Schwedische Fußballnationalmannschaft Information

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Schweden
Sverige
Logo Svenska Fotbollförbundet.svg
Spitzname(n) Blågult oder Tre Kronor
Verband Svenska Fotbollförbundet
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Cheftrainer Schweden Schweden Janne Andersson
Co-Trainer Peter Wettergren
Kapitän Andreas Granqvist
Rekordtorschütze Zlatan Ibrahimović (62)
Rekordspieler Anders Svensson (148)
Heimstadion Friends Arena (seit 2012)
FIFA-Code SWE
FIFA-Rang 18. (1558 Punkte)
(Stand: 25. Juli 2019) [1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
1046 Spiele
513 Siege
227 Unentschieden
306 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Schweden Schweden Schweden 11:3 Norwegen Norwegen Norwegen
( Göteborg, Schweden; 12. Juli 1908)
Höchste Siege
Schweden Schweden Schweden 12:0 Lettland Lettland Lettland
( Stockholm, Schweden; 29. August 1927)
Schweden Schweden Schweden 12:0 Südkorea Korea Kaiserreich Korea
( London, England; 5. August 1948)
Höchste Niederlage
Vereinigtes Konigreich 1801 Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland  Vereinigtes Königreich 12:1 Schweden Schweden Schweden
( London, England; 20. Oktober 1908)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 12 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse Zweiter, 1958
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 6 (Erste: 1992)
Beste Ergebnisse Halbfinale, 1992
Olympische Spiele
0Bronze0 1924
0Gold0 1948
0Bronze0 1952
(Stand: 8. September 2019)

Die schwedische Fußballnationalmannschaft vertritt Schweden bei Fußball- Länderspielen. Der Spielbetrieb der Männernationalmannschaft wird ebenso wie bei der Frauennationalmannschaft und den diversen Jugendauswahlen vom Svenska Fotbollförbundet, dem schwedischen Fußballverband, organisiert. Größter Erfolg der Landesauswahl ist neben einer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1948 in London ein Vize-Weltmeistertitel. Insgesamt nahm die Mannschaft bisher an elf Welt- und fünf Europameisterschaften teil, wobei sie jeweils einmal als „Gastgeber“ fungierte. Schweden ist das erste Land, das 1.000 Länderspiele bestritten hat. [2] Außer 1944 konnten auf Grund der schwedischen Neutralität auch Spiele in den Weltkriegsjahren 1914–1918 und 1939–1945 stattfinden, in denen in vielen anderen Ländern keine oder nur sehr wenige Länderspiele stattfanden.

Geschichte

Anfangsjahre

Die schwedische Nationalmannschaft beim ersten Länderspiel am 12. Juli 1908

Der schwedische Fußballdachverband Svenska Fotbollförbundet wurde 1904 gegründet. Am 12. Juli 1908 trat die schwedische Nationalelf auf dem Sportplatz Balders Hage vor 3.000 Zuschauern gegen Norwegen zu ihrem ersten Länderspiel an, das mit 11:3 gewonnen wurde. Es ist das bis dato torreichste Spiel der schwedischen Länderspielgeschichte. Erik Bergström und Erik Börjesson trugen sich dabei jeweils vier Mal in die Torschützenliste ein.

Aufstellung Schweden: O. ErikssonMalm, AnderssonOlsson, Lindman, T. ErikssonG. Bergström, E. Bergström, Börjesson, Gustafsson, Ansén

Schwedische Torschützen: 1:1 (14.) Gustafsson, 2:1 (24.) Börjesson, 3:1 (27.) E. Bergström, 4:1 (29.) E. Bergström, 5:1 (44.) E. Bergström, 6:2 (60.) Börjesson, 7:2 (63.) Lindman, 8:3 (75.) Börjesson, 9:3 (79.) Gustafsson, 10:3 (86.) Börjesson, 11:3 (89.) E. Bergström

Im Herbst des Jahres spielte die Auswahl bei den Olympischen Spielen erstmals bei einem Turnier mit. Dabei wartete im Auftaktspiel gleich mit der englischen Amateurnationalmannschaft der Turnierfavorit, der sich mit einem 12:1-Erfolg klar durchsetzte. Dies ist bis heute die höchste Niederlage in der Geschichte der schwedischen Nationalelf. Nach der 1:17-Niederlage Frankreichs gegen Dänemark im Halbfinale zog sich diese zurück, so dass die schwedische Auswahl im Spiel um den dritten Platz antreten durfte. Nach einer 0:2-Niederlage gegen die niederländische Auswahl musste man sich dennoch mit dem vierten Platz zufriedengeben. Bei den Olympischen Spielen 1912 kam es im Achtelfinale zur Neuauflage des Spiels um den dritten Platz, nach einem umkämpften Spiel sicherte sich erneut die Niederlande den Sieg und zog durch ein 4:3 nach Verlängerung ins Viertelfinale ein, während sich Schweden in der Trostrunde wiederfand. Dort war in der ersten Runde Italien zu stark und setzte sich mit 1:0 durch.

