DiplĂŽme d’études universitaires gĂ©nĂ©rales Information

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Das DiplĂŽme d'Ă©tudes universitaires gĂ©nĂ©rales (DEUG) ist eine Berechtigungsurkunde, die dem Abschluss nach zwei Jahren UniversitĂ€tsausbildung in Frankreich entspricht. Das Diplom wird laut Staatsvertrag zur gegenseitigen Anerkennung von StudienabschlĂŒssen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich anerkannt. FĂŒr Österreich gelten Ă€hnliche Regeln.

Das DEUG entspricht dem Zwischenzeugnis, das an deutschen UniversitÀten vergeben und umgangssprachlich auch Vordiplom genannt wird.

Das Diplom in Frankreich

In Frankreich wurde das DEUG im Verlauf des Studiums auf dem Weg zur Licence (3 Studienjahre) und zur MaĂźtrise (4 Jahre) verliehen. Vor der rĂ©form LMD (Reform entsprechend dem Bolognaprozess, der Licence, Master und Doctorat als „europĂ€ische AbschlĂŒsse“ vorsieht) war das DEUG ein nationales Diplom, das ein zweijĂ€hriges Studium nach dem Abitur (bac+2) abschloss und zu jener Zeit das Ende und Ziel des ersten Studienzyklus. Frankreich verlieh nach jedem Jahreszyklus einen Abschlussdiplom mit verschiedenen Bezeichnungen:

  • DEUG (2 Jahre),
  • Licence (3 J.),
  • MaĂźtrise (4 J.),
  • DEA/DESS (5 J.),
  • Doctorat (8 J.)

Das DEUG wird heute im Rahmen des ersten Studienzyklus als Zwischenabschluss auf dem Weg zur Licence ausgestellt.

Geschichte

Das DEUG ersetzte seit 1973 die Diplome der verschiedenen FakultÀten:

  • Recht (diplĂŽme d'Ă©tudes juridiques gĂ©nĂ©rales)
  • Wirtschaft (le diplĂŽme d'Ă©tudes Ă©conomiques gĂ©nĂ©rales)
  • Literatur (diplĂŽme universitaire d'Ă©tudes littĂ©raires)
  • Naturwissenschaften (diplĂŽme universitaire d'Ă©tudes scientifiques)

Es wurde mit Erlass vom 1. MĂ€rz 1973 eingerichtet und zwischen 1993 und 1997 fĂŒr die folgenden 10 StudiengĂ€nge mit AusfĂŒhrungserlassen und Erlassen ĂŒber Studieninhalte ergĂ€nzt:

  1. Industrielle Technologie (DEUG Technologie industrielle)
  2. Wissenschaften (DEUG Sciences)
  3. KĂŒnste (DEUG Arts)
  4. Theologie (DEUG Théologie)
  5. Human- und Sozialwissenschaften (DEUG Sciences humaines et sociales)
  6. Literatur und Sprachen (DEUG Lettres et langues)
  7. Recht (DEUG Droit)
  8. Verwaltungswissenschaften (DEUG administration Ă©conomique et sociale)
  9. Wirtschaft und UnternehmensfĂŒhrung (DEUG Economie et gestion)
  10. Wissenschaft und Technik in Sport und Bewegung (DEUG sciences et techniques des activités physiques et sportives)

DEUG von 1997 unter Anwendung der „rĂ©forme LMD“

Seit 1997 ist das DEUG offen fĂŒr alle, die ein Abitur ( baccalaurĂ©at) oder einen vergleichbaren Abschluss haben. Es ist in vier Semester organisiert, das erste dient der Orientierung. Der Unterricht ist in Unterrichtseinheiten gruppiert. Das erste Jahr enthĂ€lt ein Tutorium. Die UniversitĂ€ten fĂŒhren jĂ€hrlich zu zwei Terminen PrĂŒfungsveranstaltungen durch. Die Zulassung zum zweiten Jahr wird genehmigt, wenn der Student 70 % des ersten Jahres absolviert und bestanden hat. Es genĂŒgen 80 % des DEUG, um zur Licence zugelassen zu werden, ohne allerdings das Diplom zu erhalten.

Seit 1997 gab es nur noch neun FĂ€cher. Die beiden ersten (siehe oben) wurden zu einem Fach kombiniert: „Sciences“ + „Technologie industrielle“ wurde zum „DEUG Sciences et technologies“.

DEUG seit der Anwendung der Reform Licence-Master-Doctorat

Das DEUG wird weiterhin von den UniversitÀten und Hochschulen vergeben. Das Curriculum in den FÀchern ist nicht mehr national vorgeschrieben, aber die meisten Hochschulen halten sich noch an die Vorgaben der Erlasse. Es wird heute nach zwei Studienjahren im 3-Jahreszyklus des Licence-Studiums vergeben.

Abkommen mit Österreich

Im Abkommen ĂŒber die Gleichwertigkeit der Reifezeugnisse vom 1. MĂ€rz 2000 zwischen Österreich und Frankreich heißt es:

„Inhaber eines diplĂŽme d'Ă©tudes universitaires gĂ©nĂ©rales (DEUG) oder eines Diploms, das nach den innerstaatlichen Vorschriften Frankreichs zur vollberechtigten Zulassung zu jedem Studium hinsichtlich des Erwerbs einer licence berechtigt, die Zulassung zum dritten Studienjahr eines Bakkalaureats- bzw. Diplomstudiums in Österreich beantragen;
“

– [1]

Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.bmwf.gv.at/fileadmin/user_upload/wissenschaft/naric/2-1-3-15-1oe_fr_abkommen_gwrz.pdf.

Weblinks