Norwegen Information

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kongeriket Norge ( Bokmål)
Kongeriket Noreg ( Nynorsk)
Norgga gonagasriika ( Nordsamisch)
Vuona gånågisrijkka ( Lulesamisch)
Nöörjen gånkarïjhke ( Südsamisch)
Königreich Norwegen
Flagge Norwegens
Staatswappen Norwegens
Flagge Wappen
Wahlspruch: Alt for Norge („Alles für Norwegen“)
Amtssprache Amtssprachen:

Regionalsprache: Kvenisch

Minderheitensprache: Romanes

Hauptstadt Oslo
Staats- und Regierungsform parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt König Harald V.
Regierungschef Ministerpräsidentin Erna Solberg
Fläche 385.207 1 ( 60.) km²
Einwohnerzahl 5.391.369 ( 121.) (1. Januar 2021) [2]
Bevölkerungsdichte 14 2 ( 211.) Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung   +1,31 % (2012) [3] pro Jahr
Bruttoinlandsprodukt
  • Gesamt (nominal)
  • Gesamt ( KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2018 [4]
  • $ 434,2 Milliarden ( 29.)
  • $ 395,9 Milliarden ( 48.)
  • $ 81.550 ( 4.)
  • $ 74.357 ( 7.)
Index der menschlichen Entwicklung   0,957 ( 1.) (2019) [5]
Währung Norwegische Krone (NOK)
Unabhängigkeit 13. August 1905 (von Schweden)
Nationalhymne Ja, vi elsker dette landet ( de facto)
Nationalfeiertag 17. Mai
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen N
ISO 3166 NO, NOR, 578
Internet-TLD .no
Telefonvorwahl +47
1 Fläche: mit Spitzbergen (61.022 km²) und Jan Mayen (377 km²), aber ohne die biland ( Nebenländer): Bouvetøya ( Bouvetinsel) mit 49 km², Peter I Øy ( Peter-I.-Insel) mit 156 km² und das Dronning-Maud-Land ( Königin-Maud-Land) in der Antarktis mit 2.800.000 km²
2 16,5 E./km² ohne Spitzbergen und Jan Mayen
Ägypten Tunesien Libyen Algerien Marokko Mauretanien Senegal Gambia Guinea-Bissau Guinea Sierra Leone Liberia Elfenbeinküste Ghana Togo Benin Nigeria Äquatorialguinea Kamerun Gabun Republik Kongo Angola Demokratische Republik Kongo Namibia Südafrika Eswatini Mosambik Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Sambia Malawi Simbabwe Botswana Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Mali Burkina Faso Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Spanien Mauritius Réunion Mayotte Komoren Seychellen Madagaskar São Tomé und Príncipe Sri Lanka Indien Indonesien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Republik Moldau Ukraine Nordmazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgisistan Russland Vereinigte Staaten Malediven Japan Nordkorea Südkorea Republik China (Taiwan) Singapur Malaysia Philippinen Thailand Vietnam Laos Kambodscha Indien Venezuela Guyana Suriname Frankreich (Französisch-Guayana) Brasilien Kap Verde Spanien (Kanaren) Dominikanische Republik Puerto Rico Dominikanische Republik Bahamas Jamaika Kuba Mexiko Mexiko Venezuela Guyana Suriname Frankreich (Französisch-Guayana) Brasilien Kap Verde Spanien (Kanaren) Dominikanische Republik Puerto Rico Dominikanische Republik Bahamas Jamaika Kuba Mexiko Mexiko Dänemark (Färöer)Staatsgebiet des Königreichs Norwegen
Über dieses Bild
Staatsgebiet des Königreichs Norwegen

Norwegen ( norwegisch: Norge ( Bokmål) oder Noreg ( Nynorsk); nordsamisch: Norga; lulesamisch: Vuodna; südsamisch: Nöörje), amtlich Königreich Norwegen beziehungsweise Kongeriket Norge/Noreg ist ein Staat in Nordeuropa.

Norwegen liegt im Westen der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden und im Nordosten an Finnland und Russland. Die Wirtschaftszone Norwegens grenzt in der Nordsee im Süden an Dänemark und im Westen an das Vereinigte Königreich ( Schottland).

Norwegens Staatsform entspricht der einer konstitutionellen Monarchie mit stark parlamentarischen Zügen. Das Königreich ist als dezentraler Einheitsstaat organisiert. Das Land ist unter anderem Mitglied der NATO, des Nordischen Rates, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und der Vereinten Nationen. Es ist kein Mitglied der Europäischen Union (EU), aber Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR).

Der Index der menschlichen Entwicklung (HDI) der Vereinten Nationen stuft Norwegen seit vielen Jahren als das weltweit am höchsten entwickelte Land ein. [6] [7] Darüber hinaus ist es laut dem Demokratieindex der britischen Zeitschrift The Economist der demokratischste Staat der Welt. [8] Norwegen ist ein sehr wohlhabendes Land, sein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf war 2016 das dritthöchste der Welt. [9] Das Land verfügt zudem über eines der großzügigsten und besten Sozialsysteme der Welt.

Norwegen ist eines der flächengrößten Länder Europas, aber mit nur 5.391.369 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2021) dünn besiedelt. Ein Großteil der Bevölkerung konzentriert sich auf den Süden des Landes mit dem Ballungsraum der Hauptstadt Oslo. Weitere norwegische Großstädte sind Bergen, Trondheim und Stavanger.

Landesname

Die Bedeutung und Herkunft des norwegischen Landesnamens ist nicht sicher geklärt. Es gibt vor allem zwei Theorien. Die eine postuliert eine Abstammung vom altnordischen norðrvegr, was „Weg nach Norden“ oder „Land nach Norden“ bedeutet. Als zweite Möglichkeit wird eine Herleitung von norvegr betrachtet. Die erste Silbe ginge dabei nicht auf die Himmelsrichtung Norden, sondern auf das Wort nor zurück, welches „schmaler oder enger Sund“ bedeutet. Der Landesname insgesamt soll laut dieser Deutung „Land entlang der schmalen Fjorde“ heißen.

Die frühesten Nennungen des Landesnamens stammen aus englischen Quellen, so lateinisch Nortuagia um 840, Nort(h)wegia und 900 und Norwegia um 950 sowie altenglisch Norðweg um 880. Die ältesten skandinavischen Nennungen sind nuruiak (Akkusativ, zu lesen als Norwægh) auf einem der Runensteine von Jelling um 980, nuriki (Dativ, zu lesen als Noregi auf dem Kulistein) um 1034 und Nóregr in fünf skaldischen Strophen aus der Periode 970–1070. [10] [11] Unter Sprachwissenschaftlern umstritten ist, ob die älteren Quellen näher an der ursprünglichen Form liegen oder ob diese bei ihrer Anfertigung von einem ausländischen Weltbild beeinflusst worden waren. [12]

Geografie

Ausdehnung und Grenzen

Norwegen liegt im westlichen und nördlichen Bereich der Skandinavischen Halbinsel. Das Staatsgebiet des Königreiches umfasst eine Fläche von 385.207 km². Ohne die Inselgruppe Spitzbergen und Jan Mayen ist das Hauptland 323.808 km² groß. [13] Das Land ist lang und schmal und hat zudem eine sehr lange Küstenlinie. Die Breite des norwegischen Hauptlandes variiert zwischen 431 und 1,7 km, die Längenausdehnung beträgt in Luftlinie etwa 1748 km. Das Kap Kinnarodden stellt zugleich den nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes dar.

Norwegen hat drei Landgrenzen, die Grenze zu Schweden im Osten, die finnisch-norwegische und die Grenze zu Russland. Insgesamt erreicht die norwegische Landesgrenze eine Länge von 2564 km. Im Norden, Westen und Süden ist das Land von Meer umgeben, wobei sich im Nordosten die Barentssee, im Nordwesten das Europäische Nordmeer, im Westen und Südwesten die Nordsee und im Südosten mit dem Skagerrak die Verbindung zwischen der Nord- und Ostsee befindet. [14] [15]

Geologie und Landschaftsgliederung

Geirangerfjord in Møre og Romsdal
Torghatten im Winter

Norwegen gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. In der Flächenstatistik des Jahres 2020 wurden nur 1,7 % der Gesamtfläche als bebautes Gebiet ausgewiesen. 37,4 % galten als Waldgebiet und 3,5 % als landwirtschaftlich genutzte Fläche. Über 50 % des Gesamtareals wurde als Gebirge, Hochebene oder Moorfläche eingestuft, weitere 7 % als Gewässer oder Gletscher. [16]

Landschaftlich ist Norwegen geprägt durch das Skandinavische Gebirge mit Gebirgsmassiven und kargen Hochebenen, den Fjells. 26 Gipfel liegen über 2300 Meter. Die höchste Erhebung des Festlandes ist der im Gebirgszug Jotunheimen gelegene Berg Galdhøpiggen mit 2469  moh. Etwa 20 % des norwegischen Hauptlandes liegen auf einer Höhe von mindestens 900  moh. [14]

Der Untergrund Norwegens besteht größtenteils aus alten, harten Gesteinen aus Silur, Kambrium und Eozoikum, deren Faltung besonders lange zurückliegt ( Kaledonische Orogenese). Die Oberflächenmodellierung geschah vor allem durch die Vergletscherung in den Kaltzeiten. Der Boden Norwegens unterliegt der Postglazialen Landhebung als Folge des Abschmelzens der letzten Eiszeitgletscher. Ein sichtbares Zeichen dieses Vorgangs ist der Berg Torghatten mit seinem markanten horizontalen Loch in der Mitte, das ein Ergebnis von Erosion durch Auswaschungen mit Meerwasser ist.

Die bekanntesten eiszeitlich entstandenen Landschaftsformen sind die Fjorde (siehe Liste mit Karte) an der Küste. Auf gleiche Weise sind die meisten Binnenseen (siehe Liste) entstanden, sind also Fjordseen. Manche tragen „-fjord“ im Namen. Größter Binnensee ist der Mjøsa mit einer Fläche von 365 km², tiefster See ist das Hornindalsvatnet mit einer Tiefe von 514 Metern. [17] Wie der Oslofjord ist der Mjøsa nicht rein glazialen Ursprungs, sondern Teil eines Grabenbruchs.

Die jüngere Erosion durch Fließgewässer ist vergleichsweise gering. Daher gibt es viele Stromschnellen und hohe Wasserfälle, und die fischreichen Flüsse fließen durch zahlreiche natürliche Seen. In weicherem Gestein graben sich die Flüsse Schluchten und Kerbtäler. In den unteren Höhenlagen gibt es verschiedene Formen von Moränenhügeln, unter anderem die durch Schmelzwasser angeschütteten Åser.

Küste

Küstenabschnitt bei Lindesnes
Küstenabschnitt in Nordland

Die etwa 29.000 km lange Küste des norwegischen Festlandes besteht aus vielen schmalen und tiefen Buchten, den Fjorden, mit denen das salzige Meer vielerorts weit ins Land reicht. Der 200 km lange Sognefjord im Fylke Vestland ist der längste und tiefste Fjord Norwegens. Werden die Küstenlinien der Inseln mitgezählt, erreicht die Küste des Hauptlandes eine Länge von über 100.000 km. Die Grundlinie der Küste ohne die Fjorde und Inseln ist hingegen nur etwa 2500 km lang. Etwa 80 % der norwegischen Bevölkerung leben weniger als zehn Kilometer vom Meer entfernt. [18] [19] Ungefähr 239.000 Inseln umgeben das Land. [19] Die Insel Hinnøya ist mit einer Fläche von 2204 km² die größte Insel des norwegischen Hauptlandes. [20]

Die Küstengebiete sind durch verschiedene Faktoren geprägt und unterscheiden sich regional. Große Teile der Küsten sind felsig, teilweise gibt es steil abfallende Klippen wie am Nordkap. An geschützteren Stellen gibt es etwas Sandstrand, so etwa im Fylke Rogaland. In einigen Küstenabschnitten gibt es außer den hoch aus dem Wasser ragenden Inseln felsige Schären, die sich kaum über die Wellen erheben. [21] Der Norwegische Kontinentalschelf wird besonders von der Erdöl- und Erdgasindustrie genutzt. [22]

Das Verhalten der Gezeiten unterscheidet sich deutlich von dem an den südlichen und westlichen Küsten der Nordsee. Westlich der südwestnorwegischen Stadt Egersund liegt ein Amphidromiezentrum, weshalb es dort keinen Tidenhub gibt. [23] Deshalb ist an der Südost- und Südwestküste Norwegens der Tidenhub gering. Weiter von diesem Zentrum entfernt, also an der nördlicheren Westküste, ist der Tidenhub hingegen größer. [24]

Flüsse

Die längsten Flüsse Norwegens sind die Glomma, die Tana und die Pasvikelva. [25] Die Glomma ist etwa 620 km lang und mündet bei Fredrikstad in den Oslofjord. Das Einzugsgebiet des Flusses macht über 12 Prozent der Fläche des norwegischen Festlandes aus. Ein kleiner Teil seiner Zuflüsse kommt aus Schweden. [26] Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern sind die Einzugsgebiete der norwegischen Flüsse meist verhältnismäßig klein. Grund hierfür ist, dass im Westen nahe der Atlantikküste die höchsten Erhebungen der Skandinavischen Halbinsel vorzufinden sind und somit auch die Hauptwasserscheide weiter westlich liegt. [27]

Ferne Inseln und abhängige Gebiete

Karte der sogenannten Biland

Zum Königreich Norwegen gehören neben dem kontinentalen „Hauptland“ (Hovedland) die im Nordatlantik beziehungsweise im Nordpolarmeer gelegene Inselgruppe Spitzbergen (norwegisch: Svalbard) mit der Bäreninsel (Bjørnøya) sowie die Insel Jan Mayen. [14] Gebiete, die unter norwegischer Verwaltung stehen, aber nicht ins Königreich Norwegen eingehen, werden im Norwegischen als Biland bezeichnet. Zu diesen gehört die unbewohnte Bouvetinsel (norwegisch: Bouvetøya) im Südatlantik. Des Weiteren werden die Peter-I.-Insel (Peter I Øy) im Südpolarmeer und das Königin-Maud-Land (Dronning Maud Land), ein Sektor des antarktischen Kontinents zwischen 20° West und 45° Ost, von Norwegen beansprucht. Diese abhängigen Gebiete werden in einem 1930 verabschiedeten Gesetz, welches auch als Bilandsloven bezeichnet wird, geregelt. [28] Die Hoheit über die als Biland eingestuften Gegenden kann im Gegensatz zu den zum Königreich gehörenden Regionen ohne eine Änderung der Verfassung aufgegeben werden. [29]

Städte und Ballungsräume

In der offiziellen Einwohnerstatistik des Statistisk sentralbyrå werden die Zahlen für sogenannte Tettsteder, also Gebiete unabhängig von den Gemeindegrenzen, angegeben. So hatte zum 1. Januar 2020 die Kommune Oslo 693.494 Einwohner [30], beim Tettsted Oslo wurden 1.036.059 Einwohner angeben. Zum Tettsted Oslo wurden unter anderem noch 115.134 Einwohner der Kommune Bærum sowie 68.132 Einwohner der Kommune Asker gezählt. Die größten weiteren Tettsteder waren Bergen (259.958), Stavanger/ Sandnes (228.287), Trondheim (189.271), Fredrikstad/ Sarpsborg (116.373) und Drammen (109.416). [31]

Panorama Oslos von der Hovedøya

Im Zuge der Kommunalreform in Norwegen kam es zum 1. Januar 2020 zu zahlreichen Gemeindefusionen. Die in der Tabelle angezeigten Einwohnerzahlen der Kommunen mit mehr als 35.000 Einwohner am 1. Januar 2021 beziehen sich auf die neuen Gemeindegebiete, sodass sie bei vergrößerten Kommunen mit den älteren Einwohnerzahlen nicht direkt vergleichbar sind.

