Formel-1-Weltmeisterschaft 1995 Information

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Formel-1-Weltmeisterschaft 1995
Michael Schumacher 1995 Britain 2.jpg

Weltmeister
Fahrer: Deutschland Deutschland  Michael Schumacher
Konstrukteur: Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Benetton-Renault
Saisondaten
Anzahl Rennen: 17
< Saison 1994

Saison 1996 >

Jean Alesi im Ferrari 412T2 beim GP Kanada 1995

Die Formel-1-Weltmeisterschaft 1995 war die 46. Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie wurde über 17 Rennen in der Zeit vom 26. März 1995 bis zum 12. November 1995 ausgetragen. Michael Schumacher gewann im Benetton zum zweiten Mal in Folge die Fahrerweltmeisterschaft mit 33 Punkten Vorsprung vor Damon Hill im Williams. Benetton-Renault wurde zum ersten und einzigen Mal Konstrukteursweltmeister mit 25 Punkten Vorsprung vor Williams-Renault und beendete damit die 11-jährige Dominanz von Williams und McLaren.

Änderungen 1995

Reglement

Nach den zahlreichen schweren Unfällen in der Saison 1994, insbesondere den Todesfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna beim Großen Preis von San Marino 1994, sah sich die FIA wiederum zu einschneidenden Maßnahmen gezwungen, um den Rennsport sicherer zu machen. Wichtigste Änderung in dieser Saison war somit die Herabsetzung des Motorvolumens von zuvor 3.500 ccm auf 3.000 ccm Hubraum. Die vorherige 3,5-Liter-Formel, die ursprünglich 1987 eingeführt worden war, um Saugmotoren zu ermöglichen, die es auf die Leistung bezogen mit den damals verbreiteten und seit 1989 verbotenen Turbomotoren aufnehmen konnten, wurde damit rückgängig gemacht. Weitere relevante Änderunge betrafen die Erhöhung der seitlichen Cockpitwände, strengere Vorschriften für Crashtests, stärkere Sicherheitsgurte und glattere Kerbs an den Rennstrecken.

Strecken

Der Große Preis von Argentinien auf dem Autódromo Oscar Alfredo Gálvez fand erstmals seit 1981 wieder statt. Die Anzahl der Saisonrennen erhöhte sich damit auf 17. Daneben wechselte der Große Preis von Europa vom spanischen Jerez auf den deutschen Nürburgring – erstmals seit 1985 fand hier also wieder ein Formel-1-Rennen statt. Deutschland war damit neben Italien und Japan eines von drei Ländern, in denen in diesem Jahr jeweils zwei WM-Läufe stattfanden.

Weiter erfolgten einige Umstellungen im Rennkalender. Der Große Preis des Pazifiks auf dem TI Circuit Aida, im Vorjahr das zweite Saisonrennen, wechselte in den Oktober – zusammen mit dem Großen Preis von Japan in Suzuka fanden somit innerhalb einer Woche zwei Formel-1-Rennen in Japan statt. Zudem tauschten die Großen Preise von Monaco und Spanien ihre Positionen.

Auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari, dem Austragungsort des Großen Preises von San Marino, wurden die Streckenabschnitte Tamburello und Tosa, in denen sich im Vorjahr die tödlichen Unfälle von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger ereignet hatten, jeweils durch den Einbau von Schikanen verlangsamt und entschärft.

Teams

Aus finanziellen Gründen mussten nach der Vorsaison die Rennställe Larrousse und Lotus ihre Tore schließen, obgleich beide Teams noch Planungen für neue Fahrzeuge angestellt hatten. Pacific, einer der neuen Rennställe des Jahres 1994, erwarb einen Teil der Konkursmasse des Traditionsteams Lotus und schmückte seine Fahrzeuge in diesem Jahr mit einer auf die traditionelle Farbe dieses Teams hinweisenden Banderole in British Racing Green.

Trotz dieser angespannten Situation debütierte 1995 mit Forti Corse ein weiterer neuer Wettbewerber, womit das Fahrerfeld 1995 insgesamt 26 Fahrzeuge umfasste – die maximale zu einem Rennen zugelassene Anzahl an Fahrzeugen. Aufgrund dieser Tatsache waren Nichtqualifikationen in diesem Jahr für jeden Rennteilnehmer ausgeschlossen, da die 107-Prozent-Regel erst im Folgejahr eingeführt wurde.

Motoren

McLaren trennte sich nach nur einem Jahr wieder von Peugeot und verband sich mit Mercedes-Benz, das mit den Leistungen des Sauber-Teams im Vorjahr unzufrieden war. Das irische Team Jordan nutzte seinerseits die sich bietende Gelegenheit, dafür mit Peugeot zu kooperieren, und erhielt im fünften Jahr seiner Teilnahme an der Formel 1 endlich die ersehnte Werksunterstützung durch einen Automobilkonzern. Die von Jordan eingesetzten Hart-Motoren übernahm stattdessen das Footwork-Team, das zuvor Ford-Kundenmotoren verwendet hatte.

Ein weiterer bedeutsamer Wechsel spielte sich bei Benetton ab: Teamchef Flavio Briatore hatte das französische Ligier-Team erworben und leitete nun dessen Renault-Motoren, die identisch zu jenen des Erzrivalen Williams waren, zu Benetton um. Im Gegenzug erhielt Benetton-Mitbesitzer Tom Walkinshaw die Rennleitung bei Ligier. Außerdem konnte durch den Erwerb von Forderungen gegenüber Minardi durchgesetzt werden, dass Minardi auf die zuvor vereinbarte Übernahme von Mugen-Honda-Motoren verzichtete, die daraufhin ebenfalls an Ligier gingen. Minardi musste sich stattdessen einmal mehr mit vergleichsweise günstigen, aber leistungsschwachen Ford-Motoren begnügen.

Mit dem Wechsel von Benetton zu Renault-Motoren ging auch einher, dass die Partnerschaft zwischen dem britisch-italienischen Rennstall und Ford in die Brüche ging. Ford engagierte sich daraufhin beim von Mercedes verlassenen Sauber-Team, das daraufhin den neuen Cosworth ECA-Motor erhielt. Daneben wechselte nun auch Pacific zu Ford-Motoren.

Fahrer

Zur Farce wurde der Wechsel von Nigel Mansell, der Ende 1994 für einige Rennen zu Williams zurückgekehrt war, zu McLaren: Es stellte sich heraus, dass das Cockpit des neuen McLaren MP4/10 für Mansell zu klein war, sodass dieser in den ersten Rennen durch den zuvor bei Tyrrell gefahrenen nominellen Testfahrer Mark Blundell vertreten wurde. Nach zwei Rennen kehrte Mansell zurück, erklärte aber nach zwei schwachen Rennen überraschend seinen Rücktritt, sodass Blundell wiederum den Rest der Saison bestritt. Martin Brundle, McLaren-Stammfahrer des Jahres 1994, fuhr 1995 im Wechsel mit Aguri Suzuki für Ligier. Blundells Cockpit bei Tyrrell wiederum wurde 1995 vom Finnen Mika Salo besetzt.

Bei Benetton konnte sich 1995 Johnny Herbert im zweiten Cockpit neben Weltmeister Michael Schumacher behaupten, nachdem er bereits die letzten Saisonrennen 1994 dort bestritten hatte. Ähnlich erging es auch David Coulthard bei Williams, der dort 1994 erst Ayrton Senna ersetzt hatte, dann aber wiederum von Mansell verdrängt worden war, nun jedoch die komplette Saison bestritt. Jos Verstappen, der vor Herbert die meisten Saisonrennen 1994 im zweiten Benetton bestritten hatte, trat in dieser Saison für Simtek an.