Erste Erfolge und Misserfolge

Nach dem Ersten Weltkrieg nahm die schwedische Auswahl an den Olympischen Spielen 1920 teil. Dabei war die Mannschaft an den beiden torreichsten Spielen beteiligt. In der ersten Runde wurde Griechenland deutlich mit 9:0 deklassiert, ehe der Angstgegner Niederlande sich im Viertelfinale mit 5:4 nach Verlängerung durchsetzte. Immerhin wurde Herbert Karlsson mit sieben Toren Torschützenkönig des Turniers.

Bei den Olympischen Spielen 1924 war die schwedische Nationalmannschaft die Überraschungsmannschaft des Turniers. Im Auftaktspiel am 25. Juli wurde einer der Favoriten, die belgische Auswahl, mit 8:1 überrannt. Dies gilt noch heute als eine der größten Sensationen. [3] Durch einen 5:0-Erfolg über Ägypten gelang anschließend der Einzug ins Halbfinale. Dort erwies sich die Schweiz als zu stark, mit einem 3:1-Erfolg im Wiederholungsspiel gegen die Niederlande wurde allerdings im Spiel um Platz drei erstmals eine Medaille geholt.

Nationalmannschaft nach einem Länderspiel gegen Norwegen 1930

1928 nahm die Mannschaft nicht an den Olympischen Spielen und 1930 nicht an der Weltmeisterschaft teil. Nachdem 1932 kein olympischer Wettbewerb stattgefunden hatte, spielte die schwedische Auswahl erst bei der Weltmeisterschaft 1934 wieder bei einem bedeutenden internationalen Turnier mit. Schweden hatte sich durch klare Siege gegen Estland und Litauen für die Endrunde in Italien qualifiziert. Durch einen hart erkämpften 3:2-Erfolg über Argentinien zog die Mannschaft ins Viertelfinale ein, wo sich die Auswahl Deutschlands mit 1:2 durchsetzen konnte.

Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin blamierte sich die Landesauswahl. Gegen den haushohen Außenseiter Japan verlor die Mannschaft mit 2:3 und durfte nach dem ersten Spiel die Heimreise antreten. Bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1938 wurde die schwedische Auswahl in eine Gruppe mit der Auswahl des deutschen Reiches, Finnland und Estland gelost und konnte sich als Gruppenzweiter für die Endrunde qualifizieren. Dort hatte man Losglück und erhielt für das Achtelfinale ein Freilos, da der Gegner aus Österreich auf Grund der „Heimholung ins Reich“ nicht teilnahm. Im Viertelfinale wurde die kubanische Nationalmannschaft mit 8:0 deklassiert, ehe Ungarn durch einen 5:1-Erfolg den Traum vom Endspiel zunichtemachte. Im Spiel um den dritten Platz gegen Brasilien konnte Schweden durch Tore von Sven Jonasson und Arne Nyberg zwar mit 2:0 in Führung gehen, aber die Südamerikaner drehten u. a. durch zwei Tore des Torschützenkönigs Leônidas das Spiel und holten durch einen 4:2-Erfolg die Bronzemedaille.

Erfolgsjahre

Ihre größten Erfolge feierte die schwedische Nationalmannschaft dann Ende der 1940er und 1950er Jahre. Bei den Olympischen Spielen 1948 in London holte sich die Landesauswahl durch einen 3:1-Sieg im Endspiel über Jugoslawien die Goldmedaille. Zwei Jahre später wurde bei der Weltmeisterschaft 1950 der dritte Platz erreicht. Dadurch wurde man in Südeuropa auf die skandinavischen Kicker aufmerksam und einige Nationalspieler wechselten als Profis nach Italien, Spanien oder Frankreich. Da der schwedische Verband Profifußball ablehnte, wurden diese Spieler in den folgenden Jahren nicht für die Nationalmannschaft nominiert, so dass ein deutlicher Leistungsabfall eintrat. Zwar konnte bei den Olympischen Spielen 1952 noch die Bronzemedaille geholt werden, aber auch hier verließen etliche Auswahlspieler Schweden in Richtung Süden. So verpasste die Landesauswahl die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1954 und die Olympischen Spiele 1956.