Kommune Provinz Einwohner
1. Januar 2000
Einwohner
1. Januar 2013
Einwohner
1. Januar 2021
Oslo Oslo 507.467 623.359 697.010
Bergen Vestland 229.496 267.883 285.601
Trondheim Trøndelag 148.869 179.667 207.595
Stavanger Rogaland 108.818 129.175 144.147
Bærum Viken 101.494 116.938 128.233
Kristiansand Agder 72.395 84.387 112.588
Drammen Viken 54.816 65.602 101.859
Asker Viken 49.284 57.397 94.915
Lillestrøm Viken 86.953
Fredrikstad Viken 67.761 76.839 83.193
Sandnes Rogaland 52.998 70.070 80.450
Tromsø Troms og Finnmark 59.145 70.357 77.095
Ålesund Møre og Romsdal 38.855 45.031 66.670
Sandefjord Vestfold og Telemark 39.317 44.623 64.345
Kommune Provinz Einwohner
1. Januar 2000
Einwohner
1. Januar 2013
Einwohner
1. Januar 2021
Sarpsborg Viken 47.447 53.773 57.372
Tønsberg Vestfold og Telemark 34.716 41.237 57.026
Skien Vestfold og Telemark 49.592 53.060 55.144
Bodø Nordland 41.367 49.141 52.560
Moss Viken 28.172 31.009 49.668
Larvik Vestfold og Telemark 40.386 43.251 47.499
Arendal Agder 39.446 43.353 45.065
Indre Østfold Viken 45.201
Karmøy Rogaland 36.971 41.165 42.345
Lørenskog Viken 29.505 34.245 42.740
Ullensaker Viken 40.459
Øygarden Vestland 38.664
Haugesund Rogaland 30.362 35.732 37.323
Porsgrunn Vestfold og Telemark 32.892 35.432 36.526

Klima

Das Klima in Norwegen ist von großen Unterschieden zwischen den verschiedenen Gebieten des Landes geprägt. Der Gebirgszug der Skanden trennt den schmalen, humid geprägten Küstenstreifen im Westen vom kontinental geprägten Klima im Osten.

Norwegens Westküste hat für seine nördliche Breite ein ausgesprochen mildes und feuchtes Klima. Der Grund dafür ist der Nordatlantikstrom, der relativ warmes Wasser aus niederen Breiten bis weit nach Norden strömen lässt. Die Küste bleibt deshalb den gesamten Winter über weitgehend eisfrei. Die mildernde Wirkung des Meeres ist – bedingt durch auflandige Winde – in den Lufttemperaturen (ca. −5 °C bis +2 °C) zu spüren.

Die vom Meer aufgenommene Feuchtigkeit der Luft regnet an der Westseite der Gebirge ab. So zählt die Stadt Bergen zu den regenreichsten Städten Europas. Im Lee der Gebirge sind die Niederschlagsmengen eher gering. Die Niederschlagsmenge nimmt von Süden nach Norden ab und ist entlang des gesamten Küstenstreifens im Mai deutlich geringer als im Herbst.

Je weiter man ins Landesinnere kommt, umso stärker ist das Klima kontinental geprägt. Dies ist auch der abschirmenden Wirkung des Gebirges geschuldet, da die tatsächliche Distanz zur Küste selbst keinen so großen Unterschied bewirken würde. Weiter im Landesinneren nehmen die Niederschläge ab, die Temperaturen sind im Sommer höher, im Winter dagegen deutlich niedriger. Die Temperaturamplitude ist hier also wesentlich ausgeprägter als jene an der vom Golfstrom beeinflussten Westküste. [32]

Nationalparks

Auf dem norwegischen Hauptland gibt es 40 Nationalparks und über 3100 Naturschutzgebiete. Damit war Ende 2019 etwa 17,5 % der Fläche des norwegischen Hauptlandes geschützt. Die weiteren sieben Nationalparks des Königreichs befinden sich auf der Inselgruppe Spitzbergen, wo zum gleichen Zeitpunkt über 64 % des Landareals einen Schutzstatus hatten. Auf der Insel Jan Mayen lag der Wert bei 99,5 %. [33]

Flora und Fauna

Kiefern und Birken im Øvre-Dividal-Nationalpark

Samenpflanzen und Farne

In Norwegen leben über 1300 Arten Samenpflanzen und Farne. Über die Hälfte der Pflanzenarten gedeiht in Waldgebieten.

Im Laubwald ändert sich der Lichteinfall auf dem Waldboden stark im Lauf der Jahreszeit. Daher befinden sich im Laubwald viele Frühjahrsblüher. Sie blühen schnell nach der Frostperiode und bilden die Früchte und Samen noch vor dem Sommer aus. [34] Häufige Pflanzenarten der Krautschicht von Laubwäldern sind: Waldmeister (Galium odoratum), Quirlblättrige Weißwurz (Polygonatum verticillatum), Bärlauch (Allium ursinum), Maiglöckchen (Convallaria majalis), Leberblümchen (Hepatica nobilis), Wald-Gelbstern (Gagea lutea), Ähriges Christophskraut (Actaea spicata), Wechselblättriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium), Scharbockskraut (Ficaria verna), Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris), Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum). [34]

Im Nadelwald leben Pflanzen unter konstanten Lichtverhältnissen, da Nadelbäume ihre Nadeln nicht saisonal verlieren. Somit sind die Pflanzen am Boden ständig in unterschiedlichem Maße dem Schatten ausgesetzt. Darüber hinaus gibt es in Norwegen zwei unterschiedliche Typen von Nadelwäldern, den Fichtenwald und den Kiefernwald. Im feuchteren Klima des Fichtenwaldes wachsen mehr arktische Arten als im trockenen Kiefernwald. [35] Häufige Pflanzenarten der Krautschicht von Laubwäldern sind: Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea), Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Besenheide (Calluna vulgaris), Blauheide (Phyllodoce caerulea), Schwarze Krähenbeere (Empetrum nigrum), Rundblättriges Wintergrün (Pyrola rotundifolia), Kleines Wintergrün (Pyrola minor), Siebenstern (Trientalis europaea), Melampyrum sylvaticum, Moosglöckchen (Linnaea borealis), Waldsauerklee (Oxalis acetosella), Hain-Veilchen (Viola riviniana) und der seltene Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus). [35]

Natur auf Austvågøya

Im Hochstaudenwald sind häufige Arten [36]: Alpen-Milchlattich (Cicerbita alpina), Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum), Hoher Baldrian (Valeriana sambucifolia), Verschiedenblättrige Kratzdistel (Cirsium heterophyllum), Breitblättrige Glockenblume (Campanula latifolia), Trollblume (Trollius europaeus), Aconitum septentrionale, Wald-Storchschnabel (Geranium silvaticum), Ruprechtskraut (Geranium robertianum). Häufige Arten in der Taiga sind: Sumpfporst (Ledum palustre), Polemonium acutiflorum, Ranunculus lapponicus, Allackerbeere (Rubus arcticus), Lactuca sibirica, Langblättriger Ehrenpreis (Veronica longifolia), Thalictrum rariflorum, Thalictrum minus subsp. kemense, Thymus serpyllum subsp. tanasensis. [37]

Blick in das Måbødal in Hordaland

In Norwegen existieren über 40.000 Seen und weit mehr Moore und Sumpfgebiete. Viele davon liegen in Waldgebieten. Plätze, die ausreichend Nährstoffe zu Verfügung stellen und reich an Mineralien sind, weisen eine hohe Artenvielfalt auf. In anderen Gebieten mit wenig Nährstoffen gedeihen nur wenige Arten, diese dafür umso zahlreicher. Die Bruchwälder wechseln im Aussehen und ihrer Ökologie. Die meisten der Waldseen ohne Zu- und Abfluss sind dystrophe Gewässer, in denen nur wenige Nährstoffe und wenig Sauerstoff vorhanden sind. Das Wasser hat eine braune Färbung, und der Boden ist schlammig. Oft gibt es Torf an den Uferkanten. Andere Seen sind flach und bekommen all ihre Nährstoffe aus dem Regenwasser. Häufig entsteht dort Torf, da im sauerstoffarmen Moorboden keine Pflanzenreste verrotten können.

Wenn aus den Bergen stetig Wasser einsickert, entsteht eine üppige Vegetation. Solche Gebiete wurden im Volksmund Heumoore genannt, da die Bevölkerung früher das Gras aberntete. Die großen Seen in Norwegen sind meist oligotroph. Das Wasser ist klar mit großer Sichttiefe und ebenfalls nährstoffarm. Der Boden besteht aus Steinen, Kies und Sand. Hier herrscht eine andere Flora als in den Waldseen. [38]

Reifende Moltebeere

Häufige Sumpf- und Wasserpflanzen sind: Weiße Seerose (Nymphaea alba), Gelbe Teichrose (Nuphar lutea), Schild-Wasserhahnenfuß (Ranunculus peltatus), Sumpfdotterblume (Caltha palustris), Moltebeere (Rubus chamaemorus), Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris), Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), Langblättriger Sonnentau (Drosera anglica), Sumpf-Veilchen (Viola palustris), Sumpf-Weidenröschen (Epilobium palustre), Wechselblütiges Tausendblatt (Myriophyllum alterniflorum), Gewöhnlicher Tannenwedel (Hippuris vulgaris), Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos), Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Glocken-Heide (Erica tetralix), Straußblütiger Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora), Sumpf-Läusekraut (Pedicularis palustris), Gemeines Fettkraut (Pinguicula vulgaris), Wasser-Lobelie (Lobelia dortmanna), Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre), Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Moorlilie (Narthecium ossifragum), Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum), Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium), Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans), Schmalblättriger Igelkolben (Sparganium angustifolium). [38]

Flechten

Moose und Flechten auf der Hardangervidda

Es gibt über 12.000 Flechten-Arten in Norwegen. Darunter beispielsweise: Echte Rentierflechte (Cladonia rangiferina), Ebenästige Rentierflechte (Cladonia portentosa), Cladonia bellidiflora, Blasenflechte (Hypogymnia physodes), Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina), Baummoos (Pseudevernia furfuracea), Bartflechten (Usnea spec.). [39]

Moose

In Norwegen gibt es über 800 Arten von Moosen. Die Mehrheit davon ist in Waldgebieten vertreten. Sie besiedeln zudem Moor- und Feuchtgebiete sowie langsam fließende, steinige Bäche und Flüsse. Das im Wasser am häufigsten verbreitete Moos ist das Gewöhnliche Quellmoos (Fontinalis antipyretica), das bis zu 20 cm lang werden kann. In Moor- und Feuchtgebieten dominieren Torfmoose, von denen in Norwegen 25 Arten bekannt sind. Sie wurden früher als Dämmmaterial für den Hausbau eingesetzt. Im Vestlandet, wo ein feuchtes Klima eine lange Wachstumsphase ermöglicht, sind über drei Meter dicke Torfmoosschichten bekannt. Wegen seiner Größe und des langsamen Wachstums sind Moose im Wald auf Standorte mit wenig Konkurrenz abgedrängt. So findet man sie auf Steinen, Holz, sandigen Hängen und Stein oder Erdhügeln sowie in den dunkelsten Waldpartien. Im Heidelbeer-Nadelwald findet man etliche Arten der Gabelzahn- und Etagenmoose, da sie nur wenig Licht zum Überleben brauchen. Beispielsweise: Widertonmoose (Polytrichum spec.), Racomitrium uliginosum, Bryum hygrometricum. [40]

Pilze

Es gibt 10.000 Arten an Pilzen (Fungi) in Norwegen, wovon rund 6000 im Wald beheimatet sind. Nur um die 2500 Arten davon bilden im Herbst Fruchtkörper aus. Die Stielporlingsverwandten (Polyporaceae) stellen die wichtigste Gruppe der holzabbauenden Pilze dar, von denen es in Norwegen über 300 Arten gibt. Diese Pilze verursachen in der Forstwirtschaft Schäden in Höhe von mehreren 100 Millionen norwegischen Kronen, da der Schaden meist erst beim Fällen entdeckt wird. [41] Pilz-Arten in Norwegen sind beispielsweise: Birkenporling (Piptoporus betulinus), Zaun-Blättling (Gloeophyllum sepiarium), Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola), Nördlicher Zinnoberschwamm (Pycnoporus cinnabarinus), Semmel-Stoppelpilz (Hydnum repandum), Schaf-Porling (Albatrellus ovinus), Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius), Trompetenpfifferling (Craterellus tubaeformis), Birken-Rotkappe (Leccinum versipelle), Gemeiner Steinpilz (Boletus edulis), Edel-Reizker (Lactarius deliciosus), Reifpilz (Cortinarius caperatus), Gemeines Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutables), Stäublinge (Lycoperdon spec.). [41]

Fauna Durch die größtenteils raue Umwelt ist Norwegens Tierwelt im Vergleich zum restlichen Europa relativ artenarm. Vor allem die nördlichen und im Osten an Schweden grenzenden Gebiete sind von Europas vier größten Raubtieren bevölkert: Wolf, Bär, Luchs und Vielfraß. Auf Spitzbergen leben außerdem mehrere tausend Eisbären. Zudem gibt es vor allem auf den kalten Hochebenen und auf Spitzbergen Polarfüchse, die auf dem Festland jedoch zunehmend von Rotfüchsen verdrängt werden. Typische Bewohner der norwegischen Wälder sind die Elche, von denen es über 100.000 im Land geben soll. Daneben gibt es in Norwegen einige der letzten wilden Ren­tierherden Skandinaviens. Auf dem Dovrefjell wurden außerdem erfolgreich Moschusochsen angesiedelt. Reich ist auch die Vogelwelt Norwegens. An den oftmals felsigen Küstenregionen finden unter anderem Dreizehenmöwen, Lummen, Alken, Papageientaucher, aber auch Seeadler ideale Nistplätze. In den weiten Seen und Sumpfregionen des Binnenlandes leben Kraniche, Wildgänse, Seetaucher, und Enten, daneben viele verschiedene Singvögel bis hin zum imposanten Steinadler, der vor allem die Skanden bewohnt.

Verhältnismäßig arm ist die Artenvielfalt der Amphibien und Reptilien. In Norwegen gibt es drei Arten von Schlangen: Die Kreuzotter, die relativ häufig vorkommt, die Ringelnatter und die Schlingnatter. Es gibt auch einige Kröten, Frösche und Molch-Arten, die alle nur relativ weit südlich im Land vorkommen. Auch gibt es vergleichsweise wenige Insekten­arten, jedoch leben im Sommer in den Gebirgen viele bestäubende Insekten, darunter Wildbienen und Schmetterlinge, aber auch viele Stechmücken.

Bekannt ist vor allem die Unterwasserwelt Norwegens. Die für Angler attraktiven Gewässer sind bevölkert von Fischen wie Heringen, Kabeljaue, Schellfischen, Wildlachsen bis hin zu Tieren wie dem Grönlandhai. Dorsch, Köhler, Pollack, Lumb, Leng, Rotbarsch und Schellfisch [42] sind die wirtschaftlich bedeutendsten Arten. Flunder, Scholle, Makrele, Heilbutt und Steinbeißer [43] zählen ebenso dazu. Bekannte Reviere sind der Saltstraumen, Romsdalsfjord [44], die Inseln Hitra und Frøya. Trotz der hervorragenden Fischbestände wurde von der Regierung ein Fanglimit [45] [46] und neue Mindestmaße [47] beschlossen. Verstöße dagegen werden mit empfindlichen Bußgeldern [48] belegt.

Im Vergleich zum international sehr beliebten Fjord- und Hochseeangeln in Norwegen ist der Fischfang im Süßwasser eher zweitranging [49]. In den zahlreichen Flüssen, Bächen und Seen kommen unter anderem Äschen, Bachforellen, Seeforellen (große Exemplare im See Mjøsa), Saiblinge, Lachse, Meerforellen, Binnenstinte, Maränen, Hechte, Barsche, Brassen, und Aalquappe. In Norwegen finden sich unter anderen die weltbesten Lachsflüsse bezüglich Bestand und Größe der gefangenen Fische. Genannt werden Altaelv, Lakselva, Orkla, Gaula und Namsen [50] med Sanddøla [51].

Es gibt auch einige Walarten vor der norwegischen Küste, von denen der Zwergwal bis heute, wenn auch in geringem Umfang, bejagt wird. Vor Norwegens Küste gibt es außerdem das größte Kaltwasser-Korallenriff der Erde.