Neben Ligier und Tyrrell wechselten auch Minardi, Footwork und Pacific jeweils einen Fahrer aus. Bei Minardi kehrte Luca Badoer ins Team zurück, nachdem Michele Alboreto seinen Rücktritt erklärt hatte. Footwork ersetzte Christian Fittipaldi durch den Paydriver Taki Inoue, und bei Pacific debütierte Andrea Montermini. Ebenfalls neu in der Formel 1 war Pedro Diniz, der gemeinsam mit dem letztmals 1992 in der Formel 1 gestarteten Rückkehrer Roberto Moreno das Fahrerduo bei Forti bildete.

Unverändert blieb die Fahrerkonstellation bei Ferrari, Jordan und nominell auch bei Sauber. Allerdings bestritt bei Sauber anstelle von Karl Wendlinger, der immer noch mit den Folgen seines schweren Unfalls in Monaco 1994 zu kämpfen hatte, Jean-Christophe Boullion am Ende die meisten Saisonrennen 1995.

Im Gegensatz zu den Vorjahren gab es während der Saison vergleichsweise wenig Fluktuation bei den Fahrern. Von Dauer war dabei allerdings die Rückkehr von Pedro Lamy, der die zweite Saisonhälfte bei Minardi anstelle von Stammfahrer Pierluigi Martini bestritt. Auch Gianni Morbidelli im Footwork wurde Mitte der Saison von einem Neuling ersetzt, seinem Landsmann Massimiliano Papis, kehrte aber für die letzten drei Saisonrennen wieder zurück. Eine negative Überraschung erlebten allerdings Jos Verstappen und sein Teamkollege Domenico Schiattarella: Simtek war nach fünf Rennen zahlungsunfähig und stellte den Betrieb ein.

Teams und Fahrer

Bild Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Rennen Test-/
Ersatzfahrer
Benetton B195
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Mild Seven Benetton Renault Benetton B195 Renault 3.0 V10 G 01 Deutschland Deutschland  Michael Schumacher 1–17 Frankreich Frankreich  Emmanuel Collard
Niederlande Niederlande  Jos Verstappen
02 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Johnny Herbert 1–17
Tyrrell 023
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Nokia Tyrrell Yamaha Tyrrell 023 Yamaha 3.0 V10 G 03 Japan Japan  Ukyō Katayama 1–13, 15–17 Italien Italien  Gabriele Tarquini
Italien Italien  Gabriele Tarquini 14
04 Finnland Finnland  Mika Salo 1–17
Williams FW17
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Rothmans Williams Renault Williams FW17 Renault 3.0 V10 G 05 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Damon Hill 1–17 Frankreich Frankreich  Jean-Christophe Boullion
Schweiz Schweiz  Alain Menu
06 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  David Coulthard 1–17
McLaren MP4/10
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Marlboro McLaren Mercedes McLaren MP4/10
McLaren MP4/10B
McLaren MP4/10C
Mercedes-Benz 3.0 V10 G 07 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Mark Blundell 1, 2, 5–17 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Mark Blundell
Danemark Dänemark  Jan Magnussen
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Nigel Mansell 3, 4
08 Finnland Finnland  Mika Häkkinen 1–14, 16, 17
Danemark Dänemark  Jan Magnussen 15
Footwork FA16
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Footwork Hart Footwork FA16 Hart 3.0 V8 G 09 Italien Italien  Gianni Morbidelli 1–7, 15–17 n/a
Italien Italien  Massimiliano Papis 8–14
10 Japan Japan  Taki Inoue 1–17
Simtek S951
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  MTV Simtek Ford Simtek S951 Ford ED 3.0 V8 G 11 Italien Italien  Domenico Schiattarella 1–5 Japan Japan  Hideki Noda
12 Niederlande Niederlande  Jos Verstappen 1–5
Jordan 195
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Total Jordan Peugeot
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich B&H Total Jordan Peugeot
Jordan 195 Peugeot 3.0 V10 G 14 Brasilien Brasilien  Rubens Barrichello 1–17 n/a
15 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Eddie Irvine 1–17
Pacific PR02
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Pacific Grand Prix Ltd Pacific PR02 Ford ED 3.0 V8 G 16 Frankreich Frankreich  Bertrand Gachot 1–8, 15–17 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Oliver Gavin
Italien Italien  Giovanni Lavaggi 9–12
Schweiz Schweiz  Jean-Denis Delétraz 13, 14
17 Italien Italien  Andrea Montermini 1–17
Forti FG01
Italien Italien  Parmalat Forti Ford Forti FG01 Ford ED 3.0 V8 G 21 Brasilien Brasilien  Pedro Diniz 1–17 n/a
22 Brasilien Brasilien  Roberto Moreno 1–17
Minardi M195
Italien Italien  Minardi Scuderia Italia Minardi M195 Ford EDM 3.0 V8 G 23 Italien Italien  Pierluigi Martini 1–9 Italien Italien  Giancarlo Fisichella
Portugal Portugal  Pedro Lamy 10–17
24 Italien Italien  Luca Badoer 1–17
Ligier JS41
Frankreich Frankreich  Ligier Gitanes Blondes Ligier JS41 Mugen-Honda 3.0 V10 G 25 Japan Japan  Aguri Suzuki 1–3, 9, 15, 16 Frankreich Frankreich  Franck Lagorce
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Martin Brundle 4–8, 10–14, 17
26 Frankreich Frankreich  Olivier Panis 1–17
Ferrari 412T2
Italien Italien  Scuderia Ferrari SpA Ferrari 412T2 Ferrari 3.0 V12 G 27 Frankreich Frankreich  Jean Alesi 1–17 Italien Italien  Nicola Larini
28 Osterreich Österreich  Gerhard Berger 1–17
Sauber C14
Schweiz Schweiz  Red Bull Sauber Ford Sauber C14 Ford Zetec-R 3.0 V8 G 29 Osterreich Österreich  Karl Wendlinger 1–4, 16, 17 Argentinien Argentinien  Norberto Fontana
Frankreich Frankreich  Jean-Christophe Boullion 5–15
30 Deutschland Deutschland  Heinz-Harald Frentzen 1–17

Rennkalender

Nr. Datum Grand Prix Strecke Distanz
(km)
Pole-Position Schnellste Rennrunde Sieger Gesamtführender
Fahrer
Gesamtführender
Konstrukteur
01 26. März Brasilien Brasilien  Brasilien Autódromo José Carlos Pace 307,075 Damon Hill Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher Benetton-Renault
02 9. April Argentinien Argentinien  Argentinien Autódromo Oscar Alfredo Gálvez 306,482 David Coulthard Michael Schumacher Damon Hill
03 30. April San Marino San Marino  San Marino Autodromo Enzo e Dino Ferrari 308,385 Michael Schumacher Gerhard Berger Damon Hill Damon Hill
04 14. Mai Spanien Spanien  Spanien Circuit de Catalunya 307,114 Michael Schumacher Damon Hill Michael Schumacher Michael Schumacher
05 28. Mai Monaco Monaco  Monaco Circuit de Monaco 259,584 Damon Hill Jean Alesi Michael Schumacher
06 11. Juni Kanada Kanada  Kanada Circuit Gilles-Villeneuve 301,240 Michael Schumacher Michael Schumacher Jean Alesi
07 2. Juli Frankreich Frankreich  Frankreich Circuit de Nevers Magny-Cours 306,000 Damon Hill Michael Schumacher Michael Schumacher
08 16. Juli Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Großbritannien Silverstone Circuit 308,477 Damon Hill Damon Hill Johnny Herbert
09 30. Juli Deutschland Deutschland  Deutschland Hockenheimring 307,035 Damon Hill Michael Schumacher Michael Schumacher
10 13. August Ungarn Ungarn  Ungarn Hungaroring 305,536 Damon Hill Damon Hill Damon Hill
11 27. August Belgien Belgien  Belgien Circuit de Spa-Francorchamps 306,856 Gerhard Berger David Coulthard Michael Schumacher
12 10. September Italien Italien  Italien Autodromo Nazionale Monza 305,810 David Coulthard Gerhard Berger Johnny Herbert
13 24. September Portugal Portugal  Portugal Circuito do Estoril 309,560 David Coulthard David Coulthard David Coulthard
14 1. Oktober Europa Europa  Europa Nürburgring 305,532 David Coulthard Michael Schumacher Michael Schumacher
15 22. Oktober SPC SPC  Pazifik Tanaka International Circuit Aida 307,349 David Coulthard Michael Schumacher Michael Schumacher
16 29. Oktober Japan Japan  Japan Suzuka International Racing Course 310,792 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
17 12. November Australien Australien  Australien Adelaide Street Circuit 306,180 Damon Hill Damon Hill Damon Hill

