei Einstellungen, in denen ein Zug am Haus vorbeifuhr, waren die teuersten des ganzen Films, da die ZĂŒge fĂŒr die Durchfahrt gemietet wurden.
  • Viele der Accessoires fĂŒr die Paso Doble-Tanzoutfits wurden aus Spanien eingeflogen.
  • „Strictly Ballroom“ war der letzte Film mit Pat Thomson. Die Darstellerin von Scotts Mutter starb noch vor der Premiere des Streifens.
  • Mercurio bestritt die Tanzszene beim „Pan Pacific“ mit einem verstauchten Fuß.
  • Diese Tanzszene war die erste, die gedreht wurde, und gleichzeitig fĂŒr Tara Morice die erste vor einer Kamera. In einem Interview erzĂ€hlt sie, dass sie vor Angst nur Mercurios Gesicht gesehen hat.
  • Große Teile der Handlung wurden fĂŒr das Musical „ Miami Nights“ wieder verwendet.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ Strictly Ballroom – Die gegen alle Regeln tanzen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 23. Juni 2017. Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet