Bahamas Information

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The Commonwealth of The Bahamas
Commonwealth der Bahamas
Flagge der Bahamas
Wappen der Bahamas
Flagge Wappen
Wahlspruch: Forward, Upward, Onward, Together

( englisch für „Vorwärts, Aufwärts, Weiter, Gemeinsam“)

Amtssprache Englisch
Hauptstadt Nassau
Staatsform parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II.

vertreten durch Generalgouverneur Cornelius A. Smith

Regierungschef Premierminister Hubert Minnis
Fläche 13.939 km²
Einwohnerzahl 353.658 (2010, Quelle: Bahamas Department of Statistics)
Bevölkerungsdichte 25 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Nominal
  • Kaufkraftbereinigt
2017 [1]
  • $ 9.172 Millionen ( 131.)
  • $ 9.374 Millionen ( 156.)
Brutto­inlands­produkt pro Einwohner 2017 [1]
  • $ 24.631 ( 34.) (Nominal)
  • $ 25.174 ( 58.) (KKB)
Index der menschlichen Entwicklung 0,789 (51.) [2]
Währung Bahama-Dollar (BSD)
Unabhängigkeit 10. Juli 1973
(vom Vereinigten Königreich)
Nationalhymne March On, Bahamaland
Nationalfeiertag 10. Juli
Zeitzone UTC−5
Kfz-Kennzeichen BS
ISO 3166 BS, BHS, 044
Internet-TLD .bs
Telefonvorwahl +1 (242) siehe NANP
Bahamas Kuba Haiti Navassa Jamaika Turks- und Caicosinseln Dominikanische Republik Puerto Rico Amerikanische Jungferninseln Britische Jungferninseln Martinique Dominica Guadeloupe Montserrat Antigua und Barbuda Anguilla Sint Maarten/ Saint Martin Saint Kitts and Nevis Sint Eustatius Saba Guatemala Mexiko Belize Kaimaninseln Vereinigte StaatenBahamas in its region.svg
Über dieses Bild

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Die Bahamas ( englisch The Bahamas) sind ein Inselstaat im Atlantik und Teil der Westindischen Inseln. Sie liegen südöstlich der Vereinigten Staaten sowie nordöstlich von Kuba und werden geographisch zu Mittelamerika gezählt. Von den mehr als 700 Bahamainseln sind nur 30 bewohnt.

Die Inselgruppe erhielt ihren Namen durch die spanischen Konquistadoren. Sie nannten die Gewässer um die Inseln Baja Mar ( spanisch für ‚flaches Meer‘), woraus später Bahamas wurde. Seit 1973 sind die Bahamas vom Vereinigten Königreich unabhängig, aber die ehemalige Kronkolonie blieb eine konstitutionelle Monarchie mit Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt.

Geographie

Die Bahamas erstrecken sich von der Südostküste der USA entlang der Nordostküste Kubas bis zur Nordwestküste der Turks- und Caicosinseln mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 650 km und einer West-Ost-Breite von bis zu 750 km. Obwohl die Bahamas im offenen Atlantik liegen, werden sie der Karibik zugezählt.

Die Bahamas setzen sich aus den Inseln und mehr als 2400 Korallenriffen, den sogenannten Cays, zusammen. In vielen Fällen trennt nur ein wenige Zentimeter tiefer Meeresarm zwei Inseln beziehungsweise Cays voneinander. Daher schwanken die Zahlen abhängig davon, ob in diesem Fall zwei Inseln oder eine Insel mit einer leicht unter Wasser gesetzten Landbrücke gezählt werden.

Die Inseln werden unterteilt in die beiden am stärksten bewohnten Inseln New Providence sowie Grand Bahama und in die sogenannten Out Islands beziehungsweise Family Islands. Die flächengrößte Insel ist Andros mit 5957 km². Der höchste Punkt der Bahamas ist der Mount Alvernia mit 63 m auf Cat Island.

Wichtigste Inseln

Name Fläche
in km²
Einwohner
(2000)
Einwohner
(2010)
Abaco 1.681 13.170 16.692
Acklins 497 428 560
Andros 5.957 7.686 7.386
Berry Islands 31 709 798
Bimini 23 1.717 2.008
Cat Island 388 1.647 1.503
Crooked Island und Long Cay 241 350 323
Eleuthera 484 7.999 7.826
Exuma 290 3.571 7.314
Grand Bahama 1.373 46.994 51.756
Harbour Island 8 1.639 1.702
Inagua 1.544 969 911
Long Island 596 2.992 3.024
Mayaguana 285 259 271
New Providence 207 210.832 248.948
Ragged Island 36 72 70
Rum Cay 78 80 99
San Salvador 163 970 930

Wichtigste Städte

Satellitenaufnahme vom April 2000

Die beiden mit Abstand wichtigsten Städte der Bahamas sind die Hauptstadt Nassau und Freeport. In beiden zusammen leben mehr als drei Viertel der Bevölkerung der Bahamas. Nassau ist mit seinen mehr als 200.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt des Inselstaates.