Rennberichte

Großer Preis von Brasilien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton- Renault 1:38:34,154
2 David Coulthard Williams- Renault +8,060
3 Gerhard Berger Ferrari + 1 Runde
4 Mika Häkkinen McLaren- Mercedes + 1 Runde
5 Jean Alesi Ferrari + 1 Runde
6 Mark Blundell McLaren- Mercedes + 1 Runde

Großer Preis von Argentinien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Damon Hill Williams- Renault 1:53:14,532
2 Jean Alesi Ferrari + 6,407
3 Michael Schumacher Benetton- Renault + 33,376
4 Johnny Herbert Benetton- Renault + 1 Runde
5 Heinz-Harald Frentzen Sauber- Ford + 2 Runden
6 Gerhard Berger Ferrari + 2 Runden

Großer Preis von San Marino

Platz Fahrer Team Zeit
1 Damon Hill Williams- Renault 1:41:42,552
2 Jean Alesi Ferrari + 18,510
3 Gerhard Berger Ferrari + 43,116
4 David Coulthard Williams- Renault + 51,890
5 Mika Häkkinen McLaren- Mercedes + 1 Runde
6 Heinz-Harald Frentzen Sauber- Ford + 1 Runde

Großer Preis von Spanien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton- Renault 1:34:20,507
2 Johnny Herbert Benetton- Renault + 51,988
3 Gerhard Berger Ferrari + 1:05,237
4 Damon Hill Williams- Renault + 2:01,749
5 Eddie Irvine Jordan- Peugeot + 1 Runde
6 Olivier Panis Ligier- Mugen-Honda + 1 Runde

Großer Preis von Monaco

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton- Renault 1:53:11,258
2 Damon Hill Williams- Renault + 34,817
3 Gerhard Berger Ferrari + 1:11,447
4 Johnny Herbert Benetton- Renault + 1 Runde
5 Mark Blundell McLaren- Mercedes + 1 Runde
6 Heinz-Harald Frentzen Sauber- Ford + 2 Runden

Großer Preis von Kanada

Platz Fahrer Team Zeit
1 Jean Alesi Ferrari 1:44:54,171
2 Rubens Barrichello Jordan- Peugeot + 31,477
3 Eddie Irvine Jordan- Peugeot + 35,980
4 Olivier Panis Ligier- Mugen-Honda + 41,341
5 Michael Schumacher Benetton- Renault + 44,676
6 Gianni Morbidelli Footwork-Hart + 1 Runde

Großer Preis von Frankreich

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton- Renault 1:38:28,429
2 Damon Hill Williams- Renault + 31,309
3 David Coulthard Williams- Renault + 1:02,826
4 Martin Brundle Ligier- Mugen-Honda + 1:03,293
5 Jean Alesi Ferrari + 1:17,869
6 Rubens Barrichello Jordan- Peugeot + 1 Runden

Großer Preis von Großbritannien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Johnny Herbert Benetton- Renault 1:34:35,093
2 Jean Alesi Ferrari + 16,479
3 David Coulthard Williams- Renault + 23,888
4 Olivier Panis Ligier- Mugen-Honda + 1:33,168
5 Mark Blundell McLaren- Mercedes + 1:48,172
6 Heinz-Harald Frentzen Sauber- Ford + 1 Runde

Großer Preis von Deutschland

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton- Renault 1:22:56,043
2 David Coulthard Williams- Renault + 5,988
3 Gerhard Berger Ferrari + 1:08,097
4 Johnny Herbert Benetton- Renault + 1:23,436
5 Jean-Christophe Boullion Sauber- Ford + 1 Runde
6 Aguri Suzuki Ligier- Mugen-Honda + 1 Runde

Großer Preis von Ungarn

Platz Fahrer Team Zeit
1 Damon Hill Williams- Renault 1:46:25,721
2 David Coulthard Williams- Renault + 33,398
3 Gerhard Berger Ferrari + 1 Runde
4 Johnny Herbert Benetton- Renault + 1 Runde
5 Heinz-Harald Frentzen Sauber- Ford + 1 Runde
6 Olivier Panis Ligier- Mugen-Honda + 1 Runde

Großer Preis von Belgien

Großer Preis von Italien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Johnny Herbert Benetton- Renault 1:18:27,916
2 Mika Häkkinen McLaren- Mercedes + 17,779
3 Heinz-Harald Frentzen Sauber- Ford + 24,321
4 Mark Blundell McLaren- Mercedes + 28,223
5 Mika Salo Tyrrell- Yamaha + 1 Runde
6 Jean-Christophe Boullion Sauber- Ford + 1 Runde

Großer Preis von Portugal

Platz Fahrer Team Zeit
1 David Coulthard Williams- Renault 1:41:52,145
2 Michael Schumacher Benetton- Renault + 7,248
3 Damon Hill Williams- Renault + 22,121
4 Gerhard Berger Ferrari + 1:24,879
5 Jean Alesi Ferrari + 1:25,429
6 Heinz-Harald Frentzen Sauber- Ford + 1 Runde

Großer Preis von Europa

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton- Renault 1:39:59,044
2 Jean Alesi Ferrari + 2,684
3 David Coulthard Williams- Renault + 35,382
4 Rubens Barrichello Jordan- Peugeot + 1 Runde
5 Johnny Herbert Benetton- Renault + 1 Runde
6 Eddie Irvine Jordan- Peugeot + 1 Runde

Großer Preis des Pazifiks

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton- Renault 1:48:49,972
2 David Coulthard Williams- Renault + 14,920
3 Damon Hill Williams- Renault + 48,333
4 Gerhard Berger Ferrari + 1 Runde
5 Jean Alesi Ferrari + 1 Runde
6 Johnny Herbert Benetton- Renault + 1 Runde

Großer Preis von Japan

Platz Fahrer Team Zeit
1 Michael Schumacher Benetton- Renault 1:36:52,930
2 Mika Häkkinen McLaren- Mercedes + 19,337
3 Johnny Herbert Benetton- Renault + 1:23,804
4 Eddie Irvine Jordan- Peugeot + 1:42,136
5 Olivier Panis Ligier- Mugen-Honda + 1 Runde
6 Mika Salo Tyrrell- Yamaha + 1 Runde

Großer Preis von Australien

Platz Fahrer Team Zeit
1 Damon Hill Williams- Renault 1:49:15,946
2 Olivier Panis Ligier- Mugen-Honda + 2 Runden
3 Gianni Morbidelli Footwork-Hart + 2 Runden
4 Mark Blundell McLaren- Mercedes + 2 Runden
5 Mika Salo Tyrrell- Yamaha + 3 Runden
6 Pedro Lamy Minardi- Ford + 3 Runden

Weltmeisterschaftswertungen

Weltmeister wird derjenige Fahrer bzw. Konstrukteur, der bis zum Saisonende die meisten Punkte in der Weltmeisterschaft angesammelt hat. Bei der Punkteverteilung werden die Platzierungen im Gesamtergebnis des jeweiligen Rennens aller Rennen berücksichtigt. Die sechs erstplatzierten Fahrer jedes Rennens erhalten Punkte nach folgendem Schema:

Punkteverteilung
Platz 1 2 3 4 5 6
Punkte 10 6 4 3 2 1

Fahrerwertung

Pos. Fahrer Konstrukteur Flag of Brazil.svg Flag of Argentina.svg Flag of San Marino (1862–2011).svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Portugal.svg Flag of Europe.svg Flag of the Pacific Community.svg Flag of Japan.svg Flag of Australia.svg Punkte
01 Deutschland Deutschland  M. Schumacher Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Benetton-Renault 1 3 DNF 1 1 5 1 DNF 1 11* 1 DNF 2 1 1 1 DNF 102
02 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  D. Hill Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Williams-Renault DNF 1 1 4 2 DNF 2 DNF DNF 1 2 DNF 3 DNF 3 DNF 1 69
03 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  D. Coulthard Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Williams-Renault 2 DNF 4 DNF DNF DNF 3 3 2 2 DNF DNF 1 3 2 DNF DNF 49
04 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  J. Herbert Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Benetton-Renault DNF 4 7 2 4 DNF DNF 1 4 4 7 1 7 5 6 3 DNF 45
05 Frankreich Frankreich  J. Alesi Italien Italien  Ferrari 5 2 2 DNF DNF 1 5 2 DNF DNF DNF DNF 5 2 5 DNF DNF 42
06 Osterreich Österreich  G. Berger Italien Italien  Ferrari 3 6 3 3 3 11* 12 DNF 3 3 DNF DNF 4 DNF 4 DNF DNF 31
07 Finnland Finnland  M. Häkkinen Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  McLaren-Mercedes 4 DNF 5 DNF DNF DNF 7 DNF DNF DNF DNF 2 DNF 8 2 DNS 17
08 Frankreich Frankreich  O. Panis Frankreich Frankreich  Ligier-Mugen-Honda DNF 7 9 6 DNF 4 8 4 DNF 6 9 DNF DNF DNF 8 5 2 16
09 Deutschland Deutschland  H.-H. Frentzen Schweiz Schweiz  Sauber-Ford DNF 5 6 8 6 DNF 10 6 DNF 5 4 3 6 DNF 7 8 DNF 15
10 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  M. Blundell Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  McLaren-Mercedes 6 DNF 5 DNF 11 5 DNF DNF 5 4 9 DNF 9 7 4 13
11 Brasilien Brasilien  R. Barrichello Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Jordan-Peugeot DNF DNF DNF 7 DNF 2 6 11* DNF 7 6 DNF 11 4 DNF DNF DNF 11
12 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  E. Irvine Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Jordan-Peugeot DNF DNF 8 5 DNF 3 9 DNF 9* 13* DNF DNF 10 6 11 4 DNF 10
13 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  M. Brundle Frankreich Frankreich  Ligier-Mugen-Honda 9 DNF 10* 4 DNF DNF 3 DNF 8 7 DNF 7
14 Italien Italien  G. Morbidelli Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Footwork-Hart DNF DNF 13 11 9 6 14 DNF DNF 3 5
15 Finnland Finnland  M. Salo Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Tyrrell-Yamaha 7 DNF DNF 10 DNF 7 15 8 DNF DNF 8 5 13 10 12 6 5 5
16 Frankreich Frankreich  J.-C. Boullion Schweiz Schweiz  Sauber-Ford 8* DNF DNF 9 5 10 11 6 12 DNF DNF 3
17 Japan Japan  A. Suzuki Frankreich Frankreich  Ligier-Mugen-Honda 8 DNF 11 6 DNF DNS 1
18 Portugal Portugal  P. Lamy Italien Italien  Minardi-Ford 9 10 DNF DNF 9 13 11 6 1
Italien Italien  P. Martini Italien Italien  Minardi-Ford DNF DNF 12 14 7 DNF DNF 7 DNF 0
Japan Japan  U. Katayama Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Tyrrell-Yamaha DNF 8 DNF DNF DNF DNF DNF DNF 7 DNF DNF 10 DNF 14 DNF DNF 0
Brasilien Brasilien  P. Diniz Italien Italien  Forti-Ford 10 NC 15 DNF 10 DNF DNF DNF DNF DNF 13 9 16 13 17 DNF 7 0
Italien Italien  M. Papis Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Footwork-Hart DNF DNF DNF DNF 7 DNF 12 0
Italien Italien  L. Badoer Italien Italien  Minardi-Ford DNF DNS 14 DNF DNF 8 13 10 DNF 8 DNF DNF 14 11 15 9 DNS 0
Japan Japan  Taki Inoue Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Footwork-Hart DNF DNF DNF DNF DNF 9 DNF DNF DNF DNF 12 8 15 DNF DNF 12 DNF 0
Italien Italien  A. Montermini Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Pacific-Ford 9 DNF DNF DNF DNS DNF NC DNF 8 12 DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF 0
Frankreich Frankreich  B. Gachot Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Pacific-Ford DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF 12 DNF DNF 8 0
Italien Italien  D. Schiattarella Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Simtek-Ford DNF 9 DNF 15 DNS 0
Osterreich Österreich  K. Wendlinger Schweiz Schweiz  Sauber-Ford DNF DNF DNF 13 10 DNF 0
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  N. Mansell Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  McLaren-Mercedes 10 DNF 0
Danemark Dänemark  J. Magnussen Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  McLaren-Mercedes 10 0
Niederlande Niederlande  Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Simtek-Ford DNF DNF DNF 12 DNF 0
Brasilien Brasilien  R. Moreno Italien Italien  Forti-Ford DNF NC 16 DNF DNF DNF 16 DNF DNF DNF 14 DNF 17 DNF 16 DNF DNF 0
Italien Italien  G. Tarquini Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Tyrrell-Yamaha 14 0
Schweiz Schweiz  J.-D. Delétraz Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Pacific-Ford DNF 15 0
Italien Italien  G. Lavaggi Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Pacific-Ford DNF DNF DNF DNF 0
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Konstrukteurswertung

Benetton B195 Renault V10 von 1995
Pos. Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Benetton-Renault1 137
02 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Williams-Renault1 112
03 Italien Italien  Ferrari 73
04 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  McLaren-Mercedes 30
05 Frankreich Frankreich  Ligier-Mugen 24
06 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Jordan-Peugeot 21
07 Schweiz Schweiz  Sauber-Ford 18
Pos. Konstrukteur Punkte
08 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Footwork-Hart 5
09 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Tyrrell-Yamaha 5
10 Italien Italien  Minardi-Ford 1
11 Italien Italien  Forti-Ford 0
12 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Pacific-Ford 0
13 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich  Simtek-Ford 0

1 Wegen der Tankaffäre beim Großen Preis von Brasilien (Verwendung nicht regelkonformen Treibstoffs) bekamen die Teams Benetton und Williams ihre zehn bzw. sechs Punkte aus diesem Rennen aberkannt

Kurzmeldungen Formel 1

  • Michael Schumacher errang neun Siege im Rennjahr 1995. Damit stellte er die Rekordleistung des Briten Nigel Mansell ein, der 1992 ebenfalls neun Mal innerhalb einer Saison ein Rennen gewinnen konnte. Schumacher hatte 1995 allerdings ein Rennen mehr zur Verfügung.
  • Das Rennen von Spa konnte Michael Schumacher vom 16. Startplatz aus bei äußerst widrigen Witterungsverhältnissen gewinnen.
  • Nach zahlreichen Ausfällen siegte Damon Hill in Australien mit zwei Runden Vorsprung. Einen 2-Runden-Vorsprung des Siegers hatte es in der Geschichte des Formel-1-Sports davor erst einmal gegeben, als Jackie Stewart 1969 in Barcelona den Neuseeländer Bruce McLaren distanzierte.
  • Drei Rennen vor Abschluss der Meisterschaft beim Großen Preis des Pazifiks in Aida sicherte sich Michael Schumacher seinen zweiten WM-Titel.
  • Den Konstrukteurs-Titel gewann Benetton ein Rennen später beim Großen Preis von Japan in Suzuka.
  • Im Abschlusstraining des Australien-Grand-Prix in Adelaide schlug Mika Häkkinen in einen Reifenstapel und verletzte sich schwer. Mit einem Luftröhrenschnitt konnten die Ärzte ihm letztlich das Leben retten.

Weblinks

Commons: Formel-1-Saison 1995 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien