Chronik der DDR (1949–1960) Information

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Die jĂŒngste Abgeordnete der Volkskammer, Margot Feist, beglĂŒckwĂŒnscht Wilhelm Pieck zu seiner Wahl als StaatsprĂ€sident.

Chronik der DDR (1949–1960) ergĂ€nzt den Hauptartikel Geschichte der DDR um eine Chronologie der Ereignisse der ersten Jahre.

1949

Am 7. Oktober erklĂ€rt sich der 2. Deutsche Volksrat zur Provisorischen Volkskammer und setzt die Verfassung der DDR in Kraft. Damit ist die Deutsche Demokratische Republik gegrĂŒndet. Der Ost-Berliner Magistrat erklĂ€rt Berlin zur Hauptstadt der DDR.

Die Verwaltungsfunktionen werden am 10. Oktober an die Provisorische Regierung der DDR ĂŒbertragen. An die Stelle der SMAD tritt die Sowjetische Kontrollkommission (SKK).

Am 11. Oktober wird Wilhelm Pieck PrÀsident der DDR.

Am 12. Oktober wird Otto Grotewohl MinisterprÀsident der DDR.

Die Volkskammer bestÀtigt am 12. Oktober die provisorische Verfassung der DDR.

1950

Das PolitbĂŒro der SED beschließt am 24. Januar die Bildung eines Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit. Die Regierung der DDR verabschiedet einen „Beschluss ĂŒber die Abwehr von Sabotage“ und empfiehlt ebenfalls die Bildung eines solchen Ministeriums. Es wird am 8. Februar nach einstimmigem Beschluss der Volkskammer der DDR ĂŒber das „Gesetz ĂŒber die Bildung eines Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit“ gebildet. Wilhelm Zaisser wird am 16. Februar zum Minister fĂŒr Staatssicherheit, Erich Mielke zum StaatssekretĂ€r ernannt.

Beginnend am 21. April werden bis Juni die Waldheimer Prozesse durchgefĂŒhrt. In Waldheim ( Sachsen) werden die von der sowjetischen Besatzungsmacht nach Auflösung der Internierungslager nicht freigelassenen Gefangenen der deutschen Gerichtsbarkeit ĂŒberstellt. Dabei werden in als Schauprozesse zu bezeichnenden Verhandlungen, unter Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien, mehr als 3400 wegen Kriegs- und nationalsozialistischen Verbrechen Angeklagte zu hohen Zuchthausstrafen und 32 von ihnen zum Tode verurteilt. Nach internationalen Protesten werden schon 1952 zahlreiche Urteile revidiert.

Vom 27. bis 30. Mai (Pfingsten) findet das erste Deutschlandtreffen der Jugend in Berlin statt.

Im Görlitzer Vertrag zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen vom 6. Juli wird die Oder-Neiße-Linie als neue polnische Westgrenze festgelegt.

Auf dem III. Parteitag der SED vom 20. bis 24. Juli wird ein neues Parteistatut verabschiedet und die Umwandlung des Parteivorstandes in ein Zentralkomitee (ZK) beschlossen.

Das ZK der SED wĂ€hlt am 25. Juli das PolitbĂŒro, das Sekretariat des ZK und die Zentrale Parteikontrollkommission (ZPKK). Vorsitzende der Partei werden Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl; GeneralsekretĂ€r des ZK wird Walter Ulbricht.

Die SED beginnt mit ParteisÀuberungen ( FieldaffÀre). Am 23. August wird Leo Bauer, Chefredakteur des Deutschlandsenders, am 25. August Willi Kreikemeyer, Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, verhaftet.

Am 18. August 1950 gab der Minister fĂŒr Industrie der DDR, Fritz Selbmann, mit den ersten AxtschlĂ€gen zum FĂ€llen einer Kiefer den Start frei fĂŒr den Bau des EisenhĂŒttenkombinats Ost (EKO).

Am 29. September des Jahres wurde die DDR Mitglied im Rat fĂŒr gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW).

Am 15. Oktober finden erste Wahlen zur Volkskammer der DDR statt. Die von der SED dominierte Einheitsliste der Nationalen Front erhĂ€lt nach offiziellen Angaben 99,7 % [1] der Stimmen.

Das ZK der SED beschließt am 26./27. Oktober die ÜberprĂŒfung aller Parteimitglieder und Kandidaten der Partei.

Im September des Jahres wurde die DDR Mitglied im Rat fĂŒr gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) – dem Äquivalent zur EuropĂ€ischen Gemeinschaft.

1951

Ab dem 1. Januar folgt die Wirtschaft der DDR dem ersten FĂŒnfjahresplan.