Die schwedische Nationalmannschaft bei der WM 1958

Für die Weltmeisterschaft 1958 überdachte das Auswahlkomitee der Nationalmannschaft die Nominierungsrichtlinien und holte fünf im Ausland spielende Schweden in den Kader für das Turnier. Bei der WM im eigenen Lande kam die Mannschaft bis ins Finale. Das hart geführte Halbfinale gegen die deutsche Nationalmannschaft (auch Schlacht von Göteborg genannt) führte zu einer starken Abneigung gegen Schweden in Deutschland. Im Finale traf die schwedische Auswahl auf die brasilianische Auswahl, die im torreichsten Finale der WM-Geschichte durch einen 5:2-Sieg durch jeweils zwei Tore von Vavá und Pelé erstmals den WM-Pokal holte.

Rückschläge und ein kleines Comeback

Die schwedische Nationalmannschaft konnte lange Zeit nicht an die Erfolge aus diesem Jahrzehnt anknüpfen. Regelmäßig wurde die Qualifikation zu den Olympischen Spielen und den Europameisterschaften verpasst. Erst bei der Weltmeisterschaft 1970 trat man wieder auf internationalem Parkett auf, schied allerdings unglücklich wegen des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Uruguay bereits in der Vorrunde aus.

Bei der Weltmeisterschaft 1974 gab es wieder einen kleinen Lichtblick in der schwedischen WM-Historie. Bei der Auslosung wurde die Mannschaft nur im Topf 4 der „Außenseiter“ berücksichtigt. In der Gruppe III traf die Elf auf Bulgarien, die Niederlande und erneut Uruguay. Als überraschender Gruppenzweiter hinter dem Turnierfavoriten Niederlande gelang ungeschlagen und ohne Gegentor der Einzug in die zweite Finalrunde. Dort erwiesen sich zwar Polen und Deutschland als zu stark, durch einen abschließenden 2:1-Erfolg gegen Jugoslawien erreichte die Mannschaft jedoch den fünften Platz.

Die Weltmeisterschaft 1978 verlief wieder enttäuschend. Als Gruppenletzter hinter Österreich, Brasilien und Spanien verabschiedete sich Schweden für zwölf Jahre von internationalen Turnieren.

Rückkehr und kleine Erfolge

Erst mit der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1990 hob sich die schwedische Nationalmannschaft wieder aus der Versenkung, zuvor hatte sie das Vier-Länder-Turnier (1988) in Deutschland gewonnen. Dennoch scheiterte die Mannschaft nach drei 1:2-Niederlagen gegen Brasilien, Costa Rica und Schottland in der Vorrunde.

Durch die Ausrichtung der EM 1992 nahm Schweden erstmals an einer Europameisterschaft teil. Dort meldete sich die Mannschaft mit einem Paukenschlag im internationalen Fußball zurück und kam bis ins Halbfinale, wo man knapp an der deutschen Nationalmannschaft scheiterte. 1994 schaffte man bei der WM in den USA mit dem 3. Platz einen weiteren Achtungserfolg.

Danach folgte wieder eine kleine Durststrecke bis zur Qualifikation für die EURO 2000. Allerdings scheiterte die Auswahl sieglos in der Vorrunde. Bei der Weltmeisterschaft 2002 wurde Schweden in die sog. Todesgruppe mit England, Argentinien und Nigeria gelost und galt als krasser Außenseiter. Jedoch wurde die Mannschaft ungeschlagen Gruppensieger. Im Achtelfinale traf die Mannschaft auf das Überraschungsteam von Senegal. Die schwedische Elf schied unglücklich durch einen Treffer von Henri Camara in der 104. Spielminute mit 1:2 per Golden Goal aus.

