Marshallplan Information

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Offizielles Logo, das bei Hilfsprojekten des Marshallplans verwendet wurde
ERP – Marshallplan

Der Marshallplan [1], offiziell European Recovery Program (ERP), war ein historisch bedeutendes Wirtschaftsförderungsprogramm der USA für den Wiederaufbau der Staaten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zeitraum von 1948 bis 1952 wurden Hilfen im Wert von insgesamt 13,12 Milliarden Dollar (entspricht 2020 rund 141,67 Milliarden Dollar) [2] an viele, insbesondere westeuropäische Staaten geleistet. [3] Unter den am Programm teilnehmenden Staaten befinden sich neben den im Zweiten Weltkrieg mit den USA verbündeten Staaten wie Großbritannien, Frankreich und den Beneluxländern auch die Kriegsgegner Bundesrepublik Deutschland und Österreich. Den mittel- und osteuropäischen Staaten und der Sowjetunion wurden die Hilfe ebenfalls angeboten. Allerdings zog sich die Sowjetunion bald aus den Verhandlungen zurück und verbot auch den unter ihrem Einfluss stehenden europäischen Staaten die Teilnahme. [4]

Die Hilfsleistungen bestanden zu einem großen Teil aus Krediten sowie Lieferung von Rohstoffen, Lebensmitteln und Industriegütern. Das Programm verstand sich als Hilfe zur Selbsthilfe und war an Bedingungen geknüpft, wie dem Abbau von Handelshemmnissen, der Stabilisierung der eigenen Währung oder der zwischenstaatlichen Kooperation. Die Initiative ging vom damaligen US-Außenminister George C. Marshall (Amtszeit 1947 bis 1949) aus, nach dem das Programm benannt und der deshalb auch 1953 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Da in den westeuropäischen Ländern spätestens ab 1950 der Nachkriegsboom einsetzte, galt und gilt der Marshallplan in der Bevölkerung als sehr erfolgreich, insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland. [5] Wie groß sein tatsächlicher Anteil am Wirtschaftsaufschwung war, ist aber umstritten. Ohne Zweifel beschleunigte der Marshallplan die wirtschaftliche Erholung in Europa. [6] Zudem war er ein entscheidender Impuls für die europäische Integration und den Abbau von Handelshemmnissen zwischen den westeuropäischen Staaten. Im Rahmen des Marshallplans wurde die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD bzw. erst OEEC) gegründet.

Plakatwand in West-Berlin Marshallplan, nach 1948
Atlas mit Weltkugel und Schriftzug ERP, Briefmarke zur Deutschen Industrie-Ausstellung in West-Berlin, 1950

Ausgangslage in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg

Einer der ersten Mehlsäcke aus Kansas, der Süddeutschland erreichte, MILLED MARCH 1945, Kansas

Deutschland und Österreich

Nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg war sowohl Deutschland als auch Österreich in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Auf der Konferenz von Potsdam hatten sich die Alliierten zwar noch auf eine gemeinsame Haltung verständigen können, jedoch traten die Interessengegensätze immer deutlicher hervor.

Die Besatzungsmächte hatten mit großen Problemen bei der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Wohnraum zu kämpfen. Viele Städte waren zerstört und die Infrastruktur stark beschädigt. Außerdem mussten sehr viele Flüchtlinge aus den ehemalig deutschen Gebieten zusätzlich versorgt werden. Die Demontage von Industrieanlagen und die Ausfuhr von Kohle zu Entschädigungszwecken verschärften die Probleme, weil so dringend benötigte Güter für den Wiederaufbau bzw. der Versorgung der Bevölkerung fehlten. Bereits 1946 sahen sich die USA gezwungen, die ehemaligen Kriegsgegner mit Hilfsgütern (GARIOA) zu versorgen. Trotzdem brach im strengen Winter 1946/47, dem sog. Hungerwinter, die Versorgung in vielen deutschen Städten zusammen. [7]

Auf der Pariser Außenministerkonferenz im Mai 1946 wurden die Spannungen und das Misstrauen zwischen den USA und der Sowjetunion immer deutlicher. Dieses führte zu einem Umdenken der Amerikaner und Briten bei der Besatzungspolitik. Ende Mai 1946 stellten die USA die Reparationslieferungen aus ihrer Zone an die Sowjetunion ein. Großbritannien und den USA vereinbarten eine stärkere Kooperation und beschlossen die Bizone zu gründen. 1947 wurde diese unter Einschluss der französisch besetzten Gebiete zur Trizone erweitert. [8]

Andere westeuropäische Staaten

In Großbritannien gewann die Labour Party unter Clement Attlee die erste Nachkriegswahl im Juli 1945 gegen den konservativen Amtsinhaber Churchill. In diesem Wahlsieg zeigt sich die Ungeduld und Frustration der Bevölkerung nach dem gewonnenen "Volkskrieg". Die Labour-Regierung setzte in den folgenden Jahren umfangreiche Reformen, wie die Gründung des National Health Service und der Verstaatlichung von Industriezweigen, um. Zugleich verstand sich Großbritannien als Kolonialmacht und unterhielt ein kostspielige Flotte und Armee, während gleichzeitig die Dekolonialisierung begann.

In Folge des Krieges war Großbritannien stark bei den USA verschuldet. Da die noch auf den Krieg ausgerichtete Wirtschaft kaum für den Export produzierte, war das Land kaum in der Lage seine Schulden zu bedienen. Als die USA im August 1945 seine Kreditzahlung faktisch stoppte, stand das Land kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Mit dem British Loan Act wurde das Problem zwar wieder entschärft, offenbarte aber die Schwäche der ehemaligen Weltmacht Großbritannien und seine Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten. [9]

In Frankreich und Italien brachte die Armut der Nachkriegsära den kommunistischen Parteien, die auch eine wichtige Rolle in den Widerstandsbewegungen gespielt hatten, Zulauf. In Frankreich wurde die Parti communiste français bei der Wahl zur Nationalversammlung 1945 stärkste Kraft. Dazu stand die provisorische Regierung unter de Gaulle vor erheblichen Problemen. Nach der vier Jahre dauernden Besetzung Frankreichs durch Deutschland musste das Land neu aufgebaut und eine Verfassung erarbeitet werden. Im Januar 1946 erklärte de Gaulle wegen Konflikten mit der sozialistischen Mehrheit in der Nationalversammlung seinen Rücktritt. Bis 1947 folgten ihm drei weitere Ministerpräsidenten. Ähnlich instabil war die Lage in Italien. Obwohl die Möglichkeit, dass Frankreich und Italien kommunistisch hätten werden können, heute von Historikern als gering angesehen wird, [10] sahen einige Politiker der Westmächte darin eine reale Bedrohung und den Marshallplan als mögliche Abhilfe. [11]

USA und der Beginn des Kalten Krieges

Die Vereinigten Staaten gingen als einziges Land gestärkt aus dem Zweiten Weltkrieg hervor. Das Land hatte keine Kriegszerstörungen zu verkraften. Zudem erlebten die USA während des Zweiten Weltkrieges einen Wirtschaftsboom, da sehr viele Kriegsgüter dort produziert wurden. Die Umstellung der Wirtschaft nach dem Krieg auf Güter für den privaten Konsum war allerdings nicht unproblematisch, da die Absatzmärkte in Europa wegbrachen. So war der Bedarf an Lebensmitteln und Industriegütern aus den USA in Europa zwar groß, allerdings verfügten die Länder dort nicht über die notwendigen Dollarreserven.

Die künftige außenpolitische Ausrichtung des Landes war keineswegs unumstritten. Vor allem von Seiten der Republikaner gab es Forderungen nach einer Rückkehr zum Isolationismus. Der demokratische Präsident Truman war hingegen der Ansicht, die USA müssten ihre weltpolitische Verantwortung wahrnehmen. Die Angst vor dem Kommunismus war allerdings auch bei den Republikanern weit verbreitet.

Ein Auslöser für die Entscheidung, die europäischen Länder einschließlich Deutschland zu unterstützen, war die Containment-Politik unter Präsident Truman. Als ein Wendepunkt und damit auch der Beginn des Kalten Krieges wird häufig die Rede des amerikanischen Präsidenten am 12. März 1947 gesehen. In der Rede versprach er allen "freien Völkern" Unterstützung gegen Umsturzversuche durch die Sowjetunion. Anlass war die Situation in Griechenland und der Türkei, wo die Sowjetunion versuchte ihren Einflusssphäre auszubauen. Aufgrund der 1947 einsetzenden finanziellen Hilfen durch die USA gelang dies der UdSSR nicht.

US-Hilfslieferungen für Griechenland im Rahmen der Truman-Doktrin des Marshallplans

Entstehen des Marshall-Plans

Erste Konzepte

Ein Richtungswechsel in der amerikanischen Deutschlandpolitik deutete sich bereits am 6. September 1946 in der Rede des US-Außenministers James F. Byrnes, der sog. Hoffnungsrede, in Stuttgart an. Als die Außenministerkonferenz in Moskau im Frühjahr 1947 ohne greifbare Ergebnisse zu Ende ging, führte dies beim US-Außenminister Marshall zu der Einsicht, dass die USA mehr zur Stabilisierung der Länder in Europa tun müssen. Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Moskau beauftragte er George F. Kennan die Grundzüge eines Aufbauprogramms auszuarbeiten. [11]

In Bezug auf die Besatzungspolitik befand sich das dafür verantwortliche amerikanische Außenministerium in einem Dilemma. Im Rahmen der Containment-Politik musste verhindert werden, dass die Sowjetunion ihren Einfluss auf die westlichen Besatzungszonen in Deutschland und Österreich ausdehnte. Deshalb sah man die Notwendigkeit, Deutschland und Österreich wirtschaftlich und moralisch aufzubauen. Dem wirtschaftlichen Aufbau standen aber die Beschränkungen bei der Industrie und Reparationsleistungen, wie den quasi entschädigungslosen Export von Kohle und anderen Rohstoffen, entgegen. Vor allem Frankreich bestand auf Entschädigung. Deshalb fürchtete Marshall Wirtschaftshilfe für Deutschland hätte ein "politisches Desaster in Frankreich" und in der übrigen Welt zur Folge. "Marshall wollte die Vereinigten Staaten nicht dem Vorwurf aussetzen, über die Köpfe ihrer Freunde und Alliierte hinweg den gerade besiegten Feind zum Wiederaufbau zu verhelfen." [12]

US-Außenminister George C. Marshall

Rede von Marshalls am 5. Juni 1947

In einer berühmten, ca. 10minütigen Rede vor Absolventen der Harvard University schlug Außenminister Marshall am 5. Juni 1947 erstmals ein Hilfsprogramm für alle Staaten in Europa vor. [13]

In der Rede geht Marshall zunächst die wirtschaftlichen Verwerfungen in Europa sehr allgemein ein. Dabei hebt er hervor, "daß die [..] sichtbaren Zerstörungen wahrscheinlich weniger folgenschwer sind wie die Desorganisation des ganzen Gefüges der europäischen Wirtschaft." [13] Er beschreibt, dass sich durch die NS-Herrschaft sowie den Krieg Handelsbeziehungen aufgelöst haben. Zudem funktioniere "die Grundlage der modernen Zivilisation", die Arbeitsteilung zwischen Stadt und Land, nicht mehr. Dies habe eine Versorgungskrise insbesondere in den Städten zur Folge.

Er hebt hervor, dass das wirtschaftliche und politische Interesse der USA an einem stabilen Europa offensichtlich sei. Die Hilfe der USA richte sich "nicht gegen irgendein Land oder eine Anschauung, sondern gegen Hunger, Armut, Verzweiflung und Chaos." Er lädt alle Länder in Europa zur Teilnahme ein, wobei eine Spitze gegen die UdSSR, wenn auch nicht ausdrücklich genannt, schon deutlich ist:

"Ich bin davon überzeugt, daß jede Regierung, die am Wiederaufbau mitarbeiten will, die volle Unterstützung der Vereinigten Staaten finden wird. Eine Regierung aber, die darauf hinarbeitet, den Wiederaufbau anderer Länder zu behindern, kann von uns keine Hilfe erwarten. Darüber hinaus müssen Regierungen, politische Parteien oder Gruppen, die das menschliche Elend verewigen wollen, um davon politisch oder sonstwie zu profitieren, mit der Gegnerschaft der Vereinigten Staaten rechnen." [13]

Der Ansatz Marshalls, der später auch als "Hilfe zur Selbsthilfe" bezeichnet wird, wird von ihm erst am Ende der Rede erläutert. Er nennt Bedingungen, die mit dem Hilfsangebot verknüpft sind:

"Es ist aber klar, daß, [...] die europäischen Länder in Bezug auf die Erfordernisse der Lage und des Anteils, den sie selbst übernehmen werden, zu einer Verständigung kommen müssen [...]. Es wäre für die Regierung der Vereinigten Staaten weder angemessen noch wirkungsvoll, wenn sie in einseitiger Weise ein Programm aufstellen würde, das dazu bestimmt ist, Europa wirtschaftlich wieder auf eigene Füße zu stellen. Das ist Sache der Europäer. Ich glaube, daß die Initiative von Europa ausgehen muß. [...] Das Programm sollte von den europäischen Nationen gemeinsam aufgestellt und von einer Anzahl derselben, wenn nicht von allen, gebilligt sein." [13]

Voraussetzung für die Hilfe, ist dass die teilnehmenden europäischen Staaten sich unter einander verständigen und selber bereit sind, einen Betrag zu leisten. Die Rolle der USA beschreibt er als "freundschaftliche[] Hilfe bei dem Aufstellen eines europäischen Programms" und in der "Unterstützung eines solchen [..] sofern es uns ausführbar" [13] erscheint.

Verwaltungssitz Marshallplan, Hôtel Talleyrand, nördlicher Rand Place de la Concorde, Paris

Reaktion und Verhandlungen

Die Rede Marshalls rief in Europa größten Teils positive Reaktionen hervor. Schon am 27. Juni 1947 trafen sich die Außenminister der Alliierten zu einer außerordentlichen Konferenz in Paris, auf der die Hilfen besprochen wurden. Der Außenminister der Sowjetunion Molotow verließ die Verhandlungen allerdings bald mit der Begründung, dass die USA sich mit dem Hilfsprogramm in die inneren Angelegenheiten der Staaten einmischen würden. Die Ablehnung des Hilfsprogramms durch die Sowjetunion konnte kaum überraschen, da es auf kapitalistischen Prinzipien und dem Freihandel beruhte. [14] Es darf bezweifelt werden, dass Marshall ernsthaft mit einer Teilnahme der UdSSR an dem Hilfsprogramm gerechnet hatte, auch weil dann eine Mehrheit im republikanisch dominierten Kongress fraglich gewesen wäre.

Die Sowjetunion reagierte im Juli 1947 mit dem Molotow-Plan. Sie verhinderte die Einbeziehung der in ihrem Einflussbereich befindlichen Länder Mittel- und Osteuropas in den Marshallplan, obwohl einige Staaten unter anderem Bulgarien, die Tschechoslowakei, Polen und Ungarn Interesse bekundeten. Stattdessen initiierte die Sowjetunion die Gründung des Kominform und im Januar 1949 des Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) als politisch-wirtschaftliche Alternative. Jugoslawien konnte nach dem Bruch mit der Sowjetunion 1948 noch verspätet am Marshallplan teilnehmen.

Im Anschluss an die Außenministerkonferenz kamen am 12. Juli 1947 in Paris Vertreter von insgesamt 16 Staaten zusammen, um über gegenseitige Unterstützungsmaßnahmen und die notwendige Hilfe aus den USA zu verhandeln. Neben Frankreich und Großbritannien, denen bei den Verhandlungen eine Führungsrolle zukam, waren die Benelux-Staaten, Dänemark, Griechenland, Irland, Island, Italien, Norwegen, Portugal, Schweden, die Türkei sowie die westlichen Besatzungszonen Deutschlands und Österreich vertreten. Im US-Außenministerium, das zunächst nicht direkt an den Verhandlungen beteiligt war, hatte man sich im Vorfeld auf Prinzipien verständigt, die Bedingungen für die Hilfe der USA darstellten. Diese Prinzipien bestanden neben der gegenseitigen Hilfe der europäischen Staaten und der Hilfe zur Selbsthilfe in der Liberalisierung des innereuropäischen Handels, der Währungskonvertibilität sowie der Schaffung einer supranationalen Institution. Zudem war die Reintegration Westdeutschlands (Trizone) in den europäischen Handel ein wichtiges Anliegen der USA. [15]

Es erwies sich für die europäischen Staaten als sehr schwierig, sich auf gemeinsame Hilfen zu verständigen. Für Frankreich war die Behandlung der Ruhrfrage sowie die künftige Rolle Deutschlands lange strittig. Auch in Großbritannien war man keineswegs mit allen Forderungen der USA einverstanden. Ende August 1947 waren die USA von den Verhandlungsergebnissen enttäuscht: Die Erwartungen der Europäer summierten sich auf 29 Mrd. Dollar und ohne konkrete Zusagen über eigene Leistungen. [16] Erst nach erheblichem Druck durch die USA gelang schließlich eine Einigung Ende September 1947, so dass die europäischen Staaten am 22. September 1947 den Vertrag unterzeichneten. [17]

Verabschiedung durch den Kongress und Gründung der OEEC (später OECD)

Erst nach der grundlegenden Einigung der Europäer konnte das Gesetz im September 1947 in den Kongress eingebracht werden. Nach Beratungen in Repräsentantenhaus und Senat wurde der Marshallplan schließlich am 3. April 1948 mit großer Mehrheit verabschiedet und am selben Tag von US-Präsident Harry S. Truman in Kraft gesetzt. Die Hilfen mussten jährlich neu beantragt werden, so dass der Kongress auch weiterhin Mitspracherecht hatte. Insgesamt waren 17 Mrd. Dollar vorgesehen, die am Ende des Programms 1952 nicht vollständig ausgeschöpft werden mussten.

Zur Koordinierung ihrer Wirtschaft gründeten am 16. April 1948 zunächst 16 europäische Länder den Ausschuss für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC), den Vorläufer der heutigen OECD. Die USA garantierten diesen Ländern im Rahmen des Marshallplans bis zum Jahr 1952 finanzielle Unterstützung.

Begleitet wurde dieses Programm von einer Informationskampagne für die Bevölkerung der beteiligten Staaten, die zwischen praktischen Ratschlägen, politischer Bildung und Propaganda angesiedelt werden kann. [18]

Motive der USA für den Marshallplan

Als US-Außenminister Marshall am 5. Juni 1947 die Rede zum später nach ihm benannten Hilfsprogramm hielt, hatte er kein ausgearbeitetes Konzept dazu vor Augen. Vielmehr sahen sich die USA in Europa mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert und suchten nach einem Weg die politischen und wirtschaftlichen Lage zu stabilisieren, um den sowjetischen Einfluss in Europa einzudämmen (siehe Containment-Politik).

In der Forschung sind eine Vielzahl von Gründen, die die USA zu dem umfassenden Hilfsprogramm veranlasst haben, diskutiert worden, ohne ein abschließendes Ergebnis zu erzielen. Konsens ist, dass unterschiedliche Motive zum Marshallplan geführt haben. Einige Forscher betonen, dass es gerade die diplomatische Leistung des Marshallplans war, mit einem Hilfsprogramm sehr verschiedene Problemstellungen zu entschärfen. [19] Zu den Aspekten, die häufig erwähnten werden, zählen folgende:

  • die schlechte wirtschaftliche Lage in Europa: z. B. die Währungskrise in Großbritannien, Frankreich und Italien
  • das Scheitern vorangegangener Hilfsprogramme
  • das Interesse der USA am freien Handel und an Europa als Exportmarkt
  • die Erfolge der kommunistischen Parteien in Frankreich und Italien
  • die aussichtslose Lage in den Besatzungszonen: die katastrophale Versorgungslage, die steigenden Kosten für die Besatzungsmächte, Proteste gegen die Demontage und Resignation in der Bevölkerung
  • Frankreichs Weigerung, die Reparationsleistungen Deutschlands zu verringern (Ruhr-Frage) [12]
  • die Entscheidung, Griechenland und der Türkei zu helfen, um den Einfluss der Sowjetunion zurück zu drängen
  • die Schwäche Großbritanniens. [20] [11]

Die Entwicklung des Marshallplans von seiner ersten Konzeption im Mai 1947 bis zur Verabschiedung durch den Kongress im April 1948 beurteilt John Gimbel so:

„Die heute bekannte Entwicklung des Marshall-Plans aus den Moskauer Entscheidungen über Deutschland ist eine komplizierte Geschichte des Gebens und Nehmens zwischen Kongreß und Regierung Truman; zwischen Armee und Außenministerium; zwischen Franzosen auf der einen, Briten und Amerikanern auf der anderen Seite sowie zwischen den Europäern selbst“ [19]

Leistungen aus dem Marshallplan

Leistungen des Marshallplans an die einzelnen Länder
Schild „Hier half der Marshallplan“.

Der amerikanische Kongress billigte das Wiederaufbauprogramm Trumans. Der „Foreign Assistance Act“ trat am 3. April 1948 in Kraft und genehmigte Hilfen für vier Jahre. Sie mussten jährlich beantragt und genehmigt werden. Insgesamt beliefen sich die Leistungen bis 1952 auf ca. 14 Milliarden Dollar. Der größte Teil, 9,3 Milliarden Dollar waren Subventionen, der Rest vor allem Darlehen und "bedingte Hilfe".

Die Subventionen wurden in Dollar geleistet, mit denen Waren und Investitionsgüter importiert werden konnten. Diese Subventionen mussten nicht zurückgezahlt werden. Die Regierungen mussten jedoch den Gegenwert der ihnen zugewiesenen Dollarbeträge in Landeswährung in Sonderfonds (Gegenwertfonds) einzahlen. Diese Sonderfonds dienten zu 95 Prozent der Förderung des nationalen Wiederaufbaus. [21]

ECA/MSA-Zuteilungen vom 3. April 1948 bis 31. Dezember 1952 in Millionen Dollar [22]
Land 1948/49 1949/50 1950/51 1951/52 1952/53 Insgesamt Insgesamt in %
Osterreich Österreich  Österreich 280 166,5 114,3 116,0 35 0711,8 05,12 %
Belgien Belgien  Belgien und Luxemburg Luxemburg  Luxemburg 261,4 210,9 74,3 8,9 0555,5 03,99 %
Danemark Dänemark  Dänemark 126,2 86,1 45,1 14,0 4,5 0275,9 01,98 %
Frankreich Frankreich  Frankreich 1313,4 698,3 433,1 261,5 100 2806,3 20,18 %
Deutschland Deutschland  Deutschland 613,5 284,7 399,1 91,7 23,8 1412,8 10,16 %
Griechenland Griechenland  Griechenland 191,7 156,3 167,1 178,8 0693,9 04,99 %
Island Island  Island 8,3 7,0 8,4 5,5 0,6 0029,8 00,21 %
Irland Irland  Irland 86,3 44,9 15,0 0146,2 01,05 %
Italien Italien  Italien 668 403,7 244 159,3 40 1515 10,89 %
Niederlande Niederlande  Niederlande (ohne Indonesien) 507 268,3 101,9 100 0977,3 07,03 %
Norwegen Norwegen  Norwegen 101,1 89,5 46,1 16,8 0253,5 01,82 %
Portugal Portugal  Portugal 38,8 11,7 0050,5 00,36 %
Schweden Schweden  Schweden 45,4 51,9 21,2 −11,4 0107,1 00,77 %
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien  Jugoslawien 29 80,3 50,0 0159,3 01,15 %
Turkei Türkei  Türkei 49 58,5 45 70 20 0242,5 01,74 %
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Vereinigtes Königreich 1619,7 907,9 298,4 350 266,9 3442,8 24,75 %
Flagge Triest Triest 17,9 12,5 2,1 0032,6 00,23 %
Indonesien Indonesien  Indonesien 64,1 37,3 0101,4 00,73 %
Allg. Frachtvorauszahlungen 33,5 0033,5 00,24 %
EZU-Kapitalfonds 350 11,4 0361,4 02,60 %
Insgesamt 5.953 3.523 2.405,9 1.486,2 0540,8 13.908,9