Konrad Adenauer lehnt am 15. Januar Otto Grotewohls Vorschlag eines „Gesamtdeutschen Konstituierenden Rats“ ab und fordert Freie Wahlen als ersten Schritt zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Das Nationale Olympische Komitee (NOK) der DDR konstituiert sich am 22. April unter dem Namen NOK fĂŒr Ostdeutschland.

Am 26. April wird die Leitung und Kontrolle der Sozialversicherung dem FDGB ĂŒbertragen.

Robert Havemann wird am 18. Juli von der West-Berliner Polizei beim Verteilen von FlugblÀttern festgenommen.

Am 19. Juli verbietet das Ministerium des Innern der DDR allen in der DDR zugelassenen Kraftfahrzeugen die Durchfahrt durch West-Berlin.

Vom 5. bis 19. August finden in Ost-Berlin die 3. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt.

Am 16. August wird auf Beschluss des PolitbĂŒros der KPdSU der Außenpolitische Nachrichtendienst (APN) unter der Tarnbezeichnung „Institut fĂŒr wirtschaftswissenschaftliche Forschung beim Ministerium fĂŒr AuswĂ€rtige Angelegenheiten“ gegrĂŒndet.

Am 8. Oktober wird die Rationierung aller Lebensmittel, bis auf die fĂŒr Fleisch, Fett und Zucker, aufgehoben.

Die Deutsche Volkspolizei besetzt am 18. Oktober die zum US-Sektor von Berlin gehörende Enklave Berlin-SteinstĂŒcken, muss sie aber am 23. Oktober auf Befehl der Sowjetischen Kontrollkommission wieder rĂ€umen.

1952

Zum Wiederaufbau gehörte auch das Verbreiten sozialistischer Werte ĂŒber die Kunst, wie dieses Wandbild aus den 50er-Jahren am Faradaybau der Ilmenauer UniversitĂ€t zeigt

Die Volkskammer verabschiedet am 9. Januar ein Gesetz fĂŒr freie Wahlen zu einer gesamtdeutschen Nationalversammlung. Am 15. Januar verweigert die DDR-Regierung einer UN-Kontrollkommission, die die Voraussetzungen fĂŒr freie Wahlen ĂŒberprĂŒfen soll, die Einreise.

Am 3. Februar wird der Grundstein fĂŒr die ersten neuen WohngebĂ€ude an der Stalinallee in Ost-Berlin gelegt. Chefarchitekt ist Hermann Henselmann.

Die erste „ Stalin-Note“ der Sowjetunion vom 10. MĂ€rz an die drei WestmĂ€chte Frankreich, Großbritannien und die USA enthĂ€lt die Forderung nach einem neutralen einheitlichen Deutschland. Sie wird von den WestmĂ€chten am 25. MĂ€rz als Störmanöver gegen die Westintegration der Bundesrepublik Deutschland abgelehnt. Die WestmĂ€chte fordern im Gegenzug freie Wahlen unter UN-Aufsicht. In der zweiten Stalin-Note vom 9. April erklĂ€rt sich die Sowjetunion zu freien gesamtdeutschen Wahlen bereit unter der Bedingung, dass die Wahlen nicht unter UN-, sondern unter ViermĂ€chte-Kontrolle stattfinden. Außerdem bietet sie einen Friedensvertrag an. Die WestmĂ€chte lehnen die zweite Stalin-Note am 13. Mai ab: Ein Friedensvertrag sei erst möglich, wenn durch gesamtdeutsche freie Wahlen eine deutsche Regierung gebildet worden sei.

Am 28. April ĂŒbergibt die Sowjetunion 66 von 213 Betrieben der Sowjetischen Aktiengesellschaft (SAG) an die DDR. Diese werden in Volkseigene Betriebe ( VEB) umgewandelt.

Am 8. Mai kĂŒndigt Außenminister Georg Dertinger den Aufbau nationaler StreitkrĂ€fte an.

Die Deutsche Grenzpolizei (DGP) wird am 13. Mai dem Ministerium fĂŒr Staatssicherheit unterstellt.

Am 26./27. Mai beginnt die Einrichtung einer fĂŒnf Kilometer breiten Sperrzone entlang der Demarkationslinie zur Bundesrepublik Deutschland. Damit startet die Zwangsumsiedlung von ĂŒber 12.000 Anwohnern. Auf Anordnung der SED werden am 27. Mai die Telefonleitungen zwischen West-Berlin und der DDR gekappt.

Britisches MilitĂ€r und West-Berliner Polizei blockieren am 3. Juni den (Ost-) Berliner Rundfunk im Haus des Rundfunks in der Masurenallee in (West-) Berlin-Charlottenburg. Zu den Eingeschlossenen zĂ€hlt Karl-Eduard von Schnitzler. Etwas mehr als einen Monat spĂ€ter wird am 6. Juli der Bau des Funkhaus Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide begonnen, das nach einem Großbrand im Februar 1955 erst im Februar 1956 den Betrieb aufnehmen kann.

Ab dem 1. Juni mĂŒssen West-Berliner, die in die DDR einreisen wollen, in Ost-Berlin eine Genehmigung beantragen.

In Merxleben wird am 8. Juni die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) in der DDR gegrĂŒndet.

Die Hauptverwaltung Ausbildung mit den Volkspolizei-Bereitschaften im Ministerium des Innern (MdI) erhĂ€lt am 1. Juli die Bezeichnung „ Kasernierte Volkspolizei“.

Zum Abschluss der II. Parteikonferenz der SED (9.–12. Juli) wird der „planmĂ€ĂŸige Aufbau des Sozialismus in der DDR“ zur grundlegenden Aufgabe erklĂ€rt. Teil dieses Programms ist die Umwandlung der DDR zu einem Staat, der nach dem marxistisch-leninistischen Strukturprinzip des „ demokratischen Zentralismus“ aufgebaut sein soll. Dem folgend werden die fĂŒnf LĂ€nder der DDR ( Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, ThĂŒringen und Sachsen) am 23. Juli in 14 Bezirke und 217 Kreise aufgeteilt. Die LĂ€nderkammer der DDR bleibt jedoch bis 1958 bestehen.

Acht Berliner Stuckateure grĂŒnden am 21. Juli die erste Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) in der DDR.

Am 1. August wird die Transportpolizei dem Ministerium fĂŒr Staatssicherheit (MfS) unterstellt. Dieser Zustand bleibt bis Februar 1957 erhalten.

Am 7. August wird die „ Gesellschaft fĂŒr Sport und Technik“ (GST) gegrĂŒndet.

Der bis dahin propagierte Verkauf von Lebensmitteln und Industrieerzeugnissen an West-Berliner wird am 27. November verboten.

Der Handelsminister der DDR, Karl Hamann, wird am 11. Dezember wegen „Sabotage an der Versorgung“ verhaftet und 1954 zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Die Reisefreiheit von Einzelpersonen in der DDR wird ab dem 15. Dezember auf einen Umkreis von 100 km beschrÀnkt.

Am 15. Dezember wird Markus Wolf zum Leiter des Außenpolitischen Nachrichtendienstes (APN).

Das staatliche Fernsehen der DDR ( Deutscher Fernsehfunk) beginnt am 21. Dezember mit Versuchssendungen aus Berlin-Adlershof.

1953

Am 4. Januar veröffentlicht die Parteizeitung der SED „ Neues Deutschland“ die „Lehren aus dem Prozess gegen das Verschwörerzentrum SlĂĄnskĂœâ€œ. Rudolf SlĂĄnskĂœ war seit 1945 GeneralsekretĂ€r der tschechoslowakischen KP. Im September 1951 wurde er abgesetzt, zwei Monate spĂ€ter verhaftet und im November 1952 im SlĂĄnskĂœ-Prozess wegen angeblicher titoistischer und zionistischer Verfehlungen zum Tode verurteilt und mit elf anderen Delinquenten hingerichtet. Dieser grĂ¶ĂŸte Schauprozess der tschechischen Nachkriegszeit fĂŒhrte zur Hinrichtung zahlreicher Juden, die hohe Stellungen innehatten. Die sowjetische FĂŒhrung benutzte den Vorwand einer Ärzteverschwörung, um die unbequemen Genossen auszuschalten. Der Prozess zog noch zahlreiche Verurteilungen im gesamten Ostblock in den folgenden Jahren nach sich.

Der Außenminister und stellvertretende Vorsitzende der CDU der DDR, Georg Dertinger, wird am 15. Januar verhaftet.

Die Aktion Rose wurde am 10. Februar in den Badeorten der OstseekĂŒste auf RĂŒgen und Usedom gestartet, mit dem Ziel der Verstaatlichung von Hotel- und Dienstleistungsbetrieben. Viele Hoteliers und GĂ€stehausbesitzer wurden nach ihrer Enteignung unter dem Vorwand von Wirtschaftsdelikten oder AgententĂ€tigkeit fĂŒr den Westen zu Zuchthausstrafen verurteilt. Viele Familien wurden im Rahmen der so genannten „KĂŒstenbereinigungsaktion“ in andere Gebiete der DDR umgesiedelt. Einigen gelang die Flucht in den Westen. In ThĂŒringen gab es eine Ă€hnlich gelagerte „Aktion Oberhof“.

Am 5. MĂ€rz stirbt Josef Stalin. An seine Stelle tritt die Troika Chruschtschow, Malenkow und Lawrenti Beria.

Die Evangelische Kirche protestiert am 21. April gegen den Kirchenkampf der SED und das Vorgehen der Regierung der DDR gegen die evangelische Jugendorganisation „ Junge Gemeinde“ und die evangelische Studentengemeinde. Am 28. April bezeichnet das Ministerium des Innern der DDR die „Junge Gemeinde“ als illegal.

Auf der 13. Tagung des ZK der SED am 13./14. Mai wurde ein Beschluss ĂŒber die Erhöhung der Arbeitsnormen um mindestens 10 % gefasst.

Am 29. Mai wird die Sowjetische Kontrollkommission (SKK) aufgelöst und das Amt des Hohen Kommissars der UdSSR in Deutschland eingerichtet. Wladimir S. Semjonow wird erster Hoher Kommissar.

In der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen den Beschluss ĂŒber die Erhöhung der Arbeitsnormen vom 14. Mai. Das PolitbĂŒro der SED ĂŒbt Selbstkritik und verkĂŒndet einen „Neuen Kurs“. Die „Maßnahmen zum Aufbau des Sozialismus“ werden zurĂŒckgenommen, die Erhöhung der Arbeitsnormen bleibt jedoch bestehen. Am 16. Juni treten die Bauarbeiter der Ost-Berliner Stalinallee aus Protest gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen in den Streik. In den Tagen um den 17. Juni herum kommt es zu dem Volksaufstand in der DDR. Die Ost-Berliner Streikbewegung greift auf andere StĂ€dte der DDR ĂŒber. Der sowjetische MilitĂ€rbefehlshaber ĂŒbernimmt die Regierungsgewalt und setzt sowjetische Truppen gegen Streikende und Demonstranten ein. Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen. Das ZK der SED erklĂ€rt den Volksaufstand zu einem vom Westen gelenkten „faschistischen Putsch“.

Am 26. Juni wird der Leiter des sowjetischen Geheimdienstes, Volkskommissar und Minister des Innern, Lawrenti Beria in Moskau verhaftet und am 23. Dezember hingerichtet.

Die Deutsche Grenzpolizei (DGP) wird am 27. Juni aus dem Ministerium fĂŒr Staatssicherheit (MfS) in das Ministerium des Innern (MdI) umgegliedert.

Zwischen 18. und 23. Juli wird der Minister fĂŒr Staatssicherheit, Wilhelm Zaisser, entlassen. Sein Nachfolger wird Ernst Wollweber. Das MfS wird als Staatssekretariat fĂŒr Staatssicherheit (StfS) in das MdI eingegliedert. Der Außenpolitische Nachrichtendienst (APN) wird als „Hauptabteilung XV“ in den Staatssicherheitsdienst eingegliedert.

Auf der 15. Tagung des Zentralkomitees (ZK) der SED werden Wilhelm Zaisser und Rudolf Herrnstadt aus dem ZK ausgeschlossen. Walter Ulbricht wird zum 1. SekretĂ€r (bisher „GeneralsekretĂ€r“) des ZK gewĂ€hlt.

Im November beginnt die Aktion „Feuerwerk“. Verhaftungswellen wegen angeblicher AgententĂ€tigkeit rollen durch die DDR und Personen aus dem Westen werden in den Machtbereich der SED entfĂŒhrt.

Am 15. Dezember wird der am 8. Juli 1952 vom MfS aus West-Berlin entfĂŒhrte Mitarbeiter des Untersuchungsausschusses Freiheitlicher Juristen Walter Linse in Moskau hingerichtet.

1954

Zum 1. Januar werden die letzten 33 Betriebe der Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) mit Ausnahme der Wismut AG an die DDR ĂŒbergeben und in VEB umgewandelt.

Vom 25. Januar bis zum 18. Februar findet in Berlin die so genannte Viererkonferenz der Außenminister der SiegermĂ€chte Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und USA statt. Die Debatten ĂŒber die Deutschland-Frage, den österreichischen Staatsvertrag sowie die Triest-Frage bleiben ohne Ergebnis.

Der im Juli 1953 aus dem Amt entlassene und aus dem ZK der SED ausgestoßene Minister fĂŒr Staatssicherheit, Wilhelm Zaisser, wird am 23. Januar auch aus der SED ausgeschlossen.

Der Schriftsteller Johannes R. Becher wird am 4. Januar Minister im neu gebildeten Ministerium fĂŒr Kultur der DDR.

Am 25. MĂ€rz wird eine ErklĂ€rung der Sowjetunion ĂŒber die GewĂ€hrung der SouverĂ€nitĂ€t der DDR veröffentlicht. Die DDR gibt daraufhin am 27. MĂ€rz ihre SouverĂ€nitĂ€tserklĂ€rung ab.

Vom 30. MĂ€rz bis zum 4. April findet der IV. Parteitag der SED statt.

Die Bundesrepublik erklĂ€rt am 7. April die SouverĂ€nitĂ€tserklĂ€rung der DDR fĂŒr nichtig und erklĂ€rt ihren Alleinvertretungsanspruch fĂŒr alle Deutschen. (siehe auch Hallstein-Doktrin)

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) lehnt am 14. Mai die Aufnahme des Nationalen Olympischen Komitees der DDR (NOK) ab.

Vom 5. bis zum 7. Juni findet in Ost-Berlin das II. Deutschlandtreffen der Jugend statt.

Am 9. Juni wird der am 15. Januar 1953 verhaftete ehemalige Außenminister der DDR und ehemalige stellvertretende CDU-Vorsitzende Georg Dertinger wegen Spionage zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Der PrĂ€sident des Bundesverfassungsschutzes Otto John gibt am 23. Juli im DDR-Rundfunk sein Überwechseln in die DDR bekannt. Ihm folgt am 21. August der CDU-Bundestagsabgeordnete Karlfranz Schmidt-Wittmack.

Bei den Volkskammerwahlen am 17. Oktober entfallen nach offiziellen Angaben 99,46 % auf die Einheitslisten.

Eine 15-MĂ€chte-Konferenz lĂ€dt die Bundesrepublik am 23. Oktober zum Eintritt in die NATO ein und erkennt den Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik Deutschland fĂŒr Gesamtdeutschland an.

Am 13. November wird ein „Zentraler Ausschuss fĂŒr Jugendweihe“ gegrĂŒndet. Im „Neuen Deutschland“ erscheint ein „Aufruf zur Vorbereitung der Jugendweihe 1955“.

1955

Ab dem 10. Januar mĂŒssen auf Anweisung des Magistrats von Ost-Berlin West-Berliner und Westdeutsche in den gastronomischen Einrichtungen in Ost-Berlin mit West-Mark zum Kurs 1:1 zahlen.

Die Sowjetunion bietet am 15. Mai gesamtdeutsche Wahlen an, sollte die Bundesrepublik auf die Ratifizierung der Pariser VertrÀge verzichten. Diese schreiben die bundesdeutsche Mitgliedschaft in der NATO, den Verzicht der Bundesrepublik Deutschland auf atomare, biologische und chemische Waffen ( ABC-Waffen), die Mitgliedschaft der Bundesrepublik in der WesteuropÀischen Union (WEU), das EuropÀische Saarstatut und die GewÀhrung der vollen SouverÀnitÀt der Bundesrepublik Deutschland fest (siehe auch: Deutschlandvertrag).

Am 25. Januar erklĂ€rt die Sowjetunion den Kriegszustand mit Deutschland fĂŒr beendet.

Der Deutsche Bundestag ratifiziert am 27. Februar die Pariser VertrÀge.

Die Volkspolizei-Bereitschaften werden am 17. MĂ€rz in das Staatssekretariat fĂŒr Staatssicherheit ĂŒberfĂŒhrt.

Am 27. MĂ€rz findet die erste Jugendweihe in Ost-Berlin statt. Die Jugendweihe soll als sozialistisches GegenstĂŒck die kirchliche Konfirmation/Firmung ablösen.

Paul Merker wird am 30. MĂ€rz zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.

Die StraßennutzungsgebĂŒhren werden am 30. MĂ€rz im Transit Bundesrepublik–West-Berlin fĂŒr Pkw auf 30 Mark, fĂŒr Lkw auf 100 bis 550 Mark erhöht.

Am 1. Mai nehmen erstmals bewaffnete „ Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ an den Maidemonstrationen teil.

Die Pariser VertrÀge treten am 5. Mai in Kraft; die Bundesrepublik erhÀlt die staatliche SouverÀnitÀt und wird am 9. Mai Mitglied der NATO.

Die DDR wird am 14. Mai Mitglied des Warschauer Paktes.

Am 15. Mai wird die Deutsche Grenzpolizei (DG) wieder in das Staatssekretariat fĂŒr Staatssicherheit eingegliedert.

Das ZK der SED verabschiedet am 2. Juni ein 10-Punkte-Programm zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Am 10. Juni werden die dramatischen Erhöhungen der StraßennutzungsgebĂŒhren im West-Berlin-Transit vom 30. MĂ€rz teilweise wieder zurĂŒckgenommen.

Das Nationale Olympische Komitee der DDR wird provisorisches Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Auf der RĂŒckreise von der Genfer Gipfelkonferenz tritt Nikita Chruschtschow am 26. Juli in Ost-Berlin auf, lehnt freie Wahlen als Vorstufe der Wiedervereinigung Deutschlands ab und verkĂŒndet die Zweistaatentheorie.

Die UdSSR bestÀtigt am 20. September die volle SouverÀnitÀt der DDR. Das Amt des sowjetischen Hochkommissars wird aufgehoben und ein Beistandsvertrag mit der DDR abgeschlossen.

Das Gesetz ĂŒber das Staatswappen und die Flagge der DDR wird am 26. September verabschiedet.

Auf seiner 25. Tagung kĂŒndigt das ZK der SED am 27. Oktober eine Staatsbeteiligung an Privatunternehmen an.

Am 29. November erklĂ€rt die Sowjetunion, der sowjetische Sektor (Ost-Berlin) sei Bestandteil der DDR und unterliege nicht mehr der Kontrolle durch die Alliierten. Die WestmĂ€chte weisen dies unter Hinweis auf den ViermĂ€chte-Status der Stadt zurĂŒck.

Die sowjetischen Truppen geben am 1. Dezember die Sicherung der Außengrenzen der DDR an die Deutsche Grenzpolizei (GP) ab.

Das Staatssekretariat fĂŒr Staatssicherheit wird wieder Ministerium. Minister wird Ernst Wollweber, Stellvertreter Erich Mielke.

Nach Angaben des Bonner Ministeriums fĂŒr gesamtdeutsche Fragen sind 1955 bis zum 31. Dezember mehr als 250.000 FlĂŒchtlinge aus der DDR und Ost-Berlin gezĂ€hlt worden.

1956

Ab dem 1. Januar gilt der zweite FĂŒnf-Jahr-Plan.

Die Volkskammer beschließt am 18. Januar die Aufstellung einer Nationalen Volksarmee ( NVA).

Am 27. Januar wird Paul Merker aus der Haft entlassen.

Die Geheimrede Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU (14.–25. Februar) in Moskau markiert den Beginn der Entstalinisierung in den staatssozialistischen LĂ€ndern.

Am 1. MĂ€rz wird aus Einheiten der Kasernierten Volkspolizei (KVP) die Nationale Volksarmee (NVA) gebildet und das Ministerium fĂŒr Nationale Verteidigung gegrĂŒndet.

Bei einer Konferenz der osteuropĂ€ischen Geheimdienste in Moskau (7.–11. MĂ€rz) wird das Ministerium fĂŒr Staatssicherheit (MfS) als gleichberechtigtes Mitglied aufgenommen.

Am 1. Mai wird die Hauptabteilung XV des MfS in Hauptverwaltung A (HV A) umbenannt. Leiter bleibt Markus Wolf. An der Maidemonstration in Ost-Berlin nimmt erstmals die NVA teil.

Die achtklassige Grundschule wird am 18. Mai in die obligatorische zehnklassige polytechnische Oberschule umgewandelt.

Ab Juni werden im Zuge der Entstalinisierung etwa 25.000 HĂ€ftlinge entlassen.

Am 11. Juni ruft die Regierung der DDR MilitĂ€rangehörige in der Bundesrepublik zum Übertritt in die DDR auf. Das Angebot soll auch fĂŒr jugendliche FlĂŒchtlinge aus der DDR gelten.

Auf der 28. Tagung des ZK der SED (27.–29. Juli) werden hohe ParteifunktionĂ€re rehabilitiert (unter anderen Franz Dahlem, Anton Ackermann und Hans Jendretzky) und der so genannte „Dogmatismus“ kritisiert.

Der Schriftsteller und Theaterregisseur Bertolt Brecht (* 10. Februar 1898) stirbt am 14. August in Berlin.

Am 17. August ergeht das KPD-Verbot in der Bundesrepublik Deutschland.

Im West-Berliner Notaufnahmelager Marienfelde trifft am 20. September der einmillionste FlĂŒchtling ein. Insgesamt sollen seit GrĂŒndung der DDR 1,72 Millionen Menschen die DDR verlassen haben.

Nach der Niederschlagung des Volksaufstandes durch sowjetische Truppen in Ungarn am 24. Oktober werden in Ost-Berlin Professor Wolfgang Harich am 29. November, der Leiter des Aufbau-Verlages Walter Janka und der Kulturredakteur Gustav Just am 6. Dezember wegen der „Bildung einer staatsfeindlichen Gruppe“ verhaftet und zu Freiheitsstrafen verurteilt.

1957

Auf dem 30. Plenum des ZK der SED (30. Januar/1. Februar) legt Walter Ulbricht eine von der SED erarbeitete neue Deutschland-Konzeption vor, in der von einer Konföderation beider deutschen Staaten (Bundesrepublik Deutschland und DDR) die Rede ist.

Am 15. Februar werden die Inneren Truppen des MfS (Hauptverwaltung Innere Sicherheit) in das Ministerium des Innern (MdI) eingegliedert. Das Wachregiment Berlin bleibt der einzige militÀrische Verband des MfS.

Im MĂ€rz wird die Transportpolizei, die seit August 1952 dem MfS unterstanden hatte, neu der Volkspolizei unterstellt.

Wolfgang Harich wird am 9. MĂ€rz als Leiter der oppositionellen „ Harich-Gruppe“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Am 28. April wird der Deutsche Turn- und Sportbund (DTSB) als letzte Massenorganisation der DDR gegrĂŒndet. Er löst den Deutschen Sportausschuß (DS) ab. Gleichzeitig ĂŒbernimmt der DTSB einige wichtige Aufgaben des Staatlichen Komitees fĂŒr Körperkultur und Sport.

Walter Janka wird am 26. Juli wegen Boykotthetze zu fĂŒnf Jahren Zuchthaus verurteilt. Weitere Verurteilte sind Gustav Just, Richard Wolf und Heinz Zöger.

Die Sowjetunion startet am 4. Oktober den ersten Weltraumsatelliten „ Sputnik 1“.

Volks- und LĂ€nderkammer verlĂ€ngern anlĂ€sslich des Jahrestages der StaatsgrĂŒndung der DDR die Amtszeit des PrĂ€sidenten der DDR, Wilhelm Pieck, um weitere vier Jahre.

Die DDR und Jugoslawien nehmen am 15. Oktober diplomatische Beziehungen auf.

Auf dem 33. Plenum des ZK der SED (16.–19. Oktober) wird „ Revisionismus“-Kritik am Minister fĂŒr Staatssicherheit Ernst Wollweber und anderen geĂŒbt.

Die Bundesrepublik Deutschland bricht, der Hallstein-Doktrin folgend, die diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien ab.

Am 1. November wird Erich Mielke Nachfolger des aus „gesundheitlichen GrĂŒnden“ zurĂŒckgetretenen Ministers fĂŒr Staatssicherheit Ernst Wollweber.

Die DDR beschließt am 11. Dezember ein neues Passgesetz, um die Zahl der Westreisen zu reduzieren. Eine Flucht aus der DDR wird als sogenannte „ Republikflucht“ kriminalisiert.

Am 27. Dezember stirbt Otto Nuschke.

1958

Am 3. Februar werden bei parteiinternen „SĂ€uberungen“ Karl Schirdewan, Ernst Wollweber, Fred Oelßner und andere ihrer Funktionen im PolitbĂŒro der SED enthoben. Erich Honecker wird Mitglied des PolitbĂŒros und des Sekretariats des ZK der SED.

Die Staatliche Plankommission tritt ab dem 11. Februar an die Stelle des „Wirtschaftsrates“. Die „Vereinigungen der Volkseigenen Betriebe“ (VVB) werden der Staatlichen Plankommission unterstellt.

Die Babelsberger Konferenz an der Deutschen Akademie fĂŒr Staats- und Rechtswissenschaft legt am 2. und 3. April 1958 Grundlagen fĂŒr Rechtstheorie und -praxis.

In der DDR werden am 29. Mai die Lebensmittelkarten abgeschafft.

Der Ministerrat der DDR beschließt Maßnahmen zur Umgestaltung der Landwirtschaft, die die Kollektivierung beschleunigen sollen. Vom 10. bis 16. Juli findet der V. Parteitag der SED statt, auf dem die ParteifĂŒhrung erklĂ€rt, dass bis 1961 der Lebensstandard Westdeutschlands ĂŒbertroffen werde. Walter Ulbricht verkĂŒndet die „ Zehn Gebote der sozialistischen Moral und Ethik“.

Am 11. Oktober stirbt der Lyriker, ErzĂ€hler und Dramatiker Johannes R. Becher, seit 1954 DDR-Minister fĂŒr Kultur, in Berlin.

Walter Ulbricht erklÀrt am 27. Oktober Ost-Berlin zum Hoheitsbereich der DDR gehörig.

Nikita Chruschtschow fordert am 10. November die Revision des Potsdamer Abkommens und droht damit, die Sowjetunion werde ihre Kontrollrechte ĂŒber Berlin an die DDR ĂŒbertragen. Damit beginnt die so genannte „ Berlin-Krise“.

Am 16. November finden in der DDR Wahlen zur Volkskammer statt. Laut offiziellen Angaben stimmen 99,7 % der Wahlberechtigten fĂŒr die Einheitsliste.

Am 8. Dezember wird die LÀnderkammer der DDR aufgelöst und Otto Grotewohl als MinisterprÀsident der DDR wiedergewÀhlt.

1959

Am 24./25. April findet die 1. Bitterfelder Konferenz ĂŒber kulturpolitische Probleme statt. Der auf ihr erarbeitete „ Bitterfelder Weg“ fordert eine nĂ€here Verbindung von kultureller BetĂ€tigung der WerktĂ€tigen und dem professionellen Kunstleben. Dadurch sollen neue Impulse kĂŒnstlerischer und politisch-ideologischer Art entstehen. Die Losung der Konferenz lautet: „Greif zur Feder, Kumpel! Die Sozialistische Nationalkultur braucht dich!“. Referenten sind u. a. Walter Ulbricht und Alfred Kurella. Praktische Auswirkungen sind, dass KĂŒnstler fĂŒr einen gewissen Zeitraum innerhalb eines Betriebes tĂ€tig werden, um dann ihre Erlebnisse und Erfahrungen in einem sozialistisch-realistischen Werk Ausdruck zu verleihen.

Vom 11. Mai bis 20. Juni und vom 13. Juli bis 5. August findet in Genf eine Außenministerkonferenz der „Vier (Sieger-)MĂ€chte“ (Großbritannien, Frankreich, Sowjetunion und USA) statt. An ihr nehmen Delegationen aus beiden deutschen Staaten als Beobachter teil.

Die Volkskammer verabschiedet am 3. Juni das Gesetz ĂŒber Landwirtschaftliche Produktions-Genossenschaften (LPG). Damit beginnt die endgĂŒltige Kollektivierung der gesamten Landwirtschaft.

Der FĂŒnfjahrplan wird am 1. Oktober abgebrochen und durch den Siebenjahrplan ersetzt.

Ebenfalls am 1. Oktober beschließt die Volkskammer das Gesetz zur Änderung der Staatsflagge. Die Fahne zeigt jetzt als Wappen Hammer und Zirkel im Ährenkranz auf schwarz-rot-goldenem Hintergrund.

Am 22. November lÀuft im Deutschen Fernsehfunk die erste Folge von Unser SandmÀnnchen.

1960

Am 22. Februar kam es zum GrubenunglĂŒck von Zwickau.

Die Propagandasendung Der schwarze Kanal von Karl-Eduard von Schnitzler hat am 21. MĂ€rz Premiere. Sie wird bis zum Ende der DDR ausgestrahlt.

Die Kollektivierung der Landwirtschaft wird am 14. April fĂŒr abgeschlossen erklĂ€rt.

Die DDR verfĂŒgt BeschrĂ€nkungen im Reiseverkehr zwischen West- und Ostberlin. Dies fĂŒhrt in der Folge zu einer KĂŒndigung des Interzonenabkommens durch die Bundesrepublik.

Am 7. September stirbt Wilhelm Pieck (* 3. Januar 1876), erster PrÀsident der DDR, in Berlin.

Das DDR-Innenministerium ordnet am 8. September an, dass BundesbĂŒrger, die nach Ost-Berlin einreisen, eine Aufenthaltsgenehmigung benötigen. Sie wird an den Übergangsstellen von der Volkspolizei erteilt. Westberliner sind von der Genehmigung ausgenommen. [2]

Das Amt des PrÀsidenten der Republik wird am 12. September abgeschafft. An dessen Stelle wird ein Staatsrat gebildet. Erster Vorsitzender wird Walter Ulbricht.

Walter Janka wird am 23. Dezember aus der Haft entlassen.

Siehe auch

Literatur

  • Wilfried Loth: Stalins ungeliebtes Kind. Warum Moskau die DDR nicht wollte. Rowohlt Berlin, Berlin 1994, ISBN 3-87134-085-5.
  • Michael Lausberg: DDR 1949–1961, Tectum-Verlag 2009, Marburg 2009.

Quellen

  1. ↑ Haus der Deutschen Geschichte: 1950, abgefragt am 15. Oktober 2009
  2. ↑ Institut fĂŒr Zeitgeschichte (Hrsg.): Akten zur auswĂ€rtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1964. Oldenbourg, MĂŒnchen 1995, ISBN 3-486-56065-4, S. 307 abgefragt am 28. Oktober 2010

Weblinks