Die schwedische Nationalmannschaft bei der WM 2006 vor dem Aufeinandertreffen mit Trinidad und Tobago

Zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland qualifizierte sich die schwedische Nationalmannschaft als einer der beiden besten Gruppenzweiten nachdem nur die beiden Spiele gegen den Gruppensieger Kroatien verloren gegangen waren. In der Vorrunde der Gruppe B kam die Mannschaft im ersten Spiel gegen den Außenseiter Trinidad und Tobago über ein enttäuschendes 0:0 nicht hinaus, obwohl sie zahlreiche Chancen herausspielte. Das zweite Spiel gegen Paraguay konnte kurz vor Spielende mit 1:0 gewonnen werden. Im dritten und letzten Gruppenspiel gelang gegen England ein 2:2-Unentschieden. Mit dem Unentschieden erreichte Schweden als Zweiter der Gruppe B hinter England das Achtelfinale. Das Achtelfinale gegen Gastgeber Deutschland verlor Schweden 0:2. Auch Stars wie Zlatan Ibrahimović, Fredrik Ljungberg und Kim Källström konnten keine Akzente setzen. Hinzu kam, dass Schweden aufgrund eines Platzverweises fast eine ganze Stunde in Unterzahl spielen musste und darüber hinaus einen Elfmeter in der zweiten Halbzeit nicht verwandeln konnte.

Schwedische Fußballfans während der WM 2006 in Dortmund

Mit der Qualifikation zur Europameisterschaft gelang die fünfte Teilnahme an einem Turnier in Folge. Erneut konnte die Mannschaft jedoch nicht überzeugen und schied bereits in der Vorrunde aus. Auch in der anschließenden Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 gestalteten sich die Ergebnisse für die schwedische Auswahl durchwachsen. Zwar verlor sie lediglich ihre beiden Spiele gegen Dänemark, nach zwei Unentschieden gegen Portugal und einem Remis gegen Albanien verpasste die Elf jedoch als Tabellendritter die Qualifikation für das Turnier. Im Anschluss trat Lars Lagerbäck als Nationaltrainer zurück und wurde durch Erik Hamrén ersetzt.

In der Qualifikation zur EM-Endrunde 2012 traf Schweden auf Ungarn, San Marino, den amtierenden WM-Finalisten Niederlande, Moldau sowie auf Finnland. Das erste Spiel in Solna gegen Ungarn endete mit einem 2:0-Sieg. Das zweite Qualifikationsspiel, welches erneut ein Heimspiel war (dieses Mal allerdings in Malmö), endete mit einem 6:0 gegen San Marino. Die Mannschaft verlor das dritte Spiel, in Amsterdam, mit 1:4 gegen den Gruppenfavoriten aus den Niederlanden.

Schweden gewann im März 2011 mit 2:1 gegen Moldau, das Rückspiel in Moldau mit 4:1. Im Nachbarschaftsduell mit Finnland behielt Schweden mit 5:0 die Oberhand. Im September setzte es für Schweden in Budapest gegen Ungarn (1:2) die zweite Quali-Niederlage. In Serravalle konnten sich die Skandinavier rehabilitieren. San Marino wurde mit 5:0 besiegt. Im Oktober wurde die Qualifikation mit einem 2:1 in Finnland sowie mit einem 3:2 gegen die Niederlande beendet. Als bester Gruppenzweiter schaffte die Mannschaft die direkte Qualifikation.

Bei der EM-Endrunde traf die Mannschaft auf Co-Gastgeber Ukraine, England und auf Frankreich. Gegen die Ukraine wurde das Spiel nach einer 1:0-Führung mit 1:2 verloren. Gegen England unterlagen die Skandinavier nach einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung mit 2:3. Das war gleichbedeutend mit dem Ausscheiden. Schweden gewann das abschließende Spiel gegen die bereits qualifizierten Franzosen mit 2:0.

In der Qualifikation zur WM-Endrunde 2014 traf die Elf auf Kasachstan, Färöer, EM-Halbfinalist Deutschland, Irland und Österreich. Das erste Spiel in Malmö gegen Kasachstan gewannen die Schweden mit 2:0. In Tórshavn gewann Schweden knapp mit 2:1 gegen die Färöer. Denkwürdig sollte allerdings das Spiel gegen Deutschland in Berlin werden. Bis zur 62. Minute lag Schweden mit 0:4 zurück. Die Mannschaft glich jedoch innerhalb von 30 Minuten durch Zlatan Ibrahimović, Mikael Lustig, Johan Elmander und Rasmus Elm (in der Nachspielzeit) aus. Schweden belegte am Ende den zweiten Platz und qualifizierte sich für die Play-offs, wo sie gegen Portugal ausschieden.