Bevölkerung

Demografie

Das Median-Alter in Norwegen betrug 2020 39,5 Jahre. Auf 1000 Einwohner kamen im selben Jahr 12,09 Geburten und 8,01 Todesfälle. Die Bevölkerung wuchs mit etwa 0,8 % pro Jahr. Die Fertilitätsrate lag bei 1,84 Kinder pro Frau. [52] Im 20. Jahrhundert hat sich die Bevölkerung des Landes mehr als verdoppelt: von 2,22 Millionen (1900) auf 4,48 Millionen (2000). Im Jahr 2012 überschritt man die Marke der fünf Millionen Einwohner. [53] Ausschlaggebend für den starken Bevölkerungsanstieg nach 2000 ist vor allem die steigende Anzahl an Einwanderern. [54]

Bevölkerungspyramide Norwegen 2016
Hauptherkunftsländer von Einwanderern (1. Januar 2020) [55]
Rang Staat Personen
1. Polen Polen  Polen 115.416
2. Litauen Litauen  Litauen 47.304
3. Somalia Somalia  Somalia 43.273
4. Schweden Schweden  Schweden 38.854
5. Pakistan Pakistan  Pakistan 38.674
6. Syrien Syrien  Syrien 36.026
7. Irak Irak  Irak 34.268
8. Eritrea Eritrea  Eritrea 29.102
9. Deutschland Deutschland  Deutschland 28.258
10. Philippinen Philippinen  Philippinen 26.334
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahl [16]
1950 3.250.000
1960 3.568.000
1970 3.863.000
1980 4.079.000
1990 4.233.000
2000 4.478.000
2010 4.858.000
2020 5.368.000

Einwohnerzahl und Ethnien

Die Bevölkerung des Landes verteilt sich mit 82 % (Stand: 2020) auf als Städte und Ortschaften gewertete Gebiete und zu 18 % auf die restlichen Gebiete. [56] Eine der am dichtesten besiedelten Regionen des Landes ist das Gebiet um den Oslofjord. Das Landesinnere hat hingegen eine geringe Bevölkerungsdichte und die Bevölkerung lebt dort vor allem in den Tälern, durch die auch die Hauptkommunikationsadern führen. Insgesamt etwa 80 % der Einwohner des Landes leben weniger als zehn Kilometer vom Meer entfernt, in Nordnorwegen wohnen sogar 90 % der Menschen in weniger als vier Kilometer Entfernung vom Meer. [15] [54]

In Norwegen lebt mit 60.000 bis 100.000 Menschen die wahrscheinlich größte Gruppe der Samen, ein indigenes Volk im Norden Fennoskandinaviens. Genaue Daten über die Anzahl der Samen gibt es jedoch nicht. Die Samen unterteilen sich in Norwegen in die Gruppe der Südsamen, der Pite- und Lulesamen sowie in die der Nordsamen. Die samische Bevölkerung hat in Karasjok mit dem Sameting eine eigene parlamentarische Vertretung. Während die Samen rechtlich als Urbevölkerung gelten, haben die Waldfinnen, die Kvenen, die sogenannten Tatere, die Roma und die Juden einen Status als nationale Minorität inne. [15] [54] In der Freedom-in-the-World-Länderliste 2019 erhielt Norwegen zwar 100 von 100 möglichen Punkten, es wurde allerdings angemerkt, dass die Diskriminierung von Roma und anderen Minderheiten weiterhin ein Problem darstelle. [57]

Am 1. Januar 2020 wohnten etwa 979.000  Einwanderer in Norwegen, worunter Menschen verstanden werden, deren Elternteile beide im Ausland geboren wurden. Etwa 790.000 Personen wanderten selbst aus dem Ausland ein; 189.000 Personen wurden in Norwegen geboren. In Oslo gehörte etwa jeder dritte Einwohner der Gruppe der Einwanderer an. [16] Im Jahre 2017 waren 15,1 % der Bevölkerung im Ausland geboren. [58] [59]

Sprachen

Offizielle Schriftsprache in den norwegischen Gemeinden (Stand: 2007):
  •  Bokmål/ Riksmål
  •  Nynorsk
  • neutral
  • Norwegisch ist eine nordgermanische Sprache, die nahe mit dem Dänischen und Schwedischen verwandt ist. Die Schriftsprache teilt sich in zwei gesetzlich gleichgestellte Varietäten: Etwa 85–90 % der Einheimischen schreiben eine als Bokmål (wörtlich: „Buchsprache“) oder bis 1929 als Riksmål („Reichssprache“) bezeichnete Sprachform, die als von den städtischen Mundarten Norwegens beeinflusste Variante des Dänischen anzusehen ist. Etwa 10–15 % schreiben hingegen Nynorsk („Neunorwegisch“). Diese Sprache, die bis 1929 als Landsmål („Landessprache“) bezeichnet wurde, ist seit 1885 als zweite offizielle Schriftsprache anerkannt; sie wurde von Ivar Aasen auf der Grundlage der norwegischen Dialekten geschaffen und später weiterentwickelt. In der gesprochenen Sprache spielen die Dialekte eine größere Rolle als in vielen anderen Ländern. [60] [1]

    Die von den Samen gesprochenen Sprachen aus der samischen Sprachfamilie sind gesetzlich dem Norwegischen gleichgestellt. Da die Samen den Status als Urbevölkerung Norwegens innehaben, werden die samischen Sprachen stärker geschützt als die weiteren Minderheitensprachen. Die samische Sprachfamilie unterteilt sich unter anderem in die Sprachen Nord-, Lule-, Süd-, Pite- und Umesamisch. Im Zuge der Norwegisierungspolitik wurde der Gebrauch dieser Sprachen ab Mitte des 19. Jahrhunderts lange zurückgedrängt. Weitere Minderheitensprachen sind die von finnischen Einwanderern ins Land gebrachte Sprache Kvenisch sowie Romani. Die norwegische Zeichensprache wurde im Jahr 2009 als vollwertige Sprache anerkannt. [1]

    Die Norweger lernen in der Schule meist Englisch als erste Fremdsprache und später als Wahlfach Deutsch, Spanisch oder Französisch. [61] Deutsch war bis in die 1950er Jahre wie im restlichen Skandinavien traditionell die erste Fremdsprache in Norwegen. Heute ist Englisch der Verbreitung nach die erste Fremdsprache, vor Deutsch und Spanisch als zweiter Fremdsprache und Französisch als dritter Fremdsprache. Englisch, Deutsch und Französisch haben einen offiziellen Status als „Primärfremdsprachen“ und können etwa als Dissertationssprachen in allen Fächern an den Universitäten verwendet werden.

    Religionen und Weltanschauungen

    Religionen

    In der Verfassung von 1814 wurde die evangelisch-lutherische Religion zur öffentlichen Religion des Staates ernannt, Juden wurden vom Zugang zum norwegischen Reich ausgeschlossen. Der entsprechende Paragraph wurde schließlich im Jahr 1851 aufgehoben und alle Einwohner Norwegens haben seitdem das Recht auf freie Religionsausübung. Die Zahl der jüdischen Bürger lag im Jahr 1940 bei etwa 2170, wovon 767 während der deutschen Okkupation Norwegens ins KZ Auschwitz deportiert wurden (siehe Hauptartikel: Geschichte der Juden in Norwegen). [62]

    Größte Glaubensgemeinschaft ist auch nach Einführung der Religionsfreiheit die vom Präses der Bischofskonferenz geleitete evangelisch-lutherische Volkskirche geblieben. Im Jahr 2019 hatte sie 3.686.715 Mitglieder, was einem Anteil von 69 % an der Bevölkerung entsprach, wobei die Mitgliederzahl rückläufig war. [63] Durch eine Verfassungsänderung im Jahr 2012 wurde die Verknüpfung zwischen Staat und Kirche gelockert, die Volkskirche nimmt aber gegenüber den weiteren Religionsgemeinschaften weiter eine Sonderrolle ein. So wird beispielsweise die Zahlung der Gehälter kirchlicher Angestellter staatlich unterstützt. Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit ist gesetzlich verboten. Ab dem Alter von 15 Jahren hat jede Person das Recht, selbst in Religionsgemeinschaften einzutreten oder sie zu verlassen.

    Eine Schätzung des statistischen Zentralbüros Statistisk sentralbyrå über die Mitgliedschaft in religiösen Gemeinschaften lieferte im Jahr 2019 folgende Werte:

    Unter die weiteren Religionen fielen etwa 21.000 Buddhisten, 11.400 Hindus, 4000 Sikhs und 800 Juden. Die Mehrheit derer, die in einer Religionsgemeinschaft außerhalb der Norwegischen Kirche Mitglied waren, zählen zur Gruppe der Immigranten, sind also selbst nach Norwegen eingewandert oder haben zwei im Ausland geborene Elternteile. Sie sind je nach Herkunftsland meist römisch-katholischen oder muslimischen Glaubens. [64]

    Weltanschauungsgemeinschaften

    In Norwegen gibt es einen humanistischen Verband, den Human-Etisk Forbund, eine Weltanschauungsgemeinschaft von nichtreligiösen und bekenntnisfreien Menschen. Der Verband wurde 1956 gegründet. Ende 2019 zählte er rund 94.000 Mitglieder, was ihn zum größten Verband dieser Art in Norwegen macht. [64]

    Bildung

    Unterrichtsfächer in der Grundschule [65]
    ab. 1. Klasse
    Norwegisch
    Mathematik
    Wissenschaft und Umwelt (naturfag)
    Christentum, Religion, Lebensanschauung und Ethik
    Englisch
    Sport
    Kunst und Handwerk
    Musikerziehung
    Lebensmittel und Gesundheit
    ab 8. Klasse
    Zweite Fremdsprache
    Wahlfächer
    Das Handelsgymnasium in Bergen

    Der Schulbesuch ist verpflichtend und gratis für alle Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 16 Jahren. Des Weiteren haben alle 16- bis 19-Jährigen das Recht, drei Jahre die weiterführende Schule (videregående skole) zu besuchen. [66] Die Schulpflicht wurde im Jahr 1739 eingeführt. 1889 wurde festgelegt, dass die Schulpflicht sieben Jahre dauert, 1969 wurde sie auf neun und 1997 auf zehn Jahre verlängert. [67]

    Die Kindergärten unterliegen neben den Schulen ebenfalls dem Bildungsministerium. Sie werden von den Kommunen oder von privater Hand betrieben. Im Jahr 2019 besuchten 92,2 Prozent der ein- bis fünfjährigen Kinder zwischen einen Kindergarten, bei den Kindern zwischen drei und fünf Jahren lag der Wert bei 97,1 Prozent. [68]

    Die zehnjährige Grundschule (grunnskole) wird in eine siebenjährige Stufe für Kinder (barnetrinn) und eine dreijährige für Jugendliche (ungdomstrinn) unterteilt. Der überwiegende Teil der Schüler besucht nach Abschluss der Grundschule eine weiterführende Schule. Diese ist geteilt in studienvorbereitende Schulzweige, die der gymnasialen Oberstufe entsprechen, sowie arbeitsvorbereitende Schulzweige. Fachschulen (fagskoler) bieten im Anschluss an die weiterführende eine weitere berufliche Ausbildung an. [66] [69]

    Samische Schüler haben das Recht auf Unterricht in einer samischen Sprache. [70] Für Einwandererkinder im Schulalter muss der norwegische Staat in jeder Kommune Sprachkurse anbieten. [66]

    Im Jahr 2019 hatten 34,6 Prozent der Norweger über 16 Jahre einen Universitäts- oder Hochschulabschluss, drei Prozent einen Fachschulabschluss und 37 Prozent einen Abschluss an der weiterführenden Schule als höchsten Abschluss. [71] Im PISA-Ranking von 2015 erreichen norwegische Schüler Platz 19 von 72 Ländern in Mathematik, Platz 24 in Naturwissenschaften und Platz 9 beim Leseverständnis. Norwegen liegt damit im oberen Drittel unter den OWZE-Staaten. [72]

    Lebensstandard

    Lebensstandard [52]
    Geburtenrate 12,09 je 1000 Einw.
    Fertilitätsrate 1,84 Kinder je Frau
    Müttersterblichkeit (2017) 2 je 100.000 Geb.
    Säuglingssterblichkeit 2,34 je 1000 Geb.
    Sterblichkeit 8,01 je 1000 Einw.
    Lebenserwartung 82,35 Jahre
    Lebenserwartung (Männer) 80,21 Jahre
    Lebenserwartung (Frauen) 84,6 Jahre
    Zugang zu sauberem Trinkwasser 100 %
    Ärzte (2017) 2,83 je 1000 Einw.
    Krankenhausbetten (2017) 3,6 je 1000 Einw.
    HIV/ AIDS-Infizierte (2018) 5800

    Beschäftigung

    Nach Angaben des staatlichen Statistischen Zentralbüros in Oslo waren im 4. Quartal 2012 86.000 Menschen als arbeitslos registriert, das entsprach einer Arbeitslosenquote von 3,2 %. [73] Diese liegt weit unter dem Durchschnitt der EU- und OWZE-Länder. Im Verhältnis zum Juli 2009 (3,0 %) stieg die Quote in Norwegen um 0,2 Prozentpunkte. Mit einer Quote von 6,0 % (November 2012) [74] sind die Einwanderer von der Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich stark betroffen. Wachstumsbranchen sind derzeit vor allem der Bereich finanzielle Dienstleistungen sowie der gesamte Gesundheits- und Sozialsektor. Die Bauwirtschaft wächst derzeit überproportional. In der Landwirtschaft arbeiten 3,2 %, im Dienstleistungssektor 76 % und in der Industrie etwa 21 % der Beschäftigten (2009).

    Norwegen hat heute einen erheblichen Fachkräftemangel. Um diesen zu beheben, werden gezielt EU-Ausländer als Gastarbeiter angeworben. Um die Attraktivität für ausländische Arbeitnehmer zu steigern, gewährt der norwegische Staat zahlreiche Starthilfen und finanzielle Anreize in den ersten 24 Monaten.

    Frauenrechte

    Norwegen gilt als Pionier der Frauenrechte. So wurde die Norwegische Frauenrechtsvereinigung bereits 1884 von vielen der prominentesten Persönlichkeiten der Zeit, darunter mehreren Ministerpräsidenten, gegründet. [75]

    Frauen durften sich bereits ab 1901 an Regionalwahlen beteiligen. [76] Voraussetzung war jedoch, dass sie über Grundbesitz verfügten oder mit Grundbesitzern verheiratet waren. [77] In der Wahl von 1906 unterstützen die Befürworterinnen des Frauenwahlrechts die Radikalen, und ein Sieg der Radikalen führte dazu, dass 1907 diejenigen Frauen, die bereits über das regionale Wahlrecht verfügten, auch auf nationaler Ebene dieses Recht erhielten. [77] 1913 wurden alle Beschränkungen aufgehoben. [78] Damit führte Norwegen das Frauenwahlrecht 1913 als vierter Staat der Erde nach Neuseeland, Australien und Finnland ein. [79]

    1978 wurde Eva Kolstad die weltweit erste Ombud für Gleichstellung.

    Im Global Gender Gap Report 2017, der die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in einem Land misst, belegt Norwegen Platz 2 hinter Island.

    Geschichte

    Felszeichnungen von Alta

    Die menschliche Besiedlung des heutigen Staatsgebiets begann nach der letzten Kaltzeit etwa im 8. Jahrtausend v. Chr., als Jäger und Sammler dem schmelzenden Eis nach Norden folgten. Die älteste Fundstätte ist Blomvåg in der Kommune Øygarden in Vestland mit Artefakten, die auf 10.500 v. Chr. datiert werden.

    Der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur Skandinaviens folgten in der Bronze- und Eisenzeit germanische Einflüsse. In der Zeit der Wikinger (800–1050) wurde Norwegen durch König Harald Hårfagre um das Jahr 900 geeint. In dieser Zeit wurden von Norwegen aus Island, die Färöer und Grönland besiedelt. Einige Wikinger – unter der Führung von bspw. Bjarni Herjúlfsson, Thorvald Eiriksson und Leif Eriksson – erreichten auf mehreren Fahrten um 1000 n. Chr. sogar Neufundland vor der Nordostküste des etwa 500 Jahre später als Amerika bezeichneten Kontinents. Auch die Normandie in Frankreich wurde von den ‚Nordmännern‘ besiedelt, von denen die meisten allerdings aus dem heutigen Dänemark kamen. Die Orkney- und die Shetlandinseln wurden gleichfalls von norwegischen Wikingern in Besitz genommen und gehörten bis 1472 zu Norwegen.

    Skandinavien um 1730

    Ab 1380 in Personalunion mit Dänemark, trat Norwegen 1397 der Kalmarer Union bei und wurde hierin ein relativ unbedeutendes Mitglied. Das Kalmarer Reich hielt formell bis zum Ausscheiden Schwedens (1523), mit Dänemark bis 1814. Wegen politischer Unterstützung Frankreichs musste Dänemark nach den Napoleonischen Kriegen Norwegen am 14. Januar 1814 im Kieler Frieden an den König von Schweden abtreten. Allerdings gab es keine direkte Übergabe, so dass Norwegen für kurze Zeit unabhängig wurde und sich in einer Nationalversammlung am 17. Mai 1814 in Eidsvoll eine Verfassung gab, die mit leichten Änderungen bis heute Gültigkeit besitzt. Das Storting arrangierte im Jahr 1836 die erste 17.-Mai-Feier; seit diesem Tag wird der 17. Mai als Norwegens Nationalfeiertag angesehen. [80]

    Es folgten 91 Jahre Personalunion mit Schweden, bevor diese nach einer Volksabstimmung, in der sich eine überwältigende Mehrheit der Norweger für die Beendigung der Union ausgesprochen hatte, am 13. August 1905 aufgelöst wurde. Norwegischer König wurde als Haakon VII. Prinz Carl aus dem Haus Glücksburg.

    Im Ersten Weltkrieg erklärte Norwegen zusammen mit Dänemark und Schweden seine Neutralität. 1920 trat das Land dem Völkerbund bei.

    Deutsche Truppen in Oslo am 9. April 1940

    Am 9. April 1940 geriet das neutrale Norwegen im Zweiten Weltkrieg im Unternehmen Weserübung unter deutsche Besatzung. Als Reichskommissar für Norwegen wurde Josef Terboven ernannt. Militärisch wurde die Okkupation begründet mit der bevorstehenden Landung britischer Truppen sowie den strategisch bedeutenden Häfen an der norwegischen Küste, die für den Nachschub an Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna wichtig waren. Vor allem die Bedeutung Narviks für die deutsche Kriegswirtschaft ist heute umstritten, denn das Dritte Reich war weniger auf die schwedischen Eisenerzlieferungen angewiesen als gemeinhin angenommen. Das findet seine Bestätigung in der Anweisung Hitlers, die Hafenanlagen für den Gegner unbrauchbar zu machen. Wichtiger für die deutsche Kriegswirtschaft waren die norwegischen Rohstoffe, hauptsächlich Aluminium, Molybdän und Schwefelkies, wobei im Rahmen der nationalsozialistischen Europapläne die Schaffung eines „Europäischen Großwirtschaftsraumes“ unter deutscher Hegemonie geplant war. Norwegen leistete sechs Wochen lang militärischen Widerstand, war aber der deutschen Kriegsmarine unterlegen. Norwegische Nationalsozialisten ( Vidkun Quisling) verbündeten sich mit den Deutschen und kamen dadurch an die Macht. Da der größte Teil der norwegischen Bevölkerung ihnen ablehnend gegenüberstand, erlangten Widerstandsorganisationen einen hohen Stellenwert.

    Eine Folge der deutschen Besatzungszeit waren die sogenannten tyskerbarna, die von deutschen Soldaten mit Norwegerinnen gezeugten „Deutschenkinder“. Ihre Mütter bezeichnete man abwertend als tyskertøser (etwa „Deutschenflittchen“). Die etwa 10.000–12.000 Kinder waren in der norwegischen Nachkriegsgesellschaft massiven Diskriminierungen ausgesetzt und wurden teilweise misshandelt. Erst 1998 bat Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik die tyskerbarn um Entschuldigung für das an ihnen begangene Unrecht. Lange unerforscht blieb die Entrechtung und Deportation der norwegischen Juden. Knapp 800 der ca. 2100 Juden, die hauptsächlich in Oslo und Trondheim lebten, wurden in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau transportiert und dort ermordet. Zu den Opfern zählten Ruth Maier und die 15-jährige Schülerin Kathe Lasnik, deren Schicksal der Philosoph Espen Søbye aufgearbeitet hat. [81]

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg

    1949 gehörte Norwegen zu den Gründungsmitgliedern der NATO, 1960 wurde mit Dänemark, Österreich, Portugal, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) gegründet. Die moderne Geschichte seit 1969 ist geprägt von Wachstum und Reichtum durch das Erdöl. Ein Beitritt zur Europäischen Union wurde in Volksabstimmungen zweimal abgelehnt ( 25. September 1972 und 28. November 1994 [82]). Norwegen ist als Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in vielen Belangen einem EU-Mitglied gleichgestellt und darüber hinaus als Teil der Nordischen Passunion Mitglied des Schengener Abkommens (siehe: Norwegen und die Europäische Union).

    Am 22. Juli 2011 wurden zwei verheerende Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya verübt, die insgesamt 77 Todesopfer forderten. [83] Premierminister Jens Stoltenberg bezeichnete den Anschlag als „nationale Tragödie“ und als schlimmste Gewalttat seit dem Zweiten Weltkrieg. [84]

    Politik

    Verfassung

    Nationalversammlung von 1814 in Eidsvoll

    Grundlagen und Geschichte

    Die norwegische Verfassung vom 17. Mai 1814 ist von der französischen Verfassung von 1791 inspiriert. Das Prinzip der Gewaltenteilung von Montesquieu war wesentliches Vorbild. Trotz dieses liberalen Einflusses war Juden das Betreten des Reichs bis 1851 verboten. Der ursprünglich dänisch verfasste und bis 2012 nur vorsichtig modernisierte [85] Verfassungstext wurde zum zweihundertsten Geburtstag der Verfassung in zwei offizielle norwegische Fassungen übertragen, eine in Bokmål [86] und eine in Nynorsk [87]. [88] [89] [90]

    Die in der Verfassung festgeschriebene Gewaltenteilung führte im Verlauf des 19. Jahrhunderts zu mehreren Machtproben zwischen der Regierungsbürokratie ( Exekutive), die wesentlich vom schwedischen Königshaus kontrolliert wurde, und dem Storting (der norwegischen Nationalversammlung; Legislative). Die Krone versuchte, ihre Privilegien als Exekutivmacht auszubauen und das Storting unter Berufung auf die Verfassung weitgehend von den Regierungsgeschäften auszuschließen. Der Konflikt spitzte sich weiter zu, als sich im Zuge der Industrialisierung die Klassenunterschiede zwischen der beamteten Machtelite und dem aufsteigenden Bürgertum in Norwegen verschärften. In der Gesellschaft wuchs die Ablehnung des königlichen Beamtenstaates. In der Kommunalpolitik war der nationale Regierungsapparat bereits 1837 durch die Einführung der lokalen Selbstverwaltung praktisch entmachtet. Entsprechend energisch bemühte sich der schwedische Adel um die Wahrung seines Einflusses auf nationaler Ebene.

    Amtierende norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg ( H)

    Die Spannungen eskalierten bis 1884, dem Jahr, das in Norwegen die Einführung des Parlamentarismus markiert. Der bürgerlich-liberale Stortingsabgeordnete Johan Sverdrup setzte gegen den Widerstand von König Oskar II. das staatsrechtliche Prinzip durch, dass eine Regierung für den eigenen Machterhalt die Unterstützung des Storting benötigt. Durch diese Abhängigkeit war die durch die Gewaltenteilung festgeschriebene politische Souveränität der Monarchie zugunsten einer Stärkung des Parlaments faktisch aufgehoben. Der König musste Sverdrup als neuen Ministerpräsidenten mit der Regierungsbildung beauftragen. [91]

    Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte die sozialdemokratische Arbeiterpartei unter Einar Gerhardsen von 1945 bis 1961 über eine absolute Mehrheit. Danach wurden in der Regel Minderheitsregierungen gebildet. In jüngster Vergangenheit war die Tendenz zu beobachten, Koalitionsregierungen mit fester Mehrheit im Parlament zu bilden und auf Grundlage eines Koalitionsvertrags zu agieren. Große Koalitionen zwischen Sozialdemokraten und Konservativen hat es bislang nicht gegeben. 2007 wurde mit einer Änderung von Artikel 15 der Verfassung das seit 1884 gewohnheitsrechtlich praktizierte System des Parlamentarismus im Grundgesetz festgehalten. [91]

    Bei der Parlamentswahl am 9. September 2009 wurde die Arbeiderpartiet mit 30,8 % der Stimmen stärkste Partei im Storting. Die Koalition aus Arbeiderpartiet, Senterpartiet und Sosialistisk Venstreparti wurde nach der Parlamentswahl 2013 von einer Koalition der Høyre (Konservative) und Fremskrittspartiet (dt. „Fortschrittspartei“) unter der Führung von Ministerpräsidentin Erna Solberg abgelöst. Dieser Regierung trat nach den Parlamentswahlen 2017 im Januar 2018 die sozialliberale Venstre bei, seit Januar 2019 ist auch die christdemokratische KrF Mitglied der Koalition. [92] Am 24. Januar 2020 stieg die Fremskrittspartiet aus der Regierung aus. [93]

    Politisches System

    König Harald V. (2007)

    Das Staatsoberhaupt ist König Harald V. Er spielt im politischen System eine zeremonielle Rolle: Er ernennt formal den Ministerpräsidenten und die Minister, leitet gewisse Sitzungen der Regierung, eröffnet das Parlament und akkreditiert die ausländischen Botschafter; bis zu einer Verfassungsänderung 2012 war er auch das Oberhaupt der lutherischen Kirche des Landes. [94] Gegen vom Parlament beschlossene Gesetze gestand ihm schon die Verfassung von 1814 lediglich ein beschränktes Einspruchsrecht (Veto) zu, das vom Parlament zurückgewiesen konnte. Seit der Loslösung Norwegens von Schweden 1905 hat kein König mehr von diesem Recht Gebrauch gemacht.

    Das Storting ist das Parlament von Norwegen mit Sitz in Oslo

    Exekutive: Der König ernennt den Ministerpräsidenten und auf dessen Vorschlag die Minister, die keine Mehrheit des Parlaments gegen sich haben dürfen („negativer Parlamentarismus“). Anders als in Deutschland oder Großbritannien gilt in Norwegen wie in den anderen skandinavischen Ländern das Prinzip des negativen Parlamentarismus: Eine Regierung bedarf zwar keiner ausdrücklichen Mehrheit im Parlament, sie kann jedoch von einer Mehrheit des Parlaments gestürzt werden. [91] Über die unter der Leitung des Königs regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Staatsrates, dem alle Minister angehören und in dessen Rahmen das Staatsoberhaupt die Gesetze und Verordnungen unterzeichnet, ist dieses formal in die Handlungen der Regierung eingebunden.

    Legislative: Das Parlament, das Storting, besteht aus 169 Abgeordneten, die alle vier Jahr (bis 1936 jedes dritte Jahr) gewählt werden. Es tagt seit 2009 in einer Kammer. Die zuvor existierende, mehr formale als reale Gliederung in ein Odelsting und ein Lagting wurde mit Verfassungsänderung von 2007 per 2009 aufgehoben.

    In Norwegen gab es bisher sechs Volksabstimmungen:

    • 1905 über die Auflösung der Union mit Schweden. (Ergebnis: Ja)
    • 1905 über die Einsetzung Prinz Carls von Dänemark als König Haakon VII. (Ergebnis: Ja)
    • 1916 über das Verbot von Alkohol. (Ergebnis: Ja)
    • 1927 über die Aufhebung dieses Verbots. (Ergebnis: Ja)
    • 1972 über den Beitritt in die Europäische Gemeinschaft. (Ergebnis: Nein)
    • 1994 über den Beitritt in die Europäische Union. (Ergebnis: Nein)

    Unbeschadet des einheitsstaatlichen Aufbaus Norwegens ist die kommunale Selbstverwaltung gewährleistet.

    Verwaltungsgliederung

    Norwegische Provinzen seit 2020

    Das Land ist seit dem 1. Januar 2020 in elf Verwaltungsprovinzen ( Fylker) eingeteilt, die traditionell in fünf Landesteile (landsdel) zusammengefasst werden. Alle Fylker bis auf Oslo sind in mehrere Gemeinden unterteilt. [95] In Norwegen gibt es seit dem 1. Januar 2020 365 Kommunen. Hinzu kommt Spitzbergen, das außerhalb der Provinzstruktur steht und keine Gemeinden hat, jedoch Teil des Königreichs ist. Alle vier Jahre werden Volksvertretungen sowohl auf Ebene der Kommunen als auch der Verwaltungsprovinzen gewählt. [96]

    Die Inselgruppe Spitzbergen besitzt administrativ eine Sonderrolle ( Spitzbergenvertrag). So heißt der Repräsentant der Zentralregierung in einem Fylke Statsforvalter und ist dem Kommunalministerium unterstellt, während der Sysselmann auf Spitzbergen unter der Aufsicht des Justizministeriums steht. [97] Im Juni 2017 wurde eine umfassende Verwaltungsgebietsreform beschlossen, die am 1. Januar 2020 abgeschlossen wurde. Sie beinhaltete eine Reform der Fylker sowie eine Reform der Kommunen.

    Parteien

    Storting
    Logo Stortinggebäude am Eidsvolls plass
    Logo Stortinggebäude am Eidsvolls plass
    Basisdaten
    Sitz: Oslo
    Legislaturperiode: 4 Jahre
    Erste Sitzung: 1814
    Abgeordnete: 169
    Aktuelle Legislaturperiode
    Letzte Wahl: 10. und 11. September 2017
    Nächste Wahl: 13. September 2021
    Vorsitz: Stortingspräsidentin
    Tone Wilhelmsen Trøen ( H)
    Sitzverteilung
              
    Insgesamt 169 Sitze
    •  R: 1
    •  SV: 11
    •  Ap: 48
    •  Sp: 20
    •  MDG: 1
    •  V: 8
    •  KrF: 8
    •  H: 45
    •  FrP: 26
    • Unabh.: 1
    Website
    stortinget.no

    Im Storting sind zurzeit vertreten: [98]

    Andere kleine Parteien:

    Staatshaushalt

    Der Staatshaushalt umfasste 2017 Ausgaben von umgerechnet 199,5 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 217,1 Milliarden US-Dollar gegenüber. Das ergab einen Haushaltsüberschuss in Höhe von 4,4 % des BIP. Die Staatsverschuldung betrug 2017 36,5 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP). [52]

    Der Anteil der Staatsausgaben lag in den folgenden Bereichen bei

    Von der Ratingagentur Standard & Poor’s werden die Staatsanleihen von Norwegen bereits seit dem Jahre 1990 unverändert mit der Bestnote AAA bewertet (Stand 2020). [100]

    Gewerkschaften

    In Norwegen waren im Jahr 2019 etwa 1,9 Millionen Arbeitnehmer Mitglied einer Gewerkschaft, davon 952.000 im Dachverband Landsorganisasjonen i Norge (LO), 375.000 in Unio, 225.000 im Yrkesorganisasjonenes Sentralforbund (YS) und 220.000 in Akademikerne. [101] Durch die starke gewerkschaftliche Orientierung konnte sich 1924 in Norwegen ein starker eigener Arbeitersportverband entwickeln. [102]

    Außenpolitik

    Norwegen setzt sich international für politische und wirtschaftliche Stabilität, die Stärkung multilateraler Handlungsansätze und den Ausbau des Völkerrechts ein. Dies entspricht den Interessen eines bevölkerungsarmen Landes mit starker internationaler wirtschaftlicher Verflechtung und ausgeprägten maritimen Interessen, das gleichzeitig einer der wichtigsten Energielieferanten weltweit ist.

    Norwegen ist ein EFTA-Mitglied

    Norwegen ist Mitglied im Nordischen Rat, einem Forum der Nordischen Länder. Wirtschaftlich ist es Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und Teil des Europäischen Wirtschaftsraumes. Weiterhin nimmt Norwegen am Europäischen Binnenmarkt der Europäischen Union (EU) teil.

    Mit Deutschland unterhält Norwegen direkte Beziehungen seit der Unabhängigkeit im Jahr 1905. Norwegen betrachtet Deutschland als einen der wichtigsten Partner in Europa, sowohl wegen seiner wirtschaftlichen Bedeutung, als auch wegen politischer und kultureller Zusammenarbeit. Das norwegische Außenministerium bezeichnet Deutschland als Schlüsselland für die Wahrnehmung seiner Interessen gegenüber der EU. Gemeinsam mit den anderen nordischen Staaten unterhält Norwegen im Komplex der Nordischen Botschaften seine Vertretung in Berlin. In Hamburg ist außerdem ein Generalkonsulat angesiedelt. Die deutsche Botschaft in Oslo liegt wenige Minuten vom königlichen Schloss entfernt im Stadtteil Frogner.

    Österreich und Norwegen nahmen 1906 diplomatische Beziehungen auf. Das heutige Verhältnis sieht man in Norwegen als gut entwickelt auf kultureller Ebene, aber bescheiden im wirtschaftlichen Bereich, die Zahl der gegenseitigen Besuche als mäßig häufig. In Wien hat Norwegen eine Botschaft für den Kontakt mit der Republik Österreich sowie jeweils eine Vertretung zu den in Wien ansässigen internationalen Organisationen und zur OSZE. Ebenfalls im Viertel Frogner liegt die österreichische Botschaft in Oslo.

    Die Beziehungen zur Schweiz und zu Liechtenstein basieren besonders auf wirtschaftlichen und handelspolitischen Themen, insbesondere durch die Verbindung über die gemeinsame EFTA-Mitgliedschaft. Die kulturellen Kontakte werden als gut, jedoch nicht umfassend beschrieben. In Bern hat Norwegen eine Botschaft, Konsulate außerdem in Genf, Zürich und Locarno. In Genf besteht daneben eine ständige Vertretung gegenüber den internationalen Organisationen. Für Liechtenstein sind die norwegischen Vertretungen in der Schweiz mit zuständig, das Fürstentum unterhält Kontakte nach Norwegen wiederum über die Botschaften beider Länder in Bern. Die Schweizer Botschaft in Oslo ist nur wenige Blocks von der österreichischen entfernt.

    Vor dem Verbot des privaten Handels ab 1917 hatte eine rege Handelstätigkeit mit Russland bestanden, welche eine eigene Mischsprache ( Russenorsk) hervorgebracht hatte. Nach dem Ende der Sowjetunion im Jahr 1991 wurde eine für die abgelegenen Gebiete logische grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufgebaut; ein kleiner Grenzverkehr gilt für eine Zone von 30 Kilometern. Die Vertrauensbasis für eine solche Einrichtung war Mitte der 2010er-Jahre untergraben worden und die Beziehungen zwischen Norwegen und der Russischen Föderation hatten sich verschlechtert. [103]

    Die Mitgliedschaft in der NATO und die enge Partnerschaft mit den USA bleiben entscheidende Elemente norwegischer Sicherheits- und Außenpolitik. Angesichts der veränderten weltpolitischen Lage gibt es hierfür auch weiterhin einen breiten politischen Konsens. Gleichzeitig nimmt das Interesse an sicherheitspolitischer Kooperation im europäischen Rahmen zu. Angesichts der neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen in Europa hat die norwegische Regierung 2016 einen neuen Langzeitplan für die Fortentwicklung der norwegischen Streitkräfte vorgelegt. [104]

    Umweltpolitik

    Auf internationalen Umwelt- und Klimakonferenzen gehört Norwegen zu den engagiertesten Teilnehmern. Dies gilt auch auf dem Gebiet der umweltorientierten Entwicklungshilfe, für die es regelmäßig mehr als ein Prozent des BIP aufwendet. Norwegen hat sich in erheblichem Maße politisch und finanziell dafür eingesetzt, ein neues verbindliches Klimaabkommen auszuhandeln, das auch die USA und die Entwicklungsländer einschließt und so eine wirklich weltweite Kooperation zustande kommen lässt. Um hier die Verhandlungen durch konkrete Initiativen voranzubringen, hat die norwegische Regierung sowohl mit Brasilien als auch Indonesien Programme gegen die Abholzung des Regenwaldes vereinbart, die Projekte und finanzielle Anreize in Höhe von jeweils 1 Milliarde US-Dollar beinhalten.

    Die Regierung hat beschlossen, sich in der Klimapolitik der EU anzuschließen und die gleichen Reduktionsziele verfolgen zu wollen.

    Norwegen ist Vorreiter bei der Zulassung von Elektroautos. Im Lande gibt es derzeit über 110.000 batteriegetriebene Kfz. Ermöglicht wird der Boom durch eine massive staatliche Förderung: So entfallen beim Kauf eines Elektro-Neuwagens nicht nur die Mehrwertsteuer in Höhe von 25 %, sondern auch Importabgaben. Dazu können E-Autos öffentliche Parkplätze und Busspuren kostenlos benutzen sowie an rund 4.000 Ladestationen Ökostrom gratis tanken. 2020 war Norwegen das weltweit erste Land mit einer Elektroauto-Zulassungsquote von über 50 %. [105]

    Adressat internationaler Kritik wird das Land immer wieder beim Thema Walfang. Seit 1986 besteht weltweit ein von der Internationalen Walfangkommission (IWC) beschlossenes Verbot des kommerziellen Walfangs. Das Moratorium soll eine Erholung der jahrzehntelang dezimierten Walbestände ermöglichen. Norwegen hat einen Vorbehalt gegen das Moratorium der IWC eingelegt und praktiziert weiterhin den Fang von Zwergwalen. Gegenüber seinen Kritikern verweist Norwegen darauf, dass die Jagd auf Minkwale nachhaltig und nicht bestandsgefährdend sei, alten Traditionen des Landes entspreche und dass die Anzahl der getöteten Tiere stets deutlich unter den von der Internationalen Walfangkommission (IWC) auf wissenschaftlicher Basis ermittelten Quoten (1286 Tiere) liege. [106]

    Militär

    Eine F-16 der Luftwaffe

    Die norwegische Armee (Forsvaret) besteht aus den vier Teilstreitkräften Heer (Hæren), Marine (Sjøforsvaret), Luftwaffe (Luftforsvaret) und der Heimatschutzmiliz (Heimevernet). Es existiert eine zwölfmonatige Wehrpflicht für Männer und Frauen. [107] Norwegen gab 2017 knapp 1,6 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 6,6 Milliarden US-Dollar für seine Streitkräfte aus. [108] Norwegen ist ein Gründungsmitglied der NATO.

    Mitte des Jahres 2007 hat die norwegische Luftwaffe von den USA den Schutz des Nachbarlandes Island übernommen, das über keine eigenen Streitkräfte verfügt. [109]

    Wirtschaft

    Wirtschaft allgemein

    Norwegen besaß laut der Rangfolge beim Index der menschlichen Entwicklung in den Jahren 2001 bis 2006 den höchsten Lebensstandard der Welt. 2007 bis 2008 belegte das Land hinter Island Platz 2. Doch seit 2009 steht es wieder auf Platz 1 im HDI-Rang als höchstentwickelter Staat der Welt. Das Pro-Kopf-Einkommen in Norwegen ist eines der höchsten, ebenso das Kindergeld. Im Vergleich mit dem durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards (EU28 = 100) erreichte Norwegen 2015 einen Index von 163. [110] Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegt Norwegen Platz 11 von 137 Ländern (Stand 2017–2018). [111] Im Index für wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 25 von 180 Ländern. [112]

    Seit der Erschließung seiner Öl- und Gasreserven Anfang der 1970er Jahre hat Norwegen eine enorme wirtschaftliche Entwicklung vollzogen. Aus einem der ärmeren europäischen Länder, geprägt vor allem durch Schifffahrt, Fischfang, Land- und Forstwirtschaft, wurde einer der größten Öl- und Gasexporteure der Welt mit hohem Bedarf an Arbeitskräften, einem der höchsten Pro-Kopf-Einkommen und einer der teuersten Hauptstädte der Welt. Dem Land ist es gelungen, mit der Öl- und Gasindustrie als Rückgrat eine stabile und dynamische Wirtschaft zu formen, die jährlich hohe Leistungsbilanz- und Haushaltsüberschüsse aufweist. Damit einher ging eine rasante Entwicklung des öffentlichen und privaten Dienstleistungssektors. Auch wenn sich das Wirtschaftswachstum wegen des Mitte 2014 gesunkenen Ölpreises abgeschwächt hat, bleibt Grundlage des norwegischen Wohlstands der einzigartige Mix von Rohstoffen und deren effiziente Gewinnung und Nutzung (Öl, Gas, Strom aus Wasserkraft, Fisch und Holz). Das Bruttoinlandsprodukt Norwegens stieg 2016 um 1,1 % nach 1,6 % 2015 und 1,9 % 2014. [113] [114]

    Die im 1996 gegründeten staatlichen Pensionsfonds Ausland (Government Pension Fund Global) angelegten Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft haben einen Marktwert von etwa 10.398 Mrd. NOK (ca. 997 Mrd. Euro). [115] Nach der sogenannten Handlungsregel dürfen jährlich maximal 4 % des Kapitalstocks aus dem Fonds zur Finanzierung des Staatshaushalts entnommen werden. Diese Obergrenze soll zukünftig auf 3 % abgesenkt werden. Im Haushaltsjahr 2016 wurden dem Ölfonds insgesamt 220 Mrd. NOK (etwa 26 Mrd. Euro) entnommen. Das sind etwa 3 % des Kapitalstocks. In der norwegischen Politik und Öffentlichkeit besteht Konsens darüber, dass die norwegischen Öl- und Gasreserven unter Beachtung von strengen Umwelt- und Sicherheitsstandards ausgebeutet und dem Nutzen der Allgemeinheit zugeführt werden sollen. Im Haushalt 2017 rechnet die Regierung mit Einnahmen aus dem Öl- und Gassektor in Höhe von 164 Mrd. NOK (ca. 18 Mrd. Euro), das sind 14 % der gesamten erwarteten Staatseinnahmen.

    Norwegen stand, laut einer Studie der Bank Credit Suisse aus dem Jahre 2017, auf Rang 23 weltweit beim nationalen Gesamtvermögen. Der Gesamtbesitz an Immobilien, Aktien und Bargeld belief sich auf insgesamt 1.286 Milliarden US-Dollar. Das Vermögen pro erwachsene Person beträgt 320.475 Dollar im Durchschnitt und 130.543 Dollar im Median (in Deutschland: 203.946 bzw. 47.091 Dollar). Beim Vermögen je Einwohner gehört Norwegen damit zu den Top 10 Ländern weltweit. Insgesamt war 28,6 % des gesamten Vermögens der Norwegen finanzielles Vermögen und 71,4 % nicht-finanzielles Vermögen. Der Gini-Koeffizient bei der Vermögensverteilung lag 2017 bei 80,5 was auf eine relativ hohe Vermögensungleichheit hindeutet. Insgesamt 5 % der Norweger sind Vermögensmillionäre. [116]

    Die Arbeitslosenrate lag im Mai 2018 bei 3,8 % und ist damit sehr niedrig. [117] Im Jahr 2019 betrug die Jugendarbeitslosigkeit 9,3 %. [118] 2016 arbeiteten 2,1 % aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, 19,3 % in der Industrie und 78,6 % im Dienstleistungssektor. Die Gesamtzahl der Beschäftigten wird für 2017 auf 2,8 Millionen geschätzt; davon sind 47,1 % Frauen. Die Löhne gehören zu den höchsten der Welt. [119]

    Norwegen hat als erstes Land 2003 eine Geschlechterquote eingeführt. Seit 2008 ist eine Quote von mindestens 40 % Frauen in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben. [120]

    Außenhandel

    Insgesamt ist der Außenhandel für Norwegen positiv (Exportüberschuss von 300 Milliarden NOK 2005). Importiert wird zu ca. 70 Prozent aus der Europäischen Union. Haupteinfuhrgüter sind Maschinen und Fahrzeuge mit knapp 40 Prozent. Der Export geht ebenfalls hauptsächlich in die EU (ca. 81 Prozent). Mit knapp 70 Prozent bilden hier die Brennstoffe den mit Abstand größten Posten. [121]

    Kennzahlen

    Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real Weltbank [122]
    Jahr 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
    Veränderung in % gg. Vj. 2,4 3,0 0,5 −1,7 0, 1,0 2,7 1,0 2,0 2,0 1,1 2,3 1,3 1,2
    Entwicklung des BIP (nominal), Weltbank [123]
    absolut (in Mrd. US-Dollar) je Einwohner (in Tsd. US-Dollar)
    Jahr 2015 2016 2017 Jahr 2015 2016 2017
    BIP in Mrd. $ 387 371 399 BIP je Einw. (in Tsd. €) 74,5 70,8 75,5
    Haupthandelspartner Norwegens (2016), Quelle: GTAI [124]
    Export (in Prozent) nach Import (in Prozent) von
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 20,7 Deutschland Deutschland  Deutschland 12,0
    Deutschland Deutschland  Deutschland 14,3 Schweden Schweden  Schweden 12,0
    Niederlande Niederlande  Niederlande 10,6 China Volksrepublik Volksrepublik China  Volksrepublik China 11,1
    Frankreich Frankreich  Frankreich 6,8 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 6,5
    Schweden Schweden  Schweden 6,5 Danemark Dänemark  Dänemark 5,6
    Belgien Belgien  Belgien 4,4 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 5,1
    Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 4,2 Niederlande Niederlande  Niederlande 4,0
    sonstige Länder 32,5 sonstige Länder 43,7

    Energie

    Energie allgemein

    Oslo bei Nacht

    Die wichtigste Energiequelle der Gewerbebetriebe und Privathaushalte in Norwegen stellt die elektrische Energie dar. Diese Energie ist mit umgerechnet 16,1  ct pro kWh (Stand 2019) im Vergleich zu Deutschland mit etwa 28,7 ct pro kWh für den Endverbraucher günstig. [125] Der Grund hierfür liegt in der Art der Energiegewinnung und den bislang noch geringen Exportmengen: Nahezu der gesamte Strombedarf (etwa 98 %) in Norwegen wird durch heimische Wasserkraftwerke gedeckt. [126] Im gesamten Land existieren weder Kern- noch Kohlekraftwerke (ausgenommen das Kohlekraftwerk in Longyearbyen auf Spitzbergen). Das von Norwegen geförderte Erdöl und Erdgas wird nicht für die Stromversorgung im eigenen Land eingesetzt.

    Bergen bei Nacht vom Fløyen aus gesehen

    Als Folge der relativ niedrigen Endverbraucherpreise, die keinen Anreiz für Energieeffizienz- oder Energieeinsparmaßnahmen bieten, ist der Stromverbrauch in Norwegen sehr hoch. Der Energieverbrauch liegt weit über dem Durchschnitt der OECD-Länder, der Stromverbrauch ist mit 8.600 Kilowattstunden pro Kopf (Stand 2013) einer der höchsten weltweit. [127]

    Wasserkraft

    Wasserkraftwerk bei Braskereidfoss

    Die Nutzung der Wasserkraft hat in Norwegen eine lange Tradition und war Grundlage der Industrialisierung des Landes. Auf einfache Wassermühlen, Hammerwerke u. ä. folgten wassergetriebene Generatoren zur Gewinnung elektrischer Energie. Um in der stark zerklüfteten Landschaft Norwegens eine flächendeckende Energieversorgung mit Elektrizität zu schaffen, wurden dezentral kleine und große Wasserkraftwerke errichtet, die ihr näheres Umfeld mit Energie versorgten. Diese kleingliederige Struktur ist noch heute in Norwegen erhalten: Es gibt zahlreiche kleinere und größere, private und öffentliche, lokale und staatliche Energieversorger. [128]

    Zwischenstaatlicher Stromtransport

    Map europe NORD.LINK and NorGer cable.svg

    Aufgrund des hohen Potentials für Pumpspeicherkraftwerke, die im Rahmen der Energiewende und dem damit einhergehenden Zubau variabler Erneuerbarer Energien verstärkt an Bedeutung gewinnen, intensiviert Norwegen den Stromaustausch mit anderen Europäischen Staaten. Traditionell verfügt das Land über sehr gut ausgebaute Stromkuppelstellen mit Schweden und Dänemark.

    Seit 1977 wird die Cross-Skagerrak zwischen Kristiansand und Dänemark betrieben. 2008 wurde mit NorNed eine Seekabelverbindung mit den Niederlanden in Betrieb genommen.

    Weitere Projekte befinden sich in der Umsetzungsphase. So wurden 2015 die ersten Aufträge für den Bau des Seekabels NordLink vergeben, auf dem ab 2020 Strom zwischen Norwegen und Deutschland fließen soll. [129] [130] Ebenfalls 2015 wurde von National Grid und Statnett die Seekabelverbindung NSN Link zwischen Norwegen und England vereinbart, die 2021 in Betrieb gehen soll. [131] Zusätzlich ist eine Seekabelverbindung NorGer zwischen Norwegen und Deutschland geplant, deren Umsetzung aber noch unklar ist.

    Erdgas

    LNG Gas-Terminal auf Melkøya

    Norwegen war 2014 (geschätzt) mit 108,8 Mrd. das weltweit achtgrößte Erdgasförderland. [132] Die norwegischen Erdgasfelder befinden sich in der Nordsee, im Europäischen Nordmeer und in der Barentssee. Norwegen war 2015 (geschätzt) mit 114,4 Mrd. m³ das weltweit drittgrößte Erdgasexportland. [133] Statoil kontrollierte 2017 etwa 70 % der norwegischen Gasexporte. [134] Norwegen deckt etwa ein Drittel des deutschen Erdgasbedarfs (2017). [135] Die beiden Europipe-Erdgasleitungen verbinden das norwegische Erdgasfeld Ekofisk (Europipe 1) in der Nordsee sowie das norwegische Festland (Europipe 2) mit Deutschland.

    Erdöl

    Bohrinsel im Heidrun-Ölfeld

    Norwegen war im Jahr 2018 mit einer geschätzten Produktionsmenge von 1.517.000 Barrels pro Tag das weltweit fünfzehntgrößte Erdölförderland. [136] Nachdem man erste norwegische Bohrinseln in der Nordsee gebaut hatte, stieg die Produktion ab den 1970er-Jahren an. Später erweiterte man die Aktivität auch auf das Europäische Nordmeer und die Barentssee, die allerdings im Vergleich zur Nordsee weniger erforscht worden sind. Das Ölfördermaximum wurde in den Jahren 2000/2001 erreicht, die Fördermengen sind seitdem rückläufig. [22]

    Die starke norwegische Erdölindustrie und die vergleichsweise geringe Bevölkerung bewirken Norwegens sehr hohes Pro-Kopf-Einkommen. Um die Finanzierung des teuren, sehr engmaschigen sozialen Netzes langfristig zu sichern, wurde 1990 der staatlich geführte Norwegische Staatliche Pensionsfonds Ausland (Statens pensjonsfond utland oder Oljefondet) eingerichtet. In ihm werden die Erträge aus dem Ölexport angelegt. Das geschieht ausschließlich auf ausländischen Märkten, um ein finanzielles Überhitzen der inländischen Wirtschaft und eine zu starke Aufwertung der norwegischen Krone zu verhindern. Der Wert des norwegischen Ölfonds betrug im Ende 2019 ca. 949 Milliarden Euro (10.088 Milliarden NOK), [137] was einem Betrag von ca. 179.000 Euro je Norweger entsprach.

    Smøla vindpark bei Nordmøre

    Nach dem Einbruch des Ölpreises in der zweiten Jahreshälfte 2014 stockten sowohl die Förderung als auch die Erschließungstätigkeiten für die Ölgewinnung in größeren Tiefen wegen der hohen Kosten. In Norwegen sollen rund zehn Prozent der rund 100.000 Arbeitsplätze in der Ölindustrie zur Disposition stehen. Der staatliche Energiekonzern Statoil geriet 2014 erstmals seit seinem Börsengang in die roten Zahlen. [138]

    In Stavanger befindet sich das wirtschaftliche Zentrum der norwegischen Erdölindustrie sowie das Norwegische Erdölmuseum.

    Windenergie

    Die Nutzung von Windenergie wird ausgebaut. 2014 waren Windkraftanlagen mit einer Leistung von 819 MW installiert. [139] Mit dem Fosen Vind wird derzeit der größte Windpark in Europa gebaut. [140]

    Tourismus

    Die eindrucksvolle Natur lockt jedes Jahr Touristen nach Norwegen. [141] 2016 besuchten 5,3 Millionen Touristen das Land und gaben 5,2 Mrd. US-Dollar aus. [142] Das Nordkap und der Geirangerfjord gehören zu den meistbesuchten Touristenattraktionen des Landes. Die traditionelle Postschifflinie entlang der Westküste, die Hurtigruten, hat sich zu einem Touristenmagneten entwickelt. Für Straßenreisende wurden die Norwegischen Landschaftsrouten konzipiert.

    Wer von Oslo aus nach Bergen, also an die Westküste fährt, durchquert die Provinz Telemark. Von den Straßen oder der Strecke der Bergenbahn, die Höhen von mehr als 1000 Meter über dem Meeresspiegel erreichen, lassen sich dort selbst im Hochsommer die schneebedeckten Gipfel in wenigen Metern Entfernung betrachten. Neben dem bekannten Holmenkollen mit seinen Skisprungschanzen und dem Olympia-Ort Lillehammer weist Norwegen, das als die Wiege des Skilaufes gilt, viele attraktive Skigebiete auf.

    Touristen bei Spitzbergen

    Der nördlich von Dombås gelegenen Hochgebirgspark Dovrefjell, mit dem 2286 Meter hohen Berg Snøhetta ist nicht nur ein ausgezeichnetes Wander- und Wintersportgebiet, sondern auch eine der wenigen Regionen Europas, in der es noch freilebende Moschusochsen gibt.

    Besonders beliebt bei Alpinisten ist das Gebirge Jotunheimen mit den beiden höchsten Berggipfeln des Landes, Galdhøpiggen und Glittertind. Außerdem der westlich davon gelegene Nationalpark mit dem größten zusammenhängenden Kontinentalgletscher Jostedalsbreen.

    Trekkingtouren können tagelang durch die bergige Tundrenlandschaft des Hochplateaus Hardangervidda unternommen werden.

    Die Insel Røst auf den Lofoten beherbergt mit rund 2,5 Millionen Brutvögeln den größten Vogelfelsen Norwegens. Weit weniger Vögel brüten auf der südwestlich von Ålesund gelegenen Vogelinsel Runde. Diese Insel ist mit Brücken mit dem Festland verbunden und für Touristen und Wissenschaftler leicht zu erreichen.

    Im Land gibt es insgesamt 8 UNESCO-Welterbestätten.

    Nahrungswirtschaft

    Fischerei und Walfang

    Fischerboot vor Bodø
    Stockfisch während des Trocknens

    Norwegen gehört zu den größten Fischerei-Nationen der Welt. Die norwegische Fischereizone reicht bis zu den Bänken von Neufundland.

    Gefangen werden vorwiegend Dorsch, Hering, Schellfisch, Makrele und Garnelen. Daneben hat in den vergangenen 20 Jahren die Fischzucht in sogenannten Aquakulturen an Bedeutung erlangt. Vor allem Lachs und Kabeljau werden dort gezüchtet.

    Fisch und Fischprodukte nehmen 5,3 % des Gesamtexports des Landes ein und sind somit der viertgrößte Exportartikel, nach Öl, Gas und Metall. Stockfisch ist ein traditionell bedeutendes Exportgut Norwegens.

    Norwegen hat eine sehr lange Walfang-Tradition. Mit dem Verbot des kommerziellen Walfanges 1986 ist dieser Wirtschaftszweig weitgehend in der Bedeutungslosigkeit versunken. Daran ändert nichts, dass Norwegen gegen das kommerzielle Walfangverbot der Internationalen Walfangkommission IWC von 1986 Widerspruch eingelegt hat und somit nicht daran gebunden ist. Norwegen betreibt als eines von wenigen Ländern weltweit nun erneut kommerziellen Walfang – wenn auch in vergleichsweise geringem Umfang. Das findet international großen Widerspruch und wird unter anderem von der Europäischen Union kritisiert. [143]

    Alkoholmonopol

    Innenansicht einer Vinmonopolet-Filiale in Briskeby bei Oslo

    Norwegen betreibt eine restriktive Alkoholpolitik, die im 19. Jahrhundert begann. So wurde begonnen, unter anderem mit Steuern und Produktionsbeschränkungen den Alkoholkonsum zu kontrollieren. Während der 1914 begonnenen Prohibition in Norwegen wurde der Verkauf von Alkohol beschränkt und teilweise verboten. Im Jahr 1936 führte Norwegen als erstes Land der Welt eine Promillegrenze für das Führen von Kraftfahrzeugen ein. Diese sank im Jahr 2001 von 0,5 auf 0,2 Promille.

    Alkoholische Getränke bis zu 4,7 Volumenprozent dürfen von Lebensmittelgeschäften verkauft werden. Getränke, deren Alkoholgehalt höher ist, können nur im Vinmonopolet und in Einrichtungen mit Schankgenehmigung erworben werden. Erste Vinmonopole wurden im Jahr 1922 eröffnet, womit eine Lockerung der Verkaufsregeln während der Prohibition umgesetzt wurde. Neben dem besteuerten Verkauf gibt es auch nicht-besteuerten Verkauf, der vor allem an Flughäfen und auf Fähren praktiziert werden darf. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wird in Norwegen wenig Alkohol erworben. Aufgrund der niedrigeren Alkoholpreise in den Nachbarländern wird ein Teil des Alkohols auch über den Grenzhandel nach Norwegen eingeführt.

    Im Jahr 2017 wurde der Alkoholverkauf pro mindestens 15 Jahre altem Bürger mit etwa 6,72 Liter reinem Alkohol angegeben. 5,94 Liter wurden dabei in Norwegen besteuert. Der nicht besteuerte Teil, worunter auch der Grenzhandel fällt, wurde mit 0,78 Litern angesetzt. [144]

    Telekommunikation

    Ein Zustellerfahrzeug der Posten Norge befährt eine Fähre

    In der 2019er-Ausgabe des Medienberichts Norsk mediebarometer des Statistischen Zentralbüros wurde festgestellt, dass 98 % der Bevölkerung Zugang zum Internet haben sowie dass 99 % ein Mobiltelefon, 95 % ein Smartphone und 92 % einen Personal Computer besitzen. Bereits im Jahr 2004 besaßen 90 % ein eigenes Mobiltelefon und 66 % hatten einen Internetzugang. [145] Größter Telekommunikationsanbieter des Landes ist Telenor.

    Softwareindustrie

    Der Internet-Browser Opera kommt aus Norwegen. Qt Development Frameworks, die Entwickler der Qt-Softwarebibliothek, sind ebenfalls dort ansässig. Der Antivirensoftwarehersteller Norman hat seinen Firmensitz in Norwegen.

    Verkehr

    Der Verkehr in Norwegen nutzt wegen der geologischen Verhältnisse außergewöhnlich häufig für relativ kurze Distanzen in Luftlinie den Fährverkehr, Verkehrstunnel und den Luftverkehr. Besonders häufig sind Unterwassertunnel. In Planung befindet sich der Stad-Schiffstunnel für Hochseeschiffe.

    Schiffbau und Schifffahrt

    Die Trollfjord der Hurtigruten bei Molde

    Die Geographie Norwegens gibt der Schifffahrt eine besonders große Bedeutung und bedeutet für Straßen- und Schienenverkehr eine ständige Herausforderung.

    Die Seeschifffahrt hat eine große Tradition in Norwegen, das bis heute die viertgrößte Handelsflotte der Welt aufweist. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt machen Schifffahrt und Schiffbau sowie damit verwandte Branchen den zweitgrößten Wirtschaftszweig Norwegens aus.

    Fährhafen von Kristiansand

    Im Jahr 2011 waren in Norwegen 1281 registrierte Schiffe sowie 117 im Ausland registrierte norwegische Schiffe über 1000 BRT in Gebrauch. [146]

    Wichtige Häfen sind Bergen (Hurtigruten, regionale Fähren, Offshore), Oslo, Stavanger (regionale Fähren, Offshore), Kristiansand (Fährverkehr nach Dänemark), Kristiansund (Offshoreversorger), Mo i Rana, Molde, Mongstad (Erdölraffinerie), Narvik (Eisenerzverschiffung), Trondheim und Bodø (jeweils regionale Fähren).

    Zwischen Bergen und Kirkenes verkehren im täglichen Liniendienst die Schiffe der Hurtigruten, die auf einer Strecke von ungefähr 2700 km etwa 35 Häfen anfahren. Fjord1 ist einer der größten Betreiber von Fährlinien. Für den internationalen Verkehr bedeutsam sind die Hochseefähren, die das Land mit den Britischen Inseln, Dänemark und Schweden ( Fjord Line) sowie Deutschland ( Color Line) verbinden.

    Eisenbahnverkehr

    CargoNet-Lokomotive bei Lønsdal auf der Nordlandsbanen

    Das Schienennetz umfasst 4077 Kilometer, von denen 2518 Kilometer elektrifiziert sind. Die meisten Personenzüge werden betrieben durch Vy, ein Unternehmen, das bis April 2019 Norges Statsbaner hieß. Es entstand aus der Behörde Norges Statsbaner, die 1996 bzw. 2002 in das Betriebsunternehmen Vy, das Güterunternehmen CargoNet AS und die Bane NOR (Infrastruktur) aufgeteilt wurde.

    Oslo Sentralstasjon ist der größte Bahnhof in Norwegen. Weitere wichtige Bahnhöfe sind der Bahnhof von Bergen (Endpunkt der berühmten Bergensbanen), Trondheim und Bodø (Endpunkte der Nordlandsbanen), Stavanger, Kristiansand sowie der Bahnhof Narvik, der nur über die schwedische Malmbanan erreichbar ist.

    Der Bahnhof Finse in der Nähe des Gletschers Hardangerjøkulen ist mit 1222,2  moh. Nordeuropas höchstgelegener Bahnhof. Die Flåmsbana ist aufgrund ihrer spektakulären Streckenführung bei Touristen sehr beliebt.

    Flugverkehr

    Ein Flugzeug der Widerøe

    Aufgrund der von Gebirgen und langgezogenen Fjorden geprägten norwegischen Landschaft werden auf verhältnismäßig kurze geografische Distanzen mit Flugzeugen sehr große Reisezeitersparnisse im Vergleich zum Straßenverkehr erzielt. Viele Ortschaften sind gar nicht über Straßen erreichbar.

    Es bestehen etwa 100 kleinere und größere Flughäfen in Norwegen. Der größte Verkehrsflughafen Norwegens ist Oslo-Gardermoen. Weitere wichtige Flughäfen sind Bergen (mit der wichtigen Flugstrecke Oslo-Bergen), Stavanger (mit großer Helikopterbasis für den Nordsee- Bohrplattform-Verkehr), Trondheim, Tromsø, Bodø und Kristiansand.

    Die wichtigsten einheimischen Fluggesellschaften sind SAS Scandinavian Airlines, Norwegian Air Shuttle und die Regionalfluggesellschaft Widerøe, deren Flüge im dünn besiedelten Norden subventioniert werden. [147]

    Straßenverkehr

    Im Lærdalstunnel

    Das Land hat mit dem im Jahr 2000 eröffneten 24,5 Kilometer langen Lærdalstunnel den längsten Straßentunnel der Welt. Mit dem im Februar 2008 eröffneten Eiksundtunnel besitzt Norwegen den mit einer Tiefe von 287 Meter derzeit tiefsten Unterseetunnel der Welt.

    Besonders im Fjordland und den Küstenregionen sind die Autofähren von sehr großer Bedeutung für den Straßenverkehr.

    Bußgelder im Straßenverkehr sind deutlich höher als in Deutschland. Fährt man z. B. bei erlaubten 80 km/h etwas mehr als 100 km/h, kann das mit umgerechnet 1040 Euro geahndet werden. Alternativ droht eine Haft von drei bis 20 Tagen. [148]

    Kultur

    Im Jahr 2000 war die Stadt Bergen die Kulturhauptstadt Europas, 2008 war es Stavanger. In Oslo wird jährlich der Friedensnobelpreis vergeben.

    Küche

    Architektur

    Stabbur aus Ørsta ca. 1600, im Sunnmøre Museum in Ålesund
    Opernhaus Oslo

    Bekannte historische Bauwerke sind die Stabkirchen im Drachenstil. Eine weitere Besonderheit sind erhöhte Gebäude, deren Grundfläche nur zum Teil mit dem Erdboden Kontakt hat. Dazu gehören die Rorbu, Fischerhütten an der Westküste und Stabbur (frühere Lebensmittelspeichergebäude), die manchmal ein auskragendes Obergeschoss besitzen und im Extremfall (im samische Norden) auf einem einzigen Pfahl stehen. Aber auch der gesamteuropäische Klassizismus hat sich in der norwegischen Holzarchitektur niedergeschlagen, am ausgeprägtesten im Trondheimer Stiftsgården. [149]

    Bedeutende Architekten waren Christian Christie (Restaurierung des Nidarosdoms), Henrik Bull, der Erbauer des Nationaltheatret, der in seinen Bauten ein breites Spektrum von Stilen ( Neugotik, Neorokoko, Drachenstil, Jugendstil, Art Nouveau) realisierte, und Jan Inge Hovig (1920–1977), der die Eismeerkathedrale in Tromsø entwarf. Der wichtigste zeitgenössische Architekt ist Kjetil Thorsen (* 1958), Mitbegründer des Architekturbüros Snøhetta, der das Opernhaus Oslo entwarf, das einem Eisberg nachgebildet ist. Betongtavlen ist ein Architekturpreis für herausragende Betonbauwerke. Mit der Sundts premie werden besondere Privatgebäude Oslos ausgezeichnet.

    Medien

    Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2019, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, kam Norwegen auf den ersten Platz von 180 Ländern. [150]

    Bibliotheken

    Erste Etage der Nationalbibliothek

    Wichtiger Bestandteil des Bibliothekswesen Norwegens ist die Tatsache, dass die Nutzung von Bibliotheken für alle Bewohner Norwegens gratis ist, wobei jede Kommune zum Betrieb einer Bibliothek verpflichtet ist. [151] Norwegen hat eines der umfassendsten Systeme für Pflichtexemplarabgabe weltweit. [152] [153]

    Rundfunk

    Norsk-rikskringkasting-Logo.svg

    Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Norsk rikskringkasting (NRK) bietet landesweite Fernseh- und Radioprogramme sowie regionale Angebote. Der größte private Fernsehsender ist TV 2, zu dessen Holding die privaten Radiostationen von Radio Norge gehören. Im Jahr 2019 sahen die Norweger im Schnitt 1 Stunde 18 Minuten Fernsehen oder Livestreams der TV-Sendungen, wobei der Wert rückläufig war. [145]

    Zeitungen

    Im Jahr 2019 lasen an einem durchschnittlichen Tag etwa 27 % der Bevölkerung eine gedruckte Zeitung. Der Anteil ist dabei sinkend, während der Anteil der Bevölkerung, die die Onlineausgaben von Zeitungen liest, anstieg. [145] 2012 nutzten nach einer repräsentativen Befragung für das Norsk mediebarometer 25 Prozent der Befragten zwei und mehr Zeitungen; 1991 waren das noch 50 Prozent. [154]

    Die auflagenstärksten Titel des Lands waren im Jahr 2019 die Aftenposten, die Boulevardzeitungen Verdens Gang (VG), Dagbladet sowie die Bergener Tageszeitung Bergens Tidende. Im digitalen Bereich führend waren die Webauftritte von VG, dem norwegischen Rundfunk NRK, von Dagbladet und von TV 2. [155] Es gibt noch zahlreiche Regionalzeitungen. Ende 2010 erschienen 226 Zeitungen in Norwegen, Ende 2019 noch 218. [156] Die beiden größten Zeitungskonzerne waren im Jahr 2019 Schibsted und Amedia, die zusammen 86 Zeitungen herausgaben. [157]

    Literatur

    Theater

    Nationaltheater in Oslo

    Das erste professionelle Theater Norwegens wurde im Jahr 1827 gegründet und zunächst war der Theaterbetrieb in privater Hand. Wichtige Sprechtheaterbühnen sind heute Nationaltheatret in Oslo als das größte norwegische Theater, Den Nationale Scene in Bergen als das älteste norwegische Theater und das Norske Teatret in Oslo, welches in der Sprache Nynorsk spielt. Weitere größere Theater sind das Trøndelag Teater in Trondheim, das Rogaland Teater in Stavanger, das Agder Teater im Kilden Performing Arts Centre von Kristiansand, das Drammens Teater in Drammen sowie das samische Beaivváš Sámi Našunálateáhter in Kautokeino.

    Opernhaus in Oslo

    Das größte Musiktheater Norwegens ist die Norwegische Oper und Ballett, beheimatet im Opernhaus Oslo. [158]

    Einer der wichtigsten Dramatiker war der Nationaldichter Henrik Ibsen (1828 bis 1906) mit heute noch viel gespielten Dramen, wie Peer Gynt oder die Die Wildente. [159] Liv Ullmann ist eine der bekanntesten norwegischen Theaterschauspielerinnen. Wichtige Theaterpreise sind der Kritikerpris und Heddaprisen.

    Film

    Musik

    Edvard Grieg um 1900

    Der bekannteste norwegische Komponist ist Edvard Grieg, dessen romantische Kompositionen, insbesondere die Peer-Gynt-Suite und das Streichquartett in g-moll, berühmt sind. Weitere Komponisten von Bedeutung sind u. a. Johan Svendsen, Christian Sinding, Ole Bull, Fartein Valen, Harald Sæverud und Geirr Tveitt.

    Wencke Myhre ist eine der bekanntesten Schlagersängerinnen, die seit den 1960er Jahren auch in Deutschland sehr erfolgreich ist.

    a-ha in Frankfurt am Main (2005)

    Seit dem 80er Jahren haben norwegische Bands und Solokünstler aus dem Pop- und Rock-Bereich immer wieder weltweite Erfolge erzielen können. Bekannte Bands aus dem Bereich der Pop- und Rockmusik sind a-ha, Apoptygma Berzerk, BigBang, Kings of Convenience, Madcon, Marit Larsen, Team Me, Trail of Tears, Storm, Kaizers Orchestra und Motorpsycho.

    In der Metal-Szene ist Norwegen berühmt für seine zahlreichen Black-Metal-Bands, dort begann die zweite Welle der Bewegung mit Mayhem und von ihnen beeinflussten Bands wie Burzum, Dimmu Borgir, Gorgoroth, Immortal und Darkthrone, die über die Szene hinaus bekannt sind. Im Bereich des Gothic und Symphonic Metal erlangte die Band Theatre of Tragedy international Bekanntheit und Einfluss, deren erste Sängerin Liv Kristine später auch bei der deutschen Band Leaves Eyes und diversen anderen Bands als Gastsängerin in Erscheinung trat.

    Jan Garbarek live in Athen (2007)

    Norwegen verfügt weiterhin über eine sehr vitale Jazz-Szene. Wichtige Vertreter sind Jan Garbarek, Nils Petter Molvær, Arild Andersen, Rebekka Bakken, Silje Nergaard, Bugge Wesseltoft, Eivind Aarset, Terje Rypdal, Ketil Bjørnstad, Sidsel Endresen, Solveig Slettahjell, Kirsti Huke und die Jazz-Rock-Band Dadafon um die Sängerin Kristin Asbjørnsen.

    Wichtige Musikpreise sind der Spellemannpris, der Gammlengpris, der Kritikerpris, der Buddypris für Jazzmusik und P3 Gull für Popmusik.

    Bildende Kunst

    Der bekannteste Maler ist Edvard Munch; seine Werke sind größtenteils im Munch-Museum in Oslo zu sehen. Als „Vater der norwegischen Malerei“ wird der Maler Johan Christian Clausen Dahl bezeichnet, der sich Anfang des 19. Jahrhunderts auf norwegische Landschaftsmalerei spezialisierte. Dahl, der 1818 nach Dresden gezogen war, hatte auch einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung norwegischer Kunstinstitutionen und sollte sich als erster für die Bewahrung der mittelalterlichen Stabkirchen einsetzen. [160]

    Fotografie

    Auf dem Gebiet der Fotografie, speziell der Landschaftsfotografie prägte Knud Knudsen die Vorstellungen der norwegischen Landschaften des 19. Jahrhunderts. Der größte Teil seines umfangreichen Nachlasses ist in der Universitätsbibliothek von Bergen archiviert. [161] [162]

    Welterbe

    Bryggen mit den hafenseitigen Fassaden der ehemaligen Handelskontore

    Bisher wurden acht Welterbestätten in Norwegen von der UNESCO anerkannt. Zuletzt wurden im Jahr 2015 die Industriestädte Rjukan und Notodden in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. [163]

    Røros

    Die acht Welterbestätten sind:

    Sport

    Norwegen ist in erster Linie eine Wintersportnation und hat eine lange Tradition im nordischen Skisport. Viele Entwicklungen des Skisports, vor allem im Bereich des Skispringens und des Skilanglaufs, stammen aus Norwegen. Des Weiteren ist das Land in vielen Wintersportdisziplinen bei internationalen Wettbewerben oft führend. Besonders erfolgreiche Wintersportler waren Oscar Mathisen, Sonja Henie, Liv Grete Skjelbreid, Vegard Ulvang, Bjørn Dæhlie, Kjetil André Aamodt, Johann Olav Koss, Marit Bjørgen und der erfolgreichste Biathlet aller Zeiten Ole Einar Bjørndalen. In Oslo fanden die Olympische Winterspiele 1952 statt, die Winterspiele 1994 wurden in Lillehammer ausgerichtet.

    Magnus Carlsen bei der Schacholympiade 2016

    Im Bereich der Sommersportarten waren lange Zeit vor allem der Segel- und der Schießsport von Bedeutung. So nahmen unter anderem die norwegischen Könige Olav V. und Harald V. für ihr Land im Segeln erfolgreich an den Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teil. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden Sportarten wie Fußball, Leichtathletik und Radsport bedeutender. Die mitgliederstärksten Sportarten des Sportverbands Norges idrettsforbund og olympiske og paralympiske komité (NIF) sind Fußball, der Skisport, Golf und Handball. [164] Der Verband ist Norwegens größte Freiwilligenorganisation, er erhielt vor allem ab den 1970er-Jahren größere Bedeutung, nachdem der Sport von staatlicher Seite als Teil des „erweiterten Kulturbegriffs“ anerkannt wurde. [165]

    Frauen durften wie auch in anderen Ländern lange viele Sportarten nicht ausüben oder waren für Wettbewerbe nicht zugelassen. Nach der allmählichen Öffnung, die vor allem in den 1970er-Jahren den Zugang zum Spitzensport vieler Disziplinen brachte, konnten unter anderem das Nationalteam der Fußball- und das der Handballspielerinnen internationale Titel gewinnen. Die Läuferin Grete Waitz gewann im Jahr 1983 als erste Frau die Weltmeisterschaft im Marathonlauf. Skispringen wurde schließlich ab den 1990er-Jahren auch bei den Frauen zu einem weiter verbreiteten Sport. [164]

    Magnus Carlsen ist seit 2013 Weltmeister im Schachsport; seit Juli 2011 führt er ununterbrochen die Weltrangliste an (Stand: Juni 2019). [166]

    Siehe auch

    Portal: Norwegen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Norwegen

    Literatur

    Weblinks

    Commons: Norwegen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
    Wiktionary: Norwegen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
      Wikinews: Norwegen – in den Nachrichten
    Wikimedia-Atlas: Norwegen – geographische und historische Karten
    Wikisource: Norwegen – Quellen und Volltexte
    Wikivoyage: Norwegen – Reiseführer