ECA/MSA: „Economic Cooperation Act“, später „Mutual Security Agency“ waren amerikanische Organisationen, die den Marshallplan ausführten

Mittel

Die USA gewährten im Rahmen des Marshallplans Gelder in Höhe von insgesamt fast 14 Milliarden US-Dollar, Westdeutschland erhielt davon ca. 1,4 Milliarden. Die Gesamtsumme entspricht nach heutigem Geldwert etwa 130 Milliarden USD (Stand 2015). [23] Von der Gesamtsumme an Westdeutschland wurde bis 1966 etwa 1 Milliarde durch den Bund über den Haushalt direkt abbezahlt und der Rest erlassen. [24] [25]

Verwaltung der Mittel in der Bundesrepublik Deutschland

Eine besondere Bedeutung bekam die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die am 16. Dezember 1948 in Frankfurt am Main ihre Arbeit aufnahm. Westdeutschland erhielt die Mittel in Form von Wirtschaftsgütern, vor allem Nahrung, Treibstoff und Medikamente [26], deren Kaufpreis ging an die KfW, welche diese Mittel wiederum zur Kreditvergabe nutzte, wofür Westdeutschland die US-Dollar denominierte Schuldenlast der Importe trug, welche die USA vorweg finanzierten [27], was insgesamt auch ein US-Konjunkturprogramm darstellte. [28] Am 5. November 1948 hatte der Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes die Voraussetzungen geschaffen. Hermann Josef Abs wurde Vorstand. Heute verwaltet die KfW-Bankengruppe im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums das ERP-Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro und finanziert damit Programme zur Wirtschaftsförderung.

Österreich

Österreich erhielt als einziger Staat, der (teilweise) von sowjetischen Truppen besetzt war (siehe Sowjetische Besatzungszone in Österreich), Marshallplan-Hilfe. [29] Das Abkommen zwischen den USA und Österreich wurde am 2. Juli 1948 [30] geschlossen; danach erhielt Österreich die Mittel als Grants (Geschenk) in Form von Sachgütern. Im Gegenzug musste Österreich den Schilling stabilisieren und den Staatshaushalt möglichst ausgeglichen halten. Die Sowjetunion ließ sich die Zustimmung in der alliierten Kommission mit einem anderen Wechselkurs für ihre Barvermögen abkaufen.

Die erhaltenen Waren mussten zum Inlandspreis verkauft werden. Die Einnahmen aus diesen Verkäufen mussten auf ein Counterpart-Konto eingezahlt werden. Warenlieferungen erfolgten bis 1953 und erreichten einen Wert von ungefähr einer Milliarde Dollar. Die US-Regierung übergab das Counterpart-Konto mit einem Guthaben von 11,2 Milliarden Schilling am 1. Juli 1962 an Österreich; [29] aus diesem entstand der ERP-Fonds, der seit 2002 von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws), der Förder- und Finanzierungsbank der Republik Österreich, verwaltet wird.

Die Förderungen für Österreich waren relativ hoch. Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen war Österreich vor dem Zweiten Weltkrieg sehr schwach industrialisiert und musste erst eine Industrie errichten, zum anderen wurde die sowjetische Besatzungszone von den Sowjets wirtschaftlich ausgebeutet (die USIA-Betriebe lieferten keine Steuern an den Staat ab). Im Gegensatz zu Deutschland brauchte Österreich zwar gemäß Art. 21 des Österreichischen Staatsvertrags von 1955 keine Reparationen an die Sowjetunion zu zahlen, in dessen Art. 22 heißt es aber: „Die Sowjetunion erhält für eine Geltungsdauer von dreißig Jahren Konzessionen auf Ölfelder, die 60 % der Ölförderung in Österreich im Jahre 1947 entsprechen […] Die Sowjetunion erhält Ölraffinerien mit einer jährlichen Gesamtproduktion von 420.000  Tonnen Rohöl […] Die Sowjetunion erhält die in Ungarn, Rumänien und Bulgarien gelegenen Vermögenswerte der DDSG“. Auch wegen der Propagandawirkung im Kalten Krieg galt Österreich als besonders förderungswürdig.

Westeuropa

Der Marshallplan sollte gegen mehrere Krisen der Nachkriegszeit helfen:

  • Die innenpolitische Stabilität in Frankreich ( Vierte Republik) und Italien – in dem es von 1945 bis 1953 acht Kabinette gab, alle unter Ministerpräsident Alcide De Gasperi – war gefährdet.
  • Die Zukunft Deutschlands war offen und viele wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme harrten dringend einer Lösung.

Finnland und Spanien

Zwei westeuropäische Staaten ( Finnland und Spanien) nahmen nicht an dem Programm teil. Finnland betrieb nach 1945 eine blockferne, neutrale Politik, die wegen der geopolitischen Lage des Landes auf Befindlichkeiten der Sowjetunion Rücksicht nahm, und verzichtete daher (siehe Geschichte Finnlands#Finnland in der Zeit des Kalten Krieges).

Spanien bewarb sich um Teilnahme am Programm, was abgelehnt wurde, da das Franco-Regime Spaniens faschistoide Züge aufwies, die die USA nicht unterstützen wollten. Gegen Ende der 1950er Jahre bekam Spanien Hilfe aus einem OEEC-Sonderfonds, die zum „spanischen Wirtschaftswunder“ führte.

Wirtschaftliche und politische Bedeutung für die USA

Nach dem Zweiten Weltkrieg befürchteten liberale amerikanische Wirtschaftskreise wegen des wirtschaftlichen Niederganges Europas den Verlust wichtiger Absatzmärkte bzw. Handelspartner. Das wirtschaftliche Erstarken Europas nützte dem amerikanischen Export.

Daneben kam dem Programm auch eine wichtige Funktion im Rahmen der seit März 1947 von den USA verfolgten Containment-Politik ( Truman-Doktrin) gegenüber der Sowjetunion zu. Die Bindung der Regierungen und Volkswirtschaften der europäischen Länder an die USA wurde verstärkt. Obwohl das Angebot amerikanischer Wirtschaftshilfe offiziell auch an die Sowjetunion und andere Länder des Ostblocks gerichtet worden war, konnte aus ideologischen Gründen eine Annahme nicht erwartet werden. So gesehen war der Marshallplan ein „Kind des Kalten Krieges“. [31]

Reaktion der Sowjetunion auf den Marshallplan

Die Sowjetunion lehnte durch Außenminister Molotow anlässlich der Londoner Außenministerkonferenz (November und Dezember 1947) erwartungsgemäß eine Beteiligung am ERP als Einmischung in die Souveränität der europäischen Staaten ab. Die Sowjetunion hatte bereits im Juli 1947 mit dem „ Molotow-Plan“ reagiert, wobei später der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) entstand. [32] Dieser verhinderte die Einbeziehung der in ihrem unmittelbaren Einflussbereich befindlichen Staaten Mittel- und Osteuropas in den Marshallplan. Interesse an einer Beteiligung bekundeten unter anderem Bulgarien, die Tschechoslowakei, Polen und Ungarn. Stattdessen initiierte die Sowjetunion die Gründung des Kominform und im Januar 1949 des RGW als politisch-wirtschaftliches Gegenstück zur Eindämmungspolitik und dem Marshallplan.

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary: Marshallplan – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Marshallplan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Im Auftrag und unter Mitwirkung des Bundesministeriums für den Marshallplan erstellte Adolf Wittkowski eine Bibliografie (Schrifttum zum Marshallplan und zur wirtschaftlichen Integration Europas, Bad Godesberg 1953).

Einzelnachweise

  1. zur Schreibweise:: Duden | Marshallplan | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft. Abgerufen am 29. Dezember 2020.
  2. zur Berechnung:: Vergleichsjahre: 1948 / 2020. Abgerufen am 6. Januar 2021.
  3. Manfred Knapp: Deutschland und der Marshallplan. In: Hans-Jürgen Schröder (Hrsg.): Marshallplan und westdeutscher Wiederaufstieg. Stuttgart 1990, S. 75.
  4. Der Marshallplan geschichte-lexikon.de
  5. Elke Kimmel: Psychologische Wirksamkeit: Basis des Mythos vom Marshallplan. In: Der Marshallplan - Selling Democracy. Bundeszentrale für politische Bildung, 2005, abgerufen am 29. Dezember 2020.
  6. Jost Dülffer: Europa im Ost-West-Konflikt 1945-1990. In: Jochen Bleicken u. a. (Hrsg.): Oldenbourg Grundriss der Geschichte. Band 18. München 2004, ISBN 3-486-49105-9, S. 144 f.
  7. Elke Kimmel: Besatzungspolitische Ausgangsposition. In: Dossier: Der Marshallplan - Selling Democracy. Bundeszentrale für politische Bildung, 2005, abgerufen am 6. Januar 2021.
  8. Rudolf Morsey: Die Bundesrepublik Deutschland bis 1969. In: Lothar Gall u. a. (Hrsg.): Oldenbourg Grundriss der Geschichte. Band 19. München 2007, ISBN 978-3-486-58319-9, S. 7 f.
  9. Eric Roll: The Marshall-Plan As Anglo American Response. In: Stanley Hoffmann u. a. (Hrsg.): The Marshall Plan: A Retrospective. London 1984, S. 40 f. ( marshallfoundation.org [PDF]).
  10. John Lewis Gaddis: We Now Know.
  11. a b c Michael J. Hogan: European Integration And The Marshall Plan. In: Stanley Hoffmann u. a. (Hrsg.): The Marshall Plan: A Retrospective. London 1984, S. 1–6, hier S. 3 ( marshallfoundation.org [PDF]).
  12. a b John Gimbel: Die Entstehung der Marshall-Plans. In: Hans Jürgen Schröder (Hrsg.): Marshallplan und westdeutscher Wiederaufstieg. Stuttgart 1990, S. 9–19, hier S. 17 ( google.de).
  13. a b c d e Text der Rede von George C. Marshall an der Harvard University, 5. Juni 1947 im Original: https://en.wikisource.org/wiki/The_Marshall_Plan_Speech Übersetzung zitiert nach: Themenportal Europäische Geschichte, 2010, https://www.europa.clio-online.de/quelle/id/q63-28407.
  14. Rebecca Belvederesi-Kochs und Paul Thomes, Der Marshall-Plan, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2010, https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-1526
  15. Michael J. Hogan: The Marshall Plan : America, Britain, and the reconstruction of Western Europe, 1947-1952. Cambridge 1987, S. 46 ff. und 54 ( archive.org).
  16. vgl.: ebd. S. 74f
  17. Rebecca Belvederesi-Kochs und Paul Thomes, Der Marshall-Plan, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2010, https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-1526 .
  18. Elke Kimmel: Kulturelles Begleitprogramm. In: Dossier: Der Marshall-Plan - Selling Democracy. Bundeszentrale für politische Bildung, 2005, abgerufen am 6. Januar 2021.
  19. a b John Gimbel: Die Entstehung der Marshall-Plans. In: Hans Jürgen Schröder (Hrsg.): Marshallplan und westdeutscher Wiederaufstieg. Stuttgart 1990, S. 9–19, hier S. 18 ( google.de).
  20. Eine Zusammenfassung der unterschiedlichen Forschungsergebnisse findet sich hier: Jost Dülffer: Europa im Ost-West-Konflikt 1945-1990. In: Jochen Bleicken u. a. (Hrsg.): Oldenbourg Grundriss der Geschichte. Band 18. München 2004, ISBN 3-486-49105-9, S. 144.
  21. Wilfried Loth: Die Teilung der Welt 1941–1945, München 1982, ISBN 3-423-04012-2, S. 204 ff.
  22. Manfred Knapp: Deutschland und der Marshallplan. In: Hans-Jürgen Schröder (Hrsg.): Marshallplan und westdeutscher Wiederaufstieg. Stuttgart 1990, S. 35 ff., hier S. 75.
  23. http://www.usinflationcalculator.com US$-Inflationsrechner.
  24. Bundeszentrale für politische Bildung: 65 Jahre Marshallplan | bpb. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  25. [1]
  26. Ulrike Wronski: Der Marshallplan - die Geschichte des finanziellen Nachkriegs-Hilfsprogramms. Abgerufen am 31. Mai 2019.
  27. The Marshall Plan and the ERP. Abgerufen am 31. Mai 2019 (englisch).
  28. Mythos oder Masterplan? ( Memento vom 14. Dezember 2018 im Internet Archive) In: Erstes Deutsches Fernsehen. Angerufen im Dezember 2018.
  29. a b Dieter Stiefel: „Hilfe zur Selbsthilfe“ – Der Marschallplan in Österreich, 1945–1952. In: Ernst Bruckmüller: Wiederaufbau in Österreich – Rekonstruktion oder Neubeginn? Oldenbourg 2006, ISBN 978-3-486-57864-5, S. 90–101, hier S. 97 f.
  30. Start-ups profitieren vom Marshallplan orf.at, 28. Dezember 2017, abgerufen am 29. Dezember 2017. – Bild von der Unterzeichnung, aktuell gefördert: Innovative Betriebe, Start-ups.
  31. Norman Davies: Europa im Krieg. Nikol, 2013, ISBN 978-3-86820-181-9, S. 334: Ernest Bevin (britischer Außenminister 1945–1951) teilte Molotow mit, dass die Wirtschaftsleistung aller teilnehmenden Länder genau geprüft werden müsse (wohl wissend, dass die SU bzw. Stalin das nicht akzeptieren würde).
  32. Der Blick von Osten – Der Marshallplan. Bundeszentrale für politische Bildung, 31. Oktober 2005.
  33. bundesarchiv.de ( Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) Inhaltsverzeichnis (PDF) und neun Filmausschnitte.
  34. bpb.de, www.sellingdemocracy.org, Dossier