In der folgenden Vorausscheidung zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde Schweden in eine Gruppe mit erneut Österreich, Russland, Montenegro, Moldau und Liechtenstein gelost. Schweden belegte den dritten Platz und qualifizierte sich für die Play-offs, in denen sie sich gegen Dänemark durchsetzten. Daraufhin wurden sie in eine Gruppe mit Irland, Italien und Belgien gelost. Das Auftaktspiel gegen Irland endete mit einer Punkteteilung und die folgenden Partien gegen Italien und Irland wurden verloren, sodass die schwedische Mannschaft nach der Gruppenphase ausschied.

In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland spielte die schwedische Mannschaft gegen die Niederlande, Weißrussland, Vize-Europameister Frankreich, Bulgarien und Luxemburg. Schweden belegte den zweiten Platz hinter Frankreich und vor den Niederlanden und nahmen somit an den Play-offs teil, wo sie auf Italien trafen. Das Hinspiel in Solna wurde mit 1:0 gewonnen, im Rückspiel reichte ein Unentschieden zur Teilnahme an der Endrunde. Dort war man mit Weltmeister Deutschland, welcher die Gruppenphase nicht überstand, Südkorea und Mexiko in einer Gruppe. Die Südamerikaner und Schweden kamen weiter, die Skandinavier scheiterten erst im Viertelfinale am späteren Turniervierten England (0:2).

In Liga B der UEFA Nations League bekamen es die Schweden in Gruppe 2 mit der Türkei und Russland zu tun. Aufgrund des besseren Torverhältnisses setzte man sich gegen die Russen durch und stieg zur Saison 2020/21 in die höchste Liga, Liga A, auf.

Herren

Teilnahme Schwedens an Weltmeisterschaftsendrunden

Die schwedische Nationalmannschaft nahm erstmals bei der zweiten Weltmeisterschaft, deren Endrunde 1934 in Italien ausgetragen wurde, teil. Insgesamt qualifizierte sie sich elfmal für ein Endrundenturnier und war einmal als Gastgeber automatisch qualifiziert. Als gastgebende Mannschaft erreichte sie bei der Endrunde 1958 als Vize-Weltmeister ihr bestes Ergebnis. Zudem stand sie zweimal im Halbfinale, dabei gelang 1994 der dritte Platz.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis [4] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen
1934 Italien Viertelfinale Deutschland 8. József Nagy ( Kader)
1938 Frankreich Spiel um Platz 3 Brasilien Vierter József Nagy ( Kader)
1950 Brasilien Finalrunde Brasilien, Uruguay, Spanien Dritter George Raynor ( Kader)
1954 Schweiz nicht qualifiziert - In der Qualifikation an Belgien gescheitert
1958 Schweden Finale Brasilien Vizeweltmeister George Raynor Einzige Niederlage eines Ausrichters im Finale ( Kader)
1962 Chile nicht qualifiziert - In der Qualifikation an der Schweiz gescheitert
1966 England nicht qualifiziert - In der Qualifikation an Deutschland gescheitert
1970 Mexiko Vorrunde Uruguay, Italien, Israel 9. Orvar Bergmark ( Kader)
1974 Deutschland Zwischenrunde Polen, Deutschland, Jugoslawien 5. Georg Ericson ( Kader)
1978 Argentinien Vorrunde Brasilien, Spanien, Österreich 13. Georg Ericson ( Kader)
1982 Spanien nicht qualifiziert - In der Qualifikation an Schottland und Nordirland gescheitert
1986 Mexiko nicht qualifiziert - In der Qualifikation an Deutschland und Portugal gescheitert
1990 Italien Vorrunde Brasilien, Costa Rica, Schottland 21. Olle Nordin ( Kader)
1994 USA Spiel um Platz 3 Bulgarien Dritter Tommy Svensson ( Kader)
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schottland und Österreich gescheitert
2002 Südkorea/Japan Achtelfinale Senegal 13. Lars Lagerbäck/ Tommy Söderberg Aus in der Verlängerung durch Golden Goal
( Kader)
2006 Deutschland Achtelfinale Deutschland 14. Lars Lagerbäck ( Kader)
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und Portugal gescheitert
2014 Brasilien nicht qualifiziert In den Playoff-Spielen der Qualifikation an Portugal gescheitert.
2018 Russland Viertelfinale England 7. Janne Andersson In den Playoff-Spielen der Qualifikation den viermaligen Weltmeister Italien ausgeschaltet. 0:2 Niederlage gegen England.

Besonderheiten:

  • Die Paarung Schweden – Brasilien ist (neben Deutschland – Argentinien) die häufigste Paarung bei Weltmeisterschaften. Bisher trafen beide Mannschaften siebenmal aufeinander. Dabei gewann Brasilien fünfmal, zwei Spiele endeten 1:1.
  • Das 1:7 gegen Brasilien in der Finalrunde 1950 ist die höchste WM-Niederlage Schwedens.
  • Schweden ist die einzige Mannschaft, die bei der Heim-WM das Finale erreichte, aber nicht gewinnen konnte.

Teilnahme Schwedens an Europameisterschaftsendrunden

Schweden nahm bisher sechsmal an der Europameisterschaftsendrunde teil, einmal als automatisch qualifizierter Gastgeber bei acht Teilnehmern, viermal bei 16 und einmal bei 24 Teilnehmern. Das beste Ergebnis war die Halbfinalteilnahme als gastgebende Mannschaft 1992, im selben Jahr nahm sie erstmals an einer Endrunde teil.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1960 Frankreich nicht teilgenommen
1964 Spanien nicht qualifiziert Im Viertelfinale am Titelverteidiger und späteren Vizeeuropameister UdSSR gescheitert.
1968 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Bulgarien gescheitert, das aber ebenfalls die Endrunde nicht erreichte.
1972 Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation am Titelverteidiger Italien gescheitert, das aber ebenfalls die Endrunde nicht erreichte.
1976 Jugoslawien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Gastgeber und Vierten Jugoslawien gescheitert.
1980 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation am Titelverteidiger und späteren Dritten Tschechoslowakei gescheitert.
1984 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien gescheitert.
1988 BR Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien gescheitert.
1992 Schweden Halbfinale Deutschland -
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Schweiz und der Türkei gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien Vorrunde Belgien, Italien, Türkei - Nach Niederlagen gegen Co-Gastgeber Belgien im Eröffnungsspiel und Italien sowie einem Remis gegen die Türkei als Gruppenletzter ausgeschieden.
2004 Portugal Viertelfinale Niederlande - Niederlage im Elfmeterschießen
2008 Österreich und Schweiz Vorrunde Griechenland, Russland, Spanien - Nach einem Sieg gegen Titelverteidiger Griechenland, sowie Niederlagen gegen Russland und den späteren Europameister Spanien als Gruppendritter ausgeschieden
2012 Polen und Ukraine Vorrunde Ukraine, England, Frankreich - In der Vorrunde wurden die ersten beiden Spiele gegen Co-Gastgeber Ukraine und England verloren, wodurch das Viertelfinale verpasst wurde. Das Spiel gegen Frankreich war nur noch für Frankreich relevant, der schwedische Sieg aber letztlich nur für die Platzierung Frankreichs entscheidend.
2016 Frankreich Vorrunde Irland, Italien, Belgien - Nach einem Remis und zwei Niederlagen als Gruppenletzter ausgeschieden.
2020 Europa Gegner in der Qualifikation sind die Färöer, Malta, der Nachbar Norwegen, Rumänien und Spanien.

Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen für A-Nationalmannschaften (6-mal)

1908 in London Vierter
1912 in Stockholm Vorrunde
1920 in Antwerpen Viertelfinale
1924 in Paris Dritter
1928 in Amsterdam nicht teilgenommen
1936 in Berlin Achtelfinale
1948 in London Olympiasieger
1952 in Helsinki Dritter

Anmerkung: Die FIFA berücksichtigt im Gegensatz zum SvFF die Spiele von 1952 nicht mehr.

Titel

Die schwedische Fußballnationalmannschaft vor dem WM-Qualifikationsspiel am 7. Juni 2013.

Aktueller Kader

Folgende Spieler wurden für die EM-2020-Qualifikationsspiele gegen die Färöerinseln am 5. und Norwegen am 8. September 2019 berufen:

  • Stand der Leistungsdaten: 8. September 2019 (nach dem Spiel gegen Norwegen)
Name Geburtstag Spiele Tore Verein Letzter Einsatz
Tor
Karl-Johan Johnsson 28. Januar 1990 007 00 Danemark Dänemark  FC Kopenhagen 16. Oktober 2018
Kristoffer Nordfeldt 23. Juni 1989 010 00 Wales Flag of Wales (1959–present).svg  Swansea City 16. Oktober 2018
Robin Olsen 8. Januar 1990 033 00 Italien Italien  Cagliari Calcio 8. September 2019
Abwehr
Pierre Bengtsson 12. April 1988 026 00 Danemark Dänemark  FC Kopenhagen 8. September 2019
Andreas Granqvist (C) Kapitän der Mannschaft 16. April 1985 085 09 Schweden Schweden  Helsingborgs IF 8. September 2019
Filip Helander 22. April 1993 010 00 Schottland Schottland  Glasgow Rangers 10. Juni 2019
Niklas Hult 13. Februar 1990 008 00 Griechenland Griechenland  AEK Athen 10. September 2018
Pontus Jansson 13. Februar 1991 022 00 England England  FC Brentford 10. Juni 2019
Emil Krafth 2. August 1994 021 00 England England  Newcastle United 26. März 2019
Victor Lindelöf 17. Juli 1994 031 03 England England  Manchester United 8. September 2019
Mikael Lustig 13. Dezember 1986 079 06 Belgien Belgien  KAA Gent 8. September 2019
Mittelfeld
Jimmy Durmaz 22. März 1989 049 03 Frankreich Frankreich  Galatasaray Istanbul 5. September 2019
Albin Ekdal (C) Kapitän der Mannschaft 28. Juli 1989 047 00 Italien Italien  Sampdoria Genua 8. September 2019
Emil Forsberg 23. Oktober 1991 046 08 Deutschland Deutschland  RB Leipzig 8. September 2019
Jakob Johansson 21. Juni 1990 018 01 Frankreich Frankreich  Stade Rennes 10. Juni 2019
Sebastian Larsson 6. Juni 1985 115 06 Schweden Schweden  AIK Solna 8. September 2019
Kristoffer Olsson 30. Juni 1995 011 00 Russland Russland  FK Krasnodar 8. September 2019
Gustav Svensson 7. Februar 1987 024 00 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten  Seattle Sounders 8. September 2019
Muamer Tanković 22. Februar 1995 003 00 Schweden Schweden  Hammarby IF 11. Januar 2019
Sturm
Sebastian Andersson 15. Juli 1991 006 02 Deutschland Deutschland  1. FC Union Berlin 8. September 2019
Marcus Berg 17. August 1986 073 19 Russland Russland  FK Krasnodar 8. September 2019
John Guidetti 15. April 1992 027 02 Spanien Spanien  Deportivo Alavés 7. Juni 2019
Alexander Isak 21. September 1999 008 04 Spanien Spanien  Real Sociedad 8. September 2019
Robin Quaison 9. Oktober 1993 012 06 Deutschland Deutschland  1. FSV Mainz 05 8. September 2019


Nationaltrainer

Einen offiziellen Nationaltrainer, auf schwedisch Förbundskapten, gibt es erst seit 1962. Vorher gab es ein Auswahlkomitee (Uttagningskommittén), das die Nominierung der Spieler festlegte. Während des Spiels war in der Regel jeweils der Vorsitzende des Komitees für die Auswahl zuständig. Deshalb werden diese öfters auch als Nationaltrainer bezeichnet.

Allerdings hatte die Mannschaft mit dem Engländer George Raynor, der die Auswahl in den späten 1940er und den 1950er Jahren betreute und 1958 zur Vizeweltmeisterschaft führte, inoffiziell eine Art hauptamtlichen Nationaltrainer. 1948 wurde Schweden beim Olympiasieg von Rudolf Kock betreut. [5] 1962 wurde Lennart Nyman erster offizieller Nationaltrainer.

Janne Andersson ist seit 2016 Nationaltrainer
Amtszeiten Nationaltrainer
seit 2016 Janne Andersson
2009–2016 Erik Hamrén
2004–2009 Lars Lagerbäck
2001–2004 Tommy Söderberg und
Lars Lagerbäck
1998–2001 Tommy Söderberg
1991–1997 Tommy Svensson
1990 Nisse Andersson
1986–1990 Olle Nordin
1980–1986 Lars „Laban“ Arnesson
1970–1979 Georg „Åby“ Ericson
1965–1970 Orvar Bergmark
1962–1965 Lennart Nyman

Rekordspieler

Schweden liegt in der Rangliste der Spieler mit mindestens 100 Länderspielen zusammen mit Kuwait auf dem neunten Platz. Von den derzeit aktiven Nationalspielern hat nur Sebastian Larsson mit 109 Spielen mehr als 100 Länderspiele bestritten.

Thomas Ravelli und Björn Nordqvist waren vom 10. Juni 1995 bis 21. Mai 1996 mit 127 bis 130 Spielen bzw. vom 3. Juni 1978 bis 15. Dezember 1978 mit 109 bis 115 Spielen Weltrekordhalter. Am 6. September 2013 stellte Anders Svensson beim 2:1-Sieg in Irland den Rekord von Thomas Ravelli ein. [6] Am 10. September 2013 erhöhte er ihn beim Spiel gegen Kasachstan auf 144 Spiele und ist seitdem alleiniger Rekordhalter. [7]

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum WM-Spiele EM-Spiele Rekordnationalspieler
01. Anders Svensson 148 21 Mittelfeld 1999–2013 5 9 seit 6. September 2013
02. Thomas Ravelli 143 0 Tor 1981–1997 10 4 13. Juli 1994 bis 10. September 2013
03. Andreas Isaksson 133 0 Tor 2002–2016 3 13
04. Kim Källström 131 16 Mittelfeld 2001–2016 4 12
05. Olof Mellberg 117 8 Abwehr/Mittelfeld 1997–2011 8 13
06. Roland Nilsson 116 2 Abwehr 1986–2000 10 5
0 Zlatan Ibrahimović 116 62 Angriff 2001–2016 5 13
08. Björn Nordqvist 115 [8] 0 Abwehr 1963–1978 10 0 22. September 1976 bis 13. Juli 1994
0 Sebastian Larsson 115 6 Mittelfeld 2008– 4 7
10. Niclas Alexandersson 109 7 Mittelfeld 1993–2008 8 4

Stand: 8. September 2019 [9] [10]

Rekordtorschützen

Zlatan Ibrahimović löste am 4. September 2014 mit seinem 50. Länderspieltor Sven Rydell als schwedischer Rekordtorschütze ab. Rydell hatte am 12. Juli 1925 beim 6:2 gegen Ungarn mit seinem 22. Länderspieltor zunächst den Rekord von Karl Gustafsson eingestellt und ihn mit seinem 23. Tor als Rekordtorschütze abgelöst. Gustafsson, der beim ersten Länderspiel der schwedischen Auswahl gegen Norwegen auch das erste Tor in der Geschichte der Nationalmannschaft erzielt hatte (siehe oben), war zwischen 1908 und 1918 in 32 Spielen 22-mal für Schweden erfolgreich gewesen. [11] Von den derzeit aktiven Nationalspielern hat Marcus Berg mit 19 Toren die meisten Länderspieltore erzielt.

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum WM/OL-Tore EM-Tore
01. Zlatan Ibrahimović 62 116 0,53 2001–2016 0 6
02. Sven Rydell 49 43 1,14 1923–1932 -/6
03. Gunnar Nordahl 43 33 1,30 1942–1948 7
04. Henrik Larsson 37 106 0,35 1993–2009 5 4
05. Gunnar Gren 33 57 0,58 1940–1958 1/3
06. Kennet Andersson 31 83 0,37 1990–2000 5 1
07. Marcus Allbäck 30 74 0,41 1999–2008 1 1
08. Martin Dahlin 29 60 0,48 1991–1997 4 0
09. Agne Simonsson 27 51 0,53 1957–1967 4
10. Tomas Brolin 26 47 0,55 1990–1995 4 3

Weitere bekannte ehemalige Nationalspieler

Im Trikot der schwedischen Nationalmannschaft liefen weitere Spieler auf, die einerseits im Vereinsfußball, aber auch als Leistungsträger im Nationaljersey internationale Bekanntheit erlangten.

Siehe auch

Weblinks

  Commons: Schwedische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 25. Juli 2019, abgerufen am 25. Juli 2019.
  2. svenskfotboll.se: „Mållöst i landskamp nr 1000“
  3. Ranking der größten Sensationen im Fußball (ELO) ( Memento des Originals vom 24. Juni 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.eloratings.net
  4. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930–2010 (PDF; 200 kB)
  5. de.fifa.com
  6. svenskfotboll.se: „Herr: Viktig seger i Dublin“
  7. svenskfotboll.se: „Anders Svensson slog Ravellis rekord“ ( Memento des Originals vom 26. September 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/svenskfotboll.se
  8. Die FIFA zählt das erste Spiel im Rahmen der Olympia-Qualifikation am 4. Mai 1963 gegen Ungarn nicht mit.
  9. European national football teams 1872 - 2018 matches database, auf eu-football.info, abgerufen am 16. Juni 2019
  10. svenskfotboll.se: Sveriges landslagsmän 1908-2018
  11. rsssf.com: Goalscoring for Sweden National Team