Klima

Die Bahamas weisen ein für einige Regionen der Subtropen typisches Ostseitenklima auf, da sie durch die Luftsysteme des Nordamerikanischen Kontinents abgekühlt werden. Im Sommer liegt die Durchschnittstemperatur bei ca. 28 °C, im Winter lässt der warme Golfstrom (Wassertemperaturen zwischen 24 und 29 °C) die Temperatur selten unter 20 °C sinken. Im Jahresmittel liegt die Temperatur bei 26 °C.

Nassau
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
47
 
25
17
 
 
40
 
25
17
 
 
40
 
27
18
 
 
54
 
28
19
 
 
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29
21
 
 
233
 
31
23
 
 
158
 
32
24
 
 
216
 
32
24
 
 
171
 
31
24
 
 
176
 
30
22
 
 
57
 
28
20
 
 
52
 
26
18
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Nassau
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur ( °C) 25,2 25,3 26,5 27,7 29,2 30,7 31,7 31,8 31,3 29,7 27,7 25,9 Ø 28,6
Min. Temperatur (°C) 16,7 16,9 17,7 19,0 21,0 22,9 23,7 23,8 23,6 22,2 20,0 17,7 Ø 20,4
Niederschlag ( mm) 47 40 40 54 116 233 158 216 171 176 57 52 Σ 1.360
Sonnenstunden ( h/d) 7,1 7,6 8,3 9,2 8,7 7,7 8,8 8,6 7,1 7,2 7,4 6,9 Ø 7,9
Wassertemperatur (°C) 24 24 24 25 26 28 29 29 29 28 26 25 Ø 26,4
Luftfeuchtigkeit ( %) 78 78 76 74 77 79 77 79 81 80 78 78 Ø 77,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
25,2
16,7
25,3
16,9
26,5
17,7
27,7
19,0
29,2
21,0
30,7
22,9
31,7
23,7
31,8
23,8
31,3
23,6
29,7
22,2
27,7
20,0
25,9
17,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
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s
c
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a
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47
40
40
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116
233
158
216
171
176
57
52
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Auch im Januar ist das Meer um die Bahamas noch 24 Grad warm.

Bevölkerung

Demographische Entwicklung der Bahamas (1961–2010)

Die Bevölkerungszahl der Bahamas lag nach der letzten Volkszählung im Jahr 2010 bei 353.658 Menschen. Die Bevölkerung ist relativ jung, so sind rund 26 % unter 15 Jahren alt und nur 6 % der Bahamaer 65 Jahre oder älter. Im Jahr 2010 lag das natürliche Bevölkerungswachstum bei 0,77 %. Prognosen gehen davon aus, dass sich dieser Wert in etwa 30 Jahren auf 0 % abgesenkt haben wird. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 72 Jahren für Männer und bei 79 Jahren für Frauen.

Menschen afrikanischer Herkunft bilden mit 85 % den größten Anteil der Inselbevölkerung. Die restlichen 15 % teilen sich in 12 % europäischer Herkunft sowie 3 % asiatischer und lateinamerikanischer Herkunft auf.

Neben der Amtssprache Englisch wird noch haitianisches Kreol gesprochen, allerdings hauptsächlich von den zahlreichen Einwanderern aus Haiti. Nach dem Erdbeben in Haiti 2010 stieg die Immigration aus Haiti sprunghaft an. Im Jahre 2017 waren 15,6 % der Bevölkerung Migranten. [3]

AIDS hat sich auf den Bahamas zu einem bedeutenden Thema entwickelt. So lebten 2009 etwa 3,1 % der 15–49-jährigen Bevölkerung mit dem HI-Virus. Damit liegen sie auf Platz 23 der weltweit prozentual am stärksten betroffenen Länder.

Die Bahamas sind christlich geprägt: Die wichtigsten Glaubensrichtungen sind die Protestanten mit 67,6 % ( Baptisten 35,4 %, Anglikaner 15,1 %, Pfingstbewegung (Pentecostalism) 8,1 %, Gemeinde Gottes (Church of God) 4,8 %, Methodisten 4,2 %) und die römisch-katholische Kirche mit 13,5 % und andere Christen mit 15,2 % Anteil an der Bevölkerung.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Bahamas

Die frühesten Spuren einer Besiedlung gehen in das 4. Jahrhundert zurück, dauerhaft besiedelt wurden einige der Inseln aber erst im 9. und 10. Jahrhundert durch die Lucayan, ein zum Volk der Arawak zählender Stamm.

Nachdem Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 die Bahamainseln entdeckte, wurden die etwa 40.000 Inselbewohner bis 1520 nach Hispaniola verschleppt und versklavt, wo sie in den Minen durch Krankheit und Auszehrung umkamen.

Mitte des 17. Jahrhunderts errichteten englische Siedler die ersten Kolonien, nachdem König Karl I. von England die Inseln 1629 beansprucht hatte. Freibeuter, wie der berühmte Blackbeard, nutzten die Inseln Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts als Unterschlupf, da sie für die Kolonialmächte, auf Grund ihres Rohstoffmangels und der für Landwirtschaft ungeeigneten Böden, nur eine geringe Bedeutung hatten.

Im Jahr 1717 wurden die Bahamas zur britischen Kronkolonie und Woodes Rogers zum ersten Krongouverneur der Inseln ernannt. Er löste das Piratenproblem, das sich auf der Inselgruppe entwickelt hatte, und gab den Bahamas 1729 ein eigenes Parlament, das House of Assembly. Im Zuge des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs flohen eine große Zahl britischer Loyalisten auf die Bahamas, speziell nach Abaco. Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs (1775–1783), des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861–1865) und der Prohibition in den USA (1919–1932) waren die Inseln auf Grund ihrer günstigen Nähe zu den USA Ausgangspunkt von ausgeprägtem Handel mit Schmuggelware. Während des Zweiten Weltkriegs war der Gouverneur der Bahamas der Duke of Windsor. Großbritannien gewährte 1964 den Bahamas die innere Selbstverwaltung, was schließlich dazu führte, dass sie 1973 in die Unabhängigkeit entlassen wurden.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gilt der zum Commonwealth of Nations zählende Inselstaat als Touristenziel und Steueroase. Auf den Bahamas leben heute etwa 300.000 Menschen, davon mehr als 70 % in der Hauptstadt Nassau. Da das Land über keine nennenswerten Rohstoffe verfügt, ist die Wirtschaft stark auf den Tourismus und das Bankengewerbe angewiesen. Auch wenn die meisten Touristeninformationen die Bahamas als ein Paradies erscheinen lassen, so sind für die Regierung unter Premierminister Perry Christie die hohe Arbeitslosigkeit, der Drogenhandel und die Korruption in politischen Kreisen ernsthafte, noch ungelöste Probleme.

Am 13. November 1965 ging 60 Meilen vor Nassau der amerikanische Passagierdampfer Yarmouth Castle in Flammen auf, brannte aus und sank, wobei 90 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Das Unglück führt zu neuen Regelungen zur Sicherheit auf See im Rahmen der International Convention for the Safety of Life at Sea.

Im Sommer während der Hurrikansaison 2019 traf Dorian als Kategorie-5-Hurrikan auf die Inseln Abaco und Grand Bahama im Norden der Bahamas. [4]

Politik

Das bahamaische Parlamentsgebäude in Nassau

Die Bahamas sind seit 1973 ein souveräner Staat. Das Staatsoberhaupt ist der König oder die Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, seit 1952 Königin Elisabeth II. Sie wird auf den Bahamas durch den von ihr persönlich ernannten Generalgouverneur vertreten. Dies ist seit dem 28. Juni 2019 Cornelius A. Smith.

Regierungschef ist der Premierminister, der von der Regierungspartei gestellt wird. Seit 2017 ist das Hubert Minnis. Er ist Nachfolger von Perry Christie von der Progressive Liberal Party, die ihrerseits 2012 Hubert Ingraham vom Free National Movement gefolgt war. Die Bahamas wenden das Westminster-System an. Die Regierungspartei wird alle fünf Jahre durch die Parlamentswahlen bestimmt. Das Parlament besteht nach dem britischen Vorbild aus zwei Kammern, dem Senat mit 16 Mitgliedern und dem House of Assembly mit 39 Mitgliedern. Die 16 Mitglieder des Senats werden vom Generalgouverneur ernannt, neun in Absprache mit dem Premierminister, vier in Absprache mit dem Führer der Opposition und drei durch den Generalgouverneur selbst. Die Mitglieder des House of Assembly werden alle fünf Jahre nach dem Mehrheitswahlrecht vom Volk selbst gewählt. Im Länderbericht  Freedom in the World 2017 der US-amerikanischen  Nichtregierungsorganisation  Freedom House wird das politische System des Landes als „frei“ bewertet. [5]

Die Bahamas sind Mitglied in der Alliance of Small Island States (AOSIS).

Siehe auch: Liste der Premierminister der Bahamas

Siehe auch: Liste der Gouverneure der Bahamas

Gesellschaft

Bildung und Wissenschaft

Die einzige Hochschule, die ihren Sitz ausschließlich auf den Bahamas hat, ist die University of The Bahamas, die 2016 aus dem 1974 gegründeten College of The Bahamas hervorging. [6] Es sind über 5000 Studierende an ihr eingeschrieben. [7]

Auch die University of the West Indies hat einen Open Campus auf den Bahamas. [8]

Medien

Es gibt drei Tageszeitungen, The Nassau Guardian, The Tribune und The Freeport News. Die einzige Fernsehstation ist ZNS TV. [9]

Wirtschaft

Hafen von Nassau

Die Landwirtschaft auf den Bahamas ist unterentwickelt, da es keine geeigneten Bewässerungsmöglichkeiten gibt. Der Transport zwischen den zahlreichen und weit auseinanderliegenden Inseln ist schwierig und es sind auch keine geeigneten Böden vorhanden. Hauptsächlich wird für den Eigenbedarf produziert, der aber nicht abgedeckt wird. In wenigen moderneren Farmen werden vor allem Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Zitrusfrüchte und Ananas für den Export angebaut.

Kiefern, Hart- und Farbhölzer auf Andros, Great Abaco und Grand Bahama kommen als Bauholz in den Handel oder werden für den Schiffbau und die US-amerikanische Papierindustrie geschlagen.

Für die Fischerei bestehen durchweg günstige Bedingungen; sie erfolgt für den Eigenbedarf.

Die Industrie besteht hauptsächlich aus Kleinbetrieben, aber auch Schiffbau, Gewinnung von Meersalz sowie die Erzeugung von Konsumgütern wird ausgeweitet. 1954 wurde auf Grand Bahama eine zoll- und steuerfreie Zone eingerichtet, die zur Ansiedlung ausländischer Unternehmen führen sollte. Seit 1968 ist die Bahama Monetary Authority für die Ausgabe von Banknoten verantwortlich. Durch die günstige Steuergesetzgebung erreichten die Bahamas den Status eines internationalen Finanzzentrums mit Sitz vieler Banken, Investment- und Treuhandgesellschaften.

Am 28. Januar 2016, legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem die Bahamas auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftauchen. [10]

Die Bahamas sind im Vergleich zur restlichen Karibik-Region relativ wohlhabend. Das BIP pro Kopf lag 2016 mit ca. 24.000 US-Dollar ungefähr auf dem Niveau von Malta. [11]

Im Index für wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2017 Platz 90 von 180 Ländern. [12]

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar ( Kaufkraftparität) angeben. [13]

Jahr 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
BIP
(Kaufkraftparität)
2,51 Mrd. 3,81 Mrd. 4,99 Mrd. 5,61 Mrd. 7,79 Mrd. 9,50 Mrd. 10,03 Mrd. 10,45 Mrd. 10,41 Mrd. 10,05 Mrd. 10,33 Mrd. 10,61 Mrd. 11,14 Mrd. 11,25 Mrd. 11,31 Mrd. 11,09 Mrd. 11,25 Mrd. 11,60 Mrd.
BIP pro Kopf
(Kaufkraftparität)
11.877 16.296 19.575 20.103 25.722 29.231 30.512 31.398 30.906 29.501 29.986 30.452 31.618 31.593 31.410 30.435 30.534 31.139
BIP Wachstum
(real)
7,1 % 4,1 % 1,1 % 4,4 % 5,0 % 3,4 % 2,5 % 1,4 % −2,3 % −4,2 % 1,5 % 0,6 % 3,1 % −0,6 % −1,2 % −3,1 % 0,2 % 1,3 %
Inflation
(in Prozent)
12,2 % 4,6 % 4,6 % 2,0 % 1,7 % 1,8 % 2,0 % 2,4 % 4,4 % 1,7 % 1,6 % 3,1 % 1,9 % 0,4 % 1,2 % 1,9 % −0,3 % 1,4 %
Arbeitslosigkeit
(in Prozent)
... ... 12,0 % 10,9 % 7,0 % 10,2 % 7,6 % 7,9 % 8,7 % 14,2 % 15,1 % 15,9 % 14,4 % 15,8 % 14,6 % 13,4 % 12,2 % 10,1 %
Staatsverschuldung
(in Prozent des BIP)
... ... 13 % 21, % 19 % 23 % 23 % 23 % 25 % 30 % 34 % 35 % 38 % 44 % 48 % 51 % 53 % 57 %

Verkehr

Der wichtigste Flughafen ist der bei Nassau gelegene Flughafen Nassau Lynden Pindling. Staatsfluggesellschaft ist die Bahamasair mit weniger als zehn Flugzeugen. Die Infrastruktur für den Luft- und Seeverkehr ist gut ausgebaut, allerdings gibt es wegen der topographischen Bedingungen keine Eisenbahn. Brauchbare Landverkehrswege befinden sich auf New Providence, Grand Bahama und einigen anderen Inseln. Auf den Bahamas gilt Linksverkehr.

Tourismus

Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Nassau

Haupterwerbszweig der Bahamas ist der Tourismus, in dem etwa 60 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind. Wichtig sind insbesondere Kreuzfahrten US-amerikanischer Passagiere ab Miami. [14]

Auf den Tourismus hat sich auch der Dreh mehrerer James-Bond-Filme auf den Bahamas günstig ausgewirkt. Die Bahamas beziehungsweise Nassau dienten unter anderem für Casino Royale, Feuerball und dessen 1983 erschienene Neuverfilmung Sag niemals nie als Drehorte.

Banken

Lockere Gesetze haben dazu geführt, dass es auf den Bahamas bis zu 400 Finanzunternehmen gab. Ein Großteil dieser Banken, so wird vermutet, beschäftigt sich hauptsächlich mit Geldwäsche. 2001 wurden auf Druck der USA die Gesetze verschärft, seitdem wurden fast 15 % der Geldinstitute geschlossen.

Die Commonwealth Bank of the Bahamas ist eine Bank, die seit 1984 voll im Besitz der Bahamas ist. [15]

Umweltschutz

Auf den Bahamas existieren insgesamt 22 Nationalparks, die vom Bahamas National Trust verwaltet werden. Damit sind über 260.000 Hektar Land- und Meeresfläche geschützt. Der Central-Andros-Nationalpark ist mit 117.000 Hektar der flächenmäßig größte Nationalpark. Er umfasst ebenso Mangroven- und Feuchtgebiete wie auch Teile des Andros Barrier Reef, das drittgrößte Riff der Welt. Das nördlichste Schutzgebiet der Bahamas ist der Walker’s Cay Marine Park mit seinen Korallen und einer äußerst vielseitigen Meeresfauna. Der südlichste Nationalpark ist die Insel Little Inagua. Die Insel ist unbewohnt und allein der Natur und ihren Besuchern vorbehalten. Am Strand von Little Inagua legen die gefährdeten Meeresschildkröten ihre Eier. Über 60.000 westindische Flamingos leben auf der Insel Great Inagua.

Auf Bimini hingegen planen amerikanische Investoren eine riesige Touristenanlage mit über 1000 Appartements, 450 Villen, einem Luxushotel, Restaurants, Casino, Wellness Center und einem Golfplatz sowie einem Yachthafen mit rund 400 Anlegeplätzen. Auf Druck der Bevölkerung konnten diese für die Natur verheerenden Pläne gestutzt werden. Ganz verhindern konnte man das Projekt bisher aber nicht. Mit der Unterstützung von Reiseveranstaltern und Tauchgästen aus aller Welt wehren sich die Bewohner von Bimini gegen das Mega-Projekt auf ihrer winzigen Insel, das zur Vernichtung ihrer Naturressourcen führen würde.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste im Fiskaljahr 2016 Ausgaben von umgerechnet 2,3 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 1,9 Mrd. US-Dollar gegenüber. Dies entspricht einem Haushaltsdefizit von 4,4 % des BIP. [16]

Im Jahr 2016 betrug die Staatsverschuldung 64,4 % des BIP. [17]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Militär

Die 1980 gegründeten Streitkräfte der Bahamas werden als Royal Bahamas Defence Force (RBDF) bezeichnet. Die Bahamas verfügen über keine Armee oder Luftwaffe, die vorhandenen Einheiten sind der Marine zugeordnet und haben Polizeicharakter.

Distrikte

Emerald Bay

Hauptartikel: Distrikte der Bahamas

Seit 1999 sind die Bahamas durch den Local Government Act von 1996 in 31 Kommunalverwaltungsdistrikte und New Providence, das von der nationalen Regierung verwaltet wird, aufgeteilt.

Kuba Turks- und Caicosinseln Vereinigte Staaten Inagua Mayaguana Acklins Crooked Island Rum Cay San Salvador Long Island Ragged Island Black Point Exuma and Cays Cat Island South Eleuthera New Providence Berry Islands Freeport West Grand Bahama Bimini East Grand Bahama Grand Cay Moore's Island Central Eleuthera Spanish Wells Harbour Island North Eleuthera Hope Town Green Turtle Cay North Abaco Central Abaco South Abaco North Andros Central Andros Mangrove Cay South Andros
Distrikte der Bahamas

Feiertage

Datum Name Deutscher Name Anmerkungen
1. Januar New Year’s Day Neujahr Junkanoo Parade wird veranstaltet
Freitag vor Ostern Good Friday Karfreitag
Montag nach Ostersonntag Easter Monday Ostermontag
erster Freitag im Juni Labour Day Tag der Arbeit
sieben Wochen nach Ostern White Monday Pfingstmontag
10. Juli Independence Day Unabhängigkeitstag Unabhängigkeit von Großbritannien am 10. Juli 1973
erster Montag im August Emancipation Day Tag der Sklavenbefreiung am 1. August 1834 trat der Slavery Abolition Act in Kraft
12. Oktober Discovery Day Tag der Entdeckung Entdeckung der Bahamas durch Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492
25. Dezember Christmas Day Weihnachten
26. Dezember Boxing Day 2. Weihnachtstag Junkanoo Parade wird veranstaltet
Hinweis: Feiertage werden am darauf folgenden Montag nachgeholt, wenn sie auf einen Samstag oder Sonntag fallen.

Literatur

  • Wolfgang Gieler: Bahamas. In: Wolfgang Gieler, Markus Porsche-Ludwig (Hrsg.): Staatenlexikon Amerika: Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-77017-7, S. 43–48.
  • Michael Craton: A History of the Bahamas. Collins, London, 2. Aufl. 1968.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Bahamas – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Commons: Bahamas – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Bahamas – Reiseführer
  Wikimedia-Atlas: Bahamas – geographische und historische Karten

Einzelnachweise

  1. a b BIP-Schätzung des IWF 2017. In: imf.org. Archiviert vom Original am 13. November 2018; abgerufen am 13. November 2018 (Die Schätzungen auf der Originalseite werden laufend aktualisiert. Die Angaben im Artikel beruhen auf der archivierten Version.).
  2. Human Development Report Office: Bahamas – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 25. Oktober 2014
  3. Migration Report 2017. UN, abgerufen am 30. September 2018 (englisch).
  4. "Dorian" erschüttert die Bahamas, Tagesschau.de, 2. September 2019.
  5. Bahamas – Profile. In: freedomhouse.org. Abgerufen am 4. April 2019 (englisch).
  6. From College to University of The Bahamas: A Noble Legacy. Auf Englisch, abgerufen am 1. April 2019.
  7. Why UB? In: ub.edu.bs. Abgerufen am 15. Mai 2019 (englisch).
  8. The Open Campus in Bahamas. In: open.uwi.edu. Abgerufen am 12. April 2019 (englisch).
  9. Country Profile auf der Seite des BBC, abgerufen am 31. März 2012.
  10. EU will neue schwarze Liste von Steueroasen. In: trend.at. 28. Januar 2016, abgerufen am 14. März 2019.
  11. World Economic Outlook Database April 2017. Abgerufen am 18. Juni 2017 (amerikanisches Englisch).
  12. Country Rankings: World & Global Economy Rankings on Economic Freedom. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  13. Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 25. September 2018 (amerikanisches Englisch).
  14. Angaben zu Kreuzfahrten auf der Seite einer großen Reederei, abgerufen am 31. März 2012 (englisch)
  15. Commonwealth Bank Bahamas. In: the-bahamas.net. Abgerufen am 15. November 2018 (englisch).
  16. a b c The CIA World Factbook
  17. The World Factbook — Central Intelligence Agency. Abgerufen am 7. August 2017 (englisch).
  18. Der Fischer Weltalmanach 2010. Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.

Koordinaten: 24°  N, 78°  W