    Einzelnachweise

    1. a b c Lars S. Vikør, Ernst Håkon Jahr, Mikkel Berg-Nordlie: Språk i Norge In: Store norske leksikon. 6. März 2020, abgerufen am 22. Januar 2021 (norwegisch)
    2. Population, 2021-01-01. Statistics Norway, 23. Februar 2021, abgerufen am 23. Februar 2021.
    3. Statistisches Zentralamt. Abgerufen am 21. Februar 2013
    4. World Economic Outlook
    5. Table: Human Development Index and its components. In: Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (Hrsg.): Human Development Report 2020. United Nations Development Programme, New York, S. 343 ( undp.org [PDF]).
    6. HDI-HSDI ranks. (PDF; 59 kB) Abgerufen am 11. Dezember 2011.
    7. Human Development Report 2019 (englisch; PDF: 1,7 MB, 40 Seiten) auf hdr.undp.org
    8. Demokratieindex 2020, auf eiu.com
    9. World Economic Outlook Database April 2017. Abgerufen am 1. Juli 2017 (englisch).
    10. Noreg. In: Norsk stadnamnleksikon, abgerufen am 22. Januar 2021 (norwegisch).
    11. Michael Schulte, Ernst Håkon Jahr, Dag Gundersen: Norge og Noreg – etymologi. In: Store norske leksikon. abgerufen am 15. Oktober 2020 (norwegisch).
    12. Morten Rosenvinge: Sår tvil om Norges opphav. In: Universität Agder. 23. Februar 2016, abgerufen am 22. Januar 2021 (norwegisch).
    13. Storleiken på landet Kartverket. 15. Januar 2021, abgerufen am 4. Februar 2021 (norwegisch)
    14. a b c Geir Thorsnæs: Norges geografi In: Store norske leksikon. 1. Dezember 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch)
    15. a b c Nils Petter Thuesen, Geir Thorsnæs, Sissel Røvik: Norge In: Store norske leksikon. 30. September 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch)
    16. a b c Dette er Norge 2020. Statistisk sentralbyrå, August 2020, abgerufen am 9. September 2020 (norwegisch).
    17. Største og dypeste innsjøer Kartverket. 27. Juni 2018, abgerufen am 1. Juli 2020 (norwegisch)
    18. Minifakta om Norge. (PDF) Statistisk sentralbyrå, 2015, S. 6, abgerufen am 3. Februar 2021 (norwegisch).
    19. a b Kysten - Miljøstatus for Norge Miljødirektoratet. Abgerufen am 3. Februar 2021 (norwegisch)
    20. 100 største øyene i Noreg Kartverket. 29. August 2020, abgerufen am 5. Februar 2021 (norwegisch)
    21. Kyst In: Store norske leksikon. 2. Januar 2020, abgerufen am 3. Februar 2021 (norwegisch)
    22. a b Olje og gass, Miljødirektoratet. Abgerufen am 5. Februar 2021 (norwegisch)
    23. Anders Jakobsen: Utenfor Egersund finnes det nesten ingen forskjell på flo og fjære. Hvorfor er det slik? In: forskning.no. 13. Mai 2018, abgerufen am 28. Februar 2021 (norwegisch).
    24. Hvorfor er ikke tidevannet likt over alt? In: Kartverket. 6. Oktober 2020, abgerufen am 28. Februar 2021 (norwegisch).
    25. Svein Askheim, Geir Thorsnæs: Norges lengste elver In: Store norske leksikon. 14. Dezember 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch)
    26. Geir Thorsnæs: Glomma In: Store norske leksikon. 8. Juni 2020, abgerufen am 28. September 2020 (norwegisch)
    27. Kaare Aagard, Stig Borgvang, Arvid Strand: Nedbørfelt i Norge (PDF) Norsk institutt for naturforskning. 2001, abgerufen am 5. Februar 2021 (norwegisch)
    28. Lov om Bouvet-øya, Peter I's øy og Dronning Maud Land m.m. (bilandsloven). In: Lovdata. Abgerufen am 4. Februar 2021 (norwegisch).
    29. Erik Bolstad: biland. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 4. Februar 2021 (norwegisch).
    30. 07459: Alders- og kjønnsfordeling i kommuner, fylker og hele landets befolkning (K) 1986 - 2020. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch).
    31. Tettsteders befolkning og areal, 1. januar 2020. Statistisk sentralbyrå, 6. Oktober 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch).
    32. Petter Dannevig, Knut Harstveit: Klima i Norge In: Store norske leksikon. 9. November 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020
    33. Vernet natur Miljødirektoratet. Abgerufen am 7. Februar 2021 (norwegisch)
    34. a b Per Roger Lauritzen: Skog–Norge. Gyldendal, Oslo 2009, ISBN 978-82-525-7312-1, S. 60–61.
    35. a b Per Roger Lauritzen: Skog–Norge. Gyldendal, Oslo 2009, ISBN 978-82-525-7312-1, S. 62–63.
    36. Per Roger Lauritzen: Skog–Norge. Gyldendal, Oslo 2009, ISBN 978-82-525-7312-1, S. 64–65.
    37. Per Roger Lauritzen: Skog–Norge. Gyldendal, Oslo 2009, ISBN 978-82-525-7312-1, S. 66–68.
    38. a b Per Roger Lauritzen: Skog–Norge. Gyldendal, Oslo 2009, ISBN 978-82-525-7312-1, S. 69–72.
    39. Per Roger Lauritzen: Skog–Norge. Gyldendal, Oslo 2009, ISBN 978-82-525-7312-1, S. 83–84.
    40. Per Roger Lauritzen: Skog–Norge. Gyldendal, Oslo 2009, ISBN 978-82-525-7312-1, S. 85–87.
    41. a b Per Roger Lauritzen: Skog–Norge. Gyldendal, Oslo 2009, ISBN 978-82-525-7312-1, S. 76–82.
    42. Norwegen Fische: Dorsch, Köhler, Pollack, Lumb, Leng, Rotbarsch und Schellfisch (Teil 1)
    43. Meeresangeln auf Visit Norway
    44. Angelparadies Romsdalsfjord. Blinker.
    45. Touristen sollen in Norwegen verantwortungsbewusster angeln. BusinessPortalNorwegen
    46. Baglimit Dorsch 2020 für die Ostsee, Ergebnisse und Fakten
    47. Mindestmaße für ganz Norwegen.
    48. Nur fünf sind erlaubt. 15.000 Kronen Bußgeld für 41 Dorsche. Der Nordschleswiger. 3. Mai 2018
    49. Norwegen. Süße Verlockung. Blinker, November 2008
    50. Der Namsen trägt den Namen „Die König der Flüsse“
    51. Dette er lakseelvenes Michelin-guide. Det finnes over 600 elver med laks og sjøørret i landet, men kun fire av dem får tre av tre stjerner i ny bokguide. (norw.)
    52. a b c d e Norway - The World Factbook In: cia.gov. 19. Januar 2021, abgerufen am 21. Januar 2021 (englisch)
    53. Fakta om befolkningen. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 4. Februar 2021 (norwegisch (Bokmål)).
    54. a b c Geir Thorsnæs: Norges befolkning In: Store norske leksikon. Abgerufen am 4. Februar 2021 (norwegisch)
    55. Alice Steinkellner: Nesten 15 prosent er innvandrere. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, 9. März 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch).
    56. Tettsteders befolkning og areal. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, 6. Oktober 2020, abgerufen am 1. November 2020 (norwegisch).
    57. Norway Freedom House. Abgerufen am 4. Februar 2021 (englisch)
    58. Migration Report 2017. UN, abgerufen am 30. September 2018 (englisch).
    59. Origins and Destinations of the World’s Migrants, 1990-2017. In: Pew Research Center's Global Attitudes Project. 28. Februar 2018 ( pewglobal.org [abgerufen am 30. September 2018]).
    60. Lars S. Vikør: Fakta om norsk Språkrådet. Abgerufen am 22. Januar 2021 (norwegisch)
    61. Fremmedspråk: Spansk ruler fortsatt på ungdomsskolen. In: utdanningsnytt.no. 7. Januar 2019, abgerufen am 21. Juni 2020 (norwegisch).
    62. Einhart Lorenz: Die Geschichte der Juden in Norwegen (PDF) In: hu-berlin.de. 2002, aufgerufen am 5. Februar 2021
    63. Den norske kirke Statistisk sentralbyrå. 17. Juni 2020, abgerufen am 5. Februar 2021 (norwegisch)
    64. a b Norway 2019: International Religious Freedom Report for 2019 United States Department of State. Abgerufen am 5. Februar 2021 (englisch)
    65. Kunnskapsdepartementet: Fag og læreplaner. In: regjeringen.no. 29. November 2019, abgerufen am 28. September 2020 (norwegisch).
    66. a b c Taran Thune, Øyvind Reisegg, Svein Askheim: Skole og utdanning i Norge. In: Store norske leksikon. 1. Oktober 2019 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 26. Dezember 2020]).
    67. Taran Thune: Norsk utdanningshistorie. In: Store norske leksikon. 25. März 2020 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 28. September 2020]).
    68. Barnehager. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, 13. März 2020, abgerufen am 26. Dezember 2020 (norwegisch).
    69. Utdanningssystemet. In: utdanning.no. Abgerufen am 28. September 2020 (norwegisch, englisch).
    70. Samisk utdanning i Norge. In: utdanning.no. Abgerufen am 3. Februar 2021 (norwegisch).
    71. 2020-06-19. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, 19. Juni 2020, abgerufen am 26. Dezember 2020 (norwegisch).
    72. PISA-Studie - Organisation for Economic Co-operation and Development. OECD, abgerufen am 14. April 2018 (englisch).
    73. Arbeidsledige 15-74 år, etter kjønn og alder (AKU). 1000 og prosent (Archivlink) www.ssb.no (abgerufen am 21. Februar 2013)
    74. Svak nedgang i innvandrerledigheten www.ssb.no (abgerufen am 21. Februar 2013)
    75. Aslaug Moksnes. Likestilling eller særstilling? Norsk kvinnesaksforening 1884–1913, Gyldendal Norsk Forlag, 1984, S. 35, ISBN 82-05-15356-6
    76. Dolf Sternberger, Bernhard Vogel, Dieter Nohlen, Klaus Landfried (Hrsg.): Die Wahl der Parlamente und anderer Staatsorgane. Band 1: Europa. De Gruyter, Berlin 1969, ISBN 978-3-11-001157-9, S. 899.
    77. a b June Hannam, Mitzi Auchterlonie, Katherine Holden: International Encyclopedia of Women’s Suffrage. ABC-Clio, Santa Barbara, Denver, Oxford 2000, ISBN 1-57607-064-6, S. 168.
    78. Mart Martin: The Almanac of Women and Minorities in World Politics. Westview Press Boulder, Colorado, 2000, S. 289.
    79. Jad Adams: Women and the Vote. A World History. Oxford University Press, Oxford 2014, ISBN 978-0-19-870684-7, Seite 437
    80. Barnetogets historie. norwegisches Königshaus, 17. Mai 2020, abgerufen am 7. Juli 2020 (norwegisch).
    81. Espen Søbye: Kathe. Deportiert aus Norwegen. Assoziation A, Berlin 2008
    82. CVCE Referendum in Norwegen (25. September 1972)
      IHS: Die EU-Volksabstimmungen in Österreich, Finnland, Schweden und Norwegen: Verlauf, Ergebnisse, Motive und Folgen (PDF; 67 kB)
    83. Polizei korrigiert Zahl der Toten deutlich nach unten. In: Neue Zürcher Zeitung. 25. Juli 2011, abgerufen am 28. Februar 2015.
    84. Camilla Wernersen: Stoltenberg: Som et mareritt. In: NRK. 23. Juli 2011, abgerufen am 7. Juli 2020 (norwegisch (Bokmål)).
    85. Carl I. Hagen und Finn-Erik Vinje: Grunnlovsforslag fra Carl I. Hagen og Finn-Erik Vinje, vedtatt til fremsettelse av Carl I. Hagen, om språklig fornyelse av Grunnloven. Stortinget, 15. September 2008, abgerufen am 4. Januar 2021 (norwegisch).
    86. Kongeriket Norges Grunnlov. In: Lovdata. 27. Mai 2014, abgerufen am 3. Januar 2021 (norwegisch (Bokmål)).
    87. Kongeriket Noregs grunnlov. In: Lovdata. 27. Mai 2014, abgerufen am 3. Januar 2021 (norwegisch (Nynorsk)).
    88. Grunnloven. In: Lovdata. 27. Mai 2014, abgerufen am 3. Januar 2021 (norwegisch (Bokmål)). (Heutige Version auf Bokmål, mit allen historischen Versionen in der originalen dänischen Textfassung.)
    89. Die Verfassung des Königreichs Norwegen. In: verfassungen.eu. Abgerufen am 3. Januar 2021. (Deutschsprachige Version der Verfassung von 1814 mit einzelner Aufführung aller bis 2012 vorgenommenen Änderungen.)
    90. Die Verfassung des Königreichs Norwegen. In: verfassungen.eu. Abgerufen am 3. Januar 2021. (Deutschsprachige Version der 2014 neuformulierten Verfassung.)
    91. a b c Parlamentarisme. allkunne.no (abgerufen am 3. Januar 2021).
    92. Norwegen bekommt erste Mehrheitsregierung seit langem. Tagesschau, 18. Januar 2019, abgerufen am 6. Februar 2019.
    93. David Vojislav Krekling: Her er Solberg-regjeringen 4.0. In: NRK. 24. Januar 2020, abgerufen am 26. Dezember 2020 (norwegisch (Bokmål)).
    94. Kongens konstitusjonelle rolle. kongehuset.no (abgerufen am 3. Januar 2021).
    95. Ole T. Berg, Tore Hansen, Andreas Tjernshaugen, Erik Bolstad: fylke. In: Store norske leksikon. 4. September 2020 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 26. Dezember 2020]).
    96. Norway - Government and society. In: Britannica. Abgerufen am 26. Dezember 2020 (englisch).
    97. Om Sysselmannen. Sysselmannen på Svalbard, abgerufen am 26. Dezember 2020 (norwegisch (Bokmål)).
    98. Members. In: Stortinget. 19. Oktober 2018, abgerufen am 26. Dezember 2020 (englisch).
    99. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
    100. Credit Rating - Countries - List. In: Trading Economics. Abgerufen am 7. Juli 2020 (englisch).
    101. Fagforeiningsmedlemmer og streikar. In: Statistisk sentralbyrå. 25. März 2020, abgerufen am 28. September 2020 (norwegisch).
    102. Gerd von der Lippe: Landmarks in the History of Norwegian Worker Sport, S. 131–142. In: Arnd Krüger, James Riordan (Hrsg.): The Story of Worker Sport. Champaign, Ill.: Human Kinetics 1996. ISBN 0-87322-874-X
    103. Ein Hauch von James Bond über Norwegens arktischer Tundra, NZZ, 14. Mai 2018
    104. Außenpolitik. Abgerufen am 10. Juli 2017.
    105. Staatliche Förderung wirkt: Norweger kaufen mehr E-Autos als Verbrenner. In: tagesschau.de. 5. Januar 2021, abgerufen am 7. Januar 2021.
    106. Wirtschaft. Abgerufen am 10. Juli 2017.
    107. tagesschau.de
    108. Home | SIPRI. Abgerufen am 10. Juli 2017 (englisch).
    109. Land ohne Armee – Norwegen schützt Island auf n-tv.de
    110. Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in KKS. Eurostat, 1. Juni 2016, abgerufen am 4. Dezember 2016.
    111. Country/Economy Profiles. In: Global Competitiveness Index 2017-2018. ( weforum.org [abgerufen am 4. Dezember 2017]).
    112. heritage.org
    113. Auswärtiges Amt- Norwegen – Wirtschaft und Umwelt, abgerufen am 26. Februar 2016
    114. GDP growth (annual %) | Data. Abgerufen am 10. Juli 2017 (amerikanisches Englisch).
    115. Ministry of Finance: Market Value. 8. Oktober 2019, abgerufen am 4. Januar 2021 (britisches Englisch).
    116. Global Wealth Report 2017. In: Credit Suisse. ( credit-suisse.com [abgerufen am 1. Januar 2018]).
    117. Home - Eurostat. Abgerufen am 8. August 2018.
    118. Unemployment, youth total (% of total labor force ages 15-24). In: Worldbank. Abgerufen am 7. Juli 2020 (englisch).
    119. The World Factbook — Central Intelligence Agency. Abgerufen am 6. August 2018 (englisch).
    120. Aagoth Storvik, Mari Teigen: Das norwegische Experiment – eine Frauenquote für Aufsichtsräte. Hrsg.: Friedrich Ebert Stiftung. Berlin 2010, ISBN 978-3-86872-382-3 ( fes.de [PDF]).
    121. Minifacts about Norway 2014 – SSB. In: ssb.no. 9. Mai 2014, abgerufen am 28. Februar 2015 (englisch).
    122. GDP growth (annual %) | Data. Worldbank, abgerufen am 8. Juli 2020 (englisch).
    123. GDP per capita (current US$) | Data. Abgerufen am 1. August 2017 (amerikanisches Englisch).
    124. Germany Trade and Invest GmbH: GTAI – Wirtschaftsdaten kompakt. Abgerufen am 1. August 2017.
    125. Eurostat: Electricity price statistics. Abgerufen am 23. März 2016.
    126. Wasserkraft. In: izt.de. Archiviert vom Original am 12. April 2009; abgerufen am 28. Februar 2015.
    127. Weltbank: Energy use (kg of oil equivalent per capita). Abgerufen am 23. März 2016.
    128. Energie – die Geschichte (Norwegen – die offizielle Seite in Österreich). Archiviert vom Original am 27. August 2009; abgerufen am 28. Februar 2015.
    129. Erste Aufträge für 1.400-MW-Seekabel Nordlink vergeben. In: Erneuerbare Energien. Das Magazin, 18. Februar 2015, abgerufen am 16. April 2015
    130. Endspurt beim Bau der Stromtrasse "NordLink". In: NDR. 10. September 2019, abgerufen am 17. Mai 2020.
    131. The world’s longest interconnector gets underway ( Memento vom 28. März 2015 im Internet Archive). Internetseite von National Grid, abgerufen am 16. April 2015
    132. CIA World Fact Book – Country Comparison: Natural Gas Production, aufgerufen am 22. April 2017
    133. CIA World Fact Book – Country Comparison: Natural Gas Exports, aufgerufen am 22. April 2017
    134. Statoil – Über uns, aufgerufen am 22. April 2017
    135. Königlich Norwegische Botschaft in Berlin: Energie und Meeresressourcen, aufgerufen am 22. April 2017
    136. Country Comparison: Crude oil – production In: cia.gov. Abgerufen am 5. Februar 2021 (englisch)
    137. Statens pensjonsfond Årsrapport 2019
    138. Nordsee-Öl: Wir stehen kurz vor Kollaps in: Wallstreet Journal, 23. Januar 2015
    139. Wind in power2014. European statistics. Internetseite der EWEA. Abgerufen am 16. April 2015
    140. BKW investiert in den grössten Windpark Europas. In: srf.ch, 23. Februar 2016. Abgerufen am 25. Dezember 2018.
    141. Norwegian Foreign Visitor Survey 2007
    142. UNWTO 2017. World Tourism Organization, abgerufen am 14. August 2018.
    143. Norwegens Walfang. Archiviert vom Original am 21. April 2009; abgerufen am 28. Februar 2015.
    144. Alkohol i Norge: 2018 Folkehelseinstituttet. 12. Dezember 2018, abgerufen am 7. Februar 2021 (norwegisch)
    145. a b c Norsk mediebarometer 2019. (PDF) In: Statistisk sentralbyrå. 19. Mai 2020, abgerufen am 28. September 2020 (norwegisch).
    146. Tabell 1 Handelsflåten. Skip og tonnasje. 1997-2011. In: ssb.no. Abgerufen am 28. Februar 2015.
    147. Öffentlicher Verkehr mit Propeller, NZZ, 6. Oktober 2018
    148. Norwegischer Bußgeldkatalog (inklusive Haftstrafen)
    149. http://archiv.ub.uni-marburg.de/ubfind/Record/urn:nbn:de:hebis:04-eb2018-0082
    150. Rangliste der Pressefreiheit. Reporter ohne Grenzen, abgerufen am 1. Mai 2019.
    151. Lov om folkebibliotek (folkebibliotekloven). In: Lovdata. Abgerufen am 27. September 2020 (norwegisch).
    152. Lov om avleveringsplikt for allment tilgjengelege dokument (pliktavleveringslova). In: Lovdata. Abgerufen am 27. September 2020 (norwegisch).
    153. Leikny Haga Indergaard: Auf dem Weg zum nahtlosen Bibliotheksangebot. Deutscher Bibliotheksverband, abgerufen am 27. September 2020 (norwegisch).
    154. www.ssb.no
    155. Eira Lie Jor: Tallene er klare: Her er landets største mediehus. In: medier24.no. 28. März 2019, abgerufen am 27. September 2020 (norwegisch).
    156. Antall aviser og samlet opplag. Universität Bergen, abgerufen am 27. September 2020 (norwegisch).
    157. Største norske aviskonsern. Universität Bergen, abgerufen am 27. September 2020 (norwegisch).
    158. Knut Ove Arntzen, Svend Erik Løken Larsen: norsk teaterhistorie. In: Store norske. 12. November 2018 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 24. Oktober 2020]).
    159. Knut Ove Arntzen, Svend Erik Løken Larsen: norsk teaterhistorie. In: Store norske leksikon. 12. November 2018 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 23. Juni 2020]).
    160. Marie-Louise Monrad Møller: Dahls Norwegen. Die künstlerische Erfindung einer norwegischen Nationalkultur. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-422-98140-9.
    161. Knud Knudsen i Bergen. (norwegisch, uib.no [abgerufen am 23. Juni 2020]).
    162. Annette Faltin: Knud Knudsen – fotograf. In: Store norske leksikon. 23. Juni 2020 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 23. Juni 2020]).
    163. Dies sind Norwegens UNESCO-Welterbestätten In: visitnorway.de. Abgerufen am 7. Februar 2021 (norwegisch)
    164. a b Geir Thorsnæs, Ove Olsen Sæle: Idrett i Norge In: Store norske leksikon. Abgerufen am 7. Februar 2021 (norwegisch)
    165. Finn Olstad: Fra løkka til organisert idrett In: Norgeshistorie, Universität Oslo. Abgerufen am 7. Februar 2021 (norwegisch)
    166. Elo-Abfrage

    Koordinaten: 63°  N, 9°  O