Canadian Film and Television Production Association – Association canadienne de production de film et tĂ©lĂ©vision Information

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Canadian Film and Television Production Association – Association canadienne de production de film et tĂ©lĂ©vision wurde 1948 als Interessenvertretung fĂŒr die unabhĂ€ngigen Produzenten von audiovisuellen Inhalten in Kanada gegrĂŒndet. Sie vertrat 2010 rund 400 Unternehmen, die in diesem Bereich tĂ€tig waren. Sie fĂŒhrt BĂŒros in Ottawa, Toronto und Vancouver. Ihre Aufgaben sieht die CFTPA darin, als Interessenorganisation gegenĂŒber der Regierung in Ottawa und denen der Provinzen und Territorien aufzutreten, ArbeitsvertrĂ€ge Ă€hnlich den ManteltarifvertrĂ€gen auszuhandeln, Mentorenprogramme fĂŒr Autoren und KĂŒnstler durchzufĂŒhren, sowie die Urheberrechte zu schĂŒtzen. Hinzu kommen jĂ€hrliche Versammlungen und Übersichtspublikationen zur Entwicklung der Branche, wie den GUIDE.

2010 gab die CFTPA die Zahlen der „bildschirmbasierten Industrie“ fĂŒr die Jahre 2008 bis 2010 in Kanada bekannt. Danach stieg der Umsatz der Branche von 2008/09 auf 2009/10 von 4,8 auf 4,9 Milliarden Dollar. Insgesamt bot sie 117.200 VollzeitarbeitsplĂ€tze. Dabei sank der Anteil der kanadischen Fernsehproduktionen von 2 auf 1,9 Milliarden, die Zahl der ArbeitsplĂ€tze lag bei 47.300. Die Theaterproduktionen mit 7.300 BeschĂ€ftigten setzten 308 nach 217 Millionen um, auslĂ€ndische Unternehmen im Sektor stellten 35.900 BeschĂ€ftigte mit einem von 1,4 auf 1,5 Milliarden Dollar gestiegenen Umsatz. Die Radioproduktionen fielen von 1,17 auf 1,11 Milliarden Dollar Umsatz bei 26.600 ArbeitsplĂ€tzen. [1]

Geschichte

Die CFTPA erhielt bei ihrer GrĂŒndung zunĂ€chst den Namen Association of Motion Picture Producers and Laboratories of Canada (AMPPLC), da sie vor der Verbreitung des Fernsehens Produktion und Postproduktion der Filmindustrie vertrat. 1974 Ă€nderte die Assoziation ihren Namen dementsprechend in Canadian Film & Television Association (CFTA). Am 12. September 1984 wurde die nunmehr landesweit tĂ€tige Organisation in die Canadian Film & Television Association”/ Association canadienne de cinĂ©ma-tĂ©lĂ©vision umbenannt, um der Vorgabe der offiziellen Zweisprachigkeit Kanadas zu genĂŒgen.

In den 1980er Jahren, einer Phase schnellen Wachstums der kanadischen Filmindustrie, entstanden konkurrierende Vereinigungen, wie etwa die Canadian Association of Motion Picture Producers, die 1985 mit der CFTA verschmolzen wurde. Damit wurde eine Reihe von Individuen, meist Produzenten und Autoren, Mitglieder der CFTA. 1988 folgten ihr The Canadian Television Program Distributors. Ein Jahr spĂ€ter entstand auf Initiative der CFTA das Canadian Retransmission Collective, um auf die verĂ€nderten Urheberrechtsgesetze und das Freihandelsabkommen mit den USA und Mexiko reagieren zu können. Letzteres erlaubte RelaisĂŒbertragungen amerikanischer Programme nach Kanada. 1990 schloss sich The Association of Canadian Film and Television Producers der CFTA an. Sie war 1984 gegrĂŒndet worden, um die Interessen der grĂ¶ĂŸeren Produzenten zu vertreten.

Aus der Fusion ging die CFTPA hervor, die wiederum am 25. Oktober 1990 ihren Namen von Canadian Film & Television Association / Association canadienne de cinema-tĂ©lĂ©vision in Canadian Film and Television Production Association - Association canadienne de production de film et tĂ©lĂ©vision Ă€nderte. Um auf lokale VerĂ€nderungen reagieren zu können, entstand am 3. Oktober 1994 in British Columbia die B.C. Producers’ Branch of Canadian Film and Television Production Association. [2]

Bei diesen Fusionen und GrĂŒndungen ging es einerseits um die BewĂ€ltigung neuer Techniken und Rechtsgrundlagen, andererseits um die Integration von Filmbereichen, die in Kanada eine besonders große Rolle spielen, nĂ€mlich die Bereiche des Unterrichts, der Ausbildung und der Weiterbildung. Daher entstand 1998 das Educational Rights Collective of Canada, das die Inhaber von Urheberrechten aller Medienproduktionen vertritt, die von Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen genutzt werden. 1999 entstand dementsprechend das Producer’s Audiovisual Collective of Canada (PACC), das sich um die Einnahmen kĂŒmmerte, die aus dem Verkauf von DatentrĂ€gern und dem Verleih von Filmen erwuchsen. Seit 2001 vertritt es auch die Neuen Medien.

Weblinks

Anmerkungen

  1. ↑ Factsheet, CFTPA ( Memento vom 22. MĂ€rz 2012 im Internet Archive), archive.org, 22. MĂ€rz 2012.
  2. ↑ Website des B.C. Producers’ Branch Council ( Memento vom 6. November 2011 im Internet Archive), archive.org, 6. November 2011.