√úberschwemmung Information

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Hochwassereinsatz des THW
Gr√∂√üerer Wasserrohrbruch auf der Leopoldstra√üe in M√ľnchen am 11. Januar 2006

Als Überschwemmung bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine normalerweise trockenliegende Bodenfläche vollständig von Wasser bedeckt ist.

Überschwemmungen können hervorgerufen werden durch:

Überschwemmungen können unter Umständen erhebliche Wasserschäden hervorrufen. Besteht eine solche Gefahr, so sprechen Rettungskräfte von einem Wassernotstand.

Der Begriff der √úberschwemmung ist zugleich ein Rechtsbegriff, der insbesondere im Zusammenhang mit der Geb√§ude-, Hausrats-, Kfz-Teilkasko- und Betriebsunterbrechungsversicherung relevant ist. Besteht nach diesen Versicherungen Schutz gegen Elementarsch√§den, so wird dabei √ľblicherweise auch das √úberschwemmungsrisiko abgedeckt. Zum Zwecke der Risikoabsch√§tzung und damit der Pr√§mienkalkulation hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ein geographisches Informationssystem erarbeitet: Das Zonierungssystem f√ľr √úberschwemmung, R√ľckstau und Starkregen (Z√úRS). [1] Grundlage sind statistische Berechnungen des Softwareunternehmens IAWG (Ingenieurhydrologie, Angewandte Wasserwirtschaft und Geoinformatik) in Ottobrunn. [2]

Der Begriff der √úberschwemmung, also eine ‚Äě√úberflutung des Grund und Bodens, auf dem das versicherte Geb√§ude steht (Versicherungsgrundst√ľck)‚Äú, ist nach Ansicht des Bundesgerichtshofes aus der Sicht eines verst√§ndigen Versicherungsnehmers auszulegen. Demnach ist die ‚Äě√úberflutung von Grund und Boden‚Äú dann anzunehmen, wenn sich erhebliche Wassermengen auf der Gel√§ndeoberfl√§che ansammeln. [3] Einschr√§nkend urteilte hingegen das Landgericht Dortmund: [4] Erforderlich sei die √úberschwemmung der normalerweise trocken liegenden Bodenfl√§che mit Wasser, womit die Anstauung von Wassermassen auf Flachd√§chern, Terrassen oder Balkonen nicht erfasst werde. Danach seien die Sch√§den, welche durch das Eindringen von (Tau-)Wasser √ľber das Dach hervorgerufen wurden, nicht gedeckt. Es fehle bereits an einer √úberflutung, sofern es nicht zu einer Ansammlung von Wasser auf der Gel√§ndeoberfl√§che gekommen ist. Einen weiteren Begriff vertritt demgegen√ľber das LG N√ľrnberg-F√ľrth. [5]

Flutkatastrophen waren neben besonders starken Erdbeben bislang die f√ľr Menschen folgenreichsten Naturkatastrophen.

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Informationen des GDV ( Memento vom 10. Juni 2016 im Internet Archive), Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
  2. ‚ÜĎ Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1 @2 Vorlage:Toter Link/www.kompass-naturgefahren.de [1]
  3. ‚ÜĎ BGH, Urt. v. 20. April 2005 ‚Äď IV ZR 252/03.
  4. ‚ÜĎ LG Dortmund, Urt. v. 4. Juli 2012 ‚Äď 2 O 452/11.
  5. ‚ÜĎ LG N√ľrnberg-F√ľrth, Urt. v. 26. Juli 2012 ‚Äď 8 O 9839/10.

Weblinks